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Das gab's noch nie: Florida richtet Todeskandidaten mit nicht erprobtem Medikament hin

25.08.17, 02:52 25.08.17, 14:16


epa06161308 An undated handout photo made available on 25 August 2017 by the Florida Department of Corrections showing Mark Asay aged 53. According to the Death Penalty Information Center on 25 August 2017, Mark Asay has been executed by lethal injection, where for the first time a new cocktail of drugs was used. Asay is the first white man in state history to be executed for killing a black victim and was found guilty in 1987 of two murders in Jacksonville, where he shot Robert Lee Booker, a black man, and Robert McDowell, 26, a white-Hispanic man.  EPA/FLORIDA DEPARTMANT OF CORRECTIONS / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Mark Asay wurde am Donnerstagabend exekutiert Bild: EPA/FLORIDA DEPARTMANT OFCORRECTIONS

Im US-Bundesstaat Florida ist erstmals ein Todeskandidat mit einem bislang nicht bei Exekutionen erprobten Narkosemittel hingerichtet worden. Der wegen rassistisch motivierten Doppelmordes zum Tode verurteilte Mark Asay wurde am Donnerstagabend (Ortszeit) exekutiert.

Bei der Hinrichtung wurde das Narkosemittel Etomidate verwendet, das bislang noch nie bei Hinrichtungen einsetzt wurde, wie die Strafvollzugsbehörden mitteilten. Der Todeskandidat war vergeblich vor Gericht gegen die Nutzung des Mittels vorgegangen. Seine Anwältin hatte den Behörden vorgeworfen, den 53-Jährigen als «Versuchskaninchen» zu missbrauchen.

In den USA werden die tödlichen Substanzen für die Giftspritzen knapp, weil sich viele europäische Pharmafirmen weigern, den US-Behörden Nachschub zu liefern. Das derzeit für die Giftcocktails genutzte Betäubungsmittel Midazolam steht in der Kritik, weil es offenbar nicht stark genug ist, um Schmerzen der Todeskandidaten zu vermeiden.

Kritik von Pharmafirma

Im April 2014 hatte der qualvolle Tod eines verurteilten Mörders bei einer Hinrichtung im Bundesstaat Oklahoma weltweit für Entsetzen gesorgt: Der Todeskampf von Clayton Lockett hatte nach einer Giftinjektion mit Midazolam 43 Minuten gedauert. Dabei wand er sich vor Schmerzen.

Florida griff deshalb nun auf Etomidate als Ersatz zurück. Das Pharmaunternehmen Janssen kritisierte die Verwendung seines Medikaments. Ziel der Firma sei es «Leben zu retten und zu verbessern», sagte ein Sprecher der «Washington Post». Das Unternehmen heisse die Verwendung seines Mittel für die Todesspritze nicht gut.

Schwierige Injektion

Der Chirurg und Todesstrafen-Gegner Jonathan Groner warnte, die intravenöse Verabreichung von Etomidate sei schwierig. Bei beschädigten Venen könne die Verwendung des Mittels äusserst schmerzhaft sein. Gerade Todeskandidaten hätten jedoch häufig beschädigte Venen – wegen ihres Alters oder weil sie eine Vergangenheit als Drogenkonsumenten hätten.

Asay war 1988 wegen der Ermordung zweier Männer zum Tode verurteilt worden. Er ist der erste Weisse seit der Wiedereinführung der Todesstrafe in Florida 1976, der wegen Mordes an einem Schwarzen hingerichtet wurde. (viw/sda/afp)

