International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06643149 Lawyer Alex Van Der Zwaan (L) arrives outside the DC Federal Courthouse before hearing his sentence for making false statements to federal investigators in Washington, DC, USA, 03 April 2018. Van Der Zwaan, the son-in-law of a Ukrainian-Russian oligarch, is a target in Special Counsel Robert Mueller's investigation into Russian interference in US presidential elections.  EPA/JIM LO SCALZO

Hat Falschaussagen gemacht: Alex van der Zwaan. Bild: EPA/EPA

Erste Person stolpert über Sonderermittler Robert Mueller – 30 Tage Gefängnis

03.04.18, 18:40 03.04.18, 20:03


Die Untersuchungen des US-Sonderermittlers Robert Mueller zur Russland-Affäre haben zu einer ersten Verurteilung geführt. Der niederländische Anwalt Alex van der Zwaan wurde am Dienstag von einem Gericht in Washington wegen Falschaussagen zu 30 Tagen Haft und einer Geldstrafe von 20'000 Dollar verurteilt.

Der 33-Jährige hatte sich im Februar schuldig bekannt und kooperiert mit den Ermittlern. Van der Zwaan hatte nach eigenem Eingeständnis unter anderem über seine Kontakte zu dem Lobbyisten Rick Gates, einem zeitweiligen Wahlkampfberater des heutigen Präsidenten Donald Trump, sowie zu einem mutmasslichen früheren russischen Geheimdienstagenten gelogen.

epa06558861 Former associate to former Trump campaign manager Paul Manafort, Rick Gates (C) departs the Federal Courthouse in Washington, DC, USA, 23 February 2018. Gates pleaded guilty to conspiracy against the United States and lying to investigators, indicating he is cooperating with the investigation into Russia's alleged meddling in the 2016 presidential election. Gates and Manafort face dozens of new charges that were unsealed in Alexandria, Virginia on 22 February.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Van der Zwaan log über seine Kontakte zu Lobbyisten Rick Gates (im Bild). Bild: EPA/EPA

In den Kontakten des Niederländers zu Gates ging es unter anderem um PR-Arbeit für den früheren prorussischen Staatschef der Ukraine, Viktor Janukowitsch, vor dessen Sturz im Jahr 2014. Der Niederländer war in London für die internationale Anwaltskanzlei Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom tätig und unternahm auf Vermittlung von Gates und dessen Chef Paul Manafort Lobbyarbeit für die Janukowitsch-Regierung.

Manafort war dann 2016 einige Monate lang Trumps Wahlkampfchef, Gates sein Mitarbeiter in der Leitung des Kampagnenteams. Manafort wie Gates stehen ebenfalls aufgrund der Mueller-Ermittlungen unter Anklage. Die Anklagen stehen ebenfalls im Zusammenhang mit der früheren Lobbyarbeit für Janukowitsch.

epa06590328 Former Trump Campaign Manager Paul Manafort walks to his car after being arraigned at the Federal Courthouse in Alexandria, Virginia, USA, 08 March 2018. Manafort plead not guilty on charges including tax evasion and bank fraud.  EPA/SHAWN THEW

Paul Manafort: Trumps früherer Wahlkampfchef arbeitete eng mit Rick Gates zusammen. Bild: EPA/EPA

Während Manafort weiter auf seiner Unschuld beharrt, bekannte sich Gates im Februar in zwei Anklagepunkten für schuldig. Wie van der Zwaan arbeitet er mit den Ermittlern zusammen.

In den Ermittlungen geht es auch um Kontakte im Jahr 2016 zu einem vor Gericht nur als «Person A» bezeichneten mutmasslichen Ex-Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes GRU. Laut US-Medienberichten soll es sich bei «Person A» um Konstantin Kilimnik handeln, der 2016 in der ukrainischen Hauptstadt Kiew stationiert war. Kilimnik selbst sagte Berichten zufolge, er habe auch noch während Manaforts und Gates' Tätigkeit für Trumps Wahlkampfteam zu beiden in Kontakt gestanden.

In den Ermittlungen Muellers geht es schwerpunktmässig um die mutmasslichen russischen Einmischungen zugunsten Trumps in den US-Wahlkampf sowie den Verdacht einer möglichen Verwicklung von Trump-Mitarbeitern in diese Interventionen. (cma/sda/afp)

Trump und der Sonderermittler

Mueller gegen Trump: Ein Duell zweier reicher weisser Männer mit grossen Folgen

Carter Page, der Mann im Zentrum des geheimen FBI-Memos

Sonderermittler Mueller hat Trump und Putin eine blutige Nase verpasst

Das Flintenweib der NRA: Dana Loesch ist das Gesicht der US-Waffenlobby

Gefeuerter Trump-Mitarbeiter gibt verrücktes Interview

Video: watson

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • banda69 03.04.2018 22:50
    Highlight Na ja. Pillepalle.

    Wir wollen Trump fallen sehen. Aber das wird wohl nie passieren.
    5 1 Melden

Wäre Trump eine Aktie, müsste man sie jetzt verkaufen

Woodward-Buch und Blaue Welle: Der US-Präsident steht arg im Gegenwind.

Anleger werden in zwei Kategorien unterteilt: Value- und Momentum-Investoren. Die Value-Investoren richten ihre Kaufentscheide nach dem Wert einer Aktie. Bekanntester Vertreter dieser Gattung ist Warren Buffett. Die Momentum-Investoren hingegen schauen darauf, welche Aktien am meisten gefragt sind, und springen auf einen fahrenden Zug auf.

Wäre Trump eine Aktie, müssten beide Investoren-Typen verkaufen. Und das sind die Gründe:

Dass Donald Trump ein charakterloser Narzist ist und niemals …

Artikel lesen