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President Donald Trump speaks in the Oval Office at the White House before signing a new law aimed at curbing six trafficking Wednesday, April 11, 2018, in Washington.  (AP Photo/Evan Vucci)

«Die Raketen werden kommen, hübsch und neu und smart!» Bild: AP/AP

«Sei bereit, Russland» – Die wichtigsten Fakten zur drohenden US-Offensive in Syrien

12.04.18, 03:51 12.04.18, 13:00


US-Präsident Trump hat als Vergeltung für den mutmasslichen Giftgaseinsatz in Duma am Mittwoch in aller Deutlichkeit einen Raketenangriff auf Syrien angekündigt. Die Raketen «werden kommen», schrieb Trump auf Twitter

Trump droht Russland mit Raketen

Trump hatte schon vor einigen Tagen eine «starke Reaktion» auf den mutmasslichen Giftangriff in Duma angekündigt und gewarnt, die Verantwortlichen müssten einen «hohen Preis» dafür zahlen. Nun warnte er Russland ausdrücklich vor einer Unterstützung Assads.

«Sei bereit, Russland, denn die Raketen werden kommen, hübsch und neu und smart!»

Donald Trump

Russland habe angekündigt, «alle auf Syrien abgefeuerten Raketen abzuschiessen», schrieb der US-Präsident in einem Tweet. «Sei bereit, Russland, denn sie werden kommen, hübsch und neu und smart!»

Den Ernst der Lage deutlich machte am Mittwochmorgen eine Warnung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) und der Flugsicherung Eurocontrol: Die Fluggesellschaften sollten wegen der Gefahr von Luftangriffen in Syrien besondere Vorsicht im östlichen Mittelmeer walten lassen.

Innerhalb der nächsten drei Tage könnten Luft-Boden-Raketen und Marschflugkörper eingesetzt werden. Zudem könne es zu Störungen von Navigationsgeräten kommen. 

Russland droht,  die US-Raketen abzuschiessen

Der russische Präsident Wladimir Putin rief zur Vernunft auf. Russland werde alle seine Verpflichtungen nach dem Völkerrecht respektieren und konstruktive Beziehungen zu seinen Partnern im Ausland aufbauen. Das russische Militär erklärte, Aktivitäten von US-Marineeinheiten im Golf zu registrieren. Man beobachte die Situation um Syrien herum genau.

Russlands Botschafter im Libanon, Alexander Sasypkin, hatte erklärt, sollten die USA Syrien mit Raketen angreifen, dann würden diese abgeschossen und auch die Abschussvorrichtungen ins Visier genommen.

«Unsere Beziehung zu Russland ist schlechter als je zuvor.»

Donald Trump.

Nach seinen Worten sind US-Kriegsschiffe in der Region ein potenzielles Angriffsziel, wenn von ihnen Marschflugkörper auf Syrien abgefeuert würden. Damit würde eine direkte Konfrontation der beiden Atommächte drohen.

Das Verhältnis der USA zu Russland sei mittlerweile «schlechter als es je war, den Kalten Krieg eingeschlossen», erklärte Trump in einem weiteren Tweet.

England mischt jetzt auch mit

Derweil ist auch die britische Premierministerin Theresa May bereit für einen Militäreinsatz in Syrien. Dies berichtet die BBC. Sie würde dabei nicht auf eine Abstimmung im Parlament warten, heisst es weiter. 

Trump-Sprecherin relativiert

Das Weisse Haus ist bezüglich eines Angriffes zurückgerudert. Gegenüber US-Medien sagte die Trump-Sprecherin Sarah Sanders: «Ein Angriff ist sicher eine Option, aber das heisst nicht, dass es die alleinige Option ist oder das einzige, was der Präsident tun könnte oder auch nicht.»

Derzeit würden Gespräche mit Israel, Saudi-Arabien, Frankreich und Grossbritannien geführt. Eine Entscheidung, wie es nun weiter gehe, sei aber noch nicht gefallen.  «Noch sind alle Optionen sind auf dem Tisch.»

Syrische Streitkräfte fürchten einen Angriff

Die syrischen Streitkräfte räumten weitere Stützpunkte, darunter die Militärbasis Dmeir, von der aus zuletzt die Luftangriffe der Regierung auf die belagerte Rebellenhochburg Ost-Ghuta ausgeführt wurden. Das berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die der Opposition nahesteht. Bereits am Dienstag hatte die syrische Armee damit begonnen, sich von einigen Stützpunkten zurückzuziehen.

Um die Situation zu entspannen, hatte die syrische Regierung am Dienstag internationale Experten gebeten, den mutmasslichen Chemiewaffenangriff zu untersuchen. Die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) kündigte daraufhin an, bald ein Expertenteam nach Duma zu schicken.

Am Mittwoch forderte auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) «sofortigen und ungehinderten Zugang» zum Gebiet, um die Opfer behandeln zu können. Bei etwa 500 Spitalpatienten seien Symptome festgestellt worden, die aufträten, wenn man giftigen Chemikalien ausgesetzt sei.

Syrische Armee kontrolliert ganz Ost-Ghuta

Nach wochenlangen Kämpfen haben die syrischen Regierungstruppen russischen Angaben zufolge die Kontrolle über die Stadt Duma übernommen. Die Nationalflagge wehe über dem Rathaus von Duma - und damit auch über ganz Ost-Ghuta.

Dies sagte der russische Generalmajor Juri Jewtuschenko laut der Agentur Interfax. Er sprach von einem «symbolischen Ereignis». Die russische Militärpolizei in Duma habe die Arbeit aufgenommen, um für Sicherheit zu sorgen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Das russische Fernsehen zeigte Bilder der syrischen rot-weiss-schwarzen Flagge mit zwei grünen Sternen über einem nicht näher benannten Gebäude. Zudem waren jubelnde Menschen zwischen zerstörten Gebäuden zu sehen.

In den vergangenen Tagen hatten Tausende Menschen die zuletzt von Rebellen gehaltene Stadt verlassen. Die Evakuierung Dumas war unter Beteiligung Russlands ausgehandelt worden. Duma liegt in der Region Ost-Ghuta und ist nur wenige Kilometer von der Hauptstadt Damaskus entfernt.

