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Christina Fisher mit ihrer Tochter Abigail. bild: facebook/christina fisher

Eine mittellose Frau will ihr Baby abgeben – doch als die Adoptiveltern sehen, dass es behindert ist, rennen sie schreiend davon

Christina Fisher wollte ihr Baby zur Adoption freigeben. Als es zur Welt kommt, stellen Ärzte einen Gendefekt fest – der Beginn einer rührenden Geschichte.

07.06.16, 08:41 07.06.16, 10:27


Ein Artikel von

Als Christina Fisher im vorigen Jahr schwanger wurde, passte ihr das gar nicht. Die 36-jährige Frau aus dem US-Bundesstaat Florida war «im Grunde» obdachlos, wie sie heute erzählt, der Mann war verschwunden, das Geld knapp. Und so fasste sie den Entschluss, ihr Baby nach der Geburt zur Adoption freizugeben. Rasch war ein Paar aus Georgia gefunden.

Über die Geschichte berichten mehrere Medien, nachdem die lokale Zeitung «Northwest Florida Daily News» sie veröffentlicht hatte. Demnach war es Anfang Januar so weit: Die Wehen setzten sein, die Adoptiveltern in spe reisten nach Florida, um während der Entbindung bereits vor Ort zu sein. In den Untersuchungen vor der Geburt war mit dem Kind alles in Ordnung gewesen. «Nichts wurde bemerkt», sagte Fisher.

Erst als das Kind, ein Mädchen mit Namen Abigail, zur Welt kam, entdeckten die Ärzte einen schweren genetischen Fehler: das «Treacher Collins Syndrom», das zu Fehlbildungen im Gesicht führt. Als die Adoptivmutter das Neugeborene zum ersten Mal sah, begann sie zu schreien, so berichtet es Fisher. Und lief davon. «Ich habe nie wieder etwas von ihr gehört.»

So sieht Abigail heute aus.

Dann geschah ein rührender Moment: Christina Fisher entschied, ihr Kind zu behalten. «Ich habe es als Zeichen dafür genommen, dass sie zu mir gehört», sagt Fisher. Christina Fisher lebt inzwischen in einem kleinen Apartment, gemeinsam mit Abigail und mit einem Freund. Sie arbeitet bei einer Fast-Food-Kette, und sie bittet im Netz um Spenden für die Erziehung. So sind in drei Monaten bereits 8000 Dollar zusammengekommen.

Heute sei sie den Adoptiveltern sogar dankbar für die Ablehnung. «Meine Tochter ist mein Herz.» Das Kind werde zwar Operationen benötigen, aber nicht geistig behindert sein und «ein perfekt normales Leben» führen können. Erfahren aber soll Abigail von der geplanten Adoption nie. «Sie muss das nicht wissen», sagt die Mutter. Und an die vermeintlichen Adoptiveltern gewandt: «Sie verpassen das tollste Baby der Welt.»

(sms)

Passend dazu: Eine Fotografin verwandelt stillende Mütter in stolze Göttinnen

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hölzig 07.06.2016 12:49
    Highlight Und wenn man die Behinderung vor der Geburt bemerkt hätte, wäre das Kind wohl abgetrieben worden und niemand hätt sich darum geschert. Das ist soo scheinheilig..
    36 29 Melden
    • Human 07.06.2016 13:03
      Highlight Kann gut sein aber das eine Obdachlose sich vermutlich nicht zutrauen würde ein behindertes Kind auf der Strasse aufzuziehen finde ich nachvollziehbar und schwer zu verurteilen.
      107 2 Melden
    • weisse Giraffe 07.06.2016 16:19
      Highlight Warum sollte sie es plötzlich abtreiben, nachdem sie sich vorher dagegen und für Adoption entschieden hatte?
      Man hätte neue Adoptiveltern gesucht, nehm ich an.
      13 3 Melden
  • maljian 07.06.2016 12:04
    Highlight Ich finde es interessant, dass die Mutter sagt, das Abigail nie von der Adoption erfahren soll.

    Sie hat mit ihrem vollen Namen Interviews gegeben und die Story auch im Internet geteilt.
    Irgendwann wir sie es wohl dann doch rausfinden.
    93 1 Melden
    • Asmodeus 07.06.2016 13:35
      Highlight Habe ich mir zuerst auch gedacht. Aber Fisher ist kein seltener Name in den USA und bis die Kleine in 10-12 Jahren das Internet benutzt, kann sich sehr viel verändern.
      19 5 Melden
    • Martiis 07.06.2016 21:25
      Highlight Vielleicht erzählt es ihr auch das Nachbarskind, dem es von seinen Eltern erzählt wurde. Kinder können ja ziemlich direkt sein. Rauskommen wird das sicher. Kann man nur hoffen, dass Fisher das Geld, das sie jetzt dank Medienhype reinholt, sinnvoll verwendet.
      4 0 Melden
  • Human 07.06.2016 10:44
    Highlight Denen sollte man weitere Adoptionsversuche direkt verbieten... ich kann irgendwie nachvollziehen das es eine schwere Entscheidung ist auf einmal ein behindertes Kind zu adoptieren, aber so ist das nunmal mit Kinder bekommen - man kann nie sagen was man bekommt bevor das Kind tatsächlich da ist....aber gleich schreiend wegzurennen und sich nie wieder zu melden....
    61 13 Melden
    • Bijouxly 07.06.2016 15:40
      Highlight Naja, wir wissen ja nicht, wie realistisch die Beschreibung ist. Wenn man nur eine subjektive Quelle hat, ist das immer mit Vorsicht zu geniessen.
      26 1 Melden

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