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FILE - In this July 30, 2015 file photo, Republican presidential candidate Donald Trump speaks to the media during a news conference on the first day of the Women's British Open golf championship on the Turnberry golf course in Turnberry, Scotland. Republican presidential candidates dismissed Trump's dominance in early primary polling, scrambling to position themselves days before their first debate. (AP Photo/Scott Heppell, File)

Donald Trump bricht wohl mit der Tradition, dass Präsidentschaftskandidaten ihre Steuerdaten öffentlich machen. Bild: Scott Heppell/AP/KEYSTONE

Er will US-Präsident werden, aber seine Steuerdaten nicht veröffentlichen

In den USA ist es Tradition, als Präsidentschaftsbewerber die eigenen Steuerzahlungen zu veröffentlichen. Hillary Clinton hat es getan. Und Donald Trump? Der ist stolz darauf, als Geschäftsmann immer «so wenig wie möglich» bezahlt zu haben.   



Ein Artikel von

Spiegel Online

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat offenbar keine grosse Lust, seine Steuerzahlungen öffentlich zu machen. Er sei Geschäftsmann und versuche immer, «so wenig wie möglich zu zahlen», sagte der Milliardär dem Fernsehsender CBS. Er fügte hinzu: «Ich hasse es, wie unsere Regierung unser Geld verschwendet.»

Hillary Clinton, aussichtsreiche Präsidentschaftsbewerberin bei den Demokraten, hatte in der vergangenen Woche öffentlich gemacht, wie viele Steuern sie und ihr Mann, Ex-Präsident Bill Clinton, in den vergangenen sieben Jahren gezahlt hatten. Die Praxis, seine Steuerlast zu veröffentlichen, gehört für die Anwärter auf den US-Präsidentschaftswahlkampf zum guten Ton.

Seitenhieb auf Hillary Clinton

epa04867990 Democratic candidate for United States President, former Secretary of State, Hillary Clinton speaks during a campaign stop at Florida International University in Miami, Florida, USA, 31 July 2015. Hillary Clinton calls on Congress to lift the Cuban embargo during her speech. She highlighted that Republican arguments against increased engagement are part of failed policies of the past and contend that we must look to the future in order to advance a core set of values and interests to engage with Cubans and address human rights abuses.  EPA/CRISTOBAL HERRERA

Hillary Clinton. Bild: CRISTOBAL HERRERA/EPA/KEYSTONE

Trump wollte zwar nicht ausschliessen, dass er sich dieser Tradition anschliessen werde. Er verband eine Andeutung aber mit einem Seitenhieb auf Clinton: «Es könnte sein, dass ich dies mache unter der Bedingung, dass Hillarys E-Mails veröffentlicht werden.»

Clintons Umgang mit dienstlichen E-Mails während ihrer Zeit als Aussenministerin hatte eine Reihe von Fragen aufgeworfen. Anfang März war bekannt geworden, dass die frühere Chefdiplomatin in ihrer Amtszeit von 2009 bis 2013 kein offizielles E-Mail-Konto, sondern ihre private Mail-Adresse genutzt hatte. 55'000 Mails hat sie dem Aussenministerium übergeben, das nun schrittweise prüft, welche davon öffentlich gemacht werden können.

Trump liegt derzeit im Feld der republikanischen Präsidentschaftsbewerber vorne – trotz der viel kritisierten, abfälligen Bemerkungen über mexikanische Einwanderer.

Die Kandidaten für die US-Präsidentschaftswahl

(mka/Reuters)

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