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Trumps Kreuzzug gegen Transgender in der US-Armee geht weiter

08.12.17, 06:36 08.12.17, 08:01


Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat einen weiteren juristischen Versuch gestartet, das Pentagon an der Rekrutierung von Transgendern für die US-Armee zu hindern. Das Justizministerium reichte am Mittwochabend einen Antrag bei einem Bundesgericht ein, die Aufnahme von Transgendern für die Dauer des Berufungsverfahrens zu stoppen.

Die Armee zu einer neuen Rekrutierungspolitik zu zwingen, während gleichzeitig eine gründliche Untersuchung zu Transgender laufe, bedeute «die Vergeudung wichtiger Ressourcen» und schaffe «unnötige Verwirrung», erklärte das Justizministerium. Das US-Verteidigungsministerium lehnte eine Stellungnahme ab.

Trump hatte das Verteidigungsministerium im August angewiesen, künftig keine Transgender mehr in die Streitkräfte des Landes aufzunehmen.

President Donald Trump speaks during a Hanukkah reception in the East Room of the White House, Thursday, Dec. 7, 2017, in Washington. (AP Photo/Alex Brandon)

Will keine Transgender im US-Militär: Donald Trump. Bild: AP/AP

In einem Tweet im Juli hatte Trump zur Begründung geschrieben, die Armee dürfe nicht mit den «enormen medizinischen Kosten» belastet werden sowie mit der Unruhe, die die Aufnahme von Transgender mit sich bringe.

Zwei Bundesgerichte setzten die Anordnung Trumps vorläufig ausser Kraft. Das Pentagon soll ab dem 1. Januar Transgender als Rekruten akzeptieren – gemäss einer Anordnung von Trumps Vorgänger Barack Obama.

Transgender ist ein Oberbegriff für Menschen, die sich im falschen Körper geboren fühlen sowie für solche, die sich keinem eindeutigen Geschlecht zuordnen. Unter den 1,3 Millionen aktiven Mitgliedern der US-Streitkräfte gibt es Schätzungen zufolge zwischen 1320 und 15'000 Transgender. (sda/afp)

Trump verbannt Transmenschen aus der Armee

Video: srf

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 08.12.2017 08:46
    Highlight Hat nicht mal ein Deutscher Schauspieler und Talkmaster, der sich stark im Nicaragua nach der Sandinistischen Revolution engagierte (Dietmar Schönherr), den damaligen Präsidenten der USA, Ronald Reagan, ein "Arschloch" genannt?
    Und hat er nach dieser eindeutig zweideutigen Aussage nicht seinen Job beim Fernsehen verloren?
    Oder war es ein Cabaretist?
    Das war also damals, im angeblich "Linken Staatsfernsehen"...
    Gäbe es heute nicht noch viel bessere Gründe, um dieses Wort zu wiederholen und dazu mindestens drei Ausrufezeichen zu setzen?
    Man wird ja wohl noch fragen dürfen!
    10 4 Melden
  • Philboe 08.12.2017 07:13
    Highlight Ich habe absolut nichts gegen Transgender und unterstütze gerne jeden Menschen dabei. Aber in einer Armee sehe ich das jetzt doch auch eher als der falsche Ort an. Nicht weil Sie es nicht können sondern eher aus dem Grund dass die Arbeit in den US Streitkräften genug psychische Probleme mit sich bringt.
    12 39 Melden
  • Menel 08.12.2017 07:07
    Highlight 🤦🏻‍♀️
    21 3 Melden

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