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Oakland County clerks count election ballots as a volunteer observer watches during a recount of presidential ballots in Waterford Township, Michigan December 5, 2016.  REUTERS/Rebecca Cook

Nun doch nicht: Die Neuauszählung in Michigan gestoppt. Bild: REBECCA COOK/REUTERS

US-Wahlen: Gericht stoppt Neuauszählung der Stimmen in Michigan



Im US-Staat Michigan hat ein Gericht die Neuauszählung der Stimmen des Präsidentschaftswahlkampfs gestoppt. Das Gericht entschied Grünen-Kandidatin Jill Stein, die die Neuzählung beantragt hatte, sei dazu nicht berechtigt gewesen.

Richter Mark Goldsmith hob am Mittwoch eine vorläufige einstweilige Verfügung auf, nach der die Behörden abgehalten worden waren, die von der Grünen-Kandidatin Jill Stein beantragte Zählung zu stoppen.

Dies berichtete die Zeitung «The Detroit News» unter Berufung auf den Gerichtsbeschluss. Nun könne ein staatlicher Wahlvorstand bei einem für Donnerstag geplanten Treffen die Neuauszählung beenden.

Goldsmith erklärte, Stein sei nicht berechtigt gewesen, die Neuauszählung zu beantragen, da sie keine realistische Chance habe, diese zu gewinnen.

epa05661143 US Green Party presidential candidate Jill Stein (C) speaks during a press conference about the ongoing efforts she is involved in to recount votes in Michigan, Wisconsin and Pennsylvania across the street from Trump Tower in New York, New York, USA, 05 December 2016.  EPA/JUSTIN LANE

Grüne Politikerin Jill Stein. Bild: JUSTIN LANE/EPA/KEYSTONE

Nach dem Gerichtstermin sagte Stein der Zeitung «The Detroit Free Press», dass die Neuauszählung bislang darauf hindeute, dass es Probleme beim Wahlverfahren in Michigan gegeben habe, besonders in Gemeinden mit Minderheiten und geringen Einkommen.

Stein, die landesweit lediglich ein Prozent der Stimmen auf sich vereint hatte, hatte eine Überprüfung des Ergebnisses in den drei Bundesstaaten Wisconsin, Pennsylvania und Michigan beantragt, wo die Ergebnissen jeweils sehr knapp waren.

Wahlmaschinen manipuliert

Sie machte geltend, dass Wahlmaschinen manipuliert gewesen sein könnten. In den drei Staaten war die demokratische Kandidatin Hillary Clinton Favoritin gewesen.

In Michigan war das Ergebnis am knappsten: Der Republikaner Donald Trump gewann gegen Clinton mit einem Vorsprung von 10'704 Stimmen oder 0.2 Prozentpunkten. Die Neuauszählungen müssen gesetzlich bis zum 13. Dezember abgeschlossen sein.

Es wird nicht damit gerechnet, dass sie Einfluss auf das Endergebnis der Wahl haben werden. Am überraschenden Sieg Trumps wird sich aller Voraussicht nach nichts ändern. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 08.12.2016 22:07
    Highlight Highlight Nicht mal mehr nachzählen darf man mehr. Lausig, lausig, liebe USA.
  • ElendesPack 08.12.2016 09:03
    Highlight Highlight Wäre es von Journalisten zuviel verlangt, dass sie sich darüber informieren, wie in den jeweiligen Staaten gewählt wird? In Michigan gibt es keine Wahlmaschinen, dort wird nur auf Papier gewählt.
  • lilie 08.12.2016 08:44
    Highlight Highlight Finde die Begründung blöd. In einer Demokratie sollte jeder Neuauszählungen beantragen können. Denn zuvor hatte Stein ja das Geld gesammelt dafür - also stehen jede Menge hinter ihrem Anliegen.

    Man muss ja nicht immer alles nur aus Eigennutz tun.
  • Einfache Meinung 08.12.2016 07:32
    Highlight Highlight Endlich mal eine eindeutige Aussage von einem vernünftigen Gericht!
    • Der Beukelark 08.12.2016 08:31
      Highlight Highlight wirkt eher so, als ob sie was zu verheimlichen hätten.
  • Einfache Meinung 08.12.2016 07:18
    Highlight Highlight Zitat: Sie machte geltend, dass Wahlmaschinen manipuliert gewesen sein könnten.
    Hmmm.... wie sieht es denn in der Zukunft aus, wenn noch viel mehr Technik angewendet werden wird?!?
    • Howard271 08.12.2016 07:46
      Highlight Highlight Deshalb finde ich die E-Voting Bestrebungen hier auch äusserst heikel...

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