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«Schnallen Sie sich an»: Das schreiben die Medien im In- und Ausland über Trumps Antritt

Donald und Melania Trump tanzen in nach der Vereidigung erstmals als Präsidentenpaar. Bild: EPA/UPI / POOL

21.01.17, 07:53 21.01.17, 15:42

Donald Trumps Amtsantritt als US-Präsident wird von Kommentatoren im In- und Ausland als Beginn einer neuen «Epoche» oder gar «Revolution» bewertet. Angesichts Trumps nach wie vor vagem Programm sprechen manche von einem «Experiment». Eine Auswahl der Pressestimmen:

«Neue Zürcher Zeitung»

«Macht Trump seine Ankündigungen wahr und nimmt Kurs auf eine Selbstisolation, wird er Amerika nicht ‹wieder gross› machen, sondern schwächen. Die Folgen wird die ganze Welt spüren, mit höherer Krisenanfälligkeit und zunehmenden regionalen Machtproben. So weit muss es nicht kommen. Wie lange Trumps Fans ihre Freude daran haben werden, dass einmal ein Nichtpolitiker gehörig Staub aufwirbelt und lustvoll gegen alle Konventionen verstösst, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur, dass die Geschicke Amerikas nun von einem Mann gelenkt werden, wie er in dieser Art an der Spitze der USA völlig neu ist. Mit seiner Wahl haben sich die Amerikaner auf ein riskantes Experiment eingelassen – ein Experiment, dessen Scheitern sie teuer bezahlen könnten.»

«Tages-Anzeiger» / «Der Bund»

«Was Uber für die Taxi-Branche und Airbnb für den Tourismus sind, könnte Trump für die Weltpolitik werden: ein disruptiver Präsident, der bewährte Strukturen rücksichtslos zerstört. Auch gesellschaftlich: Intellektuelle gelten plötzlich als elitär, Kritiker als Verräter, Anständige als schwach. Es scheint, als habe am 20. Januar 2017 eine neue Epoche begonnen. Die Folge wäre die Rückkehr in eine hobbessche Welt, geprägt von Unsicherheit für Kleinstaaten und Machtkämpfen zwischen den Grossmächten.»

«Berner Zeitung»

«Gut, fängt Donald Trump heute endlich an und muss nun Taten statt Worte liefern. Jetzt muss er zeigen, ob Exzentrik eine Strategie ist. Ob er, über ein brachiales Kosten-Nutzen-Prinzip hinaus, überhaupt eine Strategie hat. Ob sich eine Weltmacht wie eine Firma führen lässt. Ob man mit Wladimir Putin befreundet sein kann. Ob sich die Mexikaner überreden lassen, für die USA eine Mauer zu bezahlen. Und wie lange es noch möglich ist, den Klimawandel hartnäckig zu leugnen. Einige Befürchtungen über Trump werden sich wohl bewahrheiten. Aber die Welt liegt Trump nicht wehrlos zu Füssen und lässt sich von ihm alles gefallen. Wenn Trump ab heute agiert, werden andere auf ihn reagieren.»

«Basler Zeitung»

«Am Freitag ist Donald J. Trump als 45. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt worden. Viele fürchten sich und warnen vor Krieg und Untergang. Warum Trump gewählt worden ist, werden Historiker noch in fünfzig Jahren mit Interesse untersuchen, denn was wir erlebt haben – und wohl noch erleben –, ist nichts weniger als eine Revolution. Ob sie gut herauskommt oder schlecht, steht derzeit in den Sternen. Ich kann nicht in Trumps Kopf blicken. Erste Anzeichen aber stimmen zuversichtlich: Trumps Kabinett ist vielleicht eines der vielversprechendsten, das Amerika je gesehen hat.»

Für zwischendurch: Die besten Tweets von Trump

«Blick»

«Nationalistisch und dünn ist Trumps Botschaft: Zwei Regeln genügen ihm, um die USA wieder stolz, reich und stark zu machen: Kauft US-Produkte, stellt Amerikaner ein. Damit spricht er zwar jene an, die ihn wählten. Die glauben, mexikanische und chinesische zerstörten den amerikanischen Traum. Gleichzeitig warnt er die Welt: Die USA schauen fortan für sich. Und damit erklärt Präsident Trump der Welt den Handelskrieg. Ein solcher aber, das lehrt die Geschichte, führt zu hoher Arbeitslosigkeit und tiefem Wachstum. Stellen nicht mehr Chinesen und Mexikaner die Fernseher her, kosten sie in den USA einfach das Zehnfache. Tumulte wären Trump sicher – von den eigenen Wählern.»

