International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
In this Feb. 1, 2018 photo, Microsoft co-founder Bill Gates and his wife Melinda pose for a photo before an interview with The Associated Press in Kirkland, Wash. Gates and his wife, head the Bill and Melinda Gates Foundation, are rethinking their work in America as they confront what they consider an unsatisfactory track record, the country's growing inequity and a president they disagree with more than any other. (AP Photo/Ted S. Warren)

Melinda und Bill Gates. Bild: AP/AP

Bill und Melinda Gates  kritisieren «America first» und schalten sich in #metoo ein 



Jedes Jahr legen Bill und Melinda Gates in einem öffentlichen Brief ihre Sicht der Dinge dar, nun bereits zum zehnten Mal. «Schwierige Fragen» ist das Oberthema – da geht es natürlich auch um US-Präsident Trump.

Microsoft-Gründer Bill Gates zeigt sich besorgt über die von US-Präsident Donald Trump ausgegebene Devise «America first». «Die »Amerika zuerst«-Weltansicht macht mir Sorgen», sagte der 62-jährige Gates in einem jährlich gemeinsam mit seiner Frau Melinda verfassten öffentlichen Brief, dessen zehnte Ausgabe am Dienstag erschien.

«Es ist nicht so, dass die Vereinigten Staaten nicht auf das Wohl ihrer Bürger achten sollten. Die Frage ist, wie man das am besten macht. Meiner Ansicht nach hat es sich über die Zeit bewiesen, dass ein Miteinander mit der Welt die meisten Vorteile für alle hat, auch für Amerikaner, mehr als eine Abschottung.»

Treffen mit Trump

Er und seine Frau hätten sich mit Präsident Trump und dessen Team getroffen – «genau so wie wir uns mit Menschen in früheren Regierungen getroffen haben». Mit jeder bisherigen Regierung habe es Meinungsverschiedenheiten gegeben, sagte Gates, der in den 70er Jahren die Computerfirma Microsoft gegründet hatte und damit zu einem der reichsten Menschen der Welt geworden war.

«Und auch wenn es mit dieser Regierung mehr Meinungsverschiedenheiten gibt als mit den vorherigen, mit denen wir uns getroffen haben, glauben wir, dass es weiter wichtig ist, zusammenzuarbeiten, wann immer es möglich ist.»

Kein öffentliches Amt

Trotz aller Meinungsverschiedenheiten wollten aber weder Bill noch sie für ein öffentliches Amt in den USA kandidieren, sagte Melinda Gates der Nachrichtenagentur DPA in einem Interview. «Wir lieben unsere Arbeit. Wir haben das Gefühl, dass unsere Talente im Namen der Welt am besten eingesetzt werden wenn wir die Stiftung leiten.» Seit fast 20 Jahren leitet das Paar die Bill & Melinda-Gates-Stiftung, die sich weltweit gegen Armut und Krankheiten einsetzt. 

«Zeit der Abrechnung»

Seit Jahren setzt sich Melinda Gates über eine gemeinsam mit Ehemann Bill gegründete Stiftung für Frauenrechte auf der Welt ein. Auch sie hat Diskriminierung und sexuelle Belästigung selbst erfahren müssen, wie sie jetzt anlässlich der #MeToo-Debatte erzählt.

Melinda Gates ist eine Ausnahme, das sagt sie selbst. «Es dauerte eine Weile, bis ich erkannte, dass ich diese Position habe.» Als Ehefrau von Bill Gates, der in den 70er Jahren das Computerunternehmen Microsoft gründete, das ihn zu einem der reichsten Menschen der Welt machte. Als Mutter von drei Kindern. Und, gemeinsam mit Bill, als Co-Vorsitzende der grössten Privatstiftung der Welt, der Bill & Melinda Gates Foundation.

In der #MeToo-Debatte über die sexuelle Belästigung von Frauen aber ist Melinda Gates keine Ausnahme. «Mir widerfuhr Diskriminierung und Voreingenommenheit, weil ich eine Frau war. Und es gab auch ein paar Fälle von sexueller Belästigung», sagt Gates der Nachrichtenagentur DPA im Gespräch.

