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Die Vorwahlen der Demokraten waren manipuliert – sagt die Ex-Parteichefin

Wurde Hillary Clinton im Vorwahlkampf der Demokraten gegenüber Bernie Sanders bevorteilt? Ex-Parteichefin Brazile sagt: ja. Sie spricht in einem Buch von «interner Korruption» – und erhält Unterstützung.

03.11.17, 10:48 03.11.17, 11:01


FILE - In this July 25, 2016 file photo, Donna Brazile, interim chair of the Democratic National Committee, appears on the floor of the Democratic National Convention in Philadelphia. CNN says it is

Donna Brazile. Bild: AP/AP

Ein Artikel von

Die ehemalige Vorsitzende der US-Demokraten, Donna Brazile, hat schwere Vorwürfe gegen die unterlegene Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gerichtet. In einem Gastbeitrag für das Magazin «Politico» erklärte Brazile, Clinton habe die Partei finanziell kontrolliert und damit die Wahlchancen auf regionaler und kommunaler Ebene vermindert. So sei die Basis vehement geschwächt worden. Brazile sprach von «interner Korruption» bei den Demokraten.

In einem Buch, das Brazile bald veröffentlicht, beschreibt sie zudem eine aus ihrer Sicht «unethische» Vereinbarung zwischen Clinton und der Demokratischen Partei. Die Vorwahlphase sei zugunsten Hillary Clintons und gegen deren parteiinternen Widersacher Bernie Sanders manipuliert worden, schrieb die Ex-Parteichefin.

Die Vereinbarungen zwischen der Parteiführung und dem Clinton-Lager habe es bereits seit August 2015 gegeben, lange bevor der interne Auswahlprozess überhaupt gestartet worden sei. Clinton verlor die Präsidentschaftswahl am 8. November 2016 überraschend gegen den Republikaner Donald Trump.

Trump: «Wo ist unser Justizministerium?»

Auch die demokratische Senatorin Elizabeth Warren erhob Vorwürfe gegen die eigene Partei. In einem Interview mit dem TV-Sender CNN bejahte sie die Frage, ob sie glaube, die Vorwahlen der Demokraten im Jahr 2016 seien zugunsten Clintons «manipuliert» worden.

Mittlerweile hat sich auch Donald Trump erneut zu der Thematik geäussert. Und auch wenn Brazile schreibt, sie glaube, dass keine Gesetze verletzt worden seien, sieht der US-Präsident dies anders. Auf Twitter nannte er die Vorkommnisse bei den Demokraten «betrügerische Absprache» und «Unehrlichkeit». Die Vereinbarungen kämen einer erheblichen Verletzung von Gesetzen zur Wahlkampffinanzierung und zur Geldwäsche gleich. «Wo ist unser Justizministerium?», fragte der Präsident.

Während des Vorwahlkampfs der Demokraten war unterdessen auch Brazile selbst schweren Vorwürfen ausgesetzt. Sie soll Clinton im Vorlauf zweier TV-Debatten mit Sanders zwei geheime Fragen gesteckt haben, die CNN den Kandidaten in den Duellen stellte. Brazile hatte damals noch einen Vertrag mit dem Sender und daher wohl Zugang zu den Fragen. In Folge der Enthüllungen trat Brazile von diesem Vertrag zurück.

aev/dpa

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Brikne, 20.7.2017
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64
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64Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Soli Dar 03.11.2017 23:58
    Highlight Da kommt Spiegel wie die zweite Fassnacht - immerhin wird darüber berichtet.

    In diesem Zusammenhang empfehle ich abermals den genialen Beitrag von "Die Anstalt"
    1 0 Melden
  • äti 03.11.2017 14:59
    Highlight Bin ich froh sind in der Schweiz Parteispenden offiziell geheim. Da müssen wir uns nie über solche üble Dinge ärgern.
    27 16 Melden
    • Makatitom 03.11.2017 16:40
      Highlight @Clayton, Ironiedetektor justieren.
      @äti: Aber nicht mehr lange, die Transparenzinitiative ist auf einem guten Weg ;)
      8 6 Melden
  • aglio e olio 03.11.2017 14:25
    Highlight Man stelle sich vor Bernie Sanders wäre jetzt POTUS...
    Angesichts der Realität erscheint mir die Vorstellung fast schon grotesk.
    #kranke Welt
    30 3 Melden
    • meine senf 03.11.2017 14:46
      Highlight Dabei hätte er gerade gegen Trump eine Chance gehabt:

      Die Clinton-Anhänger hätten ihn sicher gegenüber Trump vorgezogen. Gleichzeitig hätte er aber sicher auch viele der "Anti-Establishment"-Stimmen, die an Trump gingen, bekommen.
      42 3 Melden
  • Therealmonti 03.11.2017 14:22
    Highlight "Clinton verlor die Präsidentschaftswahl am 8. November 2016 überraschend gegen den Republikaner Donald Trump." Schreibt watson. Für ich war Trumps Wahlsieg überhaupt nicht überraschend. Im Gegenteil. Ich habe dies schon vor einem Jahr vorausgesagt. Und dass die Dems die Vorwahlen manipuliert haben, ist ebenfalls keine Überraschung. Mit Hochstapler und Schwindler Trump haben die Amis den Präsidenten, den sie verdienen. Blöd nur, dass die ganze Welt darunter leidet.
    31 6 Melden
  • NWO Schwanzus Longus 03.11.2017 14:17
    Highlight Wer informiert war, der wusste das schon. Gut ist das es von Dems selbst bestätigt wird. Im Gegensatz zur Russengeschichte ist dies Einwandfrei erwiesen.
    40 4 Melden
  • Zarzis 03.11.2017 12:41
    Highlight Für alle die gut des Englischen mächtig sind.

    http://www.gregpalast.com/election-stolen-heres/

    Hier wird gezeigt wie umverschämmt die Reps die Wahlen Gestohlen haben.
    Das sind nicht anschuldigungen, das sind Beweise.

    Nur warum wollen viele in den Staaten gar nicht wissen das sie beschissen wurden. Das ist die ganz grosse Frage. Vermutlich will man es einfach nicht wahr haben!
    7 19 Melden
  • Zarzis 03.11.2017 12:26
    Highlight Alles alter Käse!
    Auch Sanders hätte gegen Trump verloren.
    Crosscheck in action:
    Trump victory margin in Michigan: 13,107
    Michigan Crosscheck purge list: 449,922

    Trump victory margin in Arizona: 85,257
    Arizona Crosscheck purge list: 270,824

    Trump victory margin in North Carolina: 177,008
    North Carolina Crosscheck purge list: 589,393

    Crosscheck das Rep Program um Wahlen zu gewinnen.
    Da werden Wähler nicht weisse Aussortiert die Dem Wählen.
    14 27 Melden
  • Posersalami 03.11.2017 12:00
    Highlight Und wo ist jetzt die Neuigkeit?

    Wer wissen will was sonst noch alles schief gelaufen ist im Wahlkampf soll dieses Buch lesen: http://www.spiegel.de/politik/ausland/hillary-clinton-neues-buch-rekonstruiert-ihr-scheitern-gegen-trump-a-1144361.html

    26 9 Melden
  • Alex_Phil 03.11.2017 11:21
    Highlight Obwol die Amis der ganzen Welt Demokratie aufzwingen will, sind gerade die Amis die Wahlen im eigenen Land manipulieren. Ich denke immer wieder zurück ins Jahre 2000 als AL Gore Präsident wurde. Der oberste Gerichtshof, der durch Bush betimmt wurde kippte das Resultat zu seinem eigenen Gunsten. Wahlbetrug scheint normal in den USA. Was im September im darauffolgendem Jahr passierte, war alles geplant.
    Danach marschierten die Amis in den Irak.Es geht immer um Rohstoffe und um Öl. Die Wahrheit kommt langsam ans Licht. Im Internet finden sich viele seriöse Berichte.
    60 8 Melden
    • Zarzis 03.11.2017 12:35
      Highlight @Alex_Phil

      http://www.gregpalast.com/

      Da wird Ihnen erklärt wie betrogen wird. Und Greg Palast war es auch der bewiesen hat wie Jeb Bush die Wahlen von Florida beschissen hat damit sein Bruder Präsident des Schreckens wurde!
      Bush wollte schon in der Limusine zur Bekanntgabe seiner Niederlage fahren, als im gesagt wurde, er habe Florida Verloren. da stoppte er mit der Aussage, Florida kann ich nie Verlieren!
      Was dann auch mit viel Beschiss so war!
      10 8 Melden
    • äti 03.11.2017 14:08
      Highlight .. wie unterscheide ich seriöse Berichte von anderen?
      7 6 Melden
  • Tomjumper 03.11.2017 11:19
    Highlight Total frech, dass die Demokraten einfach den Justizminister stellen obwohl Trump Präsident ist, oder wie war das? Nicht umsonst hat man bei diesem Wahlkampf zwischen Pest und Cholera wählen können.
    24 50 Melden
  • roger.schmid 03.11.2017 11:16
    Highlight Endlich kommt die ganze Wahrheit ans Licht und es wird darüber berichtet. Der korrupte Clinton-Flügel führte die Demokraten ins verderben. Höchste Zeit, dass nun der progressive Bernie-Flügel und die Justice Demokrats übernehmen.

