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U.S. Republican candidate Dr. Ben Carson speaks during an appearance on Fox News Channel's 'Hannity' in New York October 5, 2015. REUTERS/Brendan McDermid

Der republikanische Präsidentschaftskandidat, der immer wieder für Kontroversen sorgt: nein, nicht Donald Trump, sondern Ben Carson. 
Bild: BRENDAN MCDERMID/REUTERS

US-Präsidentschafts-Kandidat: Behauptet, bewaffnete Juden hätten Hitler stoppen können (und nein, es war nicht Donald Trump)

Nach dem Massaker in Oregon wird in den USA das Waffengesetz diskutiert. Der republikanische Präsidentschaftskandidat Carson hat nun einen fragwürdigen Vergleich gezogen: Mit Waffen hätten Juden den Holocaust stoppen können.

09.10.15, 09:30 09.10.15, 17:00


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Sechs Millionen Juden sind unter den Nazis im Holocaust ermordet worden. Ein Mann, der gerne der nächste Präsident der Vereinigten Staaten werden möchte, ist der Meinung: Es wären weit weniger Tote gewesen – hätten die Juden nur Gewehre und Pistolen besessen. «Die Wahrscheinlichkeit, dass Hitler seine Ziele erreicht, wäre deutlich geringer gewesen, wenn die Menschen bewaffnet gewesen wären», sagte der republikanische Kandidat Ben Carson nun dem TV-Sender CNN.

Dass viele Amerikaner Waffennarren sind, ist kein Geheimnis. Daran ändern auch Massaker wie jüngst in Oregon und die Appelle von Präsident Barack Obama wenig. Die Argumente für Munitionslager in den eigenen vier Wänden klingen für Europäer mitunter befremdlich. Nur mit Waffen, so die Idee, könnten die Bürger wirklich frei sein.

Doch Republikaner Carson treibt die Theorie jetzt auf die Spitze. Mit Blick auf Adolf Hitler sagte er: «Es gibt einen Grund, warum diese Diktatoren den Menschen zuerst die Waffen nehmen.» Bereits in seinem jüngsten Buch, «A Perfect Union», hatte Carson geschrieben, dass entsprechende Gesetze den Holocaust ermöglicht hätten. Die Nazis hatten das Ziel verfolgt, unter anderem Juden und Regimegegner zu entwaffnen.

Kritik an Carsons Äusserungen liess nun nicht lange auf sich warten. Laut dem US-Sender ABC teilte die Anti-Defamation League (ADL) mit: «Die geringe Zahl an Schusswaffen, die für deutsche Juden 1938 verfügbar waren, hätte niemals die totalitäre Macht des Nazi-Staates stoppen können.» Carsons Aussage sei «historisch ungenau», sagte demnach ADL-Chef Jonathan Greenblatt.

kev

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • royal 09.10.2015 14:11
    Highlight wow.. wie kann eine Person mit solchem Intellekt soweit kommen?

    'zig kleine, gute und interessante Kandidat-/ innen haben keine Plattform weil der Wahlkampf schlicht zu teuer ist.

    Verrückte, verdrehte Welt .
    5 0 Melden
  • Moelal 09.10.2015 12:33
    Highlight Bescheuert und unsäglich dumm. Hat Amerika keine besseren Kandidaten zu bieten?
    4 0 Melden
  • blueberry muffin 09.10.2015 09:47
    Highlight Naja, er sagte ja auch das die Opfer in Oregon selbst Schuld sind - sie haetten ja nur den Amoklaeufer ueberrennen muessen.
    17 0 Melden
  • Hierundjetzt 09.10.2015 09:46
    Highlight Blöde, dumme und erbärmliche Aussage. 1933 (Hitlers Machtergreifung) gabs für den einfachen Mann nur einen Karabiner 11 (5 Schuss, nur einzel ladbar) aus dem WK I. Das tragbare MG, die MP, et al kam erst 1939 zum Einsatz. Da waren die KZ aber schon voll.
    19 3 Melden

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