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Der als Arbeitsminister nominierte Unternehmer Andrew Puzder (rechts) verzichtet auf sein Amt in Trumps Regierung. Bild: Carolyn Kaster/AP/KEYSTONE

Jetzt verzichtet auch noch Trumps Wunsch-Kandidat auf eine Kandidatur

15.02.17, 22:37 16.02.17, 06:43

Der von US-Präsident Donald Trump als Arbeitsminister nominierte Unternehmer Andrew Puzder zieht sich zurück. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet, es sei zu erwarten, dass nicht genügend republikanische Senatoren für ihn stimmen würden.

Die Anhörung Puzders im Senat war für Donnerstag vorgesehen. Die Republikaner haben im Senat 52 der 100 Sitze. Nach Informationen der Zeitung «Washington Post» hatten mindestens sieben Senatoren von Trumps Republikanischer Partei dem Chef der Hamburger-Ketten Carl's Jr. und Hardee's die Unterstützung für das Ministeramt entzogen.

Für Trump ist es ein weiterer schwerer Rückschlag binnen weniger Tage. Diese Woche war bereits sein Nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn zurückgetreten.

Puzder erklärte, er werde zwar nicht in Trumps Regierung dienen. Der Präsident und dessen «hoch qualifiziertes Team» hätten aber seine volle Unterstützung.

Puzder hatte kürzlich eingeräumt, er habe eine Einwanderin jahrelang als Haushälterin beschäftigt, die sich illegal im Land aufgehalten habe. Es sei ihm nicht bewusst gewesen, dass sie keine Arbeitserlaubnis gehabt habe.

Der Chef der Restaurantkette CKE ist auch umstritten, weil er gegen eine Anhebung des Mindestlohns ist und bestimmte Überstundenregelungen ablehnt. (sda/reu/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 15.02.2017 23:24
    Highlight Es wäre auch reichlich provokativ gewesen, wenn ein Vertreter des Niedriglohnsektors zum Wächter des Arbeitsmarktes ernannt würde.

    Tatsächlich denke ich, dass der US-Arbeitsmarkt eher mehr als weniger Wettbewerb vertragen dürfte (wie auch in der EU und in der Schweiz - ja blitzt jetzt nur), aber eine Nivellierung à la Puzder auf den qualifikationslosen Arbeitsmarkt ist wohl nicht wirklich zukunftsträchtig...
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    • FrancoL 16.02.2017 01:01
      Highlight Hast Du Deinen Post selbst nochmals durchgelesen, wäre hilfreich denn da beissen sich Deine Aussage zum Wettbewerb und der Nivellierung mehr als nur ein bisschen.
      Es gab auch keinen Blitz, Deine Aussage war und ist eine Null-Nummer.
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    • Gelöschter Benutzer 16.02.2017 02:57
      Highlight Warum? Lohnnivellierung im Niedriglohnsektor und Wettbewerb im Arbeitsmarkt widersprechen sich durchaus. Aber das ist wohl zu komplex für Sie - sry - aber Ihr Kommentar ist ja auch nicht sonderlich konstruktiv...
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    • _kokolorix 16.02.2017 07:06
      Highlight Alles was nicht reguliert, bzw. gesteuert wird, läuft aus dem Ruder. Das gilt für Technik und Natur genauso wie für die Politik...
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    • FrancoL 16.02.2017 12:06
      Highlight @Bärenkär; ich denke dass die Komplexität der Mechanismen im Niedriglohnsektor wohl eher bei Ihnen noch nicht angekommen ist.
      Dies ist ein Sektor der unter 2 Wettbewerbsformen leidet. Die der Akkordleistung im UN und die der Auslagerung dieser Akkordleistung. Beide Formen führen zu unterirdischen Lohnansätzen die teilweise nur mit dem Umgehen der Sozialleistungen etwas aufgebessert werden können und schlussendlich aber fast immer mit einer Form von Zuschüssen aus der Steuermasse abgedämpft werden. Darum gilt für viele Ökonomen dass im untersten und im obersten Segment REGULIERT werden muss.
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    • Gelöschter Benutzer 19.02.2017 03:36
      Highlight @FrancoL

      Nuja, Ihre Kritik verstehe ich nun klarer. Effektiv meinte ich, dass Puzder - ok er spielt unterdessen keine Rolle mehr - den Niedriglohnsektor zum Standard machen will. Stets war er gegen Mindestlöhne, hat aber keinen Lohnwettbewerb nach ob oben zugelassen.

      Ideell sind wir beide wohl etwas auseinander - aber ich gebe zu - Ihre Kritik ist berechtig und meine obigen Kommentare inhaltlich "etwas begrenzt" :)
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