(sar/sda/afp/reu/dpa)

Brüssel gedenkt der im Syrienkrieg verstorbenen Kinder

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83
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83Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dho 12.04.2018 15:08
    Highlight Die Schlüsselinformation ist die Aussage des russischen Botschafters in Beirut:
    "(...) sollten die USA Syrien mit Raketen angreifen, dann würden diese abgeschossen und auch die Abschussvorrichtungen ins Visier genommen." Vor allem der Schluss. Abschussvorrichtungen = US Kriegsschiffe im Mittelmeer. Falls das Risiko besteht, dass ein solches Schiff auf dem Meeresgrund deponiert wird, werden sich die US-Verantwortlichen hüten, einen Angriff auszulösen. So dumm ist nicht einmal Herr Trump. Viel Lärm um nichts.
    3 0 Melden
  • ThomasHiller 12.04.2018 11:28
    Highlight Fragen über Fragen zu Syrien und keine läßt sich richtig beantworten:
    http://www.der-postillon.com/2016/09/russland-usa-syrien.html

    ;-)






    Eigentlich bedenklich, wenn es ein Satire-Magazin braucht um mal die wichtigste Frage zu stellen:
    "Was, verdammte Scheiße nochmal, haben die USA und Russland dort eigentlich zu suchen?"
    11 1 Melden
    • NotWhatYouExpect 12.04.2018 12:25
      Highlight Ja der Postillon ist immer gut :)



      Russland wurde von Assad gebeten zu helfen den IS und die Rebellen zu bekämpfen.

      Die USA ist dort ohne irgendeine Erlaubnis und ballert etwas herum und unterstützt die Rebellen.
      7 3 Melden
    • Uli404 12.04.2018 13:34
      Highlight Russland wurde von Syrien um Unterstützung gebeten. Deren Einsatz ist dort im Gegensatz zu dem der USA völkerrechtlich legitim.
      7 4 Melden
    • ThomasHiller 12.04.2018 14:42
      Highlight Ja, das Vökerrecht... Das kennt man in der Schweiz in- und auswendig, dient es doch dazu, zu nichts Stellung nehmen zu müssen und sich nie positionieren zu müssen.
      Daß das Völkerrecht heutzutage oft aber auch nur dazu dient, Diktatoren ihre Daseinsberechtigung zuzugestehen, macht das Völkerrecht auch nicht zeitgemäßer - leider.
      3 3 Melden
    • Enzasa 13.04.2018 02:58
      Highlight Wenn Menschen sterben und flehen ihnen beizustehen, wenn Menschen vor russischen Bomben fliehen, wenn Russland klar dazusteht ein Staatsoberhaupt zu stützen, dem es nur um Machterhalt geht.
      Dann ist Russland der friedliche Vermittler?
      0 0 Melden
    • Uli404 13.04.2018 08:33
      Highlight Enzasa: Es geht jedem Staatsoberhaupt der Welt zuerst um Machterhalt.
      Die Menschen fliehen vor Bomben, nicht nur vor russichen Bomben. Und die Ursache des Kriegs ist nun ganz klar bei der CIA zu suchen.

      Gibt mal "Timber Sycamore" bei Wikipedia ein.

      Russland ist nicht in friedlicher Absicht dort, es wurde aber von Assad um Hilfe gebeten, das ist nach internationalem völkerrechtlich eben legitim.
      0 0 Melden
    • NotWhatYouExpect 13.04.2018 08:54
      Highlight @Enzasa: Wo fliegen die Menschen vor Russischen Bomben? Die Rebellen/IS? Na die sollen auch davon fliehen, denn Sie fügen den normalen Menschen leid zu wie man es sich niemandem wünscht!

      Wie schaut der Flüchtlingsstrom aus seit dem Russland Assad hilft? Menschen kehren sogar zurück in die Städte wie Aleppo. Nennst du das fliehen? Es hat sich sogar eher stabilisiert und Syrien ist nicht mehr komplett von Rebellen / IS eingenommen.

      Auch liefert Russland wie viele andere Länder Hilfsgüter.. aber dass will man hier ja nicht hören, denn Russland soll ja unser feind sein!
      0 0 Melden
    • Enzasa 13.04.2018 22:41
      Highlight Die Ursache des Krieges ist ganz klar der Wunsch der Bevölkerung nach Mitbestimmung!
      Ja, ich gehe davon aus, das amerikanische Mittel flossen. Der Flüchtlingsstrom hat nachgelassen, seitdem sich Europa abschottet und Russland allen voran.
      Russland unterstützt Assad, das Ziel ist Machterhalt von Assad und nicht Freiheit für die Bevölkerung.
      Ich verabscheue Unterdrückung und Machtmissbrauch aus diesem Grund bin ich kein Fan von Putin
      1 0 Melden
    • Uli404 13.04.2018 23:57
      Highlight Enzasa, es ist nie gut von jemandem Fan zu sein. Ausser meinetwegen im Fussball.

      Ich glaube du bist auf dem richtigen Weg und es wird bei dir bald click machen. Google doch mal die folgenden Personen und hör dir das ein oder andere Video an:

      Michael Lüders
      Dirk Müller
      Daniele Ganser
      Christoph Hörstel
      Willy Wimmer
      Noam Chomsky
      usw..

      Oder lese diese Themen auf Wikipedia:
      Timber Sycamore
      Brutkastenlüge
      Operation Northwoods
      Amerikanischer Exzeptionalismus
      usw..
      0 1 Melden
    • Enzasa 14.04.2018 19:49
      Highlight Genau das ist unglaubwürdig. Ich lehne Verschwörungstheorien ab. Wer daran glaubt sieht nur noch Feinde. Wer im Kommunismus aufwächst, der bekommt genau diese Denkweise vom Staat impliziert. Ebenso wie Populisten damit arbeiten. Es gibt Dinge die wir nicht glauben, weil es unsere Vorstellungen übersteigt, darum bemühe ich mich offen zu sein für alle Möglichkeiten. Die Wahrheit jedoch liegt immer zwischen den Extremen und es ist verdammt schwierig abzuwägen an welcher Stelle
      1 0 Melden
  • Waedliman 12.04.2018 10:49
    Highlight Typisch für das momentane hysterische Gekreische von Trump ist, dass sich Mrs May an dessen Seite stellt. Für mich war Grossbritannien schon immer der 51. Bundesstaat, was sich mit Brexit und ihrem Verhalten einmal mehr beweist. Soll sie sich dem Deppen doch unterwerfen. Ich hoffe, dass der Rest des freien Europas sich besonnen verhält und beiden die Stirn bietet.
    8 3 Melden
  • blueberry muffin 12.04.2018 09:35
    Highlight Smarte Raketen - klopfen die provokante, gedankenanregende und witzige Sprüche kurz vor der Detonation?
    8 0 Melden
  • Alice36 12.04.2018 09:14
    Highlight Ich glaub ich bin im falschen Film, jetzt sollen die hübschen, neuen und auch intelligenten Ami Raketen endlich mal auslauf bekommen da will sie doch Putin schon wieder abschiessen. Wo kommen wir denn da hin.