Über Details will sie nicht sprechen, ihre Erfahrungen seien nicht «besonders entsetzlich» gewesen. Aber: «Ehrlich gesagt gibt es keine Frau aus meinem Bekanntenkreis, der es noch nicht passiert ist. Es ist allgegenwärtig.»

Deswegen stellt sich Gates, die sich seit Jahren für die Rechte von Frauen rund um den Globus einsetzt, nun auch voll hinter die #MeToo-Bewegung. «Es macht mich sehr traurig, an all die Frauen zu denken, die seit vielen, vielen Jahren von sexueller Belästigung betroffen sind», sagt die 53-Jährige. «Wir durchleben momentan eine schwere Zeit. Es ist die Zeit der Abrechnung, wo alles endlich herauskommt.»

«Wenn du nicht aufhörst, mach ich dich kaputt!»

abspielen

Video: watson/Lya Saxer

Das sei notwendig. «Der Moment der Abrechnung ist wichtig, damit diese Erfahrungen an die Öffentlichkeit kommen. Diese Transparenz ist wichtig und was als nächstes kommt, ist: »Was machen wir dagegen?« Ich bin sehr gespannt, welche Ideen dabei herauskommen. Aber auch nur der Diskurs, den ich sowohl in den USA als auch auf meinen Reisen weltweit höre, dass dies nicht mehr weitergehen kann und wir etwas ändern müssen: Das allein ist Fortschritt. Und wir brauchen mehr davon.»

(sda/dpa)

Das sind die 10 reichsten Menschen 2017 (Update 27.07.17)

Das könnte dich auch interessieren:

«Das Beste im Mann» – mit diesem Anti-Sexismus-Werbespot läuft Gillette voll in den Hammer

Link zum Artikel

Wirbel um Cassis reisst nicht ab

Link zum Artikel

Ein ziemlich seltsames Outfit – so erklärt Serena Williams ihren Netzstrumpf-Auftritt

Link zum Artikel

Drei Lawinen fordern eine Tote und mehrere Verletzte im Wallis

Link zum Artikel

Nico soll Schneeketten montieren und bringt damit den Chef zur Verzweiflung 😂

Link zum Artikel

Wie der Schweizer Arzt Ruedi Lüthy in Simbabwe tausende Menschen vor dem Aids-Tod rettete

Link zum Artikel

So hast du die Karriere von Roger Federer noch nie gesehen

Link zum Artikel

Warum die Bezahl-App Twint bei Schweizer Teenagern gerade so richtig durchstartet

Link zum Artikel

Vorsicht! Mit den Apple-Ohrstöpseln wird das iPhone zur Wanze 😳

Link zum Artikel

«Der Zug stellt einfach ab»: So leiden die Lokführer unter den SBB-Pannen-Doppelstöckern

Link zum Artikel

Der Lambo-Trottel, sein High-Heels-Schrank und ich

Link zum Artikel

Die grössten Apple-Irrtümer – was nicht nur iPhone-Fans wissen sollten

Link zum Artikel

Die grosse Game-Vorschau: Auf diese 50 Spiele dürfen wir uns 2019 freuen

Link zum Artikel

So cool ist es WIRKLICH, im Januar auf Alkohol zu verzichten 🤔😂

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Trump will den Notstand ausrufen – aber darf er das überhaupt?