Video: srf

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Charly Otherman, 5.5.2017
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119
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119Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 28.08.2017 03:15
    Highlight Die dunkle Seite der Welt
    8 3 Melden
  • Thinktank 27.08.2017 16:17
    Highlight Am Gerechtesten wäre, wenn der Mörder auf dieselbe Art sterben müsste, wie das oder die Opfer.
    13 56 Melden
    • Fabio74 27.08.2017 19:17
      Highlight Rachejustiz à la Islamismus. Ja unsere Rechten Fans outen sich als Fans totalitärer Systeme
      38 12 Melden
    • Datsyuk 27.08.2017 19:52
      Highlight Gemäss Scharia also?
      Ich denke nicht, dass du dich sonst für die Scharia aussprichst...
      33 5 Melden
    • Slavoj Žižek 29.08.2017 08:04
      Highlight @Fabio74 wie kommst du darauf das es ausgerechnet Rechte sein sollen, die für die Todesstrafe sind? Sind es doch vorallem Linke Regimes die unliebsame Gegner aus dem Weg räumen. (siehe Venezuela)
      4 3 Melden
  • Waedliman 27.08.2017 12:35
    Highlight Die Feigheit, die hinter der Todesstrafe steckt, ist ja die, dass man einen Mörder hinrichten will, aber nicht die Verantwortung dafür übernimmt. Ansonsten müssten doch Richter selbst auf Knöpfe drücken und dann wäre es egal, ob es sich um Gift oder einfach nur ein Gewehr handelt, das zum Einsatz kommt. Aber da zeigt sich das wahre janusköpfige Gesicht der US-Justiz: Tot soll er sein, der Täter, aber bitte nicht durch meine Hand.
    16 12 Melden
  • Jemima761 26.08.2017 22:05
    Highlight Franquin - Schwarze Gedanken
    12 2 Melden
  • BigE 26.08.2017 13:14
    Highlight An alle Todesstrafe-Befürworter: es gibt bereits ein Rechtssystem, das auf Rache, Wiedergutmachung und Auge-um-Auge basiert: die Scharia! Dort wird eine vom Staat/der Religion vorgegebene Moral mittels drakonschen Strafen durchgesetzt. Worin liegt der Unterschied, ob ich eine Mörder oder eine Ehebrecherin hinrichte? Nur in der anderen Auslegung/Ansicht der moralischen Verwerflichkeit! Also müsstet ihr alle die Steinigungen und anderen Hinrichtungen als "richtig" gutheissen.
    59 19 Melden
    • Duweisches 27.08.2017 14:09
      Highlight Anscheinend doch...
      8 5 Melden
    • BigE 27.08.2017 14:29
      Highlight Lesen, denken, verstehen!

      Ich nicht. Aber nur weil es für uns eine Lappalie ist, ist es für die Moralwächter dort nicht auch so. Für die ist ein Ehebruch schlimmer als Mord! Also muss er mit dem Tod bestraft werden.
      Es geht mir um die "Moral", die hinter der Todesstrafe steckt. Etwas ist in unseren Augen moralisch höchst verwerflich - also muss es mit dem Tod bestraft werden. Wer macht diese "Moral"
      19 4 Melden
    • BigE 27.08.2017 14:31
      Highlight ? Wer entscheidet, was verwerflich genug ist, es mit dem Tode zu bestrafen? Der Pöbel auf der Strasse? Die Famile des Opfers? - darum geht es mir!
      Rache hat in einem Rechtsstaat nichts verloren. Und die Todesstrafe ist NUR Rache!
      22 5 Melden
    • BigE 27.08.2017 20:51
      Highlight @reichgenug: das geschieht in Ländern, in denen auf Ehebruch die Todesstrafe steht auch durch den Gesetzgeber. Ist es darum richtig? Sollen wir also einfach akzeptieren, dass Frauen deswegwn getötet werden? Ist ja schliesslich so im Gesetz geschrieben und die Scharia-Gerichte urteilen im durch diese Gesetze gesetzten Rahmen.....