«Aargauer Zeitung»

«Die Ära Trump hat also begonnen. Gut möglich, dass es besser herauskommt, als viele befürchten. Zunächst hat 'The Donald' zum Glück auch fähige Männer in sein Kabinett gewählt. (...) Die Schweiz muss ein besonderes Auge auf die Entwicklungen haben. Sie profitiert wie kaum ein anderes Land von der Globalisierung. Der Schweizer Franken wird in so einem Umfeld noch lange als sicherer Hafen für die ganze Welt dienen. Wir sind nicht zuletzt mit unseren starken, international tätigen Konzernen abhängig von den Entwicklungen in den USA. Es kann uns deshalb nicht egal sein, was dort passiert.»

«Süddeutsche Zeitung»

«Donald Trumps Vision bestand aus einer Beleidigung und einem einzigen, in chauvinistischem Nationalismus getränkten Satz: »America first.« (...) Er erklärte seine Gegner zu Feinden des Landes und den Rest der Welt zu Feinden Amerikas. Kein gutes Wort über seinen Vorgänger, kein Wort über seine Gegnerin im Wahlkampf. Trump sucht die Gegnerschaft, ja die Feindschaft. Das muss allen klar sein, die künftig mit ihm Politik machen müssen, ob in Washington oder Berlin.»

«faz.net»

«Viele Amerikaner halten den Nachfolger Barack Obamas für gefährlich, während die halbe Welt das ungute Gefühl hat, dass fortan im Weissen Haus der Geist einer ruppigen Unberechenbarkeit und eines unsentimentalen Nationalismus herrschen wird. Dieses Gefühl haben Trumps Ausführungen zur Amtseinführung noch verstärkt. (...) Europa und somit auch Deutschland sollten den Amtsantritt des Donald Trump als Weckruf verstehen: Es wird jetzt mehr denn je auch auf sie ankommen, auf ihre Leistungsfähigkeit und ihre Verantwortungsbereitschaft, damit der Westen den Stürmen der Gegenwart standhält. Aber Amerika unter Donald Trump – das wird ein anderes Amerika sein.»

Trumps Regierungsmannschaft

«Die Presse» (Wien)

«Niemand sollte jedoch den neuen Mann im Weissen Haus unterschätzen. Diesen Fehler haben seine Gegner schon im Wahlkampf begangen. Amerika und die Welt stehen vor einem tief greifenden Richtungswechsel. Nach seiner Angelobung präsentierte sich Trump als Populist in Chief, als Anti-Politiker. Er hielt eine Brandrede gegen das Establishment, als ob er spätestens seit seiner Inauguration nicht selbst ein Teil davon wäre. Dieser demagogische Politikstil, der ohnehin schon halb Europa erfasst hat, wird nun wohl noch weitere Kreise ziehen.»

«Guardian»

Der britische «Guardian» überschreibt seinen Kommentar zu Trumps Amtseinführung mit dem Titel «Eine politische Kriegserklärung»: «Die präsidiale Stabübergabe ging mit allen gewohnten Höflichkeiten vonstatten, doch der Ton der Trump-Rede markierte einen beängstigenden Wandel in Amerika».

«Times»

Die «Times» schreibt: «Mr. Trump hat eine Rede für ein Land am Abgrund gehalten. Es war absurd übertrieben, beinahe dumm. Nahezulegen, Amerika sei inmitten eines »Blutbads« war eine Beleidigung für die Intelligenz des Publikums».

Die Karikaturisten dieser Welt zu Trumps Wahl

«The Independent»

«Donald Trump hat die Demokratie untergraben, sobald er als Präsident vereidigt war. Die Menschen haben Politiker immer als selbstsüchtig angesehen, aber das ist etwas anderes. Trump hat nicht nur einzelne Politiker demontiert, sondern die komplette politische Klasse und das politische System, das ihn dorthin gebracht hat, wo er ist.»

