International

Der Schütze von Dallas war Soldat in Afghanistan

Der mutmassliche Polizistenmörder von Dallas ist laut der US-Armee ein Afghanistan-Veteran. Der 25-jährige Micah J. wurde nach stundenlangen Verhandlungen mit Hilfe eines Roboters getötet.

08.07.16, 20:39 09.07.16, 08:07

Bei der Schiesserei in Dallas seien laut Behörden mindestens sieben Polizisten und zwei Zivilisten verletzt worden. Bild: RALPH LAUER/EPA/KEYSTONE

Ein Artikel von

Der mutmassliche Schütze von Dallas war von März 2009 bis April 2015 Soldat in der US-Armee. Das teilte ein Sprecher der US-Streitkräfte mit. Von November 2013 bis Juli 2014 sei Micah J. in Afghanistan stationiert gewesen.

Die «Los Angeles Times» und der Sender CBS berichteten, J. habe keine kriminelle Vergangenheit, auch gebe es keine bekannten Verbindungen zu terroristischen Gruppen. Es heisst, J. habe bei seiner Mutter in Mesquite gelebt, was unmittelbar an Dallas grenzt. Der Mann sei als Maurer ausgebildet worden.

Laut der Polizei von Dallas habe J. vor seiner Tötung gesagt, er wolle Weisse töten, namentlich weisse Polizisten. Er habe sich über die tödlichen Schüsse auf Schwarze in dieser Woche geärgert, sollen seine Worte gewesen sein. Er handle alleine und sei kein Mitglied einer Gruppe.

Der 25-Jährige hatte sich mehrere Stunden lang in einem Parkhaus verschanzt und sich Schusswechsel mit der Polizei geliefert. Am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) wurde er von einem von der Polizei gezündeten Sprengsatz getötet.

Micah J. ist offenbar einer von mehreren Heckenschützen, die während einer Protestaktion gegen Polizeigewalt fünf Beamte erschossen. Mindestens sieben Polizisten und zwei Zivilisten seien verletzt worden, teilten die Behörden der texanischen Grossstadt mit. Drei Menschen seien später festgenommen worden, darunter eine Frau. «Wir sind aber noch nicht vollständig sicher, dass wir alle Verdächtigen in Gewahrsam haben», sagte der Polizeichef von Dallas, David Brown.

msc/Reuters/AP/dpa

Das könnte dich auch interessieren:

Foto-Fail! Diese 16 Bilder zeigen, warum wir Selfies erfunden haben

Bahn frei für Federer? Der mögliche Halbfinal-Gegner heisst Sandgren oder Chung

Kaufst du auch alle zwei Jahre ein neues Handy? Das soll sich jetzt ändern

20 (!!!) Jahre nach «Charmed – Zauberhafte Hexen» – das ist aus den Darstellern geworden

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
7
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • AL:BM 08.07.2016 23:29
    Highlight Das ist ein Paukenschlag...
    0 1 Melden
  • pamayer 08.07.2016 22:28
    Highlight Der Typ war gerade mal 18 als er nach Afghanistan kam, und 24 als er wieder zurück kam.
    Und das war nicht ein verteidigungskrieg, wo man alle 18 jährige rekrutieren musste.

    Kein Wunder war der nachher ausgeklinkt. Und ja, gelernt ist gelernt.

    Grauenhaft!
    31 5 Melden
    • Darkside 08.07.2016 23:07
      Highlight Die werden nicht zwangsrekrutiert. Man sagt ihnen eine Collegeausbildung zu die sie sich sonst niemals leisten könnten wenn sie sich für ein paar Jahre verpflichten. Für viele die einzige Chance auf eine Zukunft ausserhalb der Armut. Ein perverses System das zynischer nicht sein könnte. Murica!
      4 0 Melden
    • UncleHuwi 09.07.2016 00:41
      Highlight nicht ganz. er war "nur" von November 2013 bis Juli 2014 in Afghanistan stationiert!
      1 0 Melden
    • Ruffy 09.07.2016 07:00
      Highlight Ich habein den USA mit einem 18-Jährigen Navy Soldaten aus Texas geredet. Er sagte mir für ihn hätte es zwei Möglichkeiten gegeben. Entweder in den Drogenschmuggel einsteigen oder in die Navy. Darum ist er dann in die Navy. Die USA verheizen in diesen Kriegen ihre Unterschicht, weil diese oft keine andere Möglichkeit im Leben sieht um es zu etwas zu bringen als die Armee...
      1 0 Melden
    • rodolofo 09.07.2016 09:05
      Highlight @ Ruffy
      Ich bestätige Deine Aussagen.
      Ein Philippinischer Verwandter von mir sah sich gezwungen, in die US-Armee einzutreten, damit er eine Ausbildung und ein Einkommen erhielt.
      Dazu musste er sozusagen einen "Pakt mit dem Teufel" eingehen, mit dem Risiko, in irgendeinen sinnlosen Krieg geschickt zu werden und dabei umzukommen, oder psychisch gestört zu werden.
      Auch er heuerte bei der Navy an.
      Und er wollte nicht an der Long Beach spatzieren. Sobald er das Meer sah, kamen bei ihm die traumatischen Erinnerungen hoch, z.B. an eine Rettungsübung, als sie aus grosser Höhe vom Flugzeugträger...usw.
      0 1 Melden
  • Spooky 08.07.2016 22:21
    Highlight "Der Schütze von Dallas war Soldat in Afghanistan"

    Du kannst den Krieg verlassen, aber der Krieg verlässt dich nie.
    29 1 Melden

Mutter verlangt Miete von ihrer 5-jährigen Tochter – und kriegt viel Applaus

Die kleine Brooke hat im Dezember gerade mal ihren fünften Geburtstag gefeiert. Und muss in diesem zarten Alter schon Geld für Rechnungen an ihre Mama Essence Evans abliefern. 

«Brooke kriegt jede Woche 7 Dollar. Davon muss sie je einen Dollar für Miete, Strom, Wasser, Kabelanschluss uns fürs Essen gleich wieder zurückgeben», schreibt die Single-Mutter in einem Beitrag auf Facebook. 

Sie habe ihrer Tochter erklärt, dass man im realen Leben den Grossteil des Lohnes gleich wieder …

Artikel lesen