      Du verstehst, worauf ich hinaus will?
      12 2 Melden
  • dracului 26.08.2017 10:21
    Highlight Warum braucht das Land der rauchenden Colts eigentlich Importgift von Europa? Die verfassungsrechtlich geschützten Schusswaffen haben sich doch in den USA bis in die Klassenzimmer bewährt. Können 89 Tote durch Schusswaffen pro Tag lügen? Die NRA hilft gerne mit Testmaterial für weitere Versuche in den Todeszellen. Lasst den Verurteilten als letzte Ehre eine der ältesten amerikanischen Tradition zukommen. Schiesst das Gift in den Wind und knall auf Fall wird die Todesstrafe human. Make America great again!
    43 13 Melden
  • meine senf 26.08.2017 10:00
    Highlight Wenn schon Todesstrafe, warum nicht einfach Erschiessen oder guilloutinieren? Das wäre doch einfacher und schneller und schmerzloser als zu Tode gespritzt zu werden.
    36 3 Melden
    • meine senf 27.08.2017 12:04
      Highlight Zumindest dauern die Schmerzen nicht 43 Minuten.
      21 0 Melden
    • Duweisches 27.08.2017 14:10
      Highlight Ein Mord (wenn auch vom Staat beauftragt) ist einfach wenn nur ein Knopf statt eines Abzuges gedrückt werden muss...
      10 3 Melden
  • Daniel Müller (2) 25.08.2017 13:42
    Highlight Klar mag eine Todesstrafe barbarisch und nicht zeitgemäss erscheinen. Wie viele würden ihr aber zustimmen, hätte der betreffende Verurteilte seine Mutter, Vater, Tochter, Sohn, Bruder, Schwester, Liebe seines Lebens, auf brutale, sinnlose Weise umgebracht? Würdet ihr dann wollen, dass der Verurteilte 20 Jahre in einer Zelle sitzt, Staatsgelder benötigt und danach wieder rauskommt? Wieso hat der eine Chance verdient wenn es eure Liebsten nicht hätten? Ich finde ist der Beweis absolut eindeutig, haben solche Leute nichts bessers verdient.
    59 132 Melden
    • Datsyuk 25.08.2017 15:21
      Highlight Wenn man persönlich betroffen ist, kommt man wohl auf solche Gedanken. Verständlich. Aber es ist gut, dass dann eben nicht getötet wird (in der Schweiz). Was würde es dir bringen?
      96 20 Melden
    • sambeat 26.08.2017 01:13
      Highlight Er wäre weg und ich müsste mich nicht immer mit dem Gedanken, dass er weiterleben darf und meine Liebsten nicht, quälen? Mir würde das was bringen!
      27 46 Melden
    • satyros 26.08.2017 18:26
      Highlight Es gibt gut Gründe, wieso in zivilisierten Gesellschaften der Staat für das Strafrecht zuständig ist und nicht das Opfer bzw. dessen Hinterbliebene.
      49 1 Melden
    • Fabio74 27.08.2017 01:35
      Highlight Rachejustiz ist nicht eines Rechtsstaates würdig.
      Deine Verwandten würden nicht lebendig deswegen
      28 3 Melden
  • studmed 25.08.2017 12:07
    Highlight Nun, Etomidat wurde vielleicht noch nie bei einer Hinrichtung eingesetzt, doch zur Einleitung einer Narkose wird es auch in Westeuropa regelmässig verwendet, ebenso wie Midazolam. Es ist auch nicht der tödliche Teil des Cocktails. Kaliumacetat führt zu einem Herzstillstand und wird deswegen dafür genutzt.
    Dies nur als Hintergrundinformation für alle Interessierten ;) Dass die Todesstrafe endlich abgeschafft gehört, ist völlig klar.
    109 13 Melden
  • mortdecai 25.08.2017 11:44
    Highlight Tja, jetzt ist es getestet. (Todesstrafen sind immer noch scheisse)
    36 12 Melden
  • hueberstoebler 25.08.2017 11:11
    Highlight ich weiss ich stehe als bedingter todesstrafenbefürworter ziemlich allein hier. stellt euch aber mal folgendes szenario vor:

    ihr habt eine tochter. die wurde verschleppt, geschlagen, über tage hinweg gefoltert und vergewaltigt. nach mehreren tagen oder wochen will sie fliehen, wird erwischt vom täter und brutal hingerichtet und verstümmelt.
    Die Justiz hat eindeutige Beweise, dass der Täter alle Taten verübt hat.

    Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten zum Fortfahren:

    a)
    Lebenslange Betreuung, Fernseher in der Zelle, Frühstücksbuffet, Freigang alleine.

    b) Todesstrafe

    Wie würdet ihr entscheiden?
    53 155 Melden
    • K44N 25.08.2017 13:32
      Highlight Ganz klar a)

      Und zwar aus dem Grund, dass wir uns von ihm unterscheiden, weil wir uns nicht auf dessen Niveau herunterlassen.
      140 33 Melden
    • hueberstoebler 25.08.2017 13:46
      Highlight die vielen blitzli bestätigen meine vermutung,
      aber wo bleiben die antworten auf meine frage?
      18 49 Melden
    • hueberstoebler 25.08.2017 14:04
      Highlight @K44N

      ich wage zu bezweifeln dass du so handeln würdest wenn es deine tochter wäre.

      zum argument "wir lassen uns nicht auf sein niveau runter":
      tun wir ja nicht. bei der staatlich durchgeführten todesstrafe wird er nicht gequält, nicht vergewaltigt, und hat keine Schmerzen im Tod.

      Von den Kosten, die die Gemeinschaft zu tragen hat, will ich gar nicht erst anfangen.
      26 78 Melden
    • Datsyuk 25.08.2017 15:22
      Highlight Es wird aber getötet. Was macht eine solche Tat besser als die Tat an der Tochter?
      59 26 Melden
    • hueberstoebler 25.08.2017 15:36
      Highlight @datsyk

      was es besser macht?

      a) weniger kosten für die gemeinschaft

      b) verhindert wiederholungstaten (siehe unbegleitete freigänge von knastis, die dann rückfällig wurden)

      c) ein klein wenig genugtuung für familie & freunde des opfers


      die argumente gegen die todesstrafe:

      a) jemand, der vor ein paar hundert jahren ein buch (bibel) geschrieben hat, hat gesagt, man solle nicht töten.
      25 103 Melden
    • sockosophie 25.08.2017 16:29
      Highlight Und was ist für den fall das jemand falsch angeklagt wurde? Wenn jahre später neue indizien auftauchen... einen toten kann man nicht freisprechen, eine Tötung nicht rückgängig machen
      72 6 Melden
    • Kurnugia 25.08.2017 17:08
      Highlight @hueberstoebler
      a) Es sei denn sie wollen den Rechtsstaat abschaffen, ist die Todesstrafe um einiges teurer. Im verlinkten Artikel sprechen sie von 137 Mio $ vs 11.5$ bei einer lebenslange Haftstrafe.
      https://goo.gl/qoR3p5

      b) Mann kann sie in Isolierungshaft (wobei dies auch seine Probleme hat) stecken wenn die sich aggressiv gegenüber Wachpersonal verhalten.

      c) Da magst du zwar recht haben aber ich finde wenn sie (die Angehörigen des Opfers) eine Blutlust haben dann sollten die selber die Exekution durchführen

      stärkste Argument gegen die Todesstrafe ist immer noch das Blut der Unschuldigen
      50 4 Melden
    • Datsyuk 25.08.2017 17:09
      Highlight Ich beziehe mich nicht auf Gott, nur auf mein Moralempfinden.
      50 5 Melden
    • hueberstoebler 25.08.2017 17:12
      Highlight @sockosophie,

      diesen fall habe ich in meinem szenario ausgegrenzt, siehe textstelle "Die Justiz hat eindeutige Beweise....".

      Natürlich sollte eine Todesstrafe nur dann angewandt werden; wenn alle Fakten klar sind (anders als in den USA mit den Geschworenen, die man überzeugen kann)
      Und natürlich sollte die Strafe dann auch innert kurzer Frist ausgeführt werden, damit der Täter nicht Jahre lang mit der Angst vor dem Tod leben muss (leidet), also auch nicht die USA als Vorbild nehmen.

