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President Donald Trump speaks during a meeting with business leaders in the State Department Library on the White House complex in Washington, Tuesday, April 11, 2017. Carlos G. Muniz, a former top aide to Florida Attorney General Pam Bondi involved in her office’s decision not to pursue legal action against Trump University has been chosen to serve as the top lawyer at the Education Department. (AP Photo/Evan Vucci)

Donald Trump schlägt gegenüber Nordkorea einen aggressiven Ton an.  Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Trump twittert wie ein kampflustiger Teenager – derweil trifft Tillerson in Moskau ein

Die USA haben sich unter Trump sowohl in Syrien als auch in Nordkorea auf heikles Terrain begeben. Die Lage ist äusserst angespannt.

12.04.17, 06:24 12.04.17, 06:42


Die Lage in Nordkorea hat sich in den vergangenen Tagen dramatisch zugespitzt. Kurz nach den «wohlwollenden» Gesprächen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping hat Donald Trump schweres Kriegsgerät in Richtung nordkoreanische Gewässer geschickt. 

Kim Jong-Un reagierte mit Kriegs-Rhetorik auf die Entsendung der US-Flugzeugträger-Kampfgruppe. Nordkorea werde die «härtesten Gegenmassnahmen gegen die Provokateure treffen, um uns mit starker Waffenmacht zu verteidigen», erklärte das Aussenministerium in Pjöngjang am späten Montagabend.

Sollten die USA «für eine militärische Aktion optieren», sei die Volksrepublik zur Reaktion auf jede von den USA gewünschte Art von Krieg bereit, wurde ein Sprecher von den Staatsmedien zitiert.

Und die Drohungen Nordkoreas fanden den Weg ins Weisse Haus. Donald Trump konterte gestern Mittwoch auf Twitter mit ähnlich scharfer Rhetorik – und wählte wieder einmal wenig diplomatische Worte aus.

«Nordkorea sucht Probleme. Wenn China sich entscheidet, uns zu helfen, wäre das grossartig. Falls nicht, werden wir das Problem selber lösen. U.S.A.»

Doch Trump hat mit Kim Jong-Un einen unberechenbaren Gegner vor sich. Das Raketenprogramm von Nordkorea ist so weit gediehen, dass selbst ein begrenzter Angriff mit unkalkulierbaren Risiken verbunden wäre.

Seoul, die Hauptstadt von Südkorea, liegt weniger als 50 Kilometer von der nordkoreanischen Grenze entfernt. Ein blutiger Gegenschlag Kims wäre nicht ausgeschlossen. Nordkorea kündigte gar an, dass es in der Lage wäre, Angriffe auf das US-Festland durchzuführen.

Tillerson reist nach Moskau

Nicht nur vor der koreanischen Halbinsel ist die Lage angespannt. Mitten in Zeiten wachsender Konfrontationen im Syrien-Konflikt kommt US-Aussenminister Rex Tillerson am Mittwoch in Moskau mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow zusammen. Kurz vor dem Treffen hatte sich der Ton zwischen Russland und den USA verschärft.

Die USA und ihre wichtigsten Verbündeten wollen Russland zu neuen Verhandlungen über eine politische Lösung des blutigen Syrien-Kriegs bewegen. Sie verlangen von Moskau aber den Bruch mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Russland ist der wichtigste Verbündete Assads.

Tillerson kommt als erstes Mitglied der neuen US-Regierung von Präsident Donald Trump nach Moskau. Absehbar wird auch Präsident Wladimir Putin den Amerikaner empfangen, den er noch aus Tillersons Zeit als Chef des Ölkonzerns ExxonMobil kennt.

Bei Tillersons Gesprächen soll es auch um die Ukraine, Nordkorea und andere internationale Konflikte gehen. Tillerson war am Dienstagnachmittag in Moskau eingetroffen.

epa05903099 A handout photo made available by the US Department of State shows US Secretary of State Rex Tillerson (top) disembarking his plane as he arrives at the Vnukovo airport, in Moscow, Russia, 11 April 2017. Others are not identified. Rex Tillerson, who attended a G7 Foreign Ministers meeting on Syria in Lucca, Italy, the previous days, arrived in the Russian capital for a two-days working visit during which he is exspected to meet his Russian counterpart and to hold talks on solving the situation in Syria.  EPA/US DEPARTMENT OF STATE HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY

US-Aussenminister Rex Tillerson traf gestern Nachmittag in Moskau ein. Bild: EPA/US DEPARTMENT OF STATE

Syrien dominiert die Gespräche

Vor allem die jüngsten Ereignisse im Bürgerkriegsland Syrien dürften die Gespräche dominieren. Beim mutmasslichen Einsatz von Giftgas in der syrischen Provinz Idlib waren vergangene Woche mehr als 80 Menschen getötet worden.

