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epa05472854 The 2016 Republican presidential nominee Donald Trump speaks during a campaign event at the BB&T Center in Sunrise, Florida, USA, 10 August 2016. Trump campaigns in the general election battleground state of Florida, in the wake of making controversial comments at a campaign rally in North Carolina. The remark, which pertained to Democratic presidential nominee Hillary Clinton's alleged stance on gun rights, were interpreted by many as a suggestion that Second Amendment rights activist may need to stop Clinton from appointing Supreme Court justices that would constrict or revoke the right to bear arms. Trump and his running mate Indiana Governor Mike Pence will face Democrats Hillary Clinton and her running mate Senator Tim Kaine in the 08 November election.  EPA/CRISTOBAL HERRERA

Trump und Zahlen. Offenbar hat er nicht alles im Griff. Bild: CRISTOBAL HERRERA/EPA/KEYSTONE

Warum Clinton ihre Skandale nicht schaden und weshalb Trump 650 Millionen Schulden haben soll 

Ihr schlechtes Image schadet Hillary Clinton im Wahlkampf kaum, Rivale Donald Trump stellt alle ihre Skandale in den Schatten. In letzter Verzweiflung versuchen die Republikaner es jetzt mit Gerüchten über Clintons Gesundheit. Trump selber hat indes offenbar ein ganz anderes Problem. 

20.08.16, 20:31 21.08.16, 09:17

Marc Pitzke, New York



Ein Artikel von

Ist Hillary Clinton unheilbar krank? Das jedenfalls behaupten ihre Gegner: konservative Websites, Verschwörungsfanatiker, der TV-Sender Fox News. Dessen Kommentator Sean Hannity widmete der Frage jetzt eine ganze Themenwoche. Sein Attest: «Medizinisch untauglich fürs Präsidentenamt.»

Glaubt man dem Gerede, leidet die 68-jährige Demokratin, die die erste US-Präsidentin werden könnte, an allen möglichen Gebrechen: Parkinson, Epilepsie, Hirnschäden. Ihr Gegner Donald Trump, 70, nutzt diese Hirngespinste für seinen Wahlkampf: Clinton mangele es an «psychischer und physischer Ausdauer».

Trumps Firmen sollen 650 Millionen Schulden haben

Firmen des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump haben laut einem Bericht der «New York Times» Schulden in Höhe von mindestens 650 Millionen Dollar – mehr als das Doppelte der Rückstände, die sein Wahlkampfteam bislang eingestanden hatte. Für ihren am Samstag veröffentlichten Bericht liess die US-Zeitung ein spezialisiertes Unternehmen öffentlich zugängliche Daten über mehr als 30 Unternehmen aus dem Konglomerat des Immobilienmagnaten durchleuchten. Zusätzlich zu den 650 Millionen Schulden sei zu berücksichtigen, dass ein «bedeutender Teil von Trumps Vermögen» durch drei unternehmerische Partnerschaften gebunden sei. So stehe einer Reihe von Gläubigern ein Gesamtbetrag von rund zwei Milliarden Dollar zu, berichtete die Zeitung. (sda/afp)

Clintons Gesundheit ist plötzlich auch in den Mainstream-Medien der USA ein Thema – ein Un-Thema freilich, zumindest nach jetzigem Wissensstand, forciert von interessierten Kreisen wie der konservativen Website «Breitbart», die Donald Trumps neuem Wahlkampfmanager Stephen Bannon untersteht.

Es ist die letzte Hoffnung der Trump-Anhänger im Kampf gegen Clinton.