      Mein liebstes Beispiel ist Japan (nur selten und in Härtefällen Todesstrafe, Vollzug innert 2 Wochen)
      17 35 Melden
    • Fabio74 26.08.2017 03:29
      Highlight Was du willst ist primitive und summe Rache! Todesstrafe ist generell abzulehnen. Die fiktive Tochter wird nicht wieder lebendig.
      46 14 Melden
    • pamayer 26.08.2017 10:14
      Highlight Ich zitiere:

      K44N
      25.08.2017 13:32
      Ganz klar a)

      Und zwar aus dem Grund, dass wir uns von ihm unterscheiden, weil wir uns nicht auf dessen Niveau herunterlassen.
      24 5 Melden
    • Bits_and_More 27.08.2017 12:15
      Highlight Was soll der Quatsch mit Japan? Zitat: "So starb Tomiyama Tsuneki am 9. September 2003 im Alter von 86 Jahren nach 36 Jahren in der Todeszelle eines natürlichen Todes"

      Zudem erfahren die Insassen in Japan erst Minuten vor der Hinrichtung, dass ihr Urteil nun vollstreckt wird.
      Sprich Jahrzehnte langes Warten mit dem Wissen, dass jede Minute die letzte sein könnte. Das ist nichts anderes als Folter... Und eines Rechtsstaates unwürdig.

      https://www.amnesty.org/en/latest/news/2017/07/japan-two-men-hanged-as-reprehensible-executions-continue/
      17 3 Melden
    • keplan 27.08.2017 13:32
      Highlight Grundsätzlich bin ich deiner meinung. Aber wo ziehst du die grenze... ein bisschen todesstrafe geht nicht. Daher besser keine
      11 0 Melden
    • hueberstoebler 27.08.2017 14:09
      Highlight @alle:
      und wieder: das einzige Argument ist der Justizirrtum, welchen ich doch ganz klar im Beispiel ausgegrenzt habe.

      Ja, Justizirrtümer sind tragisch.
      Aber das sind sie auch, wenn jemand zu Unrecht als Vergewaltiger oder Kinderschänder gebrandmarkt wird und sich danach wieder in die Gesellschaft eingliedern müsste - was er/sie niemals vollends wieder erreichen wird.

      Das Volk muss vor Wiederholungstätern geschützt werden. Einzelverwahrung gibts nur bei Härtefällen, alle die auf Friede-Freude-Eierkuchen machen haben auf 3 gezählt unbegleiteten Freigang und wildern erneut.
      1 14 Melden
    • hueberstoebler 27.08.2017 14:25
      Highlight @bits_and_more
      das ist mir jetzt peinlich mit japan. habe mich falsch informiert, sorry also.
      &danke für die korrektur
      10 0 Melden
    • Adalbert Finas 28.08.2017 07:58
      Highlight Die Argumente gegen die Todesstrafe wurden bereits dargelegt. Zwei Dinge noch: Erstens ist die Ausgangsfrage falsch. Du fragst, wie wir als Betroffene entscheiden würden. Der Rechtsstaat sorgt dafür, dass eben nicht die Betroffenen entscheiden. Vor einigen hundert Jahren wurde in der Schweiz dein Konzept in Form der Fehde noch gelebt, heute gibt es in gewissen Kulturkreisen noch Ehrenmorde. Zweitens: Die christliche Doktrin ist nicht Basis für die Ablehnung der Todesstrafe. Meist ist das Gegenteil der Fall (USA). Wer gegen die Todesstrafe ist, ist Humanist, nicht (zwingend) Christ.
      9 0 Melden
    • who cares? 28.08.2017 12:43
      Highlight Nachdem a) widerlegt wurde und c) nur primitiver Rachegedanke ist, bleibt nur b) als sagen wir mal einigermassen zulässiges Argument. Nun, wie viele Täter haben ein klares Motiv und werden deswegen nicht nochmal töten weil es ja vollbracht ist und welche nicht? Ist dann die Todesstrafe nur bei Rückfallgefahr anwendbar? Wer entscheidet, ob jemand ein Risiko ist? Wer weiss, ob die Person sich evtl. nach Therapie noch ändern wird? Zu viele Fragen, um einen nich umkehrbaren Akt, wie die Todesstrafe zu rechtfertigen.
      2 1 Melden
  • Fulehung1950 25.08.2017 10:06
    Highlight Es ist nicht zu fassen.