    Lassen wir die Ironie mal weg dann muss ich mich schon Fragen welches Stadium von absoluter Dummheit die Politik mittlerweile erreicht hat und wo dies noch hinführt. Gibt es denn keine Menschen oder Instanzen mehr die diese steroidgesteuerten, grössenwahnsinigen Grossväter noch stoppen können? Es ist mittlerweile auch egal ob sie demokratisch (hahaha) gewählt sind.
    12 1 Melden
  • DerSimu 12.04.2018 08:54
    Highlight Plötzloch ist eon dritter Weltkrieg gar nicht mehr sp weit weg.
    12 2 Melden
  • Stratosurfer 12.04.2018 08:53
    Highlight Das hat sich Putin bestimmt anders vorgestellt, als Russland mit Hilfe von Wikileaks den trotteligsten und angeblich Russland freundlichsten unter den US Präsidentschaftsbewerbern auf den Thron hievte. Er wird sich jedoch davor hüten US Schiffe direkt anzugreifen, denn im Gegensatz zu Trump ist er ein intelligenter Stratege.
    13 2 Melden
  • RatioRegat 12.04.2018 08:41
    Highlight Kompromisvorschlag: Um eine Konfrontation zwischen Atommächten zu vermeiden bombardieren die USA nicht Assad, sondern zuerst einmal die türkischen Truppen in Syrien.

    In der Zwischenzeit wird der Giftangriff von der OPCW untersucht. Falls Assad verantwortlich ist, muss er sich vor dem ICC verantworten.

    7 6 Melden
  • Majoras Maske 12.04.2018 07:51
    Highlight Und sollte es wirklich zur Eskalation kommen, wird in den Geschichtsbüchern stehen, dass es mit den Worten "Sei bereit Russland, unsere schönen, neuen und smarten Raketen kommen" begonnen hat.
    Trump muss endlich weg, er ist überfordert, impulsiv und denkbar unqualifiziert für die internationale Politik. Trump ist nicht zu dumm um einen Krieg zu beginnen, er ist zu dumm einen zu führen und erst recht einen zu gewinnen.
    58 8 Melden
    • malu 64 12.04.2018 21:06
      Highlight Bei Kriegen gibt es nur Verlierer!
      2 0 Melden
  • malu 64 12.04.2018 07:43
    Highlight Grosses Theater, um von den eigenen Problemen abzulenken!
    31 6 Melden
  • öpfeli 12.04.2018 07:23
    Highlight Mir scheint, als wäre Syrien für Trump & co. einfach mal ein witziger Spielplatz um sich auszutoben. Oder hat das Ganze tatsächlich Hand&Fuss?
    Ich habe mich sehr distanziert von diesem Thema, daher fehlt mir zur Zeit das Wissen über die aktuelle Lage.
    15 2 Melden
  • Anam.Cara 12.04.2018 07:15
    Highlight Wenn Trump behauptet, das Verhältnis zu Russland sei schlechter denn je (inkl Kuba-Krise 1962), dann haben wir Grund zur Sorge.
    Zum Glück muss man nicht alles glauben, was er zwitschert.
    Vielleicht müsste er auch seine Rethorik an den jeweiligen Gegner anpassen. Putin ist ein anderes Kaliber als Kim...
    37 2 Melden
  • bokl 12.04.2018 06:51
    Highlight Fundamentlisten im Kampf gegen die Russen einzubeziehen hat ja schon damals in Afghanistan funktioniert...

    Aber wahrscheinlich sind die Saudis die einzigen, welchen noch genug Cash für die teuren Raketen und Bomben haben. Hoffen wir, dass MBS in ein paar Jahren endet wie Saddam. Der wer ja auch noch ein angesehener Partner der USA im Kampf gegen den Iran.
    8 1 Melden
  • Z&Z 12.04.2018 06:38
    Highlight Das Desaster ist schon passiert, ob jetzt wirklich noch ein Angriff kommt oder nicht. Egal, wer nun wirklich hinter den Gas-Angriffen steht. Regierungstruppen haben offenbar Stützpunkte geräumt (gemäss Text) = Rebellengruppierungen (ja, unter anderem auch verschiedene IS Gruppierungen, nicht alle sind lieb und haben schöne Absichten) können sich wieder mehr ausbreiten = mehr Krieg und Terror für das Volk = mehr Opfer. Das geschieht jetzt alles, ich betone, auch wenn kein Angriff kommt. Nur durch Worte. Dumme, kindische, unbedachte Worte. Wer wird dafür jetzt zur Rechenschaft gezogen? Niemand.
    27 2 Melden
  • Dirk Leinher 12.04.2018 05:33
    Highlight Die Kriegstreiber machen Front. Interessant ist, dass alle drei, Trump, May und Macron innenpolitische unter gewaltigem Druck stehen. Ein Angriff auf Syrien zum heutigen Zeitpunkt, würde das Leiden der Zivilbevölkerung nur noch weiter verstärken. Eines ist gewiss, es geht diesen drei Kriegstreibern nicht um das Wohl der Menschen in Syrien
    141 16 Melden
    • Toerpe Zwerg 12.04.2018 07:24
      Highlight Kriegstreiber? Angriff auf Syrien?

      Möglicherweise ist Ihnen entgangen, dass in Syrien seit 8 Jahren Krieg herrscht und dass ein illegitimer Machthaber ganz unabhängig dieses mutmasslichen Giftgaseinsatzes extrem brutal gegen die eigene Bevölkerung vorgeht. Ob ein weiteres Eingreifen der Westmächte nützlich ist, wage auch ich zu bezweifeln. Hingegen darf man konstatieren, dass Sie nicht ohne eigenen Spin an dieses Thema herangehen und dass Sie möglicherweise etwas unreflektiert stark Partei ergreifen für einen brutalen Diktator und seine Autoritäre Schutzmacht.
      18 45 Melden
    • FrancoL 12.04.2018 07:30
      Highlight Es geht Kriegstreibern NIE um das Wohl der Menschen.
      Aber es greift viel zu kurz bei möglichen Kriegstreibern die Motivation ständig in innenpolitischen Problemen zu suchen, da kämen ganz viele Staaten in Frage, diese Begründung ist schon fast Flächen deckend.
      Man sollte schon etwas tiefer graben, denn viele Länder mit innenpolitischen Problemen machen im Kriegsgejaule nicht mit.
      22 1 Melden
    • roger_dodger 12.04.2018 07:34
      Highlight Früher hat man mal mit Beweisen gearbeitet, heute reichen Mutmassungen. Man ist nicht einmal gewillt eine (unabhängige) Untersuchung abzuwarten obwohl die Rebellen wohl am meisten profitiert hätten. Und bei der Anzahl Satelliten und Drohnen welche die Amis dort rumfliegen haben müsste man ja wohl auch nachweisen können ob wirklich ein Fluggerät zum vermuteten Zeitpunkt vor Ort war.
      29 2 Melden
    • swisskiss 12.04.2018 07:45
      Highlight Lol. Genausowenig wie Syrien, Russland. Türkei, Iran. Es ist absurd, die humanitäre Karte spielen zu wollen, angesichts hundertausender Toten durch das Assadregime und seiner Unterstützer.

