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Support nach Belästigungsvorwürfen: Trump brüskiert seine wichtigsten Verbündeten

Erst schwieg er lange zu den Belästigungsvorwürfen, jetzt unterstützt Donald Trump den umstrittenen Senatskandidaten Roy Moore in Alabama massiv – und geht damit ein grosses politisches Risiko ein.

27.11.17, 06:26 27.11.17, 09:14

Roland Nelles, Washington



Ein Artikel von

Amerika steht vor wichtigen Entscheidungen. In dieser Woche soll der Senat erstmals über die grosse Steuerreform abstimmen. Es geht um Billionen von Dollar. Doch ein anderes Thema fesselt den politischen Betrieb in Washington mindestens genau so sehr.

US-Präsident Donald Trump hat sich entschieden, seiner Partei im Kampf um den umstrittenen Senatskandidaten von Alabama, Roy Moore, eine abenteuerliche Kehrtwende aufzuzwingen. Statt den Mann weiter zu verteufeln, sollen die Republikaner ihm nun zum Sieg bei der Nachwahl am 12. Dezember verhelfen – so stellt sich das Trump zumindest vor.

FILE - In this Wednesday, Nov. 15, 2017, file photo, President Donald Trump speaks in the Diplomatic Reception Room of the White House, in Washington. Trump in tweets Sunday, Nov. 26, is again coming to the side of Republican Roy Moore by bashing the Democratic nominee Doug Jones in the Alabama Senate race. (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais, File)

Pokert hoch: US-Präsident Donald Trump Bild: AP/AP

Nachdem er in der Affäre zunächst lange geschwiegen hatte, ist Trump nun innerhalb weniger Tage zum wichtigsten Fürsprecher von Moore avanciert. Der stramm konservative Ex-Richter wird von einem halben Dutzend Frauen glaubwürdig beschuldigt, sie in den Siebziger- und Achtzigerjahren sexuell belästigt zu haben. Eines der Opfer war damals erst 14 Jahre alt.

Trump will das alles nicht gelten lassen. Zwar vermeidet es der Präsident (noch), direkt zur Wahl von Moore aufzurufen. Doch dafür feuert er inzwischen fast täglich Tweets ab, die als Unterstützung von Moore verstanden werden können – und wohl auch genau so gemeint sind.

Auf gar keinen Fall dürfte der Gegenkandidat Doug Jones von den Demokraten in Alabama gewinnen, twitterte Trump am Sonntag. Der Mann wäre ein «totales Desaster», einfach «schwach». Und überhaupt: Die Anschuldigungen gegen Moore seien doch mehr als 40 Jahre alt, findet Trump. Man solle Moore deshalb doch bitte auch zuhören, wenn er sage, das alles stimme nicht.

FILE - In this Monday, Sept. 25, 2017, file photo, former Alabama Chief Justice and U.S. Senate candidate Roy Moore speaks at a rally, in Fairhope, Ala. President Donald Trump in tweets Sunday, Nov. 26, is again coming to the side of Moore by bashing the Democratic nominee Doug Jones in the Alabama Senate race. (AP Photo/Brynn Anderson, File)

Roy Moore wird von einem halben Dutzend Frauen glaubwürdig beschuldigt, sie in den Siebziger- und Achtzigerjahren sexuell belästigt zu haben. Bild: AP/AP

Mit der Unterstützung für Moore brüskiert Trump die meisten Republikaner in Washington, die er zur Durchsetzung seiner Agenda braucht. Entsetzt müssen sie mit ansehen, wie sich Trump auf die Seite eines mutmasslichen Pädophilen stellt. Moral, Anstand, Respekt – all die Tugenden, die die Republikaner jahrzehntelang so gerne für sich in Anspruch genommen haben, scheinen unter diesem Präsidenten nicht mehr zu gelten.

