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Hat Falschaussagen gemacht: Alex van der Zwaan. Bild: EPA/EPA

Erste Person stolpert über Sonderermittler Robert Mueller – 30 Tage Gefängnis

03.04.18, 18:40 03.04.18, 20:03

Die Untersuchungen des US-Sonderermittlers Robert Mueller zur Russland-Affäre haben zu einer ersten Verurteilung geführt. Der niederländische Anwalt Alex van der Zwaan wurde am Dienstag von einem Gericht in Washington wegen Falschaussagen zu 30 Tagen Haft und einer Geldstrafe von 20'000 Dollar verurteilt.

Der 33-Jährige hatte sich im Februar schuldig bekannt und kooperiert mit den Ermittlern. Van der Zwaan hatte nach eigenem Eingeständnis unter anderem über seine Kontakte zu dem Lobbyisten Rick Gates, einem zeitweiligen Wahlkampfberater des heutigen Präsidenten Donald Trump, sowie zu einem mutmasslichen früheren russischen Geheimdienstagenten gelogen.

Van der Zwaan log über seine Kontakte zu Lobbyisten Rick Gates (im Bild). Bild: EPA/EPA

In den Kontakten des Niederländers zu Gates ging es unter anderem um PR-Arbeit für den früheren prorussischen Staatschef der Ukraine, Viktor Janukowitsch, vor dessen Sturz im Jahr 2014. Der Niederländer war in London für die internationale Anwaltskanzlei Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom tätig und unternahm auf Vermittlung von Gates und dessen Chef Paul Manafort Lobbyarbeit für die Janukowitsch-Regierung.

Manafort war dann 2016 einige Monate lang Trumps Wahlkampfchef, Gates sein Mitarbeiter in der Leitung des Kampagnenteams. Manafort wie Gates stehen ebenfalls aufgrund der Mueller-Ermittlungen unter Anklage. Die Anklagen stehen ebenfalls im Zusammenhang mit der früheren Lobbyarbeit für Janukowitsch.

Paul Manafort: Trumps früherer Wahlkampfchef arbeitete eng mit Rick Gates zusammen. Bild: EPA/EPA

Während Manafort weiter auf seiner Unschuld beharrt, bekannte sich Gates im Februar in zwei Anklagepunkten für schuldig. Wie van der Zwaan arbeitet er mit den Ermittlern zusammen.

In den Ermittlungen geht es auch um Kontakte im Jahr 2016 zu einem vor Gericht nur als «Person A» bezeichneten mutmasslichen Ex-Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes GRU. Laut US-Medienberichten soll es sich bei «Person A» um Konstantin Kilimnik handeln, der 2016 in der ukrainischen Hauptstadt Kiew stationiert war. Kilimnik selbst sagte Berichten zufolge, er habe auch noch während Manaforts und Gates' Tätigkeit für Trumps Wahlkampfteam zu beiden in Kontakt gestanden.

In den Ermittlungen Muellers geht es schwerpunktmässig um die mutmasslichen russischen Einmischungen zugunsten Trumps in den US-Wahlkampf sowie den Verdacht einer möglichen Verwicklung von Trump-Mitarbeitern in diese Interventionen. (cma/sda/afp)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • banda69 03.04.2018 22:50
    Highlight Na ja. Pillepalle.

    Wir wollen Trump fallen sehen. Aber das wird wohl nie passieren.
    5 1 Melden

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