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Der blutige Angriff in Chattanooga fand am vergangenen Donnerstag statt.  Bild: TAMI CHAPPELL/REUTERS

Anschlag in Tennessee fordert fünftes Todesopfer: Matrose stirbt an den Schusswunden

18.07.15, 17:20 18.07.15, 17:33

Der Angriff auf zwei Militäreinrichtungen am Donnerstag im US-Staat Tennessee hat ein fünftes Todesopfer gefordert: Ein junger Matrose ist an den Schusswunden gestorben, die er bei den Attacken erlitt. 

Das meldeten der Lokalsender Wavy-TV und CNN am Samstag. Zwei Tage nach dem tödlichen Angriff auf zwei Militäreinrichtungen im US-Staat Tennessee gibt es keine Hinweise auf eine Verbindung zum internationalen Terrorismus. Die Behörden prüfen aber unter anderem, ob der 24 Jahre alte Täter bei einem monatelangen Aufenthalt in Jordanien im vergangenen Jahr radikalisiert wurde.

Der Täter, Mohammad Youssef Abdulazeez, hatte am Donnerstag zwei Militäreinrichtungen in Chattanooga angegriffen. Vier Marineinfanteristen waren auf der Stelle tot.

Der Matrose wurde mehrfach im Unterleib getroffen, zwei weitere Menschen erlitten leichtere Verletzungen und konnten inzwischen das Spital verlassen. Der Schütze, der nach Medienberichten aus Kuwait stammt, aber schon lange in der Region lebte, wurde von der Polizei erschossen.

Täter war in Jordanien

Ein Schulfreund sagte dem Sender CNN, Abdulazeez sei verändert aus Jordanien zurückgekehrt. Er sei verschlossener gewesen, «etwas ist dort passiert». Die FBI-Ermittler versuchen nun herauszufinden, ob der junge Mann während der Reise Kontakte zu Extremisten hatte.

FBI-Ermittler Ed Reinhold sagte vor der Presse, bislang gebe es keine Anzeichen, dass es sich um einen von der Terrormiliz Islamischer Staat inspirierten oder gesteuerten Angriff gehandelt habe.

«Wir nehmen momentan an, dass die Tat nur von ihm selbst ausging.» Staatsanwalt Bill Killian betonte, es müsse sich nicht zwangsläufig um eine terroristisch motivierte Tat handeln. «Wir wollen lediglich sichergehen, dass wir jeden Ansatz verfolgen.»

Unauffälliger Bürger

Abdulazeez soll ein unauffälliger junger Muslim mit amerikanischer Staatsbürgerschaft gewesen sein, der Medien zufolge nur einmal wegen Trunkenheit am Steuer mit der Polizei zu tun hatte. Laut der Lokalzeitung «Times Free Press» war er gut ausgebildet, hatte einen Ingenieursabschluss und war in mindestens einem Sportverein aktiv.

Nach CNN-Angaben arbeitete er 2013 in einem Kernkraftwerk in Ohio, wurde aber bereits nach zehn Tagen entlassen. Die Gründe dafür waren zunächst nicht bekannt. Zuletzt war Abdulazeez dem Sender zufolge bei einer Kabelfirma tätig, meldete sich am Montag und Dienstag vor der Tat krank und hatte am Mittwoch frei. (dhr/sda/dpa)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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