      Es geht immer um Machterhalt und Einflussnahme. Bei allen Akteuren. Da werden Menschen nicht zu Opfern, sondern zu Kollateralschäden...
      13 18 Melden
    • Enzasa 12.04.2018 08:07
      Highlight Diesen drei Kriegstreibern geht es nicht um das Wohl der Menschen, ebensowenig wie den restlichen Kriegstreibern Putin, Erdogan und Assad
      8 3 Melden
    • Ollowain 12.04.2018 10:04
      Highlight Toerpe: irgendwie habe ich das Gefühl, dass du in den letzten Jahrzehnten nichts dazugelernt hast. Hast du tatsächlich das Gefühl, dass es in Syrien um den Diktator geht? Es gibt (zBsp. In Afrika) viele solche Machthaber mit denen der Westen sogar gute Geschäfte macht. Wer glaubt, es gienge dem Westen um Menschenrechte der ist extremst naiv!
      19 2 Melden
    • Toerpe Zwerg 12.04.2018 11:51
      Highlight Niemand handelt uneigennützig. Das muss man nicht speziell darlegen und es gilt für alle Akteure. Ihre Einschränkung auf "den Westen" ist überflüssig.

      Glauben Sie tatsächlich, die Motive und Ziele der Türkei oder Russlands oder wären edler? Was treibt Sie dazu, alles Schlechte in dieser Welt auf den Westen und speziell auf die USA zu projizieren? Was treibt Sie dazu, Putins Russland stets und immer zu 100% zu vertrauen und jederzeit kritiklos in die russische Propaganda einzustimmen?

      Bitte keine Gegenfrage.
      4 8 Melden
    • Ueli der Knecht 12.04.2018 12:03
      Highlight Toerpe Zwerg: "ein illegitimer Machthaber"? Du übersiehst, dass Assads Regime sowohl in der UN als auch zB. von der Schweiz und der Mehrheit der Staaten als legitime Regierung anerkannt ist. Insofern ist dir selber einiges entgangen. Deine Vorwürfe an die Adresse von Dirk müsstest du vielmehr an dich selbst richten.

      Das seltsame Macron-Trump-Bündnis steht m.E. unter dem Motto: Sollen sich die anderen in Syrien die Köpfe einschlagen, damit wir dann Waffen verkaufen und unserer heimische Industrie pushen können Jeder will die anderen in den Krieg treiben, um selbst davon zu profitieren.
      7 1 Melden
    • FrancoL 12.04.2018 14:12
      Highlight @TZ; Ganz einfach, man macht das Gegenteil des Mainstreams und schon ist man auf der sicheren Seite, meint man.
      2 2 Melden
    • Toerpe Zwerg 12.04.2018 16:09
      Highlight So sehe ich das auch @ FrancoL.

      @ Ueli, bestens. Und wann zieht sich die illegitime Besatzungsmacht aus der Krim zurück? Ihre Besessenheit mit dem "Recht" ist scheinheilig und durchsichtig selektiv.
      3 5 Melden
    • Ueli der Knecht 12.04.2018 17:14
      Highlight Toerpe: Du selbst argumentierst mit "Recht", wenn du das Wort "illegitim" in den Mund nimmst.

      Nochmals: gemäss dem Völkerrecht ist Assad legitimiert (insofern erzählst du einfach Stuss und argumentierst mit Unwahrheiten!).

      Der Status der Krim ist völkerrechtlich ähnlich unklar wie der Status des Kosovos. Aber bei meinem Beitrag ging es nicht um die Krim oder Kosovo sondern um Assad, und um deine Lügenkonstrukt-Argumentation.

      Insofern darfst du auch diesen deiner Vorwürfe an dich selbst richten. Herr Zwerg: "Ihre Besessenheit mit dem "Recht" ist scheinheilig und durchsichtig selektiv."
      6 0 Melden
    • FrancoL 12.04.2018 17:40
      Highlight @Ueli: kein Völkerrecht legitimiert je das Töten von Bürgern. Kein Völkerrecht legitimiert das Unterdrücken von Minderheiten. Soll ich noch weiter fahren? Wohl kaum.
      1 2 Melden
    • Ueli der Knecht 12.04.2018 17:58
      Highlight FrancoL: Einmal bombardierte die NATO ein Spital in Belgrad. Völkerrechtlich legitimierte sich die NATO damit, dass unter dem Spital ein militärisches Ziel lag (angeblich der Führungsbunker der serbischen Armee). Soweit man das "Töten von Bürgern" (Zivilisten) als derartige Kollateralschäden darstellen kann, legitimiert das Völkerrecht eben auch das Töten von Zivilisten.