«The Financial Times»

«Donald Trump hat die US-Präsidentschaftswahl gewonnen, indem er Amerika als von innerer und äusserer Gefahr bedrohte Nation dargestellt hat. In seiner ersten Amtshandlung als Präsident – seiner Antrittsrede – hat er klar gemacht, dass er das zur Kernidee, nicht nur seines Wahlkampfs, sondern auch seiner Präsidentschaft machen will.»

«Sydney Morning Herald»

«Trump befehligt nun die grösste wirtschaftliche und militärische Macht der Welt. Aber er hörte sich an, als habe er gerade Venezuela übernommen. Er hat eine Warnung an die Welt gerichtet – an die Gegner genauso wie an die Alliierten, die er mit seinen Angriffen auf die NATO, seinen Männerflirt mit Wladimir Putin und seine Attacken auf China, die EU und insbesondere Angela Merkel schon ausreichend verwirrt hat. Ihnen allen erzählte er, dass er soeben ein Treuegelübde auf die Amerikaner abgelegt habe – und dass sich die internationale Gemeinschaft hinten anstellen müsse. (...) «Wie sagen die Flugbegleiter zu den Passagieren: ‹Bitte bleiben Sie auf ihren Plätzen. Schnallen Sie sich an. Es kommen Turbulenzen auf uns zu.›» (sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 21.01.2017 22:14
    Highlight "im Ausland"...., also im Westen!? Da hört die Welt anscheinend für die meisten auf.
    3 0 Melden
    • Saraina 21.01.2017 23:36
      Highlight China, dem als erstes Handelskrieg erklärt wurde, gehört aber nicht zum Westen. Die Transpazifische Partnerschaft betrifft nicht nur USA, Kanada und Australien.
      1 2 Melden
  • flyingdutch18 21.01.2017 15:04
    Highlight Gute Zusammenstellung, die Angst macht. Besonders hat mir der Kommentar des Independent gefallen. Mit seiner Antrittsrede hat Trump gezeigt, dass er von Demokratie nichts hält. Armes Amerika, arme Welt.
    4 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 21.01.2017 13:08
    Highlight Die NZZ hat für mich klar am besten berichtet. Sie haben geschrieben, dass das Ganze ein Experiment ist und nicht so dumme Weltuntergangsprophezeihungen oder sinnloses Bashing von sich gegeben. Es stimt es wird sich vieles ändern. Aver wer weiss, vielleicht braucht die Welt gemau so eine radikale Änderung.
    12 11 Melden
    • Amadeus 21.01.2017 14:53
      Highlight @Pablo Escobar
      Politik sollte nicht zum Versuchslabor eines erratischen, sexistischen Narzissten verkommen.
      9 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.01.2017 15:07
      Highlight Die NZZ steht in der Schweiz immer noch für hohen Qualitätsjournalismus. Ich bin froh, diesen Journalismus mit einem bezahlten Abonnement unterstützen zu können.
      4 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 21.01.2017 11:23
    Highlight Die Medien scheinen noch unschlüssig ob sie Trump zum Angreifer oder Verteidiger der liberalen Ordnung machen wollen. Demokratien verlieren an Bedeutung wegen des Freihandel und nicht wegen eines frisch gewählten Präsidenten. Die neue, liberale Wirtschaftsordnung (Globalisierung/Freihandel) und der Traum nach einer Global Governance zerstört die alten Strukturen. Auf den "niedrigeren Rängen" breiten sich ja längst neue Arbeitsverhältnisse aus, bis hin zu eben gar keinem Arbeitsverhältnis mehr, wie bei Uber und Airbnb. Es bietet sich nun an Trump zum Sündenbock dieser Entwicklung zu machen.
    20 22 Melden
  • Gelöschter Benutzer 21.01.2017 11:04
    Highlight Blochers "Völkischer Beobachter" resp die Basler Zeitung findet's ganz toll Trump's "Cabinet of Horrors", wen wundert's.
    Mal sehen was die denn schreiben wenn Trump dann den ersten Bock schiesst und deren gibt es viele die auf uns zukommen könnten.
    64 19 Melden
    • Flughund 21.01.2017 11:26
      Highlight Völkischer Beobachter. Unterste Schublade solche Begriffe.
      28 42 Melden
    • Mia_san_mia 21.01.2017 12:38
      Highlight Ist so, aber wird trotzdem nicht zensiert...
      10 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.01.2017 13:36
      Highlight Unterste Schublade, ja ganz genau da gehört die Balser Zeitung hin!
      Blochers eigene Schublade ist jedoch noch ein paar Etagen tiefer, er liegt fast gleich auf mit Trump!
      Beides narzisstische Milliardäre mit einem Flair für Faschismus und Kleptokratie, gespickt mit Frauenfeindlichkit, Rassismus, Homophobie und Sexismus!
      Trump toppt Blocher nur noch indem er ein Perversling ist der gerne Frauen zwischen die Beine greift! Ob das abr die unterste Schublade ist werden wir noch sehen.