Sowohl der Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, als auch der Chef der Republikaner im Repräsentantenhaus, Paul Ryan, hatten Moore nach Bekanntwerden der Vorwürfe energisch zum Rückzug seiner Kandidatur aufgerufen – ohne Erfolg. Moore weigerte sich, zurückzutreten.

Der Präsident stellt sich mit der neuen Linie auch gegen seine eigene Tochter. Ivanka Trump hatte erst vor wenigen Tagen erklärt, es gebe einen «speziellen Platz in der Hölle» für Männer, die sich an Kindern vergingen, das war klar auf Moore gemünzt.

Warum Trump Moore unterstützt

Trump kümmert das alles nicht. Er sieht in Moore wohl so etwas wie einen «Schicksalsgenossen». Auch Trump wurde im Wahlkampf von mehreren Frauen beschuldigt, sie sexuell belästigt zu haben. Auch er wies die Anschuldigungen als «frei erfunden» zurück, obwohl es sogar ein Videoband gab, auf dem er damit prahlte, wie gerne er Frauen begrapscht.

The New York Post, left, and New York Daily News are arranged for a photo, Wednesday, Nov. 22, 2017. The papers will often tackle the same topics on their front page, but only when the stars align do their colorful headline writers get the same idea. Both were reporting Wednesday on President Donald Trump's backing of Republican Alabama Senate candidate Roy Moore, who is accused of molesting a 14-year-old girl decades ago. Moore denies the charge. (AP Photo/Mark Lennihan)

Bild: AP/AP

Hinzu kommt: Mit der Unterstützung für Moore will Trump verhindern, dass die Republikaner den eigentlich sicheren Senatssitz in Alabama zum ersten Mal seit vielen Jahren an die Demokraten verlieren. Damit würde die Mehrheit seiner Partei im Senat nur noch eine Stimme betragen. Die finale Abstimmung über die Steuerreform, die kurz vor Weihnachten geplant ist, wäre in Gefahr. Ein Scheitern seines Prestigeprojekts will Trump auf keinen Fall riskieren.

Trump setzt wohl darauf, dass die Wähler in Alabama nach immer neuen Missbrauchs-Enthüllungen langsam den Überblick verlieren, auf welcher Seite eigentlich die grösseren Bösewichter zu verorten sind. Ihm hilft dabei, dass seit Tagen Politiker der Demokraten wie Senator Al Franken und der Abgeordnete John Conyers wegen der sexuellen Belästigung von Frauen massiv unter Druck stehen. Conyers soll sogar aus Steuermitteln Schweigegeld an eine ehemalige Mitarbeiterin gezahlt haben. Trump verfährt nun frei nach dem Motto: Moore ist doch harmlos, die anderen sind viel schlimmer.

Was Trump droht

Fraglich ist jedoch, ob sein Kalkül aufgeht. Die Unterstützung für Roy Moore könnte sich auch als grosses Risiko erweisen: Etliche moderate Senatoren bei den Republikanern dürften von Trumps Feldzug für Moore angewidert sein und könnten sich früher oder später in wichtigen Abstimmungen gegen Trump stellen. Gleiches gilt für manche Wähler der Republikaner in Alabama und im ganzen Land, die sich wegen der Affäre von den Republikanern abwenden könnten.

Sollte Moore trotz Trumps eifriger Hilfe am 12. Dezember verlieren, wäre Trump gnadenlos blamiert. Aber selbst wenn er gewinnen sollte, wäre der Fall damit noch lange nicht ausgestanden. Mehrere Senatoren erwägen bereits, Moore den Sitz im Senat zu verweigern. Nach den Statuten des Kongresses wäre dies durchaus möglich. Trumps Republikanern drohen dann neue, quälende Streitigkeiten bis weit ins nächste Jahr. Dann stehen bei den «Midterm»-Wahlen im Herbst weit mehr Kongressposten zur Entscheidung an als nur der eine in Alabama.