In this Aug. 15, 2016, photo, Democratic presidential candidate Hillary Clinton speaks at a campaign event at Riverfront Sports in Scranton, Pa. A federal judge has ordered Clinton to answer questions in writing from a conservative legal advocacy group about her use of a private email server during her tenure as secretary of state. U.S. District Court Judge Emmet G. Sullivan issued the order Aug. 19, as part of a long-running public records lawsuit filed by Judicial Watch.  (AP Photo/Carolyn Kaster)

Hillary Clinton ist in den USA alles andere als beliebt.  Bild: Carolyn Kaster/AP/KEYSTONE

Denn die frühere Aussenministerin hat ja echte, viel brisantere Probleme. Gesund oder krank, Clinton ist eine von Skepsis und Skandalen verfolgte Kandidatin. Der endlose E-Mail-Skandal. Die Interessenkonflikte der Clinton Foundation. Die von der Wall Street bezahlten Vorträge. Die negativen Sympathiewerte: Mehr als die Hälfte der Amerikaner haben eine «unvorteilhafte» Meinung von Clinton – nach 40 Jahren im öffentlichen Rampenlicht. Sie gilt als «nicht vertrauenswürdig», als «unehrlich», als «gefühllos».

Nur einer schneidet in diesen Umfragen noch schlechter ab: Donald Trump. Der Republikaner scheint es geradezu darauf anzulegen, mit seinen unsäglichen Äusserungen jeden Clinton-Skandal zu überschatten. So viel Glück muss man haben: Gegen einen anderen Rivalen hätte Clinton zweifellos einen viel schwereren Stand.

Hillary Clinton – ihr Leben in Bildern

Und darum geht es bei den Problemfällen:

Die E-Mails

Als Aussenministerin liess sich Hillary Clinton einen privaten E-Mail-Server einrichten – in ihrem Haus in Chappaqua bei New York. Von 2009 bis 2013 wurden rund 60'000 E-Mails darüber verschickt oder empfangen. Etwa 32'000 liess Clinton als «privat» löschen.

Das FBI, das die ungewöhnliche Vorgehensweise überprüfte, sah keinen Rechtsbruch. Doch dessen Direktor James Comey warf Clinton vor, «extrem leichtsinnig» mit «streng geheimen Informationen» umgegangen zu sein.

Clintons Erklärungen wechselten: Erst dementierte sie, dass über ihren Server Geheiminformationen gelaufen seien. Dann räumte sie es ein und entschuldigte sich. Kniffliger ist die Frage der politischen Verantwortung: Darf jemand Präsidentin werden, der so lax mit Staatsgeheimnissen umgeht? Auch wurde Clintons Privatserver womöglich gehackt.

Am Freitag entschied ein Richter in Washington, dass Clinton zu dem Thema eine schriftliche Erklärung unter Eid abgeben muss. Sie kommt aber um eine mündliche Aussage herum.

Die Clinton Foundation

Die von Bill Clinton gegründete Stiftung sammelt im Jahr mehr als 330 Millionen Dollar für wohltätige Zwecke in aller Welt. Ihre Spender bilden eine enge Clique globaler Wirtschafts- und Finanzbosse. Der Mauschelei-Vorwurf kam automatisch: Die Geldgeber hätten sich politische Gefallen erkauft.

Mit der Freigabe zehntausender Clinton-E-Mails bekam diese Kritik Substanz: Denn manche liessen sich so deuten, als hätten Clinton-Vertraute versucht, Deals für Spender zu arrangieren – Jobs, Termine, Geschäfte. Ins Kreuzfeuer kamen Doug Band, der die Foundation lange managte, Clintons Top-Beraterin Cheryl Mills sowie Huma Abedin, Clintons Wahlkampf-Vizechefin und Ehefrau des skandalumwitterten Ex-Abgeordneten Anthony Weiner.

Als Schaltstelle zwischen allen Akteuren kassierte Abedin nach Medienberichten mehrfach ab: Das Ministerium zahlte ihr eine Pension, die Clinton-Stiftung ein Gehalt – und die von Doug Band gegründete Consulting-Firma Teneo ein weiteres. «Abedin ist zur Personifizierung der Debatte geworden, ob die Foundation Interessenkonflikte schaffen wird, sollte Clinton das Weisse Haus gewinnen», schreibt die Agentur Bloomberg.

Wahlkampf in den USA: Welche Promis unterstützen wen?