    78 4 Melden
    • opwulf 03.11.2017 14:10
      Highlight Meine Rede! Es geht so viel besser wenn man die Schubladen sein lässt! Wahlmanipulationen, egal von welcher Seite, sind eine Schande für jede Demokratie!
      16 0 Melden
  • Sandro Lightwood 03.11.2017 11:11
    Highlight Und damit das Eigentor des Jahrhunderts geschossen. Die Demokraten haben es verdient. Die Welt eher nicht.
    226 8 Melden
  • Bruno S. 88 03.11.2017 11:04
    Highlight War schon lange auf Wikileaks zu lesen. Sie haben auch die Mails veröffentlicht, die belegen dass Brazile die Fragen vorgängig dem Hillary Team hat zukommen lassen.
    Debbie Wasserman-Schulz und John Podesta sind auch involviert. Diesen 3 Personen haben wir es zu verdanken dass Trump Präsident wurde. Nicht die Russen sind schuld, sondern die Demokraten!
    Gegen Bernie hätte Trump alt ausgesehen!
    276 31 Melden
    • FrancoL 03.11.2017 11:08
      Highlight Das ist gar eine einfache Auslegung, dass Sanders gegen Trump gewonnen hätte!
      Wäre Sanders im Rennen gewesen hätten etliche Reps erst recht zu Trump gehalten!
      Politik ist nicht so einfach.
      58 24 Melden
    • FrancoL 03.11.2017 11:09
      Highlight Erst Recht ist die Annahme dass die Russen ganz unschuldig sind wohl nicht zu stützen. Aber das wissen Sie ja auch.
      44 30 Melden
    • Butzdi 03.11.2017 11:15
      Highlight Jein, die Dems haben intern manipuliert und das soll auch schön aufgedeckt und geahndet werden. Das ist aber unabhängig vom ganzen Dreck den das Trump Team am Stecken hat. Dieser geht viel weiter, ist eine Verschwörung mit einer ausländischen Macht und wird wohl viele für Jahrzehnte hinter Gitter bringen.
      45 29 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • saukaibli 03.11.2017 11:01
    Highlight Trump sollte dazu lieber schweigen (auch wenn das ein Trump natürlich nicht kann), denn gegen Bernie Sanders hätte er verloren.
    78 25 Melden
    • Zarzis 03.11.2017 12:22
      Highlight @Saukaibli

      leider nein, dafür haben die Reps zu Schamlose betrogen! Gut 4-6 Mio Stimmen Afro Amerikaner, Latinos und Asiaten wurden nie gezählt! Man hat in vielen Bundestaaten denen gesagt, das wegen Programm Crosscheck, ihre Stimmer wegen Doppelwahl geprüft werden müsse und sie deswegen den Provisorischen Wahlzettel Ausfüllen mussten. Der separat gesammelt wurde und dann nachdem Hillray die Niederlage eingestanden hat, ungezählt, vernichtet wurden.
      Deshalb hätte Bernie auch Verloren und die Reps sind daran sich für die nächsten Wahlen Unbesiegbar zu machen!
      10 18 Melden
  • Asmodeus 03.11.2017 10:57
    Highlight Der Drumpf beklagt sicht über Wahlmanipulation und Verschwörung während er und seine Kumpanen mit den Russen zusammen gearbeitet haben. Klassiker.


    Clinton und die Demokraten haben den grössten Denkzettel für ihre dunklen Machenschaften bereits erhalten. Sie haben Immens viel Kohle dafür ausgegeben um schlussendlich gegen Trump zu verlieren.

    Leider hat man den USA dadurch die Möglichkeit genommen einen Präsidenten zu bekommen der wirklich hätte etwas bewirken können. Oder zumindest nicht alles schlimmer gemacht hätte.
    146 50 Melden
    • Slavoj Žižek 03.11.2017 11:23
      Highlight Wenn Trump mit den Russen zusammengearbeitet hätte wäre längst Anklage erhoben worden. Oder hast du Infos die wir nicht haben?
      29 22 Melden
    • Trump's verschwiegener Sohn 03.11.2017 11:48
      Highlight Ich würde es stark anzweifeln, dass die USA schon bereit gewesen wäre für Bernie Sanders. Die Amerikaner müssen zuerst noch kapieren, was ihnen dieser Raubtier Kapitalismus alles kaputt macht und noch vieles mehr. Sie müssten eigentlich einen kompletten kulturellen Wandel durchmachen, was sehr viel Zeit beanspruchen würde. Weiterhin hätten die Republikaner in der ersten Hälfte seiner Amtszeit in beiden Kammern die Mehrheit gehabt und hätten alles verhindert. Wenn Sanders, dann lieber in 3 Jahren, wenn die Demokraten hoffentlich wieder die Mehrheiten im Parlament haben.
      25 5 Melden
    • walsi 03.11.2017 12:08
      Highlight Welche konkreten Beweise gibt es, dass Trump mit den Russen zusammen gearbeitet hat? Bitte Fakten. Oder Links wo die KONKRETEN Beweise, dass Trump mit den Russen zusammen gearbeitet hat, präsentiert werden. Russen haben in sozialen Medien Werbung geschaltet, der Link zu Trump, hat meines Wissens, bis heute noch keiner aufzeigen können.
      26 15 Melden
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