      13 11 Melden
    • rodolofo 21.01.2017 15:04
      Highlight Das Unheimliche am Phänomen Trump ist, dass es auch durch ablehnende Aufmerksamkeit weiter aufgeblasen wird, wie ein riesiger Ballon!
      Das hat mit der Art zu tun, wie unsere Aufmerksamkeit und damit auch die Medien funktionieren.
      Alles Spektakuläre erhält Mediale Aufmerksamkeit und erhält dadurch eine Bedeutung, die es im Grunde gar nicht hat!
      Trump ist eigentlich nur irgend ein stinkreicher Kotzbrocken, mit dem ich im Alltag niemals zu tun haben wollte!
      Warum ereifere ich mich dann ständig mit meinen Beiträgen über diesen unmöglichen Typ?
      Das Polit- und Medien-Spektakel macht etwas mit uns...
      6 3 Melden
    • Saraina 21.01.2017 23:41
      Highlight Weil er wirkliche Macht hat, Rodolfo? Weil hinter ihm Leute stehen, die ihren Kopf nicht so prominent in die Öffentlichkeit halten, die aber auch reale Macht haben? Weil es einen beunruhigt, wenn die liberale Demokratie abgeschafft werden soll, noch dazu offensichtlich durch eine Bande von Lügnern und Wortverdrehern?
      3 2 Melden
    • rodolofo 22.01.2017 10:09
      Highlight @ Saraina
      Mit all dem hast Du natürlich völlig recht!
      Aber Trump hat diese Macht auch bekommen, WEIL er uns so mächtig und damit wichtig erscheint!
      Wäre der selbe Trump irgend ein schimpfender Rentner, der kleinen Kindern auflauert, um sie erzieherisch zusammenzustauchen, würden wir allerhöchstens kopfschüttelnd an ihm vorbei gehen.
      So aber verbringen wir unsere Zeit damit, seine unmöglichen Aktionen zu kommentieren.
      Und seine Fans müssen dagegen halten, indem sie immer wieder betonen, wie toll und Anti-Establishment dieser Mann doch ist.
      Dieser Dorfklatsch hat natürlich auch lustvolle Seiten.
      2 1 Melden
    • Saraina 22.01.2017 14:20
      Highlight Trump hat diese Macht bekommen, weil er gewählt wurde, Rodolfo. Trotz offenkundiger pathologischer Charakterzüge. Er hat dafür viel Zeit und Geld eingesetzt, und er hat Helfer. Er hat jetzt das Köfferchen mit den Atomcodes. Israel ruft heute bereits zum Regimewechsel in Teheran auf, und kündigt den Bau von Hunderten Häusern im von Palästinensern bewohnten Ostjerusalem an. Trumps Pressesprecher droht den amerikanischen Medien. Trumps Rethorik und Umgang mit Kritikern gleicht der von europäischen und israelischen rechten Politikern aufs Haar. Hier geht's um die Wurst, nicht um Dorfklatsch.
      3 1 Melden
    • rodolofo 22.01.2017 15:07
      Highlight @ Saraina
      Natürlich ist es wichtig, dass wir uns mit diesen Dingen beschäftigen und uns als Zivilgesellschaft organisieren!
      Trotzdem stinkt es mir auch gewaltig, von dieser zwanghaften Dynamik erfasst zu werden!
      Ich beschäftige mich zur Zeit sehr viel mit einer Bauernfamilie und mit den Tieren und Pflanzenauf deren Hof, bei ständig änderndem Wetter.
      All das gibt mir enorm viel Kraft und Zuversicht, weil sie mir ans Herz wachsen!
      Trump hingegen ist ein regelrechter Energie-Räuber!
      Er funktioniert in der Art eines Schwarzen Lochs, das alles immer stärker ansaugt und nichts mehr entweichen lässt.
      1 0 Melden
    • Saraina 22.01.2017 18:07
      Highlight Ich kann dir gut nachfühlen, Rodolfo. Man muss schauen, wie man seine Kräfte bewahrt. Ich gehe gerne an Konzerte, lese gute Literatur und im Frühjahr wandere ich wieder los.
      Aber Tatsache bleibt "es gibt kein Recht auf ein von der Geschichte unbeeinträchtigtes Leben", wie Navid Kermani zur Flüchtlingskrise sagte. Es ist eine Zeitenwende eingetreten, und die Welt wird nicht mehr so sein, wie sie war. Ich finde es wichtig, das zur Kenntnis zu nehmen, denn wir werden uns alle irgendwo positionieren müssen.
      1 1 Melden
    • rodolofo 22.01.2017 18:26
      Highlight @ Saraina
      Mit solchen "Positionierungen" habe ich allgemein Mühe.
      Meine Position ist ja immer da, wo ich mich jeweils befinde.
      Und bei diesem Trump bin ich immer noch hin- und hergerissen zwischen Abscheu und Faszination.
      Er hat etwas, das mich an die Preisträger der DRS3-Trophäe "So schlecht, dass es schon fast wieder gut ist" erinnert.
      Und dieser Typ erinnert mich an meinen eigenen Vater...
      0 0 Melden
    • Saraina 22.01.2017 18:50
      Highlight Ja, das ist Pech, mit dem Vater.... Das tut mir leid.

