International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
New York City Police Commissioner James O'Neill holds a news conference outside the Port Authority Bus Terminal with Mayor Bill de Blasio, left, and Gov. Andrew Cuomo, Monday, Dec. 11, 2017, in New York. Police said a pipe bomb strapped to a man went off in a crowded subway corridor near Times Square. (AP Photo/Mark Lennihan)

Polizeipräsident James O'Neill kämpft für ein friedliches New York. Bild: AP/AP

Polizeipräsident über Explosion: «Das hier ist New York. Wir leben nicht in Angst»



Erst vor sechs Wochen hatte ein Terroranschlag mit acht Toten New York schockiert. Nun sollte wohl ein weiterer folgen. Bei einer Explosion in Manhattan, zur Hauptverkehrszeit am Morgen, werden vier Menschen verletzt. Aber die Stadt lässt sich nicht einschüchtern.

Nirgendwo ist New York belebter als unterhalb der 42nd Street. Ein Tunnel verbindet Port Authority, den meistgenutzten Busbahnhof der Welt, mit Times Square, der meistgenutzten U-Bahn-Station der Millionenmetropole, fast 70 Millionen Menschen pro Jahr drängeln sich unter der 42nd Street durch. Auch am Montagmorgen mitten zur Hauptverkehrszeit wuseln Pendler und Touristen durch die Stationen, als plötzlich eine Explosion zu hören ist.

epa06383069 Police activity outside the Port Authority Bus Terminal following reports of a confirmed explosion inside an underground tunnel in the building in New York City, New York, USA, 11 December 2017. Reports indicate some injuries and that a suspect is in custody.  EPA/PETER FOLEY

Direkt nach der Explosion wurde die Gegend weiträumig abgesperrt.  Bild: EPA/EPA

Kurz darauf ist die Gegend weiträumig abgesperrt, in dem abgesperrten Gebiet liegen unter anderem mehrere Broadway-Theater, das Hauptgebäude der «New York Times» und das Wachmuseum «Madame Tussauds», dazu Dutzende Läden, Restaurants, Hotels und Cafés.

Polizeiwagen, Feuerwehrautos, Rettungswagen. Über dem teilweise gesperrten Busbahnhof kreisen Helikopter, die Eingänge zur U-Bahn-Station sind mit bunten Bändern versperrt. Polizisten halten Schaulustige, die mit Handys an die Absperrungen drängen, in Schach.

Law enforcement officials work following an explosion near New York's Times Square on Monday, Dec. 11, 2017, in New York. Police said a man with a pipe bomb strapped to him set off the crude device in an underground passageway under 42nd Street between Seventh and Eighth Avenues. (AP Photo/Andres Kudacki)

Der mutmassliche Attentäter des versuchten Terroranschlags sowie drei Passanten wurden verletzt. Bild: AP/FR170905 AP

Die Explosion sei ein versuchter Terroranschlag gewesen, sagt New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio zeitgleich auf einer Pressekonferenz um die Ecke. De Blasio und Gouverneur Andrew Cuomo hatten sich zuvor am Anschlagsort ein Bild der Lage gemacht.

Ein 27 Jahre alter Mann soll versucht haben, sich mit Hilfe einer vermutlich selbstgebauten Bombe in die Luft zu sprengen. Der Mann und drei Passanten wurden verletzt, keiner von ihnen lebensgefährlich.

Geschlossene Geschäfte

«Ich habe nichts gehört», sagt der Verkäufer in einem kleinen Supermarkt einen Strassenblock vom Busbahnhof entfernt. «Ich sah nur auf einmal sehr viele Menschen aus den U-Bahn-Stationen strömen und die Strasse entlang laufen, aber es lief alles sehr geordnet ab.»

Die Ostseite des Busbahnhofs ist komplett gesperrt. In den Auslagen vieler Läden blinkt zwar die Weihnachtsdekoration, aber die Geschäfte bleiben geschlossen, vor den Türen sind Rollläden heruntergezogen.

Ein Schuhmacher im ersten Stock durfte seinen Laden offenlassen, Kunden kommen keine. «Ich habe nichts mitbekommen, nichts gehört, auf einmal wurde um mich herum alles abgesperrt», sagt er. «Jetzt werde ich ein schlechtes Geschäft machen heute, das ärgert mich.»

«Das hier ist New York. Wir leben nicht in Angst»

Polizeipräsident James O'Neill

New York sei ein Symbol für Freiheit und Demokratie, sagt Gouverneur Cuomo bei der Pressekonferenz. Das mache die Stadt aber auch zum Anschlagsziel. «Das ist die Realität New Yorks.» Erst vor rund sechs Wochen waren bei einem Terroranschlag mit einem Kleinlastwagen im Südwesten Manhattans acht Menschen ums Leben gekommen und elf verletzt worden.

Polizeipräsident James O'Neill fügt aber auch hinzu: «Das hier ist New York. Wir leben nicht in Angst.» Und so herrscht in der Millionenmetropole dann auch schon kurz nach dem Anschlagsversuch Alltag: Pendler drängeln zur Arbeit, Touristen fotografieren bei eisigen Temperaturen und strahlend blauem Himmel die weihnachtlich dekorierte Stadt.

Pick-up rammt in New York Passanten

Auch an einem Kiosk mit Kaffee und Backwaren direkt an einem Eingang zur U-Bahn-Station Times Square geht das Alltagsgeschäft weiter. «Ich sah die Menschen aus der Station strömen und hatte kurz ein bisschen Angst», sagt der Verkäufer. «Dann hat mich meine Ex-Frau angerufen und gefragt, ob es mir gut geht - meine Ex-Frau, mit der ich seit Jahren nicht mehr gesprochen haben! Das hat mich dann schon wieder zum Lachen gebracht.»

