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Gute Laune bei Donald Trump am Dienstagabend.
Bild: LUCAS JACKSON/REUTERS

Er ist nicht aufzuhalten: Trump siegt in allen fünf Staaten bei US-Vorwahlen am Dienstag

27.04.16, 02:17 27.04.16, 06:34

Mit klaren Siegen in allen fünf US-Bundesstaaten der Vorwahlen vom Dienstag hat Donald Trump seine Chancen auf die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner vergrössert. Der Immobilienmilliardär liess seine Konkurrenten Ted Cruz und John Kasich deutlich hinter sich.

In den fünf Bundesstaaten Connecticut, Delaware, Maryland, Pennsylvania und Rhode Island gewann Trump nach vorläufigen Ergebnissen jeweils eine absolute Mehrheit. Er erreichte zwischen 55 und 65 Prozent und wird sich damit einen Grossteil der 118 Delegierten sichern, über die entschieden wurde. Damit hält er sich die Möglichkeit offen, bereits vor dem Parteitag im Juli die absolute Mehrheit von 1237 Delegierten einzusammeln.

Bei den Republikanern versuchen einflussreiche Kreise in der Partei seit Monaten, Trumps Kandidatur zu verhindern. Zuletzt hatten sich seine verbliebenen Gegner, der erzkonservative Senator Ted Cruz aus Texas und der liberalere Gouverneur von Ohio, John Kasich, gegen ihn verbündet. In Indiana, New Mexico und Nebraska wollen sie sich nicht gegenseitig Konkurrenz machen.

Trump holte verbal zum Gegenschlag aus. Er forderte Cruz und Kasich zum wiederholten Mal dazu auf, ihre Bewerbungen niederzulegen und sich hinter seine Kandidatur zu stellen. «Ich betrachte mich als den mutmasslichen Kandidaten», sagte Trump nach seinem Fünffach-Triumph in New York.

Er habe mehrere Millionen mehr Stimmen als sein nächstbester Herausforderer Ted Cruz und mehrere hundert Delegierte mehr, sagte er. Es sei an der Zeit, die republikanische Partei wieder zu einen.

Alle Augen auf Indiana

Die Augen der Republikaner richten sich nun auf den Bundesstaat Indiana im Mittleren Westen. Wenn Cruz dort nicht gewinnen kann, hat Trump sehr gute Chancen auf eine absolute Mehrheit der Delegierten. Sollte hingegen Cruz dort gewinnen, dürfte es für Trump schwer werden, die Mehrheit vor dem Parteitag in Cleveland zu holen.

Dann könnte er die Nominierung durch ein parteiinternes Gegenmanöver noch verlieren, selbst wenn er mit den meisten Delegierten – diese entscheiden offiziell auf den Parteitagen über die Kandidaturen – nach Cleveland zieht. Wegen dieser Konstellation gilt der Parteitag schon jetzt als einer der spannendsten in der jüngeren Parteigeschichte der US-Konservativen.

Clinton praktisch uneinholbar

Bei den Demokraten gewann Favoritin Hillary Clinton am Dienstag vier der fünf Staaten. Sie siegte klar in Maryland, Pennsylvania und Delaware und knapp in Connecticut. Ihr Herausforderer Bernie Sanders siegte im Kleinstaat Rhode Island.

Die frühere Aussenministerin Clinton ist mit ihren jüngsten Siegen nur noch theoretisch von Sanders einzuholen. Der linksliberale Senator aus Vermont hatte aber bereits zuvor angekündigt, nicht aufgeben zu wollen.

In ihrer Siegesrede in Philadelphia schlug Clinton versöhnliche Töne an. Sie dankte Sanders und seinen «Millionen von Unterstützern» dafür, den Schwerpunkt der Kampagne auf die Beseitigung sozialer Ungerechtigkeiten gelegt zu haben. «Zusammen werden wir das schaffen», sagte sie. (cma/sda)

Von George Washington bis Barack Obama: Alle 44 US-Präsidenten

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Moitié-Moitié 27.04.2016 08:39
    Highlight Ich bin ja kein Unterstützer Trumps, allerdings denke ich, dass er mit seiner Aussage über Clinton gar nicht so falsch liegt.
    9 4 Melden
    • herschweizer 27.04.2016 08:50
      Highlight Allen Standardvorzeichen zufolge sollte eigentlich clinton präsi werden.... aber ist doch noch easy wenn der Verlierer täubelet
      2 0 Melden
  • herschweizer 27.04.2016 07:21
    Highlight Reagan kam ja aus einer ähnlichen Ecke... also ichts Neues
    7 5 Melden
    • Semper 27.04.2016 07:48
      Highlight Aber Reagan stelle sich als guter Präsident herau, was ich mir mit Trump nicht vorstellen kann.
      4 28 Melden
    • Big ol'joe 27.04.2016 08:07
      Highlight Reagen war neben Thatcher wohl das schlimmste was der Welt seit Nachkriegszeit geschehen soll. Ihre neoliberale Politik zusammen mit dem späteren Zerfall der Sowjetunion hat den neo-feudalismus hervorgebracht unter wessen Joch wir nun die Politik autonom nachvollziehen. Wir Bürger haben schon lange nichts mehr zu sagen. Politik bestimmt der Geldadel mit seiner bürgerlichen Armee. Wieso die mitmachen? Frag mich nicht...
      20 5 Melden
    • ramonke 27.04.2016 08:51
      Highlight reagan war ein guter präsident... wie kommst du zu der schlussfolgerung? was hat er denn gutes gemacht?
      5 1 Melden

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