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Edward-Snowden-Büste im Fort Green Park in New York. Bild: HANDOUT/REUTERS

Polizei entfernt Snowden-Büste in New York – Künstler kümmert's herzlich wenig: «Wir haben einen 3D-Drucker»

Unbekannte Künstler haben in New York ein Denkmal für Edward Snowden errichtet. Doch das war nur von kurzer Dauer: Nach wenigen Stunden entfernte die Polizei die Büste des Whistleblowers. 

07.04.15, 09:10 07.04.15, 14:01

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Auf einmal tauchte das Gesicht von Edward Snowden auf – mitten in der Nacht, in einem Park in New York. Unbekannte Künstler hatten eine Büste des NSA-Whistleblowers im Fort Green Park in Brooklyn aufgestellt. 1.20 Meter hoch, 45 Kilogramm schwer.

Sie stellten den grauen Kopf auf ein Mahnmal, das an den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg erinnert. Auf die Säule schrieben sie Snowdens Namen.

Die Webseite Animal New York dokumentierte die Kunstperformance, gibt aber nicht die Identität der Initiatoren preis. Nur soviel: Die Idee zu der Installation hatten zwei New Yorker Künstler, ihnen half ein Bildhauer von der amerikanischen Westküste.

«Das Monument ist ein Denkmal für amerikanische Kriegsgefangene, die während des Unabhängigkeitskrieges ums Leben kamen. Wir haben dem Mahnmal ein Update verpasst um jene zu würdigen, die ihre Sicherheit dem Kampf gegen moderne Tyrannen geopfert haben», schreibt das Künstlerkollektiv in seiner Begründung für die Aktion.

Etwa ein halbes Jahr dauerten die Arbeiten an der Büste, die aus Kaltgussbronze hergestellt wurde. Das gesamte Projekt soll ungefähr 30'000 US-Dollar gekostet haben.

Sie wollten damit die Amerikaner zum Nachdenken über ihre eigene Verantwortung auffordern. Doch das hat New Yorks Polizei rasch verhindert. Erst verhüllten Beamte die Büste mit einer blauen Plane, wenige Stunden später holten sie Snowden ganz vom Sockel. Die Büste befindet sich nun in Gewahrsam des 88. Polizeireviers von Brooklyn.

Mitarbeiter der Stadtverwaltung entfernen die Snowden-Büste im Fort Green Park. Bild: BRENDAN MCDERMID/REUTERS

Die anonymen Künstler lassen sich davon nicht beeindrucken: «Wir haben eine Form in Originalgrösse, die wir wieder füllen können», teilten sie mit. «Und wir haben 3D-Drucker, mit denen wir kleinere in grosser Zahl herstellen können.» (syd/AP)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dario4Play 07.04.2015 17:17
    Highlight Amerika, das Land der Freiheit
    13 0 Melden
  • SVRN5774 07.04.2015 12:09
    Highlight Super Aktion! Sie sollen nur weiter machen!
    32 1 Melden

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