Renato Kaiser über Donald Trump

Video: watson

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48Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Alice36 27.11.2017 11:39
    Highlight Was unterscheidet eigentlich die amerikanische Kultur des Umganges mit Frauen von der z.B. arabischen oder russischen. Nimm sie dir wenn's dir gefällt und hau ihr eins auf's Maul wenn sie nicht will.

    Die zurschaugestellte Prüderie im amerikanischen Alltag scheint hinter verschlossenen Türen schnell ins Gegenteil zu kippen.Im Trump Zeitalter werden Sexismus und Chauvinismus wieder salonfähig. Lügen gehört zum guten Ton und die diffamierung von Andersdenkenden bildet das Sahnehäubchen.

    Wenn Gott etwas damit zu tun hat soll er mal kurz die Yellowstone Caldera öffnen, BITTE!
    35 7 Melden
    • Daniel Kunz 27.11.2017 13:48
      Highlight Bitte jeweils nachdenken vor dem Posten. Wie du hier den „arabischen und russischen Umgang mit Frauen“ in eine Schublade mit Pädophilie und Sexismus etc stecks ist sehr bedenklich. Und woher willst du wissen, dass „Mann“ da generell Gewalt an Frauen ausübt? Mal die eigenen Vorurteile hinterfragen bitte.
      7 7 Melden
    • Beni578 27.11.2017 16:07
      Highlight @Daniel Kunz

      Dass es in Saudi Arabien und verschiedenen anderen muslimischen Staaten Pädophilenehen gibt ist fakt. Dass Muslime einen bekannten Pädophilen als "den besten Menschen, der je gelebt hat" ansehen, ist ebenfalls Fakt. Wo genau siehst du da Vorurteile?