    Die Ausführung der Todesstrafe sagt viel über den Zustand einer Gesellschaft aus. Sie basiert in den USA auf alttestamentarischen Regeln des "Auge um Auge, Zahn um Zahn". Die Todesstrafe belegt die Rückständigkeit Us-amerikanischen Denkens, geprägt von evangelikalem Fanatismus. Es wundert daher nicht, dass die USA auch das Land der Kreationisten ist, die Wissenschaft wider besseres Wisen verleugnen: es steht halt so in der Bibel.

    Na dann, treibt das "staatlich legitimierte" Morden weiter, auch wenn in der gleichen Bibel steht "Du sollst nicht töten".
    101 18 Melden
    • Skorpion 25.08.2017 17:25
      Highlight Denke jeweils sogar bei Tierquälerei, dass man mit Tierquälern dasselbe tun sollte, was sie den Tieren angetan haben und das kommt bei mir aus tiefstem Herzen! Ob ich mich deswegen schäme? ... NEIN, NICHT DAS KLEINSTE BISSCHEN!
      10 36 Melden
    • Duweisches 27.08.2017 14:42
      Highlight Auch aus Japan kommen viele technische Neuheiten, das Land ist aber was Sexuelle Aufgeklärtheit oder Weltoffenheit ziemlich rückständig... Auch viele Subkulturen müssen im Untergrund existieren, weil die Öffentlichkeit die Teilnehmer ansonsten Ausgrenzen würde. Technische und Kulturelle Weiterentwichlung müssen nicht unbedingt zusammenhängen...
      7 1 Melden
  • Datsyuk 25.08.2017 09:33
    Highlight Das ist so barbarisch.
    75 21 Melden
  • Henzo 25.08.2017 09:31
    Highlight Bin kein befürworter der todesstrafe aber wenn mans schon macht, warum eigentlich nicht sterben wie bei exit? Zum beiapiel via inhalation von Helium ...das geht sehr schnell bis man das bewusstsein verliert und würde keine schmerzen verursachen.
    80 4 Melden
  • lilas 25.08.2017 09:06
    Highlight Ein Land zwischen silicon valley und Mittelalter.
    Wie man eine Todesspritze erproben soll ist die eine Frage. Die Todesstrafe an sich ist die Andere. Humanes Töten..WTF
    93 9 Melden
  • Denk nach 25.08.2017 08:22
    Highlight Man könnte jetzt zynisch Fragen, wie man einen Todescocktail erproben soll...
    73 8 Melden
    • Rotbeisser 26.08.2017 22:35
      Highlight In vivo. 1:1
      0 3 Melden
  • URSS 25.08.2017 08:14
    Highlight Bei mir hielt sich das Entsetzen über Locketts Tod in Grenzen.
    Was er und seine Kumpanen 1999 der 19 jährigen Stef Da Neiman antaten war an Grausamkeit nicht zu überbieten...
    In den USA werden die Grausamsten der grausamen Hingerichtet die ihr Leben mit monströsen Taten verwirkt haben.
    Das solche Monster mit dem Tod bestraft werden ist in Ordnung.
    Die Todesstrafe für politische Vergehen lehne ich kompromisslos ab.
    52 108 Melden
    • Raembe 25.08.2017 09:11
      Highlight Das Ding mit der Todesstrafe in den USA ist, das oft Unschuldige sterben, weil die Justiz einen Fehler gemacht hat.
      110 5 Melden
    • Datsyuk 25.08.2017 09:39
      Highlight Wenn wir nicht wollen, dass getötet wird, sollten wir als Staat auch nicht töten. Mich machen solche Verbrechen traurig. Nachdenklich stimmt mich aber eben, wenn dann Menschen andere Menschen töten (wollen), weil sie schlecht sind.
      66 11 Melden
    • SemperFi 25.08.2017 09:53
      Highlight Für einen modernen, zivilisierten Staat geht die Todesstrafe gar nicht.
      58 5 Melden
    • Raembe 25.08.2017 12:52
      Highlight @RenRenRen: Nimmst Du Dir immer ein Beispiel am Negativen?