Die syrische Regierung bestreitet, dafür verantwortlich zu sein. Trump gab Assad die Schuld und hatte als Vergeltung einen syrischen Luftwaffenstützpunkt angreifen lassen.

US-Verteidigungsminister James Mattis erklärte, die USA hätten bei dem Angriff 20 Prozent der einsatzfähigen syrischen Kampfjets zerstört. Ein Regierungsvertreter, der nicht namentlich zitiert werden wollte, beschuldigte Russland, die Hintergründe des mutmasslichen Giftgaseinsatzes in Syrien verschleiern zu wollen.

Russland will eine Untersuchung des Giftgasangriffs

Kremlchef Putin kündigte an, Russland wolle bei den Vereinten Nationen in Den Haag eine Untersuchung des mutmasslichen Giftgasangriffes in Syrien beantragen. Nach Darstellung des russischen Verteidigungsministeriums hatte die syrische Luftwaffe bei dem Angriff auf die von Rebellen kontrollierte Stadt eine Chemiewaffenfabrik getroffen.

«Wir haben Informationen aus unterschiedlichen Quellen, dass weitere Provokationen – ich kann sie nicht anders nennen – vorbereitet werden», sagte Putin. Unter anderem gebe es Pläne, in Vororten von Damaskus Substanzen abzuwerfen und die syrische Regierung zu beschuldigen, sagte er.

epa05903101 Russian President Vladimir Putin attends a joint news conference with Italian President Sergio Mattarella (not pictured) following their talks in the Kremlin in Moscow, Russia, 11 April 2017. Italian President is on an official visit in Russia.  EPA/ALEXEI DRUZHININ / SPUTNIK / KREMLIN POOL MANDATORY CREDIT

Putin will eine Untersuchung zum mutmasslichen Giftgasanschlag in Moskau. Bild: EPA/SPUTNIK POOL

Tillerson hatte Russland vor seiner Abreise nach Moskau aufgerufen, eine klare Position im syrischen Bürgerkrieg zu beziehen – ob es mit dem Westen einerseits oder mit der syrischen Führung und dem Iran andererseits zusammenarbeiten will.

Der Sprecher des US-Aussenministeriums, Mark Toner, sagte, im Falle eines erneuten Giftgaseinsatzes behielten sich die USA das Recht einer erneuten Reaktion vor. Toner erneuerte die Sichtweise Washingtons, dass Präsident Assad einer Befriedung Syriens im Weg stehe.

Warnung vor Vergeltungsmassnahmen

Das russische Aussenministerium hatte vor möglichen Vergeltungsmassnahmen gewarnt, sollten die sich häufenden Probleme nicht gelöst werden: «Es ist offensichtlich, dass die russisch-amerikanischen Beziehungen die schwierigste Zeit seit dem Ende des Kalten Krieges durchleben.»

Im italienischen Lucca hatten die G7-Aussenminister bei einem Treffen am Dienstag die russische Regierung zur Kooperation aufgefordert.