      Jedes Jahr werden in Saudi Arabien mehrere hundert kleine Mädchen mit Organschäden wegen Penetration in die Krankenhäuser eingeliefert.
      1 1 Melden
  • Haiderfroh 27.11.2017 10:24
    Highlight Die Anschuldigungen an Roy Moore sind eindeutig falsch. Sie sind ganz offensichtlich Teil einer inszenierten Hexenjagd gegen Trumpisten.
    Wo bleibt der aufklärerische Grundsatz? Im Zweifel für den Angeklagten!
    Die sexistische Vorverurteilung von Roy Moore ist besonders krass. Es gibt nicht einen Hauch eines Beweises für die Anschuldigungen und die angeblichen Taten liegen 30 bis 40 Jahre (!) zurück und sind längst verjährt. Das stinkt zum Himmel!
    8 99 Melden
    • Bruno S. 88 27.11.2017 10:59
      Highlight Er hat zugegeben dass er als mitte 30er eine 16 jährige gedatet hat. An den andere Fällen kann er sich nicht erinnern. Heisst das für dich eindeutig? Du wärst ein schlechter Detektiv...
      52 3 Melden
    • Eine_win_ig 27.11.2017 11:23
      Highlight Heja: sexuelle Vergehen an Minderjährigen sind ja nach der Verjährung auch OK...
      Keine Beweise? Come on. Ja, es gilt die Unschuldsvermutung. Aber es gibt auch Verurteilung auf Indizienbasis. Wenn 6 Frauen glaubwürdige Aussagen vorlegen, der Herr Aufgrund mehrer, sich gegenseitig unterstützender Aussagen, aus einer Malm verbannt werden musste, schriftliche Veweise in Jahrbüchern gefunden wurden, etc. pp., kann man nicht mehr Unschuldsvermutung schreien. Sich in diesem Moment noch für ein öffentliches Amt zu bewerben grenzt an Hohn!
      44 4 Melden
    • reconquista's creed 27.11.2017 12:02
      Highlight Aua, ein Troll bezieht sich auf Kant, das tut weh!
      Wie ironisch: Populisten schützen mit Aufklärung als Argument 😩
      42 2 Melden
    • Haiderfroh 27.11.2017 14:17
      Highlight @Bruno
      Wenn es ein beweiskräftiges Indiz für die Unzucht mit Minderjährigen sein soll, sich mit einer/m 16-Jährigen zu treffen, dann ist jeder Primarschullehrer/in mit sofortiger Wirkung als überführte/r Pädophile/r einzukerkern.
      So einen Bockmist, wie Du da von Dir gibst, stinkt fürchterlich nach Populismus!
      3 28 Melden
    • Haiderfroh 27.11.2017 14:18
      Highlight @Eine_win_ig: Nur weil irgendwelche Frauen irgendwelche Dinge behaupten, müssen diese Dinge noch lange nicht stimmen, und damit haben diese Aussagen per se keine Beweiskraft. Im übrigen muss den Frauen zur Last gelegt werden, dass sie jahrzehntelang schwiegen. Das legt nahe, dass sie die damalige Zurückweisung ihrer Avancen, bei dieser erstbesten Gelegenheit hier nun rächen wollen.
      2 21 Melden
    • Bruno S. 88 27.11.2017 14:35
      Highlight @Haidertroll
      Würdest du deine 16 jährige Tochter einen 35jährigen daten lassen. Ja oder Nein?
      19 1 Melden
    • Haiderfroh 27.11.2017 14:57
      Highlight @Bruno
      Selbstverständlich.
      Sonst könnte sie nicht zum Klavierunterricht, nicht zum Judo und auch nicht zur Beichte gehen und schon gar nicht in die Schule. Sie dürfte dann noch nicht einmal Bus fahren.
      Es spielt keine Rolle wie alt der- oder diejenige ist, der oder die meine Tochter treffen will, solange er, oder sie mein Vertrauen und das meiner Tochter geniesst. Das Alter spielt auch keine Rolle, wenn er oder sie unser Vertrauen nicht hat.
      0 24 Melden
    • reconquista's creed 27.11.2017 15:00
      Highlight Ich glaube Kant hätte den Unterschied zwischen einem Date und Klavierunterricht gekannt.
      So sad...
      17 0 Melden
    • Bruno S. 88 27.11.2017 15:11
      Highlight @Troll
      Ist das ein Date, wenn man zum Klavierunterricht oder zum Judo geht?
      Ist dir bewusst was das Wort "Date" überhaupt bedeutet? Ist es wirklich nötig solch Logik-Handstände zu machen um irgend einen Pedo-Republikaner zu schützen? Das ist einfach nur traurig. Ich hoffe für dich, dass du wirklich nur ein Troll bist...Sonst tust du mir einfach nur leid.
      14 0 Melden
  • Kronrod 27.11.2017 10:11
    Highlight Man sollte Politiker aufgrund dessen wählen, wer sie heute sind, und nicht aufgrund dessen, wer sie vor 40 Jahren waren. Selbst ein Mord verjährt nach 30 Jahren.
    4 102 Melden
    • Shin Kami 27.11.2017 10:54
      Highlight Mord verjährt nicht, aber egal. Auch wenn wir Trump und seine Freunde als das betrachten was sie heute sind, gehören sie alle nicht in Politische Ämter, da braucht es keine alten Geschichten.
      51 4 Melden
    • Datsyuk 27.11.2017 11:08
      Highlight Das finde ich nicht. Und noch etwas: Weisst du, wie er heute ist?
      31 3 Melden
    • Kronrod 27.11.2017 11:59
      Highlight @Shin: zumindest in der Schweiz verjährt auch Mord nach 30 Jahren. Siehe: https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19370083/index.html#a97
      3 13 Melden
    • Zarzis 27.11.2017 12:35
      Highlight Momemt Kronrod
      hat nicht die SVP die Pädophilen Initiative gebracht und darin Geschrieben, das wer einmal Täter war, sein Lebenlang gebrandmarkt wird?
      Aber bei Politiker die es tatsächlich Taten, soll sofort Milde walten, der denk doch Gleich!
      Ist eine Missbrauchte Frau nur Schützenswert, wenn anders Denkende, täter sind?
      Echt jetzt?
      19 1 Melden
    • Haiderfroh 27.11.2017 14:34
      Highlight @Zarzis
      Die Pädophileninitiative ging aus vom Verein "Marche Blanche" unter der Führung von Christine Bussat.
      Das Komitee «Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen» bestand aus ca. 100 Mitgliedern aus den Reihen von BDP, CVP, FDP, SVP, MCG, Lega und EDU, präsidiert wurde es u. a. von CVP-Präsident Christophe Darbellay, CVP-Ständerätin Christine Häberli-Koller, BDP-Nationalrat Bernhard Guhl, Ständerat Thomas Minder (parteilos), SVP-Nationalrätin Natalie Rickli und BDP-Nationalrat Bernhard Guhl.
      Für die Initiative waren 63.5 % und alle Stände. Das war keine SVP-Initiative.
      3 7 Melden
    • Zarzis 27.11.2017 14:51
      Highlight @Haiderfroh
      Danke für die genau berichtigung.
      Da scheine ich mich geirrt zu haben.
      Entschuldigung. hatte es als SVP Initiative in Errinerung, war demnach falsch!
      Sorry, Leute, ich werde alt!
      6 0 Melden
  • N. Y. P. 27.11.2017 08:29
    Highlight Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika unterstützt einen Pädophilen.
    Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika bezeichnet Neonazis als feine Leute.
    Bei Amokläufen durch Weisse in den USA will er lediglich beten.
    Wann wird dieser Rassist, Sexist
    und Chauvinist endlich aus dem
    Amt entfernt ?