Hinzu kommen Mini-Skandale wie ihre lukrativen Wall-Street-Reden, deren Transkripte Hillary Clinton partout nicht freigeben will. Es ist ein altbekanntes Manöver, das angeblich aus ihrem überhöhten Sinn für Privatsphäre rührt: Verheimlichen um jeden Preis, auch wenn dahinter nichts Schlimmes steckt.

Kein Wunder, dass ihr so viele nicht glauben, auch wenn sie die Wahrheit sagt. Zumal sich das Bild ihres unter Eid in die Kamera lügenden Gatten ins US-Bewusstsein geprägt hat: «Ich hatte keine sexuelle Beziehung mit dieser Frau», bestritt er 1998 seine Affäre mit der Praktikantin Monica Lewinsky.

Die jetzigen Skandale dagegen sind staubtrocken – weshalb sie sich gegen Trumps saftige Dramen in den Medien auch kaum durchsetzen. Dessen neuer Wahlkampfchef Bannon verspricht nun bessere Storys. Schon kam der nächste Versuch: «Drogenpapst» und TV-Reality-Star Dr. Drew Pinsky, meldete «Breitbart» diese Woche, sei «zutiefst besorgt um Clintons Gesundheit».

Zusammenfassung: Gegen jeden anderen Gegner hätte es Hillary Clinton schwer. Denn mehrere Probleme und die Skepsis der Amerikaner gegen ihre Person begleiten den Wahlkampf der früheren Aussenministerin. Doch Gegenkandidat Donald Trump kann wegen eigener Unzulänglichkeiten nicht davon profitieren. Jetzt soll ein fiktiver Skandal doch noch für die Wende sorgen.

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46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Eljham 21.08.2016 11:53
    Highlight "In letzter Verzweiflung versuchen die Republikaner es jetzt mit Gerüchten über Clintons Gesundheit."
    -
    Und in letzter Verzweiflung versuchen die Demokraten es jetzt mit Gerüchten über Trumps finanzielle Verhältnisse...
    aber: so what, whatson. dürfen nur Milliardäre Präsidenten werden, oder Menschen die pro Vortrag eine halbe Million $ in Rechnung stellen können?
    5 4 Melden
  • Zarzis 21.08.2016 11:38
    Highlight Also sollten die 2mia, schulden von Trump's Firmen wahr sein. Hätte ich endlich den Grund seiner Kandidatur. Der macht auf BErlusconie, der in der selben Situation war. Der nur Kanditierte um Medien Gesetzt so zu ändern das Mediaset Erfolgreich wird und sich vor Prozessen zu schützen.
    Bei Trump war bis jetzt meine Annahme, das Putin sagte, Kandidiere oder Zahle uns die Investitionen zurück. Sonst hast Du glück, wenn wir dir nur die Kniescheibe Zertrümmern.
    Die Russen wollen doch Profit aus den Investitionen in Trump egal Finanziell oder Politisch.
    3 3 Melden
  • rodolofo 21.08.2016 07:54
    Highlight Wir "Westler" müssten uns vielleicht mal überlegen, ob wir uns mit unseren Wahl-Systemen nicht eine Art "Negative Selektion" eingehandelt haben!
    Wenn die Grundvoraussetzung für Politische Ämter im Sammeln von enorm viel Geld für monströs teure Wahlkämpfe besteht, dann ist vorprogrammiert, dass diejenigen, die in Wahlkämpfe investiert haben, nachher von den gewählten PolitikerInnen entsprechende Gegenleistungen (z.B. in Form von Steuer-Schlupflöchern) erwarten.
    Vielleicht sollten wir -ähnlich wie die Tibeter- auf "Gut Glück" nach Re-Inkarnationen unserer Geistigen FührerInnen Ausschau halten...
    16 3 Melden
    • Eljham 21.08.2016 11:55
      Highlight Auf gut Glück, nachgeholfen mit Genderquoten, Seilschaften und Filz? Nee, lieber nicht.
      1 0 Melden
  • JJ17 21.08.2016 01:42
    Highlight Es kann nur wiederholt werden: Dies ist ein Entscheid zwischen der Pest und Cholera...
    Auch wir haben in der Schweiz unfähige Politiker in allen Lager, trotzdem finden wir immer wieder auch als kleines Land fähige Leute. Und gegenüber Trump und Clinton war auch Blocher als Bundesrat nahezu Heilig.
    27 9 Melden
  • saugoof 21.08.2016 00:41
    Highlight Das Problem haben sich die Republikaner eigentlich selber eingelöffelt. Diese hatten schon seit Jahrzehnten einen derartigen Hass auf Clinton dass sie schon seit ewig diese in irgendwelche Skandale zu verwickeln versuchen.

