International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Das «Time-Magazine» hat einen neuen Besitzer.  Bild: EPA/TIME

US-«Time»-Verlag wird für knapp 2 Milliarden verkauft

27.11.17, 03:57 27.11.17, 06:12

Der schwächelnde Verlag «Time» wird für 1.84 Milliarden Dollar an den US-Rivalen Meredith verkauft. Das Unternehmen aus dem Bundesstaat Iowa wird dabei finanziell von den milliardenschweren Brüdern Charles und David Koch unterstützt.

Inklusive aller Schulden wird «Time» mit 2.8 Milliarden Dollar bewertet, wie die Firmen am Sonntag mitteilten. Durch die Übernahme erreichen die Titel beider Unternehmen zusammen 135 Millionen Leser. Der Deal soll in den ersten drei Monaten 2018 abgeschlossen werden.

«Time» wurde 2014 vom Medien- und Unterhaltungskonzern Time Warner abgespalten. Der Verlag ist neben dem gleichnamigen Magazin für «Sports Illustrated» und «Fortune» bekannt. Das Unternehmen schwächelt aber, weil die Auflage schrumpft und sich Werbekunden umorientieren.

Im dritten Quartal war der Umsatz um fast zehn Prozent auf 679 Millionen Dollar eingebrochen. Das «Time»-Management reagiert darauf mit Kostensenkungen, einer neuen Digital-Strategie und erwägt Verkäufe einzelner Titel. Meredith rechnet mit Einsparungen von 400 bis 500 Millionen Dollar in den ersten beiden Jahren nach der Transaktion. Die Übernahme ist ein Coup für den Medienkonzern.

Gelder von Mäzenen

Meredith war dieses Jahr und auch 2013 schon mit Verhandlungen über einen «Time»-Kauf gescheitert. Meredith teilte zudem mit, die Industriellenfamilie Koch fungiere als Geldgeber, bekomme aber kein Mitspracherecht bei journalistischen Fragen und Management-Entscheidungen.

In der Vergangenheit hatten die Kochs, die zu den reichsten Menschen der Welt gehören, Interesse am Kauf der Zeitungen «Los Angeles Times» und «Chicago Tribune» erkennen lassen. Meredith vertreibt unter anderem Magazine für Eigenheimbesitzer und Gartenfans sowie zu Familienthemen. Der Konzern kommt an der Börse auf einen Wert von 2.7 Milliarden Dollar. «Time»-Aktien kosteten an der Wall Street zuletzt 16.90 Dollar. Meredith wird nun je Anteilsschein 18.50 Dollar in bar zahlen. (sda/reu)

Das könnte dich auch interessieren:

10 Fragen, die dem SBB-Kundendienst im Internet tatsächlich gestellt wurden 🙈

Stoppt die Essensdiebe! 9 Etiketten, die du brauchst, wenn du im Büro arbeitest

Vergesst Russland und USA: In Syrien droht ein Krieg zwischen Iran und Israel

Dreht Obama durch? Dieses Video zeigt eine der grössten Gefahren für Demokratien

«Ohne Fiat Money wäre unser Wohlstand undenkbar»

Liebe Baslerinnen und Basler, das passiert jetzt mit eurer BaZ ...

John Oliver attackiert die Schweiz – das sagt der Steuerexperte dazu

«Sitz, du Sau!» – Als Hockeybanausin am Playoff-Finalspiel

Hätten die Echo-Verantwortlichen doch diesen Film gesehen ...

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Caligula 27.11.2017 07:06
    Highlight Die Gebrüder Koch sollen kein Mitspracherecht haben? Alles klar. Wieso sollten sie denn sonst Millionen in ein serbelndes Unternehmen buttern? Um die Medienvielfalt ist es eh schlecht gestellt. Sowohl in den USA als auch bei uns.
    4 0 Melden

USA kündigen neue Sanktionen gegen Russland an

Die amerikanische Uno-Botschafterin Nikki Haley hat nach den Luftangriffen in Syrien neue Wirtschaftssanktionen gegen Russland angekündigt. Finanzminister Steven Mnuchin werde die Strafmassnahmen am Montag bekanntgeben, sagte Haley am Sonntag in einem Interview des Senders CBS.

Die Sanktionen sollen sich demnach gegen Unternehmen richten, die Produkte herstellen, die in Verbindung mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad oder dem Einsatz von Chemiewaffen stehen.

Die USA, Grossbritannien und …

Artikel lesen