Die Aussenminister verzichteten jedoch auf Druckmittel wie neue Sanktionen. Russland müsse sich entscheiden, ob es sich mit den USA und ihren Alliierten oder mit Assad, dem Iran und der Hisbollah verbünden wolle, sagte US-Aussenminister Tillerson. (cma/sda/dpa)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • die 200 12.04.2017 11:23
    Highlight wtf??? Sollen jetzt zwei Regime-Wechsel nach amerikanischem Gusto gleichzeitig vollzogen werden, nachdem man das gleiche im Irak und in Afganistan verbockt hat??? Oder ist der Plan wirklich einfach nur Chaos zu sähen und die Welt mit eignem Profit brennen zu lassen? Dann geht er natürlich seit Jahren bestens auf...
    2 0 Melden
  • Butzdi 12.04.2017 10:31
    Highlight Objektiv betrachtet gibt es keine konkreten Beweise, dass das Gas nicht von einem getroffenen Labor freigesetzt wurde. Somit ist die Option genauso legitim, wie die dass Assads Truppen das Gas einsetzten. Weshalb Assad genau jetzt Gas einsetzen sollte, wo konventionelle Bomben denselben Effekt hätten macht nicht wirklich Sinn. Ich würde mich da nicht festlegen. Dass Trump aber laut seinem Sohn Eric reagiert, weil Ivanka die Bilder der Kinder leid taten ist sehr bedenklich. Was wäre das für ein Shitstorm gewesen, wenn Obama wegen Malia das Parlament übergangen hätte um Syrien zu bombardieren.
    2 0 Melden
  • Butzdi 12.04.2017 10:22
    Highlight Wer hätte gedacht, dass ein dünnhäutiger Narzist sich rein auf die Ausbeutung seines eigenen Landes beschränken würde? Niemand, ausser ein paar machthungrigen Republikanern, die Partei über Land stellen und ein paar Ewiggestriger die immer noch glauben, dass Trump ihnen ihre Kohlejobs zurückbringt. Wer ist jetzt der Warhawk?
    1 1 Melden
  • Gummibär 12.04.2017 08:29
    Highlight Niemandem würde es einfallen einen erfolgreichen Gebrauchtwagenhändler aus Hintertupfingen an die Spitze des Volkswagenskonzerns zu berufen.
    Einen erfolgreicher Liegenschaftenhändler and die Spitze der U.S.A. zu wählen lässt sich damit vergleichen.
    Man kann nur hoffen, dass der Rest der Geschäftsführung einigermassen vernünftig arbeitet.
    We hope they keep their shit together.
    16 1 Melden
    • Firefly 12.04.2017 11:28
      Highlight Diese Hoffnung schwindet von Tag zu Tag
      0 0 Melden
  • N. Y. P. D. 12.04.2017 07:53
    Highlight «Nordkorea sucht Probleme. Wenn China sich entscheidet, uns zu helfen, wäre das grossartig. Falls nicht, werden wir das Problem selber lösen. U.S.A.»

    Hier sehen wir, was in der heutigen Zeit ein Staatstreffen zweier Präsidenten noch für einen Wert hat: Keinen.
    Da kam vor kurzem der Präsi aus China in die USA. Tolle Worte wurden ausgetauscht. Beginn einer wunderbaren Beziehung ausgerufen.

    Tage später : «.. Falls nicht, werden wir das Problem selber lösen. U.S.A.»
    17 0 Melden
  • Ruefe 12.04.2017 07:11
    Highlight Der orange Typ zettelt noch einen 2.Koreakrieg an -.-
    34 4 Melden
    • rodolofo 12.04.2017 07:36
      Highlight Vor allem hat jetzt das "Gelbe Riesen-Baby" (Kim Jong Un) genau das, was es wollte:
      Endlich kann es mal mit einem richtig fetten grossen Imperator "Kriegerlis" spielen!
      Aber dieser "Grosse" ist im Grunde nur ein "Oranges Riesen-Meerschweinchen"...
      Tut mir leid, Kimilein! Aber so sind die Verhältnisse nun mal, heutzutage.
      15 14 Melden
  • rodolofo 12.04.2017 07:10
    Highlight Putin fordert eine Untersuchung...
    Da kugeln sich ja sogar seine eigenen humorlosen "Wölfe" vor Lachen!
    Da inszeniert doch tatsächlich ein mit Lügen gegen die "Lügen-Propaganda des Westens" operierender Doppelagent ein verwirrendes Theater von einem Kampf zwischen dem ehrenwerten Ostblock-Rechtsstaat und dem US-Imperialismus...
    Da staunt der Laie!
    Eine Chemiewaffen-Fabrik der Rebellen soll also getroffen worden sein bei einem Russischen Luftangriff?
    Da muss ja die Kriegsmaschine dieser Rebellen auf Hochtouren laufen, wie geschmiert!?
    Bindet doch jemand anderem diesen Russischen Bären auf!
    26 16 Melden
    • Citation Needed 12.04.2017 14:35
      Highlight Philip Giraldi gehört zum Dunstkreis um Ron Paul. Aus dieser Ecke kamen schon früher (unter dem Sammelbegriff 'Anti-War') nebst ultrakonservativen und recht schrägen Ansichten auch pro-russische Aussagen. Also nehme ich Gilardi nur mit äusserster Vorsicht zur Kenntnis. Fraglich ist auch, woher er denn die Beweise haben will. Erhält man als Ex-CIA-Officer lebenslang Zugriff auf geheime Informationen? Oder hat er evtl. Beweise von Putin bekommen? Putin hat grosses Interesse daran, seinen Verbündeten Assad zu entlasten. Das beweist noch nichts, Misstrauen ist aber mehr als angebracht.
      2 0 Melden

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