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Rauch über dem russischen Generalkonsulat in San Francisco. Bild: AP/AP

San Francisco: Warum qualmte es über Russlands Konsulat?

02.09.17, 19:27 03.09.17, 08:31

Aus einem Kamin des russischen Generalkonsulats in San Francisco ist einen Tag vor der von Washington angeordneten Schliessung schwarzer Rauch aufgestiegen. Mitarbeiter verbrannten offenbar in dem Haus unbekannte Gegenstände.

Die Feuerwehr teilte am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit, dass es sich nicht um einen Brand handele. Sie sei alarmiert worden und ausgerückt, es sei aber «alles in Ordnung».

Russisches Generalkonsulat in San Francisco: Sogar die Feuerwehr rückte aus. Bild: AP/AP

Eine Feuerwehrsprecherin sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Angestellten und Diplomaten im Konsulat seien offenbar dabei, Dinge im Kamin zu verbrennen. Feuerwehrleute vor Ort hätten bestätigt, dass Rauch aus dem Schornstein aufgestiegen sei, das Gebäude aber nicht in Gefahr sei. Ob die Feuerwehrleute das Konsulat betraten, konnte sie nicht sagen.

In den Lokalmedien wurde darüber spekuliert, was wohl in dem Kamin verbrannt wurde. «Nicht nur Papier», schrieb ein KCBS-Reporter auf Twitter. Der Rauch sei schwarz und beissend gewesen. Freitag war zudem ein extrem heisser Tag in San Francisco mit Temperaturen von bis zu 41 Grad. Die Luftaufsichtsbehörde teilte auf Twitter mit, der Vorfall werde geprüft. Starke Luftverschmutzer können sich an heissen Tagen eine Strafe einhandeln.

Russlands Aussenamtssprecherin Maria Sacharowa betonte, dass das Konsulatsgebäude am Samstag (Ortszeit) geschlossen werden müsse. Daher arbeiteten die Mitarbeiter daran, das Gebäude «zu konservieren».

Personal verriegelt Haus

Fenster müssten geschlossen und verriegelt, der Strom abgeschaltet und die Wasserversorgung unterbrochen werden, wurde sie in der Nacht zum Samstag von russischen Agenturen zitiert. Die extremen Rauchwolken aus dem Kamin wollte sie nicht kommentieren. Die Konsulats-Mitarbeiter seien lediglich bemüht, mit dem Verriegeln des Gebäudes «die russisch-amerikanischen Beziehungen zu erhalten – für bessere Zeiten».

Die US-Regierung hatte am Donnerstag die Schliessung des russischen Generalkonsulats in San Francisco sowie zweier Aussenstellen in Washington und New York angeordnet. Das US-Aussenministerium setzte Moskau eine Frist bis Samstag.

Zuvor hatte der Kreml – nachdem der US-Kongress im Juli neue Sanktionen gegen Russland beschlossen hatte – eine Reduzierung des US-Botschaftspersonals in Russland um 755 Mitarbeiter angeordnet. Auslöser des Schlagabtauschs sind die Vorwürfe, dass Moskau sich gezielt zugunsten von US-Präsident Donald Trump in den US-Wahlkampf eingemischt habe. (cma/sda/afp/dpa)

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SusiBlue 03.09.2017 11:50
    Highlight Sie konnten sich noch nicht auf das neue russisch-orthodoxe Religionsoberhaupt einigen... sobald das der Fall ist, wird der Rauch weiss sein 😉
    1 1 Melden
  • _stefan 03.09.2017 01:11
    Highlight Normalerweise wird in dieser Branche bei einer Akten-Notvernichtung Magnesium beigemischt. Der schwarze Rauch deutet aber eher darauf hin, dass sie Geräte/Datenträger verbrannt haben...

    Oder sie haben einfach eine abschliessende Grillparty gefeiert :-P
    1 1 Melden
  • Stratosurfer 02.09.2017 23:41
    Highlight "Habemus Tamtam" Ich glaube sie haben wie bei der Papstwahl den neuen Botschafter erkoren.
    1 1 Melden
  • wasylon 02.09.2017 21:39
    Highlight Sie verwenden dasselbe Öl wie beim Flugzeugträger Admiral Kusnezow.
    35 7 Melden
  • Eine_win_ig 02.09.2017 21:15
    Highlight Papstwahl?
    40 6 Melden
  • Fulehung1950 02.09.2017 20:54
    Highlight Ich frage mich, warum der Rauch so schmutzig aussieht! Verbrennen die Exemplare der Welt-Woche?
    53 18 Melden
  • dmark 02.09.2017 20:39
    Highlight Naja, vielleicht hatten sie noch ein paar "Leichen" im Keller?
    39 3 Melden
  • Max Dick 02.09.2017 20:22
    Highlight Geschah auch während der Kubakrise, dass das sowjetische Botschaftspersonal alles verbrannte, um zu vermeiden, dass es den Amerikanern in die Hände fallen könnte. Ist wohl branchenüblich.
    40 2 Melden
    • Enzasa 02.09.2017 22:02
      Highlight Ich denke eher übliches russisches Prozedere
      1 3 Melden
  • Hackphresse 02.09.2017 20:21
    Highlight Habemus Papam
    22 5 Melden
  • Kunibert der fiese 02.09.2017 19:32
    Highlight Habemus papam!
    15 5 Melden

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