    Wenn es dann wirkliche Skandale gibt, wie diese Email Geschichte, schreiben dann viele das einfach als das nächste Kapitel im Republikanischen "Let's character assassinate Hillary Clinton" playbook ab.
    25 5 Melden
  • stadtzuercher 21.08.2016 00:30
    Highlight Manche würden auch den Teufel wählen, sofern er denn weiblich wäre, scheint mir.
    26 26 Melden
    • Baba 21.08.2016 09:41
      Highlight Andere würden ihn wählen, wenn er's nur nicht ist...🤑
      4 4 Melden
  • Beobachter24 20.08.2016 22:20
    Highlight Antwort auf die erste Frage im Titel:

    Weil die höchsten Instanzen der amerikanischen Justiz Clinton mit Samthandschuhen anfassen.

    Und weil ein Grossteil der Presse Clintons Skandale nur marginal thematisiert und Frau C. sehr viel Wohlwollen entgegenbringt,
    Trump hingegen bei tatsächlichem oder angeblichem Murks mit Gülle eindeckt.

    tl;dr: Justiz, Presse

    P.S.
    Warum ist Clintons Gesundheit ein Un-Thema?
    Die Frage nach der Gesundheit eines zukünftigen POTUS taucht in jedem Wahlkampf auf und ist legitim.
    Das Thema wegen der Quelle (Breitbart) mal vorerst zu negieren ist *nicht* souverän.
    35 45 Melden
    • Ismiregal 20.08.2016 23:21
      Highlight Lügenkresse!
      25 16 Melden
    • rodolofo 21.08.2016 08:03
      Highlight Glaubst Du denn im Ernst, dass sich dieser Trump gesund ernährt?
      Schau mal, wie aufgedunsen der aussieht!
      Und als stolzer Macho lässt er sich natürlich auch von Melania und Ivanka diesbezüglich nichts sagen...
      Vielleicht ist er sogar der Überzeugung, Zuckerkrankheit, sowie Herz- und Kreislaufkrankheiten infolge Bewegungsmangel und Fettleibigkeit seien Mexikaner, die man mit einer Mauer an der Grenze stoppen müsse...
      10 8 Melden
    • Eljham 21.08.2016 11:57
      Highlight Rodolfo, in liberalen Gesellschaften sollen die Menschen selbst entscheiden können, was sie essen. Kein Veganismus-Zwang, kein Hülsenfrüchtezwang oder dergleichen. Ich will ehrlich gesagt keinen Staat, der mir vorschreibt was ich zu essen habe.
      2 2 Melden
  • Oliver Stäuble 20.08.2016 22:18
    Highlight Ich halte Clinton für unwählbar. Keine Substanz. Keine Führungserfahrung. Da ein bisschen den Clown machen im Wahlkampf reicht doch einfach nicht. Zudem: was hat Obama und Clinton als Aussenministerin der Schweiz gebracht? Nur Ärger.
    42 59 Melden
    • Ismiregal 20.08.2016 23:23
      Highlight Wieso sollte das amerikanische staatsoberhaupt der schweiz irgendwas bringen?
      32 17 Melden
    • Spooky 20.08.2016 23:41
      Highlight Hillary hat keine Führungserfahrung? Frag mal den Bill!
      34 8 Melden
  • Dä Brändon 20.08.2016 22:14
    Highlight Gott möge uns vor den Clintons bewaren.
    40 33 Melden
    • Ismiregal 20.08.2016 23:24
      Highlight Lieber drumpf?
      31 12 Melden
    • Dä Brändon 21.08.2016 05:06
      Highlight Nein, irgendwie auch nicht. 1 Jahr einfach mal ohne Präsidenten wäre angesagt.
      22 5 Melden
  • JackMac 20.08.2016 21:24
    Highlight Ich kann sie nicht leiden, Beton-Frisur und viel zu sehr Maggy Thatcher. Aber, I want Billy back in the White House!
    22 32 Melden
    • Dä Brändon 20.08.2016 22:13
      Highlight Sorry, Billy ist ein Vollpfosten wie seine Frau.
      33 27 Melden
    • Ismiregal 20.08.2016 23:26
      Highlight It's the economy, stupid
      15 4 Melden
    • goschi 21.08.2016 00:19
      Highlight Bill Clinton hat einen ausgeglichenen Haushalt, eine Dekade der internationalen Stabilität, einen Ausbau der Sozialprogramme, eine Liberalisierung der Gesellschaft, eine Abkehr des religiösen Konservatismus, und vieles mehr erreicht.

