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FILE - In this Jan. 28, 2017, file photo, President Donald Trump speaks on the phone with Prime Minister of Australia Malcolm Turnbull in the Oval Office of the White House in Washington. Trump, who blasted Hillary Clinton for using a personal email server, might be a walking magnet for eavesdropping and malware if he is using an unsecured cellphone to chat with foreign leaders. Trump has been handing out his cellphone number to counterparts around the world, urging them to call him directly to avoid the red tape of diplomatic communications. The practice has raised concern about the security and secrecy of the U.S. commander-in-chief's communications. (AP Photo/Alex Brandon, File)

Bild: Alex Brandon/AP/KEYSTONE

Plötzlicher Sinneswandel – Trump ruft in Katar-Krise zur Einigung auf



US-Präsident Donald Trump hat sich im Streit mehrerer arabischer Länder mit dem Golf-Emirat überraschend um eine Einigung bemüht. In einem Telefonat mit dem saudiarabischen König Salman habe Trump am Dienstagabend die Notwendigkeit der Einheit der Golfstaaten betont, teilte das Weisse Haus mit.

Wenige Stunden zuvor hatte Trump den Boykott Katars noch gelobt. Einem US-Medienbericht zufolge soll die diplomatische Krise mit Katar indes auf eine von russischen Hackern initiierte Fehlinformationskampagne zurückgehen.

Trump und König Salman sprachen laut Weissem Haus darüber, dass die Finanzierung von Terrororganisationen und die Förderung des Extremismus durch alle Nationen in der Region verhindert werden müsse.

Trump bekräftigte demnach, dass ein einheitlicher Golfkooperationsrat unabdingbar für die Bekämpfung des Terrorismus und die Förderung regionaler Stabilität sei.

Kurz zuvor hatte Trump den Boykott Katars durch mehrere Nachbarländer noch als positives Resultat seiner Nahost-Politik beschrieben. Es sei «so gut zu sehen», dass sein kürzlicher Besuch in Saudi-Arabien «sich bereits auszahlt», schrieb Trump am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Katar soll Kampf gegen Terror verstärken

Die USA forderten Katar auf, seine Aktivitäten im Kampf gegen den islamistischen Terror zu verstärken. «Es hat Fortschritte gegeben, aber es muss noch mehr getan werden», sagte die Sprecherin des US-Aussenministeriums, Heather Nauert, am Dienstag in Washington.

Die USA wollten in der jüngsten Auseinandersetzung zwischen Saudi-Arabien sowie anderen Golf-Staaten auf der einen und Katar auf der anderen Seite nicht Partei ergreifen.

US-Aussenminister Rex Tillerson habe angeboten, zu vermitteln. «Es hat ein Zerwürfnis gegeben und der Minister hat angeboten, dabei zu helfen, es zu kitten», sagte die Sprecherin.

Die USA seien kurz vor der Beendigung der diplomatischen Beziehungen mit Katar über den Schritt Saudi-Arabiens unterrichtet worden. Das Verhältnis zu Katar bleibe stark. «Wir werden weiterhin mit Katar und anderen Ländern in der Region kooperieren, um den Terrorismus zu bekämpfen», sagte Nauert.

Beziehungen zu Katar gekappt

Saudi-Arabien und seine Verbündeten Bahrain, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten am Montag die diplomatischen Beziehungen zu Katar überraschend gekappt. Begründet wurde dies unter anderem mit Verbindungen Dohas zu «Terrororganisationen».

Am Dienstagabend schlossen sich auch Jordanien und Mauretanien dem Boykott Katars an. Jordanien kündigte unter anderem an, die Lizenzen für den Ableger des katarischen Nachrichtensenders Al-Jazeera in Amman zu entziehen.

Falschmeldungen russischer Hacker

Der US-Sender CNN berichtete derweil unter Berufung auf US-Geheimdienstmitarbeiter, russische Hacker hätten eine «Fake News»-Geschichte bei der staatlichen Nachrichtenagentur Katars platziert, die Saudi-Arabien und andere Staaten zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Katar veranlasst habe.

Dem Medienbericht zufolge reisten Experten der US-Bundespolizei FBI Ende Mai nach Katar, um den mutmasslichen Cyberangriff zu untersuchen. Saudi-Arabien habe die gegen Katar verhängte diplomatische und wirtschaftliche Blockade dann teilweise mit dem falschen Bericht begründet.

Laut CNN gab die Regierung Katars an, dass der Medienbericht vom 23. Mai falsche Informationen hinsichtlich der katarischen Führung beinhaltete, die dem Iran und Israel gegenüber freundlich schienen. Überdies soll in dem Bericht in Frage gestellt worden sein, ob sich Trump im Amt halten könne.

Katars Aussenminister Scheich Mohammed Bin Abdulrahman al-Thani sagte CNN, das FBI habe den Hackerangriff und die «Fake News»-Geschichte bestätigt. «Was auch immer an Vorwürfen laut geworden ist, alles basiert auf Fehlinformationen», sagte er dem US-Sender.

