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U.S. President Donald Trump, right, and Russia's President Vladimir Putin, center, talk during the family photo session at the APEC Summit in Danang, Saturday, Nov. 11, 2017. Trump and Putin chatted Saturday as they strolled to a brief photo op at the Intercontinental Danang Sun Peninsula Resort in Danang, Vietnam. They shook hands and chatted Saturday morning as leaders of the 21-nation Asia-Pacific Economic Cooperation opened their meetings.  (Jorge Silva/Pool Photo via AP)

Die beiden Staatschefs besprachen sich wohl am Rande des APEC-Gipfels. Bild: AP/Reuters Pool

Trump und Putin wollen gemeinsam «IS» in Syrien besiegen

11.11.17, 08:56 11.11.17, 11:22


US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin haben Gemeinsamkeiten in der Syrien-Politik betont: Am Rande des APEC-Gipfels in Vietnam zeigten sie sich einig, dass der Syrien-Krieg nicht militärisch gelöst werden könne.

In einer am Samstag vom Kreml veröffentlichten Erklärung kündigten Putin und Trump auch an, den Kampf gegen die IS-Miliz fortzusetzen. Sie seien «entschlossen zum Sieg über den IS». «Die Präsidenten sind sich einig, dass es für den Konflikt in Syrien keine militärische Lösung gibt», erklärte der Kreml auf seiner Webseite.

Putin und Trump hatten am Rande des APEC-Gipfels im vietnamesischen Danang informell miteinander gesprochen. Im Syrien-Krieg stehen die USA und Russland auf gegnerischen Seiten: Russland unterstützt die Regierung von Präsident Baschar al-Assad, die USA unterstützen Assads Gegner.

In der Erklärung bekannten sich Trump und Putin zu Syriens «Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit, territorialer Integrität und säkularer Natur». Sie drängten die Konfliktparteien dazu, an den Genfer Friedensgesprächen unter Leitung der UNO teilzunehmen. Diese kommen bislang nur schleppend voran.

Laut Kreml sprachen Putin und Trump in Danang zudem über «die Notwendigkeit, das menschliche Leiden in Syrien zu verringern». Sie riefen «alle UNO-Mitgliedstaaten» auf, «in den kommenden Monaten» den Zugang zu humanitärer Hilfe zu verbessern.

Zufrieden mit eigenen Bemühungen

«Zufrieden» zeigten sich die beiden Präsidenten den Angaben zufolge mit den Bemühungen, Zusammenstösse zwischen ihren jeweiligen Streitkräften in Syrien zu verhindern. Dies habe «erheblich dazu beigetragen», der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in den vergangenen Monaten Niederlagen zuzufügen.

Zuletzt hatte die russische Armee den USA vorgeworfen, nicht entschlossen genug gegen den IS vorzugehen und stattdessen die von Russland unterstützten Einsätze gegen die Dschihadisten zu behindern.

Auf diplomatischer Ebene liegt eine Lösung des Syrien-Konflikts noch in weiter Ferne. Neben den UNO-geführten Gesprächen in Genf, bei denen um eine politische Lösung gerungen wird, laufen Verhandlungen in der kasachischen Hauptstadt. Bei den von Russland, der Türkei und dem Iran iniitierten Gesprächen in Astana stehen die Durchsetzung eines Waffenstillstands und andere Schritte zur Deeskalation im Mittelpunkt.

Kein offizielles Treffen

Wegen der Differenzen zwischen den USA und Russland - etwa zum Syrien-Konflikt und zum Ukraine-Konflikt - war mit Spannung erwartet worden, ob sich Trump und Putin am Rande des APEC-Gipfels zu einem bilateralen Gespräch treffen. Das Weisse Haus hatte Angaben des Kreml, wonach ein solches Treffen geplant war, dementiert. Schliesslich kam es dann zu dem informellen Wortwechsel.