      Es zeigt die völlige Unkentniss einiger hier auf, wenn sie Bill Clinton derart abtun. Ausserdem den hand zu unilateralen simplifizierten Weltsichten.
      46 8 Melden
    • one0one 21.08.2016 03:27
      Highlight Bill war viel ein bessere Praesident als sein Ruf es jemals sein wird...
      23 4 Melden
    • Hayek1902 21.08.2016 10:04
      Highlight Bill hatte Glück, dass er in den 90ern POTUS war. Die Reformen von Reagan und Bush griffen, er konnte die Grundlage legen für die Hypotheken-Krise und sich im Oral Office entspannen. Eine einfachere Präsidentschaft gab es wohl nie.
      4 15 Melden
    • Eljham 21.08.2016 11:59
      Highlight Hayek, die neoliberalen Bush und Reagan haben grössere Staatsschulden angehäuft als jeder andere Präsident zuvor.
      8 1 Melden
    • Beobachter24 21.08.2016 14:05
      Highlight Bill Clinton hat den Krieg nach Europa zurück gebracht. Ein Angriffskrieg - der Sündenfall der NATO quasi.
      Das ist unentschuldbar, und all seine anderen guten Taten - die ich durchaus anerkenne - verblassen ob der Sch....e in Jugoslawien.

      <pst>
      Verschwörungstheoretiker behaupten, er hätte das auf Einflüsterung seiner Göttergattin getan.
      </pst>
      2 1 Melden
    • Hayek1902 21.08.2016 14:25
      Highlight So what? Dafür wurde die Wirtschaft wiederbelebt (was die Schulden später wieder massiv verkleinerte), die UdSSR zerbrach und Billy konnte sich im gemachten Bett vergnügen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen eines Präsidrnten sind immer erst nach der Amtszeit sichtbar.
      1 3 Melden
    • goschi 21.08.2016 17:01
      Highlight Wow beobachter, so viel Falsches in so wenig Worten.

      Die USA ist sowohl '95 in Bosnien als auch '99 im Kosovo explizit auf Bitten der Europäer eingeschritten und beide Male war es bitter nötig (Srebrenica anyone? sowas wollte man nicht nochmal riskieren).
      Ohne das Einschreiten '95 wäre kein Abkommen von Dayton möglich gewesen, dessen Nachwirkungen bis heute den brüchigen Balkan stabilisieren und ohne '99 im Kosovo wäre die Situation mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit massiv eskaliert.

      Ausserhalb einer unilateralen Weltsicht ist ein militärisches Eingreifen auch nicht per se schlecht.
      0 2 Melden
    • Beobachter24 21.08.2016 17:40
      Highlight @goschi

      auf Bitten welcher Europäer?
      auf Bitten welches Nato-Mitglied-Landes?
      Kennst Du den Nato-Vetrag?