Link zum Artikel

«Gölä ist die falsche Art von Büezer» – Nico bügelt mit dem Berner Rapper Nativ

Link zum Artikel

Samsung, Huawei oder doch Nokia? Diese Android-Handys erhalten am längsten Updates

Link zum Artikel

Sie wollte dieses Kleid kaufen – und brach bei der Lieferung (zu Recht) in Tränen aus

Link zum Artikel

Nino Niederreiter zu Carolina getradet

Link zum Artikel

Genfer Caritas-Lagerleiter vergriff sich an jungen Mädchen

Link zum Artikel

Warum Trump plötzlich die Sowjets verteidigt

Link zum Artikel

«Die toten Hoden» – neue Twitter-Challenge ruiniert die Namen deiner Lieblingsbands

Link zum Artikel

«Familie wird mich töten»: Rahaf auf Flucht aus Saudi-Arabien in Thailand vorerst sicher

Link zum Artikel

Wenn sogar Fox News Trumps Grenz-Lüge anprangert

Link zum Artikel

Das Beste an den Golden Globes? Diese Wasserträgerin

Link zum Artikel

Die bizarre Liebesgeschichte der KZ-Aufseherin, die sich in eine Gefangene verliebte

Link zum Artikel

7 Wahlen hat er analysiert – jetzt meint er: «Das System könnte aus den Fugen geraten»

Link zum Artikel

Sexy Särge oder phallische Felsen – welcher Wandkalender darf's denn sein?

Link zum Artikel

Bellydah: «Diesen Job nennt man ‹Rap-Video-Bitch›»

Link zum Artikel

Kann man wirklich zu lange schlafen?

Link zum Artikel

Der einzige Schweizer auf Mikronesien braut Bier und lebt auf diesem Inselcheln

Link zum Artikel

6 Webseiten, auf denen du dir toll die Zeit totschlagen kannst – klicken auf eigene Gefahr

Link zum Artikel

7 Dinge, die dir bei diesen bekannten Weihnachtsfilmen noch nie aufgefallen sind

Link zum Artikel

Jetzt muss Trump die Börse mehr fürchten als Mueller 

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Olaf44512 13.02.2018 23:22
    Highlight Highlight Selbstverständtlich unterstütze ich die Taten von B&M Gates, doch Philantrophie hinterlässt bei mir immer einen fahlen Nachgeschmack. Ist es wirklich erstrebenswert, dass einige unglaublich (!) viel Geld scheffeln und das dann wieder (in Eigenregie) verteilen?
    Irgendwas ging da doch schon vorher schief..
  • Hayek1902 13.02.2018 14:33
    Highlight Highlight Uninformierte Neidkommentare in 3, 2, 1, .... Halt, sie sind schon da.
    • Ylene 13.02.2018 15:31
      Highlight Highlight Nur weil hinterfragt wird, wie mit leider legalen Steuertrickli reiche Leute Millionen in eigene Stiftungen verschieben (statt Steuern zu zahlen), wo sie dann ganz alleine bestimmen können, was genau damit geschieht (statt das dies der Politik und im weitesten Sinne der Allgemeinheit unterstellt wird)? Hat mit Neid wenig zu tun. Bestimmte Leute sind einfach nicht völlig naiv.
  • NotWhatYouExpect 13.02.2018 14:04
    Highlight Highlight Jaja Weltverbesserer... etwas machen Sie schon aber ich glaube nicht, dass wirklich viel dabei für die Bedürftigen ankommt.

    Hier noch ein guter Artikel von Heise.de über die Stiftung und einer Untersuchung aus 2016.

    https://www.heise.de/tp/features/Bill-Gates-zwischen-Schein-und-Sein-3378037.html?seite=all

Busfahrerin rettet Kleinkind

Irene Ivic ist Busfahrerin in der US-amerikanischen Stadt Milwaukee. Im Video ist zu sehen, wie ihr unterwegs plötzlich ein Kleinkind auffällt. Das Kind läuft völlig alleine und barfuss der Hauptstrasse entlang. Das Kleinkind scheint ganz alleine in der Stadt unterwegs zu sein. Ivic schaltet sofort, stoppt ihren Bus und eilt dem Kind zur Hilfe.

Als sie wieder im Bus sitzt reagiert eine junge Frau sofort und gibt der Busfahrerin ihre Jacke, um das Kind zu wärmen. Das Baby, das laut des …

Artikel lesen
Link zum Artikel