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President Barack Obama with Vice President Joe Biden carry bouquets comprised of a total of 49 white roses, one in honor of each of the deceased victims, as they visit a memorial to the victims of the Pulse nightclub shooting, Thursday, June 16, 2016 in Orlando, Fla. Offering sympathy but no easy answers, Obama came to Orlando to try to console those mourning the deadliest shooting in modern U.S history. (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais)

Barack Obama und Joe Biden am Donnerstagabend in Orlando.
Bild: Pablo Martinez Monsivais/AP/KEYSTONE

Obama in Orlando: «Wenn wir nicht handeln, werden wir mehr Massaker sehen»

Der US-Präsident ist nach Orlando gereist. Er hat Angehörige der Menschen getroffen, die beim Anschlag auf den Pulse-Nachtklub erschossen wurden. Obamas Botschaft ist eindringlich.



Ein Artikel von

Spiegel Online

49 Menschen wurden am vergangenen Wochenende in dem Szeneklub Pulse in Orlando erschossen. Bereits unmittelbar nach der Tat zeigte sich US-Präsident Barack Obama sichtlich erschüttert von dem Attentat. Nun ist er nach Orlando gereist, um der Toten zu gedenken und sich mit Angehörigen der Opfer zu treffen. Begleitet wurde er von Vize-Präsident Joe Biden.

Zur Begrüssung überreichte Orlandos Bürgermeister Buddy Dyer den Gästen aus Washington ein T-Shirt. Darauf zu sehen ist ein Herz in Regenbogenfarben und die Aufschrift «#OrlandoUnited». Später legten Obama und Biden an der Gedenkstätte Blumen für die Opfer nieder.

Ein Rede war nicht geplant, doch Obama nutzte den Besuch, um erneut eine Verschärfung der US-Waffengesetze zu fordern – dies auch in deutlicher Abgrenzung zu Donald Trump. Der republikanische Spitzenkandidat für die US-Präsidentschaft unterstützt die Waffenlobby und fordert, mehr Bürger mit Waffen auszurüsten, um Angreifer schneller auszuschalten.

Attentat als Wahlkampfthema

Obama dagegen sagte, er habe in Orlando «trauernde Angehörige umarmt, die fragen, warum so etwas passieren kann». Die Vorstellung, es hätte weniger Opfer gegeben, wenn mehr Menschen im Nachtklub Waffen getragen hätten, widerspreche dem «gesunden Menschenverstand» – ein Seitenhieb auf Trump.

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«Das widerspricht dem gesunden Menschenverstand»: Barack Obama in Orlando.
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Wenn der Gesetzgeber jetzt nicht handele, so Obama, werde Amerika mehr Massaker sehen wie das in Orlando. «Diejenigen, die den einfachen Zugang zu kraftvollen Schusswaffen propagieren, sollen sich bitte mit diesen Leuten treffen.»

Der 29-jährige Omar Mateen, ein US-Bürger mit afghanischen Eltern, hatte in Orlando in der Nacht zum Sonntag in einem Klub für Schwule und Lesben 49 Menschen getötet und 53 verletzt, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Mateens Motiv ist noch unklar, trotzdem war die verheerendste Einzelattacke in der US-Geschichte im Wahlkampf rasch instrumentalisiert worden.

Die Abgeordneten in dem von den Republikanern dominierten Kongress müssten sich «dem Moment gewachsen zeigen und eine Waffenkontrolle verabschieden», sagte Obama nun in Orlando. Der Ton in der politisch aufgeladenen Debatte über das sensible Thema «muss sich ändern», forderte der US-Präsident.

asc/dpa/Reuters

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