Ein Kunde nimmt sein Wechselgeld entgegen und lacht mit. «Siehst du», sagt der Verkäufer, «jetzt habe ich dich auch wieder zum Lachen gebracht. Mach's gut - und bleib vorsichtig da draussen.» (sda/dpa)

Realität trifft Zugpendler – und zwar voll ins Gesicht!

abspielen

Video: watson

Das könnte dich auch interessieren:

«Das Beste im Mann» – mit diesem Anti-Sexismus-Werbespot läuft Gillette voll in den Hammer

Link zum Artikel

«Terroristischer Anschlag» in Nordirland

Link zum Artikel

Ein ziemlich seltsames Outfit – so erklärt Serena Williams ihren Netzstrumpf-Auftritt

Link zum Artikel

Drei Lawinen fordern eine Tote und mehrere Verletzte im Wallis

Link zum Artikel

Nico soll Schneeketten montieren und bringt damit den Chef zur Verzweiflung 😂

Link zum Artikel

Wie der Schweizer Arzt Ruedi Lüthy in Simbabwe tausende Menschen vor dem Aids-Tod rettete

Link zum Artikel

So hast du die Karriere von Roger Federer noch nie gesehen

Link zum Artikel

Warum die Bezahl-App Twint bei Schweizer Teenagern gerade so richtig durchstartet

Link zum Artikel

Vorsicht! Mit den Apple-Ohrstöpseln wird das iPhone zur Wanze 😳

Link zum Artikel

«Der Zug stellt einfach ab»: So leiden die Lokführer unter den SBB-Pannen-Doppelstöckern

Link zum Artikel

Der Lambo-Trottel, sein High-Heels-Schrank und ich

Link zum Artikel

Die grössten Apple-Irrtümer – was nicht nur iPhone-Fans wissen sollten

Link zum Artikel

Die grosse Game-Vorschau: Auf diese 50 Spiele dürfen wir uns 2019 freuen

Link zum Artikel

So cool ist es WIRKLICH, im Januar auf Alkohol zu verzichten 🤔😂

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Trump will den Notstand ausrufen – aber darf er das überhaupt?

Link zum Artikel

«Gölä ist die falsche Art von Büezer» – Nico bügelt mit dem Berner Rapper Nativ

Link zum Artikel

Samsung, Huawei oder doch Nokia? Diese Android-Handys erhalten am längsten Updates

Link zum Artikel

Sie wollte dieses Kleid kaufen – und brach bei der Lieferung (zu Recht) in Tränen aus

Link zum Artikel

Nadal mit Machtdemonstration gegen Berdych

Link zum Artikel

Genfer Caritas-Lagerleiter vergriff sich an jungen Mädchen

Link zum Artikel

Warum Trump plötzlich die Sowjets verteidigt

Link zum Artikel

«Die toten Hoden» – neue Twitter-Challenge ruiniert die Namen deiner Lieblingsbands

Link zum Artikel

«Familie wird mich töten»: Rahaf auf Flucht aus Saudi-Arabien in Thailand vorerst sicher

Link zum Artikel

Wenn sogar Fox News Trumps Grenz-Lüge anprangert

Link zum Artikel

Das Beste an den Golden Globes? Diese Wasserträgerin

Link zum Artikel

Die bizarre Liebesgeschichte der KZ-Aufseherin, die sich in eine Gefangene verliebte

Link zum Artikel

7 Wahlen hat er analysiert – jetzt meint er: «Das System könnte aus den Fugen geraten»

Link zum Artikel

Sexy Särge oder phallische Felsen – welcher Wandkalender darf's denn sein?

Link zum Artikel

Bellydah: «Diesen Job nennt man ‹Rap-Video-Bitch›»

Link zum Artikel

Kann man wirklich zu lange schlafen?

Link zum Artikel

Der einzige Schweizer auf Mikronesien braut Bier und lebt auf diesem Inselcheln

Link zum Artikel

6 Webseiten, auf denen du dir toll die Zeit totschlagen kannst – klicken auf eigene Gefahr

Link zum Artikel

7 Dinge, die dir bei diesen bekannten Weihnachtsfilmen noch nie aufgefallen sind

Link zum Artikel

Jetzt muss Trump die Börse mehr fürchten als Mueller 

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • welefant 11.12.2017 22:15
    Highlight Highlight chabo!
  • Stop Zensur 11.12.2017 20:40
    Highlight Highlight Futter für Trump: Der Täter gelang mittels erleichtertem Familiennachzug in die USA.
  • Emanzipator 11.12.2017 19:23
    Highlight Highlight Ohne den Artikel gelesen zu haben.... das Zitat im Titel ist der ultimative Arschtritt an die Terroristen. (Sollten es wirklich welche gewesen sein!)

Trump kommt doch nicht in die Schweiz – der US-Präsident sagt WEF-Besuch ab

US-Präsident Donald Trump hat wegen der Haushaltssperre seine Teilnahme am Weltwirtschaftsforum (WEF) Ende Januar in Davos abgesagt. Zuvor hatte er bereits angedeutet, eine Absage wegen der Lage in den USA zu erwägen.

«Wegen der Uneinsichtigkeit der Demokraten den Grenzschutz betreffend und der Wichtigkeit von Sicherheit für unser Land, sage ich hochachtungsvoll meine sehr wichtige Reise nach Davos in der Schweiz zum Weltwirtschaftsforum ab», twitterte Trump am Donnerstag.

Das WEF findet vom 21. …

Artikel lesen
Link zum Artikel