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Republikaner Moore ficht US-Senatsnachwahl in Alabama an

28.12.17, 11:36

Schlechter Verlierer? Roy Moore. Bild: AP/AP

Der bei der Senatsnachwahl im US-Bundesstaat Alabama unterlegene Republikaner Roy Moore geht juristisch gegen das Wahlergebnis vor. Die Beschwerde wegen angeblichen Wahlbetrugs erfolgte in letzter Minute.

Nach Angaben seines Wahlkampfteams reichte Moore die Beschwerde am Mittwoch ein. Die Behörden in Alabama hätten das Wahlergebnis und den Sieg des Demokraten Doug Jones ursprünglich am Donnerstag bestätigen sollen.

Jones hatte bei der Nachwahl Mitte Dezember 49,9 Prozent der Stimmen bekommen, der mit Vorwürfen der sexuellen Belästigung von Minderjährigen konfrontierte Moore kam auf 48,4 Prozent – der Abstand betrug knapp 21'000 Stimmen.

Das Ergebnis bedeutete eine Schlappe für US-Präsident Donald Trump, der den erzkonservativen Moore trotz der Belästigungsvorwürfe unterstützt hatte. Durch Jones' Sieg schrumpfte die Mehrheit der Republikaner im Senat auf 51 von 100 Sitzen.

In der Erklärung von Moores Wahlkampfteam hiess es am Mittwoch, es habe in 20 Wahlkreisen «Unregelmässigkeiten» gegeben. Dies sei «genug, um den Ausgang der Wahl umzukehren». Mit der Beschwerde solle dem Vorwurf des Wahlbetrugs nachgegangen und die offizielle Bestätigung des Wahlergebnisses verschoben werden.

Die Beschwerde enthält zudem eine eidesstattliche Erklärung Moores, wonach er sich «erfolgreich einem Lügendetektortest» unterzogen habe. Dieser habe «bestätigt, dass die gegen ihn im Wahlkampf erhobenen Darstellungen eines Fehlverhaltens vollkommen falsch sind». Sollten die Behörden keine Neuauszählung anordnen, würde Jones voraussichtlich Anfang Januar seinen Sitz im Senat übernehmen. (sda/afp)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • HerrKnill 28.12.2017 18:35
    Highlight Natürlich war die Wahl getürkt! Sonst hätte der Demokrat höher gewonnen. Aber jetzt kann es Kumpel Donald wieder richten...
    4 0 Melden
  • TodosSomosSecondos 28.12.2017 17:29
    Highlight Es ist korrekt so, dass es einen Weg gibt, Wahlresultate anzufechten. Das ist in allen Demokratien, die den Namen verdienen, möglich.

    In diesem Falle mag der Versuch zwar lächerlich sein aber diesen Abzuweisen ist nicht Sache der Medien sondern der Gerichte und es ist zu hoffen, dass dies auch so erfolgt.

    Roy Moore ist übrigens schon mal mit so einem last-minute Stunt gescheitert, als er erfolglos gegen die Zulassung der Ehe für Homosexuelle klagte. Er weiss also, wie's geht ;-)
    2 0 Melden
    • Crissie 28.12.2017 19:57
      Highlight umso lächerlicher, dass er es trotz dieser Erfahrung erneut versucht...
      2 0 Melden
  • marcog 28.12.2017 14:21
    Highlight Und was würde ein Lügendetektor bei einer Neuauszählung ändern?
    30 0 Melden
    • paeuli.weischno 28.12.2017 14:56
      Highlight Gemäss Washington Post verlangt er nicht nur eine Neuauszählung, sondern eine Wiederholung der Wahl. Er behauptet ja, dass nicht nur falsch gezählt wurde, sonder dass Leute gewählt hätten, die nicht dazu berechtigt waren.
      Wenigstens sieht es bis jetzt nicht danach aus, dass er damit durchkommt.
      15 0 Melden
    • TodosSomosSecondos 28.12.2017 17:31
      Highlight Ja in Moore's Welt sind Frauen und Schwarze sowieso nicht wahlberechtigt... stellt euch mal vor, wie der Spinner jetzt am Rad dreht, weil genau diese alleine es in der Macht hatten, ihn abzuwählen, und das auch noch getan haben.. BAM!
      9 0 Melden
  • elias776 28.12.2017 12:56
    Highlight Sehr schlechter Verlierer
    45 3 Melden
  • dä dingsbums 28.12.2017 12:34
    Highlight Ich wusste nicht, dass man heutzutage noch Lügendetektoren anwendet oder daran glaubt. Die sind ja alles andere als zuverlässig.
    51 0 Melden
    • paeuli.weischno 28.12.2017 15:01
      Highlight Wen meinst du mit 'man'? Du kannst dir selbst im Internet einen Lügendetektor bestellen und dann, wie Moore, eine eidesstattliche Erklärung abgeben, dass der Lügendetektor deine Version der Geschichte bestätigt. Ob dein Lügendetektor oder diese eidesstattliche Erklärung irgendjemanden interessiert, ist eine anderer Frage ;-)
      11 0 Melden

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