      Das Unterdrücken von Minderheiten wird vom Völkerrecht leider auch nicht verboten. Nur Völkermord ist nicht legitimiert. Dazwischen gibt es einen Graubereich. So legitimierte sich die NATO in Kosovo und Russland auf der Krim.
      2 1 Melden
    • Dirk Leinher 12.04.2018 20:47
      Highlight @ueli, danke für deine Klarstellung der Bedeutung des Völkerrechts. Es ist schon erstaunlich wie manchmal Vorwürfe gemacht werden, ohne das eigene Brett vor den Augen zu sehen. Die Krim kann nicht losgelöst vom Präzendenzfall Kosovo betrachtet werden. Auch da hast du sachlich völlig korrekt argumentiert.
      3 0 Melden
    • Dirk Leinher 12.04.2018 20:52
      Highlight @Francol
      Ich mache gerne weiter: Das Völkerrecht verbietet jeden Angriffskrieg gegen einen souveränen Staat, wie auch zum Beispiel Syrien einer ist. Genauso wie der Irakkrieg völkerrechtlich verboten war, der Lybienkrieg völkerrechtlich verboten war, der Afghanistankrieg völkerrechtlich verboten war, soll ich noch weiter fahren? Jeder Angriffskrieg auf eine legitime Regierung ist völkerrechtlich verboten, kapiert?
      Und nochmals es sind die USA, Frankreich, Grossbritannien, die Saudis und Israel die in Syrien völkerrechtsverletzend den souveränen Staat angreifen!
      3 0 Melden
    • FrancoL 12.04.2018 21:59
      Highlight @Dirk Leinher; Oh ja ich bin mir auch sicher dass mein Architektkollege von den Franzosen im Irak ins Gefägnis geworfen wurde und ja bin mir auch sicher dass zwei weitere unserem Co-Büro in Mailand bekannte Fachleute in Syrien von Grossbritannien entführt und bis heute daran gehindertwurden wieder Kontakt aufzunehmen. Doch das ist ganz logisch.
      Wach auf und lass Dich einmal genau informieren wie es mit der Opposition in Syrien vor dem Krieg bestellt war.
      Mach doch geschichtlich nicht einen Sprung oder lass nicht einen Teil davon aus.
      Was Du da versuchst kannst Du am Stammtisch versuchen.
      1 4 Melden
    • FrancoL 12.04.2018 22:08
      Highlight @Dirk Ich brauch keine Belehrung mit zeitlich verschobenen Gesichtspunkten, ich kann seit nun mehr als 10 Jahren über gute und sichere Kanäle über unsere Co-Büros in Itaien die einen regen Austauschverkehr mit Syrien (nicht nur) haben von relativ nahe die Situation mitbetrachten. Vielleicht kannst Du Dich imNetz einmal schlau machen wie andere Länder zB Italien gerade im Baubereich mit Syrien(auch Iran und Irak) eine enge Kooperation hatten und durchaus nicht den Mainstrem brauchen um eigene Ueberlegungen anzustellen.
      0 3 Melden
    • FrancoL 12.04.2018 22:16
      Highlight @Auch Dir lieber Ueli rate ich ein wenig aus dem Sandkastespiel und den clean es Ueberlegungen im warmen Wohnzimmer hier in der Schweiz hinauszustehen und nicht Paradeentwicklungen von Dir zu geben, sondern die Realität des Assadregimes weit vor dem Anfang der Wirren zu betrachten. Was Du heute versuchst das ganze auf das kleine 1 x 1 zu reduzieren und sorry das wird der Situation nicht gerecht. Du scheinst auch zu denen zu gehören die die Geschichte mit dem grossen Löffel essen und dabei sich an der grossen Fuhr verschlucken.
      1 3 Melden
    • Ueli der Knecht 12.04.2018 23:31
      Highlight FrancoL: Deine Erfahrung in Ehren. Aber im Gegensatz zu dir bin ich ein Kriegskind. Ich habe Krieg hautnah erlebt. Ich weiss, was es bedeutet. Ich habe am eigenen Leib erlebt, was Krieg macht mit den Menschen und ihren Familien. Auch mit meiner. Und das ist die wichtigste Erkenntnis, die ich dir mitgeben kann: Alle meinen, sie seien die Guten. Erst recht wenn sie andere töten. Sie töten, umso mehr sie glauben, sie seien die Guten. Sei daher vorsichtig, wenn du glaubst, du gehörst zu Guten!

      Vielleicht wär's an dir, einmal auf den Boden zurück zu finden.

      Lex paciferat! Die Feder ist stärker...
      3 1 Melden
    • Toerpe Zwerg 13.04.2018 01:12
      Highlight Ehrlich gesagt wird mit leicht übel, wenn ich lese, wie knallharte Ideologen sich das Mäntelchen des Völkerrechts umlegen, Kriegsopfer verhöhnen und verdeckte Kriegsführung und Annexion totschweigen.

      Ihre Weltsicht ist geprägt vom Glauben an einen um jeden Preis zu bekämpfenden Feind.

      2 2 Melden
    • Dirk Leinher 13.04.2018 05:28
      Highlight @francol
      Vielleicht sollten Sie sich fragen weshalb der irakische ehemalige Diktator vom Westen hofiert und auifgebaut wurde und in den Krieg gegen den Iran geshcickt wurde. Dass er rational war habe ich nie behauptet, ich behaupte dass es der Bevölkerung unter ihm um vieles besser ging als seit der aggression des Westens. Dass Ihr persönlicher Bekannte unrechtmäsig ins Gefängnis musste, rechtfertigt für Sie die Bombardierung eines ganzen Landes mit mehreren 100'000 Toten? Für mich nicht.
      3 2 Melden
    • FrancoL 13.04.2018 08:31
      Highlight @Dirk Lesen ist immer Voraussetzung.
      Ich mahne immer wieder dass es nicht plötzlich eine Aggression von x Aussenstehenden gab, dass der Anfang ein anderer war, das Unterdrückung nicht importiert wurde sondern ein Teileffekt dieser Regime war bevor Einmischung stattfand.
      Ging es der Bevölkerung viel besser? Wenn ja welchem Teil der Bevölkerung? Da liegt doch der Hund begraben. Fast unter jedem Diktator geht es der Bevölkerung ordentlich, allerdings geht es denen die nicht mit ihm einverstanden sind viel, viel schlechter als es zB der Opposition bei uns geht.
      2 2 Melden
    • FrancoL 13.04.2018 08:34
      Highlight @Dirk; Ich habe an keiner Stelle die Bombardierungen rechtfertigt, ich habe darauf hingewiesen, dass es VOR den Bombardierungen bzw Einmischungen vieles nicht im Lot war. Dann wägen Sie Tote auf, wo habe ich das gemacht? Nochmals ich gehe davon aus dass Sie die Texte lesen. Ich gehe an die Wurzeln und steige nicht mitten in der Weltgeschichte ein dort wo ich mir einen Vorteil in der Argumentation verspreche.
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    • FrancoL 13.04.2018 08:38
      Highlight @Ueli; Auch Dir rate ich meine Kommentare zu lesen, vielleicht merkst Du dann dass ich viel früher Fragen stelle, dort wo vermutlich auch der Ursprung der Entgleisung gewisser Länder beginnt. Da nützt es nicht viel dass Sie ein Kriegskind sind, denn es steht für mich ausser Traktandum das Krieg eine Abscheulichkeit ist (meine Familie hat doch 4 Männer in Krieg verloren und 2 waren in KZ). Ich beginne dort wo Diktatoren jegliche Opposition unterdrücken und damit den Nährboden setzen für Aggressoren sich zu rechtfertigen. Ich hoffe dass ich meinen Ansatz nun deutlich genug dargelegt habe.
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    • FrancoL 13.04.2018 10:20
      Highlight @Ulei; Wenn Du schon von der Feder schreibst, dann halte Dich doch auch daran. Lese was die Feder schreibt und nicht das was Du als geschrieben erwägst, das ist eine pure Beleidigung der Feder.

      Habe ich irgendwo geschrieben ich gehöre zu den Guten?