Der Umgang des US-Präsidenten mit seinem russischen Kollegen steht auch in Trumps Heimat unter besonderer Beobachtung: Mehrere Vertreter des Trump-Teams werden verdächtigt, eng mit Moskau zusammengearbeitet zu haben, um Trump im vergangenen Jahr zum Wahlsieg zu verhelfen. Für Trump ist eine Begegnung mit Putin ein Balanceakt, weil er Russlands Unterstützung im Atomkonflikt mit Nordkorea gewinnen will. (sda/afp)

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dä Brändon 11.11.2017 09:46
    Highlight Jetzt, nachdem Putin sie besiegt hat möchte er einsteigen 😂😂😂
    22 23 Melden
    • rodolofo 11.11.2017 10:41
      Highlight Der "Islamische" Staat, der von den dort lebenden Muslimen gehasst und gefürchtet wurde, wie die Pest, wurde am effektivsten und am entschlossensten von den KURDISCHEN Peschmerga bekämpft!
      Und diese Kurden wiederum wurden am effektivsten und am entschlossensten von den USA unterstützt!
      Na, wer lacht jetzt?
      Aber das Alles ist eh nur zum weinen...
      28 18 Melden
    • roger.schmid 11.11.2017 12:35
      Highlight "Putin hat den IS besiegt"
      jawohl, ganz alleine und ohne T-Shirt!

      meine Güte! die Putin-Jünger werden immer peinlicher. 🙈
      20 16 Melden
    • Enzasa 11.11.2017 13:09
      Highlight Diese Kurden sind Erdogan nun zu stark und am liebsten will er sie bekämpfen.
      Kein Ende in Sicht
      13 4 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 11.11.2017 14:41
      Highlight Naja, würde eher sagen der IS wurde von der syrischen Armee bekämpft, welche von den Russen unterstützt werden. Klar die Peschnerga taten auch ihren Teil, aber die USA spielt ein Doppelspiel und hat dem IS auch schon geholfen.
      16 9 Melden
    • Beobachter24 11.11.2017 23:05
      Highlight @rodolofo

      "[IS] wurde am effektivsten und am entschlossensten von den KURDISCHEN Peschmerga bekämpft!"
      Ein Ammenmärchen, an das ich selber mal geglaubt habe, das aber so nicht stimmt.
      Für gewisse Gebiete stimmt es. In anderen Gebieten haben Kurden (auch Peschmerga) sogar gemeinsam Sache gemacht mit dem IS zwecks ethnischer Säuberung. (vgl. u.a. https://goo.gl/hH4xEv)
      5 2 Melden
    • Beobachter24 11.11.2017 23:23
      Highlight Folgende Kräfte haben den IS in Syrien mit aller Konsequenz bekämpft:
      SAA (reguläre syrische Armee, "multireligiös"), Schiitische Millizen (aus dem Iran), Hizbollah (Schiiten aus dem Libanon) und Russen (die wenigen am Boden meistens aus Tschetschenien).
      PMU (popular mobilization units, Irak, "multireligiös") in den Grenzgebieten zum Irak.

      Kurdische Kämpfer haben den IS teilweise bekämpft, teilweise mit dem IS gemeinsam Sache gemacht.
      Gleiches gilt für die USA.

      Was genau andere NATO Staaten gemacht haben, lasse ich mal offen.
      6 3 Melden
    • rodolofo 12.11.2017 09:48
      Highlight @ Sebastian Wendelspiess
      Die Türkei als NATO-Mitglied spielt vor allem ein Doppelspiel!
      Einerseits unterstützen sie (heimlich) den IS gegen das Assad-Régime und gegen die Kurden.
      Und andererseits wollen sie Teil der NATO und auch von Europa sein.
      Und dann sympathisieren sie erst noch mit dem autoritären "Ost-Imperium" Putins...
      Ich glaube, die schwierigste und unberechenbarste Partei in diesem Nahost-Konflikt ist die Türkei.
      6 0 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 12.11.2017 11:16
      Highlight Richtig ja, auch die Türkei spannt mit dem IS zusammen. Zum Beispiel beim Öl-Verkauf. Das wurde schon länger von RT und anderen westlichen Medien nachgewiesen.
      2 0 Melden
    • Dä Brändon 12.11.2017 11:34
      Highlight Die syrische Armee war am Boden bis die Russen ihnen wieder auf die Beine geholfen haben. Die Russen waren mehr im Hintergrund und haben die syrischen Soldaten mit Artillerie und aus der Luft unterstützt. Die Amerikaner haben nur diejenigen unterstützt die für sie rentabel waren. Schaut mal nach Jemen was da passiert, welche perverse Bündnisse geschlossen werden!? Wie kann man nur so blind denken naiv sein??
      4 3 Melden

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