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Donald Trump und die Misswahlen: Ohrfeige für einen «Clown»

Mit Ausfällen gegen mexikanische Einwanderer zog US-Milliardär Donald Trump in den Wahlkampf. Nun bekommt er die Quittung: Moderatoren einer Misswahl meutern, der Unternehmer verliert ein Geschäft.

26.06.15, 12:29 26.06.15, 12:49

Bild: STEVE MARCUS/REUTERS

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Es ist ein paar Tage her, da hatte Donald Trump seinen grossen Auftritt. Der schillernde US-Unternehmer will für die Republikaner 2016 als Kandidat für das Präsidentenamt antreten. Und zum Auftakt seiner Kampagne wählte er scharfe Worte. Zielscheibe waren Einwanderer aus Mexiko. «Sie bringen Drogen», sagte Trump. Und viele seien Verbrecher und Vergewaltiger.

Dumm nur, dass der 69-Jährige mit Menschen aus Lateinamerika bisher ganz gute Geschäfte machte. Das Medienunternehmen Univision, grösster spanischsprachiger Sender in den Vereinigten Staaten, wollte die Wahlen zur Miss USA übertragen. Die werden veranstaltet von der «Miss Universe Organization», die zum Teil Trump gehört.

Trumps Rede in voller Länge

YouTube/PBS NewsHour

Die Co-Moderatoren springen ab

Als Co-Moderatoren vorgesehen waren Roselyn Sánchez, eine Sängerin aus Puerto Rico, und Cristián De La Fuente, ein Schauspieler aus Chile. Doch aus der Sendung wird nun nichts, wie das Magazin «People» und die New York Times berichten. Wegen der Trump-Sätze strich Univision die Übertragung der Misswahlen. Man beende die Geschäftsbeziehung zur Miss Universe Organization «wegen der beleidigenden Bemerkungen über mexikanische Einwanderer», teilte das Unternehmen mit.

Sie alle wollen US-Präsident/in werden

Und auch die Co-Moderatoren sprangen ab. Roselyn Sánchez schrieb bei Instagram, sie sei als Latina «stolz auf ihre Wurzeln». Sie wolle die «verletzenden Worte» von Trump nicht akzeptieren. Kollege De La Fuente erklärte via Facebook: «Es ist nicht hinnehmbar, eine Präsidentschaftskandidatur auf eine Rhetorik der Diskriminierung zu gründen.» Und es sei «eine Schande», dass sich die Misswahlen «in der Hand eines Clowns» befänden.

Milliardär Trump reagierte wenig beeindruckt. Er stehe zu seinen Worten über mexikanische Einwanderer. Zugleich sagte er: «Ich liebe Mexiko. Und ich liebe das mexikanische Volk.» Im Übrigen sei ihm die Kandidatur wichtiger als die Misswahlen. Univision kann sich auf einen Rechtsstreit gefasst machen. Trump kündigte an, er werde das Unternehmen verklagen.

Die Show soll am 12. Juli stattfinden. Der TV-Sender NBC, der eine Übertragung geplant hat, ist bisher nicht abgesprungen.

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Wer wird Miss Universe? Die Wahl in Bildern

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