      Mir ist klar, dass man immer Position bezieht, seit ich " Shoa " von Claude Lanzmann gesehen habe, die ganzen 9 schmerzhaften Stunden, und mir klar wurde, dass ich nichts an der deutschen Geschichte ändern kann, aber eine Zeit kommen könnte, wo es darauf ankommt, weil es um die Gegenwart geht.
      0 1 Melden
    • rodolofo 23.01.2017 07:59
      Highlight @ Saraina
      Du brauchst mich nicht zu bemitleiden.
      Ohne diesen Vater wäre ich jetzt nicht hier und würde mit Dir gesprächeln.
      Also bin ich froh, dass es diesen Vater gegeben hat!
      Und genauso dürfte Ivanka froh sein, dass ihr Vater so ist, wie er ist. Denn sonst gäbe es sie ja nicht!
      Also setzen wir unsere Hoffnungen auf Ivanka!
      Sie ist wunderschön und hat eine sympathische Ausstrahlung.
      Sie ist selbstbewusst und nicht so Puppenhaft, wie ihre Mutter. Darum ist Trump mehr denn je auf sie angewiesen!
      Und das ist auch gut so.
      2 0 Melden
    • Saraina 23.01.2017 09:02
      Highlight Du meinst, wenn die Tyrannei im Seidenschuhchen daher kommt und drin eine schöne Frau steckt, dann ist sie akzeptabel? Das sehe ich anders. Tatsächlich beeinträchtigt mich Trumps ungehobeltes Auftreten nicht. Es ist die Macht hinter ihm, und das jetzt offenkundige Faktenverdrehen, das Normalität bekommen hat - und die Schafe von Untertanen, die einmal mehr Ihrem Schlachter nachrennen.
      0 1 Melden
    • rodolofo 23.01.2017 21:15
      Highlight @ Saraina
      Vor nicht allzu langer Zeit hätte ich Dir vermutlich beigepflichtet.
      Aber ich habe halt auch sehr oft erlebt, dass die Dinge völlig anders waren, als wie sie schienen.
      Was ich selber finde und will, ist nicht gleichbedeutend mit dem, wie es sein sollte.
      Immer wieder habe ich erst im Nachhinein begriffen, warum es NICHT nach meinem Kopf lief, und warum das trotzdem besser war für mich!
      Milliarden von Gründen haben dazu geführt, dass Trump Präsident der USA wurde.
      Also soll es so sein!
      (Auch wenn es mir das nach wie vor nicht passt...)
      2 0 Melden
  • Rumbel the Sumbel 21.01.2017 10:57
    Highlight Yalliz. Und die BZ und der Bund ist das Sprachrohr der linken Regierung von Bern!
    16 33 Melden
    • Walter Sahli 21.01.2017 12:22
      Highlight Ja, genau der Bund und die BZ sind links! Besonders die BZ!
      Hat das der Schlüer in der Schweizerzeit geschrieben?
      5 4 Melden
    • Rumbel the Sumbel 21.01.2017 14:42
      Highlight Nein, das habe ich geschrieben!
      3 5 Melden
  • Walter Sahli 21.01.2017 10:38
    Highlight Who's a happy boy now?
    64 10 Melden
    • AJACIED 21.01.2017 14:24
      Highlight Ja klar dieser Psycho hat diesen Preis auf Lebzeiten sicher. ( ja dieser auf dem Bild meine ich )
      5 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 21.01.2017 10:19
    Highlight WOW! Basler Zeitung, Hallo? Das vielversprechendste Kabinett das der Schreiberling je gesehen hat?
    53 14 Melden
    • Hanjo 21.01.2017 11:14
      Highlight Wem gehört das Blatt? Überrascht mich nicht wirklich...
      36 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.01.2017 12:38
      Highlight Und trotzdem.... irgendwie überschätze ich das Urteilsvermögen mancher Menschen immer wieder...