      Du biegst Dir die Welt und fremde Kommentare so zurecht, dass es leider wie Toerpe Zwerg erwähnt in Richtung Ideologie geht. DAS kann man heute alles andere als brauchen, wir brauchen eine klare Sicht und die beginnt nicht bei der Aggression dieser Ländern sondern viel früher beim Bereitstellen des Bodens für Aggressionen.
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    • FrancoL 13.04.2018 10:21
      Highlight @Ueli; Darf ich Dich Fragen welchen Krieg Du miterlebt hast? Und ob Du die 20 Jahren VOR diesem Krieg bewusst wahrgenommen hast?
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    • Toerpe Zwerg 13.04.2018 10:22
      Highlight Unsere antiwestlichen Freunde gehen irrigerweise von einem statischen weltpolitischen Zustand aus und perpetuieren diesen in eine virtuelle Zukunft. Damit versuchen Sie ihre Meinung zu belegen, dass ihr Feind "der Westen" als einziger Akteur für sämtliches Ungemach auf dieser Welt verantwortlich ist.
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    • Enzasa 13.04.2018 11:04
      Highlight Ich stimme Francol zu.
      Das syrische Volk hat Demokratie und Mitbestimmung verlangt.
      Für mich ist das absolut legitim. Es ist unrecht und Verstoß gegen die Menschenrechte darauf mit Gewalt zu antworten, wie Assad getan hat.
      Verlangt das zitierte Völkerrecht, dass die Welt zuschaut wenn ein Machthaber seinem Volk Gewalt antut?
      2 0 Melden
    • FrancoL 13.04.2018 11:49
      Highlight @Enzasa; Danke für die Unterstützung. Ich bin ein älteres Semester verfolge die Geschichte in unseren Gegenden seit nun mehr als 40 Jahren und habe in Syrien, Irak, Iran, Libyen und auch Jugoslawien auch die "ruhigeren" Zeiten miterlebt OHNE zu übersehen, dass die Diktatoren in den jeweiligen Ländern jede Opposition unterdrückt haben.
      Dass man heute dies alles übersehen will stört mich masslos, wie mich masslos stört dass noch vor 25 Jahren der Osten nur das Böse darstellte (zu unrecht) und nun der Westen alles Böse darstellt.
      Eine hirnrissige Wende in der Betrachtung.
      nochmals Tx.
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    • Ueli der Knecht 13.04.2018 13:07
      Highlight FrancoL: Ich möchte nicht über meine Kriegserfahrungen berichten. Nur das: Nein, ich habe die Vorkriegszeiten nicht erlebt; nur aus Erzählungen von verschiedenen Seiten. Ich wurde mitten in die Gewaltt hinein geboren.

      Enzasa: Ich stimme zu bezüglich dem, was das syrische Volk verdient hätte. Es gibt aber verschiedene Ansichten innerhalb des Volks. Das Völkerrecht verbietet Einmischung in innere Angelegenheiten, wozu acuh Bürgerkriege zählen. Soweit aber Kriegsparteien aus Syrien heraus zB. im Irak, in Paris oder Berlin Anschläge durchführen, dürfen sich betroffene Staaten verteidigen.
      2 0 Melden
    • Ueli der Knecht 13.04.2018 13:09
      Highlight Toerpe: Du argumentierst nur noch mit Unterstellungen. Da diese nicht zutreffen und teilweise auch beleidigend sind, kann und werde ich darauf auch nicht eingehen.
      2 1 Melden
    • FrancoL 13.04.2018 13:46
      Highlight @Ueli: ich habe auch nicht nach Kriegserfahrungen gefragt, lediglich nach dem Ort.
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    • Ueli der Knecht 13.04.2018 15:50
      Highlight Der Ort ist die Welt, FrancoL. "Unsere Sicherheit" wird doch am Hindukusch verteidigt. Die UCK war in Zürich zuhause. Srebrenica geschah in Belgrad und bei der NATO. Die Bosniaken waren nur "Verhandlungsmasse" der Kriegsparteien. Afghanistan, Syrien, Irak, Somalia usw. geschieht nicht dort. Das sind Spielbälle.

      Es geht letztlich um eine Wiederkehr der Machtpolitik seit dem Ersten Weltkrieg. Die Mächtigen sind nicht dort, wo die Menschen leiden müssen und getötet werden. Aber die Kriege werden dort gemacht, wo die Mächtigen sind. Auch Assad ist nur eine Marionette. Auch er leidet. An Paranoia.
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    • FrancoL 13.04.2018 16:09
      Highlight @Ueli; Du machst einen gravierenden Fehler, Du betrachtest offensichtlich nie den Anfang. Du zeichnest die Geschichte mit dem grossen Pinsel und merkst nicht dass die Geschichte aus vielen kleinen bis sehr kleinen Zahnrädern besteht. Ja man könnte fast sagen die wahre Geschichte beginnt unter der grossen Linde mit den ersten falschen Erzählungen.
      Ist Dir noch nie aufgefallen wie unterschiedlich die Möglichkeit von Einflussnahme in den verschiedenen Ländern ist? Wie sie stark abhängig ist von den jeweiligen Situationen vor Ort? Diese Situationen sind eine Frucht der Macht vor Ort.
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    • Ueli der Knecht 13.04.2018 16:42
      Highlight Schön gesagt, FrancoL, allerdings würde ich nicht von "Macht vor Ort" sondern doch vielmehr (und realistischer) von "Ohnmacht vor Ort" reden.

      Syrien zB. war machtlos, eine Frucht der Situation in Irak (der IS ein Produkt davon). Irak war machtlos, eine Frucht der Situation in Washington. Und so weiter...

      Es geht eben doch um Macht und Ohnmacht. Wer hat die Macht? Wer ist ohne Macht?

      Wer mächtiger ist, trägt mehr Verantwortung, auf dem lastet demzufolge auch mehr Schuld. Das wäre im Prinzip ganz einfach.

      Was glaubst du denn, FrancoL, welche Partei ist die Mächtigste in diesen Kriegsspielen?
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    • Ueli der Knecht 13.04.2018 16:48
      Highlight FrancoL: du behauptest, ich betrachte nie den Anfang? Aber den Fehler machst doch du, indem du willkürlich dort einen Anfang behauptest, wo es gerade in deine Ideologie passt.