    Und noch immer steht der Weltwoche - Chef stramm hinter Donald Trump.

    Roger, vielleicht ein paar Worte zu diesem Spiegel - Bericht ?

    167 19 Melden
  • rodolofo 27.11.2017 08:01
    Highlight Allmählich dämmert selbst den Evangelikalen, dass sie mit Donald Trump Sodom und Gomorrha gewählt haben...
    Aber ihnen fällt sicher wieder der Trick ein mit dem "Willen Gottes"!
    Es war eben der Wille Gottes, dass Evangelikale der Teuflischen Versuchung nachgeben, Amerika über die Welt zu stellen!
    Denn so will Gott die Vorbereitungen zum "Jüngsten Gericht" beschleunigen, bei dem "die Spreu vom Weizen getrennt" werden soll.
    Alle wissen jetzt wenigstens, dass Trump und seine Evangelikalen zur "Spreu" gehören...
    83 13 Melden
    • Snowy 27.11.2017 09:20
      Highlight Religion poisons everything.
      34 12 Melden
    • ÖrtTheBert 27.11.2017 09:56
      Highlight Danke für diese differenzierte und pluralitätsfähige Einschätzung, Snowy. Solche Aussagen sind wirklich viel besser, konstruktiver und dialogischer als das, was du kritisierst...
      22 13 Melden
    • one0one 27.11.2017 10:47
      Highlight Es sind nicht die Religionen per se... Es sind die fanatischen, engstirnigen, naiven, erlösungsuchenden, primitiven, rückständigen, wissenschaftsfeindlichen, ignoranten Anhänger der Religionen die alles vergiften..
      20 1 Melden
    • Snowy 27.11.2017 14:15
      Highlight Bin normalerweise auch keine Freund von Schwarz/Weiss-Betrachtungen aber diesen Satz "Religion Poisons everything" kann man getrost so stehen lassen. Selten in so einem kurzen Satz so viel Wahrheitsgehalt gesehen.

      Wenn ich nur eine Sache verbieten könnte auf der Welt zum Wohle aller Menschen, die Entscheidung wäre einfach: Keine (Staats)Religionen.

      D.h. natürlich nicht, dass die Menschen nicht mehr gläubig sein dürfen. Aber kein Staat sollte seinen Bürgern vorschreiben, was sie zu glauben haben und niemandem sollte Nachteile erfahren nur weil er nicht an Gott X oder Y glaubt.