      ...als logische konsequenz also auch mein eigenes... 😂
      1 2 Melden
  • Aged 21.01.2017 10:07
    Highlight Wer sich für Demonstrationen (Frauen) interessiert, hier:

    https://www.womensmarch.com/sisters
    14 17 Melden
    • Ron Collins 21.01.2017 16:39
      Highlight Nein danke! Überflüssig! Next!!
      4 3 Melden
    • Juliet Bravo 21.01.2017 18:30
      Highlight Wieso überflüssig, Ron? Eher hochaktuell und nötiger denn je in Zeiten, wo pussy grabing Machos rumgeistern.
      4 4 Melden
    • Ron Collins 21.01.2017 21:43
      Highlight Ach wo denn liebe Juliet?? Nur weils einer gesagt hat? Einer!!? Alle Männer sind nicht so.
      2 2 Melden
    • Ron Collins 21.01.2017 22:14
      Highlight Dieser aufmarsch ist genau so nützlich wie ein Loch im Kopf. Und dass jetzt noch die supermami Madonna sich zum Sprachrohr der feministen aufsteigt, zeugt von dessen Naivität. Madonnas Werdegang beruht auf sex für die Karriere!! Sexistisch? Ha ha...ja genau.
      2 2 Melden
    • Juliet Bravo 22.01.2017 02:42
      Highlight Ron, klar, ob es was nützt steht in den Sternen. Diese Gelegenheit zu marschieren für Gleichheit sollte nicht allein als "march for women" verstanden werden. Wir alle - frauen wie männer wie alles dazwischen: wir sollen uns wehren und für unsere gleichen Rechte kämpfenn.
      0 3 Melden
    • Aged 22.01.2017 09:15
      Highlight @ron: jedenfalls haben diese Frauen Mumm, eine Botschaft und ein Ziel. Das ist schon viel für unsere Zukunft. Wäre schön, man würde bei uns Männern dasselbe auch finden.
      3 1 Melden
    • Ron Collins 22.01.2017 20:46
      Highlight Welche Botschaft und welches heres Ziel??
      1 1 Melden
    • Juliet Bravo 23.01.2017 00:49
      Highlight Botschaft: alle Menschen sind gleich.
      Ziel: alle Menschen geniessen dieselben Rechte.
      1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 21.01.2017 09:40
    Highlight Soviele negative Stimmen sind für mich ein Kontraindikator.
    21 43 Melden
    • Hansdamp_f 21.01.2017 10:24
      Highlight @Ben88

      Wir sind hier nicht an der Börse.

