International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Transgender-Menschen dürfen in der Zukunft nicht mehr entscheiden, auf welche Toilette sie gehen wollen. Bild: Jonathan Drake/REUTERS

Trump-Regierung nimmt Schutz für Transgender zurück

23.02.17, 03:36 23.02.17, 05:52

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat am Mittwoch die Freizügigkeit für Transgender-Menschen rückgängig gemacht. Die Regelung Barack Obamas hatte es ihnen freigestellt, welche Toiletten und Umkleideräumen sie etwa in Schulen und Universitäten benutzen.

Mitarbeiter des Justiz- und des Bildungsministeriums informierten einem Bericht der «Washington Post» zufolge am Mittwoch den Obersten Gerichtshof, dass öffentliche Schulen und Universitäten angewiesen würden, die alte Regelung zu ignorieren.

Laut der Obama-Regelung konnten sich beispielsweise Transgender-Frauen auch dann in der Damen-Umkleidekabine umziehen, wenn ihre operative Geschlechtsumwandlung noch nicht vollzogen war. Kritiker hatten bemängelt, dies würde Männer unter einem Vorwand ermöglichen, in Damen-Toiletten einzudringen. Ausserdem würden traditionelle Werte verletzt.

Vor dem Weissen Haus versammelten sich am Mittwochabend dutzende Personen, um gegen den Entscheid von Trump zu protestieren. Bild: JONATHAN ERNST/REUTERS

Im Wahlkampf hatte Trump gesagt, dass es jedem Menschen erlaubt sein müsse, die Toilette zu benutzen, die er benutzen möchte. Als Reaktion darauf war TV-Star Caitlyn Jenner, einst als Bruce Jenner bekannt als Olympiasieger im Zehnkampf der Männer, demonstrativ zum Pinkeln in ein Hotel des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers gegangen.

Musiker-Protest in North Carolina

Transgender sind Menschen, deren sexuelle Identität nicht den Geschlechtsmerkmalen entspricht, mit denen sie geboren wurden. Die US-Ministerien für Bildung und für Justiz hatten im vergangenen Mai in einem Brief an Schulen und Universitäten Richtlinien definiert, um für Transgender-Schüler im Einklang mit den bestehenden Gesetzen gegen Diskriminierung ein sicheres Umfeld zu schaffen.

Die Anweisung der US-Regierung erging damals vor dem Hintergrund eines erbitterten Streits um ein Gesetz in North Carolina, das Transgender die freie Toilettenwahl in staatlichen Einrichtungen verbietet. Der Toilettenstreit löste auch eine Welle von Protesten gegen North Carolina aus. Bekannte Musiker wie Bryan Adams, Cyndi Lauper oder die Band Pearl Jam sagten Konzerte in dem Staat ab. (sda/dpa)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
13
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • blobb 23.02.2017 19:48
    Highlight Transgender Rechte in den USA
    2 0 Melden
  • smarties 23.02.2017 09:35
    Highlight Da hat sich ein Fehler eingeschlichen - sex und gender sind nicht dasselbe;) "Transgender sind Menschen, deren GENDER nicht den Geschlechtsmerkmalen entspricht, mit denen sie geboren wurden."
    5 2 Melden
  • Asmodeus 23.02.2017 08:42
    Highlight Man sollte endlich diesen Blödsinn mit Geschlechtergetrennten Klos aufheben.

    Macht ein Klo für die die Sitzen und eines für die die Stehen.
    Zielen können beide sowieso nicht.
    16 3 Melden
    • pedrinho 23.02.2017 13:19
      Highlight zielen schon, aber nicht treffen ;)
      4 0 Melden
    • Asmodeus 23.02.2017 16:04
      Highlight Dusche... ich mein Touché
      3 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 23.02.2017 08:29
    Highlight Damit wäre hier also wieder das Feld eröffnet für die "freie Meinungäusserung" selbstgerechter Kenner der einzig korrekten Natur und des einzig wahren Gotteswillens betreffend Transgender und Homosexualität - wetten?
    Wobei sachlich betrachtet die einzig Freiheit darin besteht, dass solche abwertenden Menungen frei von jeglichen biologischen Kenntnissen und Sinn für Menschenwürde sind...
    8 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 23.02.2017 07:48
    Highlight Ein weiterer Rückschlag für die Menschenrechte.
    9 5 Melden
  • Deathinteresse 23.02.2017 06:40
    Highlight Ein Schritt vorwärts, zwei zurück. Einfach nur traurig.
    8 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 23.02.2017 06:12
    Highlight Tradionioneller "Wert" - Verluderung endgültig gestoppt. Danke Trump.
    4 16 Melden
    • Waedliman 23.02.2017 13:32
      Highlight War das jetzt ironisch gemeint oder ernst? Im 1. Fall ist das danebengegangen, im 2. einfach nur dumm.
      4 2 Melden
    • blobb 23.02.2017 14:05
      Highlight ironie?
      4 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.02.2017 18:08
      Highlight Die Anführungszeichen wären ein Hinweis dafür. Aber die Menschen sehen eben, was sie sehen wollen :D
      1 0 Melden
    • blobb 23.02.2017 18:35
      Highlight " :D "
      1 0 Melden

Wie John Oliver den US-Vizepräsidenten gerade komplett in den Senkel gestellt hat

Heute kommt ein Buch über den Hasen von Mike Pence in die Läden. Doch John Oliver hat der Familie des US-Vizepräsidenten gestern komplett die Show gestohlen.

Gestatten, das ist Marlon Bundo. Das Häschen von US-Vizepräsident Mike Pence und dessen Familie.

Gemäss Satiriker John Oliver «das einzig Sympathische an einem sonst unsympathischen Mann.» Zumal Marlon Bundo objektiv gesehen auch ein ziemlich guter Name für einen Hasen sei. 

Bisher führte Marlon Bundo ein ziemlich bescheidenes, normales Hasen-Leben. Dies kann man zumindest seinem Instagram-Account entnehmen. Wobei 18'000 Follower für ein Tier freilich nicht schlecht sind.

Zum animalischen …

Artikel lesen