      Peace out.
      7 0 Melden
    • Snowy 27.11.2017 14:26
      Highlight @one0one:

      Das stimmt. Nur: Wenn man die 5 Weltreligionen streng nach den Vorgaben aus ihren jeweils heiligen Schriften lebt, dann ist man automatisch naiv, ignorant und wissenschaftsfeindlich...

      Deswegen erleben wir derzeit ja gerade etwas sehr sonderbares: Die Verbrüderung von religiösen Hardlinern aller Couleur. Denn diese haben gemerkt, dass der grösste Feind ein gemeinsamer ist...: Der grösste Feind einer jeden Religion ist eine aufgeklärte, gebildete und gleichberechtigte Gesellschaft.
      3 1 Melden
    • Beni578 27.11.2017 16:04
      Highlight @one0one:

      falsch, es sind sehr wohl die Religionen per se. Immer diese hirnlose Ausrede. Das Konzept "Religion" ist das schädlichste, was dem Mensch bisher eingefallen ist. Selbst moderat religiöse Menschen sind problematisch, denn sie werden durch ihre Religion gedanklich einegschränkt und handeln irrational. Irrationalität ist schlecht für die Gesellschaft. Ausserdem zahlen ja die moderaten Katholiken alle brav Kirchensteuer und geben damit der Kirche die Macht, pädophile Priester zu schützen und ähnliches (1/2)
      2 1 Melden
    • Beni578 27.11.2017 16:08
      Highlight @ÖrtTheBert
      ja sind sie. Religion ist der Krebs der Menschheit. Es gab nie etwas schädlicheres.
      2 2 Melden
    • ÖrtTheBert 27.11.2017 16:32
      Highlight @Snowy: "Aber kein Staat sollte seinen Bürgern vorschreiben, was sie zu glauben haben und niemandem sollte Nachteile erfahren nur weil er nicht an Gott X oder Y glaubt." - da gehe ich absolut mit Dir einig! In einem liberalen Staat darf kein Zwang zu einer oder gegen eine Weltanschauung herrschen. Ich wehre mich einfach gegen Sätze wie "Religion vergiftet alles", weil solche Aussagen sich genau dessen schuldig mache, was sie an Religiösem kritisieren: Unfähigkeit zur Pluralität. Ich selbst glaube stark daran, dass auch Religion(en) humanisierendes Potenzial haben - wenn man es kultiviert.
      1 1 Melden
    • Snowy 27.11.2017 17:22
      Highlight @ÖrtTheBert:

      Du glaubst, dass die Religionen auch humanisierendes Potential haben? Das können im besten Fall sogar Gefängnisse - im Normalfall aber leider nicht.

      Nach mehreren tausend Jahren haben die Religionen leider nur schlechtes auf den Globus gebracht. Und alles was sich im laufe der Jahrhunderte zum Besseren gewandelt hat, geschah nur auf massiven Druck von außen.

      Nein, das Religionenmodell hat seine Chancen hundertfach vertan.
      0 0 Melden
    • rodolofo 27.11.2017 22:55
      Highlight Spirituelle Gefühle der Verbundenheit mit ALLEM gehören essentiell zum Leben mit dazu!
      Viele Religionen und Ideologien möchten aber nur mit dem verbunden sein, was sie als angenehm, bzw. als POSITIV wahrnehmen, oder phantasieren.
      Mit dieser selektiven Verbundenheit dämonisieren und verdrängen sie aber einen ebenso wichtigen "Schatten-Teil" des Lebens und der Schöpfung!
      Verdrängung und Kriminalisierung von "Un-Menschen", "Un-Kräutern" und "Schädlingen" führen dazu, dass sich diese "Schatten-Wesen" zu monströsen Plagen weiter entwickeln...
      Auch der Teufel war einmal ein herziges Baby.
      2 0 Melden

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