      Wenn Jahrzehnte der Wirtschaftsgeschichte zeigen, dass Protektionismus und Nationalismus die Wirtschaft schädigen und im noch schlimmeren Fall zu Krieg führen, dann können zwar noch immer Wunder geschehen. Nur glaubt, wer rational denken kann, nicht daran.
      39 9 Melden
    • rodolofo 21.01.2017 15:12
      Highlight @ Hansdamp_f
      Eispruch Euer Ehren!
      Dass DIE Wirtschaft gut läuft, muss nicht notwendigerweise gut sein für die Menschen und für die Welt.
      Musterbeispiel gefällig?
      Adolf Hitlers Kriegsmaschinerie funktionierte so lange, wie sie Beute machen konnte von den diversen Raubzügen und Überfällen auf unterworfene Völker und enteigneten Minderheiten.
      Irgendwann kollabierte das destruktive System, weil es nicht nachhaltig war und weil es die Menschliche Kreativität unterdrückte.
      Von diesem Extrem-Beispiel sollten alle lernen, die etwas Ähnliches im Sinn haben!
      Aber sie werden es nicht tun...
      4 1 Melden
  • Alex23 21.01.2017 08:56
    Highlight Die fast einstimmige Konsternation, die über die neuerlich demonstrierte Unfähigkeit und Gefährlichkeit diese Mannes herrscht (seine Inaugurationsrede), wurde vom Kommentator der Basler Zeitung unterbrochen. Der findet nämlich Trumps Kabinett eines der vielversprechendsten, das Amerika je gesehen hat. Kann sowas tatsächlich ernst gemeint sein?
    70 19 Melden
    • indubioproreto 21.01.2017 10:04
      Highlight Finde ich ja immer witzig, dass der elitärste Typ mit dem reichsten Kabinett aller Zeiten sich für den kleinen Mann vorgibt einzusetzen.

      Aber ja, 'Murica.
      40 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.01.2017 10:17
      Highlight Ja. Denn die Basler Zeitung ist das Sprachrohr Blochers, bzw. der SVP - und die trampelt auch gerne auf allem herum, was sie selbst als missliebig deklariert.
      39 13 Melden
    • Butzdi 21.01.2017 10:20
      Highlight Ist mir auch aufgefallen. Wie man Leute wie Pence, Mnuchin, Sessions, deVos, Carso, Perry, Priebus oder Tillerson als vielversprechend bezeichnen kann, ergibt sich mir nicht. Der Rest mag noch so hin aber die haben alle einen Sprung in der Schüssel oder Dreck am Dtecken. Dann noch Bannon und Conway im Beratungsrat.., Ich finde das sollte jedem etwas Angst machen.
      36 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.01.2017 10:31
      Highlight Die Basler Zeitung gehört zum Blocher-Imperium. Das sollte Erklärung genug sein.
      41 9 Melden
    • felisa 21.01.2017 10:37
      Highlight leider ja. Blocher lässt grüssen. Diese "Zeitung" ist beängstigend und erreicht viel zu viele leser.
      37 13 Melden
    • Alex23 21.01.2017 11:03
      Highlight Das weiss ich schon, Rhabarber. Meine "Frage", ob man das ernst meinen kann, war auch eher rhetorisch. Erschreckend finde ich es allemal. Siehe Butzdis Aufzählung oben, wer in diesem illustren Kabinett alles vertreten ist. Wer so eine Truppe "vielversprechend" nennt, hat entweder einen schwarzen Sinn für Humor oder einen an der Waffel.
      25 4 Melden
    • Saraina 21.01.2017 23:44
      Highlight So viele Leser kann die BAZ nicht erreichen. Basel wählt stramm rot. Das ist, genau wie die Weltwoche, ein Propagandablatt, das aus dem Portokässeli gesponsort wird.
      2 0 Melden
    • Mia_san_mia 23.01.2017 09:13
      Highlight Also bis jetzt haben sie ja noch Niemanden umgebracht, so schlimm werden die auch nicht sein.
      0 0 Melden
  • Zeit_Genosse 21.01.2017 08:37
    Highlight Wenn es so kommt wie diese guten Schreiber alle treffend von sich geben - ist zu befürchten - dann reicht anschnallen nicht. Wir müssen lernen das Flugzeug selbst zu fliegen.
    50 11 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.01.2017 10:18
      Highlight 👍👍👍
      19 5 Melden

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