      Demgegenüber sehe ich das Völkerrecht, die Verträge von Sèvres und Lausanne, ich sehe was im Irak völkerrechtswidrig aufgrund angerichtet wurde und was daraus wurde. Ich hoffe eigentlich nur, dass sich die Parteien von jeglicher Machtpolitik verabschieden, weil die bringt nichts ausser Zerstörung und Verderben, und dass sie sich stattdessen auf das Völkerrecht (im Sinne des westfälischen Friedens) zurück besinnen.
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    • FrancoL 13.04.2018 18:09
      Highlight @Ueli; Wie willst Du den begründen dass ich den falschen ideologisch geprägten Anfang wähle, wenn Du in einem Dutzend Kommentaren inkl den beiden letzten nicht in der Lage bist dich auf den Anfang (gleich mal welcher) zu konzentrieren? Du machst einen heillosen Durcheinander zwischen Anfängen die es nicht gab oder Zwischenhalte darstellten. Wenn Du Deine Aussagen zum Irak und Syrern betrachtest, solltest Du merken dass da nicht von einem Anfang ist. Du verfängst Dich ständig in der grossen Politik, die Null und Nichts mit den Anfang zB der Syrischen Diktatur zu tun hat.
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    • FrancoL 13.04.2018 18:14
      Highlight @Ueli; Du schreibst; "
      Irak war machtlos, eine Frucht der Situation in Washington" Da sprichst Du auch wieder von einem Zwischenstand, den der Dir in den Cham passt. Es gab eine lange Zeit VOR den Interventionen der Amis, diese Zeit birgt auch machtvolle Ereignisse, die die Menschen vor Ort "plagten und einengten" nicht Alls ist im jetzt begründet nicht alles ist so einfach über eine Leiste zu schlagen. Vieles wurde in diesen Ländern gesät und was aufging war etwas anderes als man erwartete. Völkerrecht kennt keine Daten, ebenso die Menschenrechte nicht. Aber Du liebst einfache Bilder.
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    • FrancoL 13.04.2018 18:18
      Highlight @Ueli; Du fragst nach der mächtigsten Partei in diesen Kriegsspielen. Die gibt es nicht es ist situativ viel mehr zu fragen welche Seilschaften sind in einem Moment die mächtigsten und gerade in Syrien wechselt dies sehr schnell und auch unerwartet. Noch vor wenigen Monaten schienen es die Russen zu sein, dies hat sich nun abgeschwächt und kann mittelfristig kippen. Aber all dies lieber Ueli ist im Nachgang zu Verwerfungen die viel früher angefangen haben und deren Ursprung wir viel mehr würdigen sollten, denn diese Verwerfungen sind die Stoptafel für eine Erneuerung vor Ort.
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    • Ueli der Knecht 13.04.2018 18:38
      Highlight Ich habe nichts dagegen, wenn du das ganz situativ zu betrachten willst. Du bestätigst ja selber, dass es mächtigere und ohnmächtigere Parteien, bzw. Seilschaften gibt. Die Frage ist doch dann nur, welches Recht gilt für die? Etwa das Recht des Stärkeren?

      Wenn eine Partei oder Seilschaft die Macht hat und glaubt, es gelte das Recht des Stärkeren, und dann die eigene Stärke gegen das Völkerrecht einsetzt, um solches (Un-)"Recht des Stärkeren" durchzudrücken, dann ladet diese Partei Schuld auf sich. Und sie sät dann Gewalt; bringt Verderben und Zerstörung. Ganz einfach! Auch ganz ohne Anfang.
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    • FrancoL 13.04.2018 19:01
      Highlight @Ueli; Es geht doch bei der ganzen Diskussion nicht um die Tatsache dass häufig der der macht hat die Gesetze ausser Kraft setzt, das ist eine uralte Tasche unwidersprochene Tatsache.
      Es geht darum zu erkennen, dass der Nährboden um "fremde" Mächte zB in einem Land wirken zu lassen sehr häufig im Land selbst durch die Mächtigen ermöglicht wird und dass man nicht immer den Eindringling, dem man den Weg bereitet hat die ALLEINSCHULD anhängen kann, denn so kommen wir nie weiter, weil wir das Übel nicht an der Wurzel packen.
      . . . . . . .
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    • FrancoL 13.04.2018 19:04
      Highlight @Ueli: . . . . . .
      Und heute ist ein guter Teil der Menschen damit beschäftigt diesen Alleinschuldigen zu suchen und zu verdammen, OHNE zu merken dass dies kein Sinn macht oder noch ärgerlicher den alten lausigen Nährboden noch bekräftigt.
      Die Europäer haben ein heilloses Durcheinander im Nahen Osten hinterlassen, haben nicht haltbare Zustände inszeniert und die die Amis mit Handkuss eingestiegen sind. Ich will dies Amis alles andere als in Schutz nehmen, aber die Vorleistungen haben die Europäer gemacht und mit Ihnen die örtlichen Kleinkriege.
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    • swisskiss 13.04.2018 19:20
      Highlight Ach Ueli. Die Realität ist doch, dass immer das Recht des Stärkeren gilt, weder das Völkerrecht im Kriegsfall, die Menschenrechte noch die Genfer Konvention von diesen Staten beachtet werden, Keiner sich Gedanken zu Konsequenzen machen muss, solange das Vetorecht im UN Sicherheitsrat gilt und alle grossen Mitspieler den Internationalen Strafgerichtshof nicht anerkennen.

      Natürlich gilt das Faustrecht auf dieser Ebene!

      Wir haben doch nicht all die Konflikte weil es ein wirksames System der Weltgemeinschaft gibt, die die völkerrechtlichen Verletzungen ahnden und sanktionieren!
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    • FrancoL 13.04.2018 20:19
      Highlight @Swisskiss; Richtig erkannt, aber das entscheidende ist dass fast alle an diesem irren System teilnehmen, alle die es sich leisten können keine Gedanken zu den Konsequenzen zu machen und das sind sehr viele und es waren auch sehr viele in der Vergangenheit. Darum kann ich nicht verstehen wie man so verbohrt einige Player zur Verantwortung ziehen will, wo doch ein ganzer Sack voll sich der Verantwortung drückt.
      Erscheint die Zeit der Vereinfachung angebrochen, ähnlich zur Zeit im kalten Krieg, die selbe Frasen, die selben oberflächlichen Begründungen nur heute gespiegelt.
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    • Ueli der Knecht 13.04.2018 21:22
      Highlight "Natürlich gilt das Faustrecht auf dieser Ebene! "

      Das gilt nur solange, bis keine Partei mehr Kraft hat, bis zur totalen Erschöpfung der Ressourcen und bis zur allgemeinen Kriegsverdrossenheit. Wenn niemand mehr mit Krieg etwa gewinnen kann; wenn alle im Krieg nur noch mehr verlieren werden, dann werden die Streithähne endlich merken, dass nur das Recht Frieden bringen kann. Lex paciferat.

      Es ist nur eine Frage der Zeit. Es wäre wirklich sinnvoll, die Zeit abzukürzen, und dadurch die Verschwendung von Ressourcen und Menschenleben zu beenden.