Sollten sich die Vorwürfe gegen Russland bestätigen, würde dies auf russische Bemühungen zur Untergrabung der US-Aussenpolitik hinweisen. Den US-Ermittlern zufolge wollte Russland mit dem Hackerangriff Spannungen zwischen den USA und ihren Verbündeten schüren.

Die US-Geheimdienste waren bereits vergangenes Jahr zu dem Schluss gelangt, dass Russland hinter Hackerangriffen während des US-Wahlkampfs steckt.

Macron ruft zu Einheit auf

Unterstützung für Katar kam indes von der Türkei. Staatschef Recep Tayyip Erdogan sagte am Dienstag in Ankara, die Türkei halte die gegen Katar ergriffenen Sanktionen für «nicht gut». Die Türkei werde ihre Verbindungen zu Katar weiter entwickeln. Katar zu isolieren, werde keinerlei Probleme lösen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron rief laut Élysee-Palast zur «Einheit und Solidarität» zwischen den Golfstaaten auf und zur Unterstützung «aller Initiativen, die eine Beruhigung begünstigen». Es sei wichtig, «die Stabilität in der Region zu erhalten».

Die Krise um Katar könnte weitreichende Folgen im gesamten Nahen Osten haben und sich auch auf westliche Interessen auswirken. In dem Golf-Emirat befindet sich die grösste US-Militärbasis im Nahen Osten. Sie gilt als bedeutend für den US-geführten Kampf gegen die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS»). (sda/afp/dpa)

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pasch 07.06.2017 13:21
    Highlight Highlight Hier das perfekte Arbeitsgerät für alle Beteiligten, samt Journalisten und sonstige....
    Damit kann man Spass haben ohne zu schaden.
    Benutzer Bild
  • Doolydoo 07.06.2017 10:26
    Highlight Highlight Echt - ignoriert sein Twittern, endlich und Alle! Da geht doch so viel Energie drauf. Es ist doch überhaupt nicht ernst zu nehmen, wenn er twittert. Sollten wir doch längst schon gelernt haben. Und wenn er keine Beachtung mehr findet... er ist ja ein dummes, verspielter Riesenbaby... dann wird er es auch lassen. Dieser "Familienbetrieb White House" funktioniert ja wie jede Familie (Papa sagt "nein", Mama sagt "ja" - und Baby hat seine Freude damit, und kommt sich sehr wichtig vor). Zum Geburtstag bekommt Baby dann einen großen Luftballon, da ist die ganze Erde drauf...
    • Doolydoo 07.06.2017 13:57
      Highlight Highlight
      Play Icon
  • Phrosch 07.06.2017 09:43
    Highlight Highlight Zuerst zündeln, sich dann wundern dass es brennt und die Feruerwehr holen ... Und da soll man noch drauskommen.
    • gecko25 07.06.2017 10:03
      Highlight Highlight ganz einfach : Die Waffenindustrie muss am laufen gehalten werden.
  • Scaros_2 07.06.2017 09:35
    Highlight Highlight Nehmt dem Typ den Twitteraccount weg. Erst der Bauch der sagt "oh toll" dann der Verstand der sagt "oh habt euch lieb"
  • Gummibär 07.06.2017 08:45
    Highlight Highlight Weil das kopflose Huhn nicht mehr gackern kann twittert es.
  • Saraina 07.06.2017 08:42
    Highlight Highlight Also wenn die Katarische Regierung es schafft, dem Iran und Israel gegenüber freundlich zu sein, sollte sie eigentlich den Friedensnobelpreis bekommen....
    Israel gegenüber freundlich ist ja Saudi Arabien auch, was wäre denn da das Problem? Geht es nicht eher darum, Katar zu zwingen, Hamas und die Muslimbrüder fallen zu lassen?
  • Herbert Anneler 07.06.2017 08:34
    Highlight Highlight Trump im inneren Dialog: "Wie soll ich wissen, wer recht hat - ich oder ich?"
  • wololowarlord 07.06.2017 08:26
    Highlight Highlight Tillersons bemühungen zur einheit haben sicher nichts mit seiner vergangenheit bei exxon und dem fakt, dass exxon anteile am katarischen gas hat, zu tun. Oder? ;) er hat auf jeden fall grossen einfluss auf trump, wenn er ihn umstimmen kann
  • mein Lieber 07.06.2017 08:16
    Highlight Highlight Plötzlicher Sinneswandel bei Watson - Putin doch nicht Schuld an FBI Leaks...
  • atomschlaf 07.06.2017 08:15
    Highlight Highlight Wahrscheinlich hat man ihm gesteckt, dass Katar eigentlich ein Verbündeter der USA sei und diese dort einen riesigen Luftwaffenstützpunkt betreiben...
    • Asmodeus 07.06.2017 09:35
      Highlight Highlight Trump ist extrem unterhaltsam dämlich.

      Ihm wäre es zuzutrauen, dass er New Mexico den Krieg erklärt, weil er es für eine Terrorzelle Mexicos hält.

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