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Der US-Präsident beim Empfang der indianischen Kriegsveteranen.  Bild: AP/AP

Trump trifft Indianer – dann herrscht nach «Pocahontas»-Witz nur noch betretenes Schweigen

28.11.17, 00:34 28.11.17, 13:24


US-Präsident Donald Trump hat während einer Ehrung von Navajo-Veteranen im Weissen Haus mit der Verunglimpfung der demokratischen Senatorin Elizabeth Warren als «Pocahontas» Empörung ausgelöst.

Pocahontas war eine berühmte Indianerfrau, es ist auch der Titel eines Disney-Films.

«Lange bevor irgendjemand von uns hier war, waren Sie hier. Auch wenn wir im Kongress eine haben, von der behauptet wird, dass auch sie schon sehr lange hier ist. Sie nennen sie Pocahontas», sagte Trump. Warren reklamiert indianisches Erbe für sich, was umstritten ist.

Das hat Trump genau gesagt:

Im Veranstaltungsraum herrschte betretenes Schweigen. 

Trumps Sprecherin sagte auf die Frage, warum der Präsident es nötig finde, während einer Ehrung der Navajo etwas zu sagen, was so viele beleidigend fänden: «Ich glaube, die meisten Leute finden es beleidigend, dass Senatorin Warren über ihre Herkunft lügt, um ihre Karriere zu befördern.»

Hat Senatorin Elizabeth Warren indianische Wurzeln? Bild: AP/AP

«Rassistischer Beigeschmack»

Trump ehrte Navajo-Indianer, die im Zweiten Weltkrieg auf Seiten der USA mit einer einzigartigen Codetechnik auf Basis ihrer eigenen Sprache kämpften. Die sogenannten «Code Talker» gelten in den USA als echte Kriegshelden.

Ein Sprecher einer Indianervereinigung sagte dem Sender NBC, Trumps Äusserung habe einen rassistischen Beigeschmack. Er nutze eine historische Figur in einem abfälligen Sinn, zumal denkbar unpassend im Kontext einer solchen Ehrung. (sda/dpa)

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42
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42Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • lilas 28.11.2017 09:48
    Highlight Lasst ihn Golf spielen, dann leidet nur der Rasen auf dem er rumtrumpelt.
    28 3 Melden
  • rodolofo 28.11.2017 09:29
    Highlight Das war der Fettnapf Nummer 387'413...
    32 4 Melden
  • Linus Luchs 28.11.2017 08:44
    Highlight Nicht erst durch den Pocahontas-Witz wird erkennbar, dass Trump die Ureinwohnern seines Landes nicht ernst nimmt. Anfang Jahr hat er beschlossen, dass zwei grosse Pipeline-Projekte verwirklicht werden sollen, gegen die sich die Sioux und andere Stämme verzweifelt wehren. Die Pipelines führen durch Land, das ihnen heilig ist. Zudem befürchten sie Verschmutzungen des Trinkwassers durch Lecks.

    http://www.tagesspiegel.de/politik/donald-trump-der-stille-weltkrieg-gegen-die-indianer/19303758.html

    https://www.tagesschau.de/ausland/indianerprotest-101.html
    47 2 Melden
  • JoJodeli 28.11.2017 08:11
    Highlight Ich dachte man sollte heute überhaupt nicht mehr das Wort „Indianer“ benutzen... auch nicht in einem Artikel.
    12 16 Melden
    • rodolofo 28.11.2017 09:59
      Highlight Warum nicht?
      Das Wort "Indianer" ist doch positiv besetzt!
      Alle wollen in wildem Galopp über die Prärie preschen.
      Niemand, ausser ein paar perversen Nazis, will wirklich diszipliniert und brav in Uniformen und in Zweierkolonnen mit der Kavallerie reiten.
      15 9 Melden
    • JoJodeli 28.11.2017 14:39
      Highlight Weil in den 70er an der UNO in Genf beschlossen wurde, dass dieser Begriff diskriminierend sei
      0 1 Melden
  • dä dingsbums 28.11.2017 08:08
    Highlight Es wird für mich wirklich Zeit mit dem Lesen von Trump News aufzuhören.

    Ich zieh mir dann die Greatest Hits rein wenn er abgewählt wird.
    63 0 Melden
    • bjoern85 28.11.2017 13:40
      Highlight Ginge dann im gleichen, wie das best of vom bachelor 😉
      0 0 Melden
  • elmono 28.11.2017 08:03
    Highlight Sorry absolut kein Trumpfan, aber der war jetzt echt lustig😂😂😂
    5 67 Melden
    • Domsh 28.11.2017 09:25
      Highlight Naja, wenn man "vollkommen unangebracht" und "plump" nicht wahr nimmt, resp. übersieht ist's vielleicht sogar lustig...
      30 2 Melden
  • Genital Motors 28.11.2017 07:07
    Highlight Windtalkers und nicht Codetalkes nannte man die navajo Übersetzer.