      Wegen ein paar Idioten werfen wir doch nicht das weg, was unsere Grosseltern, Eltern etc. aufgebaut haben.
      19 1 Melden
    • Fabio74 26.08.2017 03:34
      Highlight Die Todesstrafe ist abzulehnen. Immer und in jedem Fall!
      11 4 Melden
  • lilie 25.08.2017 08:10
    Highlight Ich finde es toll, dass die Pharmaunternehmen sich zunehmend weigern, ihre Medikamente für diese Barbarei zur Verfügung zu stellen.

    Das muss aufhören. Zumal die Justiz in den USA ohnehin nicht gerade über jeden Zweifel erhaben ist...
    120 11 Melden
  • McBeans 25.08.2017 07:55
    Highlight Spätestes jetzt ist es erpropt...
    41 13 Melden
  • Skorpion 25.08.2017 07:54
    Highlight Warum nicht gleich eine Kugel? Wäre viel humaner, wenn überhaupt töten!
    38 14 Melden
  • Sageits 25.08.2017 07:48
    Highlight Freiwillige bitte vortreten.... 🤦🏼‍♂️
    17 6 Melden
  • walsi 25.08.2017 07:48
    Highlight Humanes töten!? Wer findet den Widerspruch?
    79 13 Melden
    • Dise_oli 25.08.2017 08:06
      Highlight Töten ist wahrscheinlich etwas vom "humansten" was es gibt.
      26 12 Melden
    • Skorpion 25.08.2017 09:00
      Highlight Ein Beispiel: wenn Dein Haustier an einer unheilbaren Krankheit leidet und in der Schlussphase nur noch von Schmerzenetc. gequält würdet, dann wäre es human, wenn Du es vom Tierarzt einschläfern würdest! Findest Du nicht auch?
      23 15 Melden
    • lilas 25.08.2017 09:24
      Highlight @Skorpion, ist es denn vergleichbar? Die Motivation dahinter hat doch etwas mit Ethik zu tun. Ein Tier einschläfern zu lassen damit es nicht leidet ist meines Erachtens human. Einen Menschen zu töten als Bestrafung ist aber etwas ganz Anderes.
      49 6 Melden
    • lilie 25.08.2017 13:23
      Highlight Es gibt einen Unterschied zwischen "humanem Töten" und "töten ist human".

      Wenn man Töten grundsätzlich als inhuman einstuft, darf man auch kranke oder verletzte Tiere nicht einschläfern und natürlich kein Tier zum Verzehr töten etc.

      Stuft man aber töten in gewissen Fällen als human ein (oder sogar manchmal moralisch verpflichtend), kann man sich überlegen, ob es humane Arten zu töten gibt. Allgemein ist man sich sicher einig, dass Tötungsarten, die zu langen Todeskämpfen führen, kaum als human eingestuft werden können.

      Übrigens auch nicht für jene, welche die Tötungsart anwenden müssen.
      12 2 Melden
  • The Origin Gra 25.08.2017 07:41
    Highlight Eine Barbarei sondergleichen.
    Wieso wird auf diesem Mittelalterlichen Relikt festgehalten?
    79 19 Melden

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