      Falsch? Was war falsch an meinen Post?

      Machst Du hier einen auf Geschichtsklitterung?


      1 1 Melden
  • ZweiAvocadi 20.08.2016 21:19
    Highlight Man kann ja noch lange darüber berichten wer die besseren Chancen hat. Fakt ist, dass mit den Wahlen in der USA immer wieder gewisse Unstimmigkeiten aufkreuzten.
    Persönlich denke ich dass Trump das Rennen machen wird, ob er die Mehrheit der Stimmen hat oder nicht sei dahingestellt.
    Die Geschichte zeigte uns oft, dass die Demokraten und die Republikaner sich die Präsidentenkarte, nach verkorksten Amtszeiten, hin und her schoben.
    Und jeder der denkt dass die letzten 8 Jahre der Amerikanischen Regierung tolle, fette Jahre waren, ist realitätsfremd.
    Langer Post, sry, hatte Rösti zum Abendessen!!
    21 47 Melden
    • scheppersepp 20.08.2016 22:02
      Highlight Nach dem was der Vorgänger vermasselt hatte konnte Obama ja nur Scherben aufkehren. Wer das nicht sieht ist realitätsfremd... oder so
      67 16 Melden
    • Radiochopf 20.08.2016 22:54
      Highlight @scheppersepp
      Welche Scherben hat Obama den aufgeräumt? Er hat mehr Scherben gebraht als alle anderen.. mehr Kriege und Konflikte als unter Bush, mehr Überwachung, mehr Drohnenangriffe/Tote als unter Bush, alles Tatsache und pure Realität!
      12 35 Melden
    • Ismiregal 20.08.2016 23:35
      Highlight @zweiavocadi: Was ist genau die aussage? völlig sinnfreier kommentar. All die hoffnungen die man in obama setzte waren realitätsfern aber zumindest war er kein zweiter bush und hat in meinem empfinden vieles besser gemacht.
      19 11 Melden
    • exeswiss 21.08.2016 00:40
      Highlight @radiochopf den ganzen syrienscheiss gäbs nicht, wenn bush nicht in den irak einmarschiert wäre.
      27 5 Melden
    • ZweiAvocadi 21.08.2016 06:57
      Highlight Immer wieder vergesse ich, dass George Bush allem Schuld hat.
      4 1 Melden
    • rodolofo 21.08.2016 08:14
      Highlight @ exeswiss
      Du kannst natürlich drauflos spekulieren, was wäre, wenn dieses und jenes nicht passiert wäre, bzw. wenn dafür dieses und jenes passiert wäre...
      Tatsache ist: Es ist so gelaufen, wie es nun mal gelaufen ist!
      Und wir haben daraus gelernt, dass "Interventionen" selten die gewünschten Resultate bringen und manchmal sogar tödliche Nebenwirkungen haben können...
      Diese Erkenntnisse gelten aber auch für Interventionen, welche einen Diktator stützen, damit dieser für "Stabilität" sorgen soll!
      Was lehrt uns das?
      Machbarkeit-Wahn runterfahren!
      Mehr Vertrauen in die Natürlichen Kräfte haben!
      4 1 Melden
    • exeswiss 21.08.2016 15:43
      Highlight @rodolfo du willst jetzt also obama die schuld zuweisen, dass er das schlamassel von bush ausbaden darf? oder hätte er syrien und irak bzw. den ganzen nahen osten einfach ihrem schicksal überlassen sollen?
      0 0 Melden
    • rodolofo 21.08.2016 16:55
      Highlight @ exeswiss
      Nein das will ich natürlich nicht!
      Obama hat den Schlamassel im Irak und in Afghanistan übernommen und war so verantwortungsbewusst, sich einen allmählichen Rückzug als Ziel zu setzen.
      Ich sehe das Grundproblem in diesem "Pulverfass Naher Osten" in der sehr patriarchalen "Stammeskultur", die mich irgendwie an die erhitzten Balkan-Gemüter erinnert.
      Für den Balkan hat sich die UNO als Ordnungsmacht, kombiniert mit Aufbauhilfe für die neuen Staatsgebilde der durch den Krieg getrennten Volksgruppen inklusive EU-Perspektive recht gut bewährt.
      Gibt es etwas Ähnliches für Syrien/Irak?
      0 0 Melden
    • Marin Baechli 21.08.2016 18:36
      Highlight Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Das nenn ich mal pure Ignoranz. Patriarchale Stammeskultur, erhitzte Blakan Gemüter...einfach mal mit Schlagwörtern um sich werfen, obwohl du einen blassen Dunst von der Gesellschaft und Kultur der Ex-Jugoslawen hast. By the way kannst dich bei einem Jugo bedanken dass du heute deine Älplermacaroni nicht über dem Feuer kochen musst.
      0 1 Melden
    • rodolofo 22.08.2016 08:32
      Highlight @ Marin Baechli
      Wie ist das mit den Älplermagronen?
      Ich möchte hier auf keinen Fall den Balkan schlecht reden!
      Ganz im Gegenteil bin ich vom Balkan fasziniert! Insbesondere die Traditionelle Balkanmusik gefällt mir sehr! Aber auch dem modernen und kommerzielleren "Turbo-Folk" kann ich einiges abgewinnen.
      Mir ging es um etwas Anderes:
      Ganz generell beobachte ich weltweit einen Zusammenhang zwischen brutalen Kriegen und einer Patriarchalen Gesellschaft-Ordnung!
      Darum ist für mich sonnenklar, dass wir nur über die Förderung der weiblichen (und männlichen) Emanzipation zum Frieden gelangen können.
      0 0 Melden
  • Amboss 20.08.2016 21:16
    Highlight "Gegen einen anderen Rivalen hätte Clinton zweifellos einen viel schwereren Stand."