    guter Film mit Nicolas Cage
    11 14 Melden
    • Lord_Mort 28.11.2017 08:10
      Highlight https://de.m.wikipedia.org/wiki/Navajo-Code
      Code Talkers steht auch auf dem Denkmal. Hollywoodfilme sind selten seriöse Quellen.
      31 0 Melden
    • Genital Motors 28.11.2017 10:24
      Highlight mimimi. sagt gerade Ron Burgundy...gilt als seriöse Newsquelle ;)
      0 13 Melden
    • Lord_Mort 28.11.2017 12:20
      Highlight Man könnte ja auch danke sagen. Aber jedem sein Umgang mit Kritik und Anregungen. 😉
      9 0 Melden
    • Genital Motors 28.11.2017 16:05
      Highlight Danke.
      2 0 Melden
  • Tsunami90 28.11.2017 05:18
    Highlight Einzigartige Codetechnik: Bis zum Kriegsausbruch hat schlicht noch niemand ihre äusserst komplexe Sprache studiert. 😃
    93 4 Melden
  • ujay 28.11.2017 03:40
    Highlight Donnie ist einfach zu selbstverliebt, einem solchen Anlass die nötige Würde zu verleihen. Grosses Ego, kleiner Geist. Jammerlappen.
    160 8 Melden
  • flausch 28.11.2017 02:10
    Highlight Ich will jetzt nicht böse sein aber beim Wort "Indianer" gibt es auch einen rassistischen Beigeschmack. Ich will nicht "Doppelmoral" schimpfen da dies im falle dieser "Trumpschen" äusserung nicht wirklich von wichtigkeit scheint und doch möchte ich an ein gewisses (Geschichts)Verständniss und eine gewisses Bewusstsein zum Thema Rassismus appelieren.
    31 46 Melden
    • Anam.Cara 28.11.2017 07:22
      Highlight Flausch: sorry, ich kann deine Andeutungen nicht wirklich verstehen. Und bevor ich jetzt Unterstellungen in deinen Kommentar hinein interpretiere, die du gar nicht beabsichtigt hast, lass ich es lieber bleiben, deinen Text verstehen zu wollen.
      25 7 Melden
    • Olaf! 28.11.2017 08:24
      Highlight Man sollte die indigenen Völker in den USA nicht als Indianer bezeichnen, weil das Wort geschichtlich negativ vorbehaftet ist.
      10 6 Melden
    • Nevermind 28.11.2017 10:16
      Highlight Was wäre den eine angebrachte Sprachregelung? Indigen kann es ja auch nicht sein?
      4 2 Melden
    • karl_e 28.11.2017 10:49
      Highlight Olaf, warum ist das Wort geschichtlich "negativ vorbelastet"? Negativ vorbelastet ist nur die Geschichte des Ethnozids, der von weissen Christen veranstaltet wurde.
      9 1 Melden
    • Tomjumper 28.11.2017 13:48
      Highlight @FrancLOL Woher hast du diese Informationen ? Hast du irgendwelche Quellen dafür, die du angeben kannst?
      1 1 Melden
    • karl_e 28.11.2017 13:54
      Highlight Franco, LOL! Dies lese ich zum ersten Mal. Welche Stämme waren beteiligt? Mag sein, dass - wenn's denn wahr sein sollte - diese Marodeure mexikanische Bauern abschlachteten, aber niemals so gründlich und vollständig, wie es die berittenen und anderen Weissen besorgten. Du erinnerst dich: Only a dead Indian is a good Indian. (General Sheridan, sinngemäss laut Wikipedia)
      2 2 Melden
    • Olaf! 28.11.2017 14:21
      Highlight Ja wieso karl_e, von wem kommt der Name Indianer? Von den indigenen Völkern oder von den weissen Christen? Genau von den Weissen welche sie unterdrückt haben. Dementsprechend ist der Begriff geschichtlich negativ vorbelastet. Nicht so schwierig zu verstehen oder?
      3 1 Melden
    • karl_e 28.11.2017 18:35
      Highlight Olaf, welches ist dann das indianische Wort für Indianer? In welcher der x-100 Sprachen?
      1 2 Melden
    • Tomjumper 28.11.2017 22:20
      Highlight @FrancLOL Hast du keinen Link oder eine Quellenangabe? So lange du keine Beweise hast ist es nur blabla. Ich glaube du solltest das Wort Genozid nachschlagen, denn du scheinst nicht zu Wissen von was du schreibst.
      1 1 Melden
    • karl_e 29.11.2017 16:24
      Highlight FrancoLOL. Tatsächlich: LOL! Berittene Indianer aus dem Hohen Norden! Mich lächert.
      Wie Tomjumper richtig bemerkt: du solltest das Wort Genozid nachschlagen. Die aus dem Norden stammenden Apachen haben niemals ganze Völkerstämme ausgerottet wie die Weissen Amerikaner.
      1 1 Melden
  • A7-903 28.11.2017 01:45
    Highlight Die nackte kanone hats aus der filmwelt in die realität geschafft. Mal schauen wie das trumpinchen das nächste woche noch toppen will.
    63 3 Melden
  • Jemima761 28.11.2017 01:33
    Highlight Falls irgendwo ein Fettnapf rumsteht: Trump hüpft kopfvoran rein. Ohne Schwimmflügel.
    149 8 Melden
    • Bacchus75 28.11.2017 08:27
      Highlight Und baut aber vorne noch einen 3m Sprungbrett auf dass sicher gut federt...
      15 2 Melden
    • Domsh 28.11.2017 09:25
      Highlight Deswegen haben sie ihn gewählt, man sehnte sich nach einem Bademeister!
      16 1 Melden

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