      Die Feder ist stärker als das Schwert.
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    • FrancoL 14.04.2018 09:31
      Highlight @Ueli, deine enge Sicht möchte ich nicht haben.
      Das Faustrecht regiert in manchen Ländern weit vor Beginn von Kriegen.
      Der Mächtige regiert heute mehr denn je mit Faustrecht oder ähnlichen Methoden. Da kannst Du einfach einmal einige unserer Rechtsnormen studieren und Dir ein Bild machen. Es ist mehr als naiv zu meinen Macht werde nur in Kriegen ausgeübt, Macht verursacht auch in Friedenszeiten grosse Schieflagen, wohl wenig Tote dafür grosse Unzufriedenheit.
      Das Problem ist durch die flächere Verteilung von Macht zu lösen, geht einher mit der etwas ausgeglicheneren Verteilung der Güter.
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    • Ueli der Knecht 14.04.2018 16:38
      Highlight Ich weiss gar nicht, wo du mit mir nicht einig bist, FrancoL: "Macht verursacht auch in Friedenszeiten grosse Schieflagen, wohl wenig Tote dafür grosse Unzufriedenheit."

      Eben. Sag ich doch. Machtmissbrauch. Das (Un-)Recht des Stärkeren.

      Der Unterschied zwischen dir und mir besteht vielleicht darin, dass du den Machtmissbrauch als Gegegebenheit hinnimmst, quasi einem Naturgesetz gleich, und ich aber etwas weiter und optimistischer denke und glaube, dass wir das ändern könnten. Erst recht, wenn man wir doch diese Erfahrungen von Machtmissbrauch haben, die du ja auch nicht bestreitest.
      3 0 Melden
    • Enzasa 14.04.2018 19:35
      Highlight Macht wird missbraucht, wenn der derjenige, der sie hat, sich ihrer sicher ist. Danach wird er sie mit allen Mitteln behalten wollen.

      Die Bevölkerung ist der Schlüssel, sie wird einseitig informiert und es wird ein Feind von außen geschaffen, gegen den man zusammenhalten muss. Geh mal auf den Balkan und frag einen Serben, Bosnier, Kroaten etc. Wer den Krieg begonnen hat und du wirst bei jeder Nation eine andere Antwort bekommen.
      Genauso ist das mit Syrien oder mit der NATO.
      2 0 Melden
    • FrancoL 14.04.2018 21:37
      Highlight @Enzasa: Eine sehr sehr richtige Aussage, der Anfangssatz zu 100% zu stützen.
      @Ueli; Du fragst immer nach den uns unterscheidenden Gesichtspunkten. Enzasa hat für mich geantwortet, wir Menschen sind nicht so „lieb“ wie wir dies gerne darstellen mögen, wir brauchen Leitlinien, zB dass man die zu erreichende Macht einschränkt sonst versagen wir kläglich. DAS ist das was ich Dir vermitteln möchte. Es ist leider eine gewisse Bankrotterklärung an die kollektive Vernunft wenn man davon ausgehen muss dass wir Leitplanken brauchen, aber gut ist, dass wir dies wissen.
      0 1 Melden
    • Dirk Leinher 14.04.2018 22:40
      Highlight Vielleicht können wir uns einfach auf die völkerrechtlichen Aspekte einigen?
      War der heutige Angriff der Amis, Franzosen und Briten völkerrechtlich legitimiert?
      Meiner Meinung nach nicht. Damit bin ich gleicher Meinung wie der UNO-Kenner Andreas Zumach.

      https://www.srf.ch/sendungen/rendez-vous/wird-im-syrien-konflikt-das-voelkerrecht-ausgehebelt
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    • Ueli der Knecht 15.04.2018 00:14
      Highlight FrancoL: Ich bin nicht dagegen, dass man Macht einschränkt, oder wie du meinst, "verflacht", also Machtunterschiede möglichst einebnet. Das ist aber höchsten eine Ideologie.

      Es wird nämlich immer Machtgefälle geben. Daraus resultiert dann auch ein Verantwortlichkeitsgefälle. Das heisst letztlich, dass sich die Verantwortlichkeit und aufgeladene Schuld bei Machtmissbrauch am Machtgefälle messen muss.

      Gleich ist bei Machtmissbrauchern nur, dass sie jeweils das Recht des Stärkeren durchdrücken, während sie das Recht (im Sinne von Liberté, Egalité, Solidarité) missachten und mit Füssen treten.
      1 0 Melden
    • Ueli der Knecht 15.04.2018 00:24
      Highlight Dirk: Ich meine, Herr Zumach ist nicht ganz aktuell. Seit Kosovo, geschockt von Srebrenica, ringt man in der UN wieder um das (an Kolonialzeiten erinnernde, paternalistische) Responsibility To Protect. Zwar sollten solche "humanitäre Interventionen" in der Regel vom Sicherheitsrat abgesegnet werden, aber das geschah weder im Kosovo, noch auf der Krim, und auch nicht in Libyen. Es ist aber inzwischen im Völkerrecht unbestritten.

      In diesem Sinne meine ich, hat sich die USA, F und UK bei diesem Vorfall völkerrechtlich halbwegs korrekt verhalten.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Schutzverantwortung
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  • Moudi 12.04.2018 04:33
    Highlight Wo bleibt der westliche Aufschrei!
    Mutmaßlich.. also Bomben wir mal drauf los! Ist ja das hinterletzte! Frankreich!! Gadaffi!! Shame on you! May kommst auch gelegen! Nur sollte es so kommen gibt es nur Verlierer!
    91 13 Melden
    • IchSageNichts 12.04.2018 06:54
      Highlight Gadaffi, Sadam Hussein man kann die Kriege als Fehler bezeichnen. Auf die andere Seite weiss man nicht was ohne diese passiert wäre.
      Klar ist das erst Opfer jedes Krieges ist die Wahrheit. Auch wenn die OPCW ein Täterland identifizieren würde, wäre dieser und all seine Verbündeten sicher gerade mit Statements bzgl Beeinflussung etc da. Dann ist die Frage was bringts dann zu Untersuchen? Ich weiss es nicht. Solange beide Seiten masslos provozieren Fassbomben, Twitter, Tiefflüge über Schiffe, Waffenlieferung an Hisbollah etc Wird es nicht besser!
      3 10 Melden
    • ströfzgi 12.04.2018 07:46
      Highlight Sie haben eben "eindeutige hinweise". Tönt doch FAST wie "eindeutige Beweise".
      15 1 Melden
    • DonChaote 12.04.2018 10:18
      Highlight @IchSageNichts
      Die OPCW geht da mal hin, um abzuklären, OB ein giftgas angriff stattgefunden hat.
      Wenn dabei festgestellt wird, dass er stattgefunden hat, so wird die frage, wer ihn ausgeführt hat, leider nicht mit sicherheit beantwortbar sein. Auch wenn das gift nachweislich aus syrischer produktion stammt: einige länder haben in 2013 bei der chemieabrüstung von syrien giftstoffe zum „entsorgen und neutralisieren“ mitgenommen... auch möglich wäre, dass „rebellengruppen“ im land an solche stoffe herangekommen sind.
      Oder eben assad, russland, iran, israel, türkei, saudis u.a.
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