    Ach wirklich? Und gegen wen, bitteschön?
    Von den gefühlt 50 Kandidaten der Republikaner war kein einziger dabei, der das Zeug für das Präsidenten-amt hat.
    So bedenklich es ist: Trump ist der beste Kandidat, den sie haben
    36 15 Melden
    • mephistoteles 21.08.2016 01:27
      Highlight Wenn man nicht so stur am 2-Parteien-System festhalten würde, wäre zum Beispiel Clinton gegen Trump und gegen Sanders eine spannende Ausgangslage.

      Ansonsten wäre beispielsweise Paul Ryan meiner Meinung nach schon ein sehr viel kompetenterer Kandidat als Trump und könnte Clinton auch ernsthaft herausfordern.
      15 1 Melden
    • Palatino 21.08.2016 02:54
      Highlight Die Republikaner hätten es in der Hand gehabt, z. B. Senatorin Susan Collins als Kandidatin zu pushen, die sehr grosse Chancen gehabt hätte, Clinton zu schlagen. Aber beide grossen Parteien in den USA sind sehr schwache Organisationen, welche auch keine langfristige Personalentwicklung betreiben.
      6 0 Melden
  • atomschlaf 20.08.2016 20:59
    Highlight Wenn Clinton gewählt wird, dann einzig weil die Mehrheit Trump als das noch grössere Übel betrachtet und Kandidat(inn)en, die nicht den zwei grossen Parteien angehören leider notorisch chancenlos sind.
    63 1 Melden

Missbrauchsskandal erschüttert USA: 300 Priester sollen tausende Kinder missbraucht haben

Es ist wohl einer der grössten Missbrauchsskandale der katholischen Kirche, der je aufgedeckt wurde. Am Dienstag veröffentlichte das Geschworenengericht des US-Bundesstaat Pennsylvania einen verstörenden Bericht, der Dekaden des Kindesmissbrauchs dokumentiert. 

Über 300 «Raubtierpriester» sollen über Jahre hinweg mindestens 1000 Kinder missbraucht haben. Die Misshandlungen sollen hierbei von hochrangigen Führungspersonen der katholischen Kirche gedeckt worden sein.

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