International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

US-Abgeordnete sollen jetzt in einem Training lernen, dass sexuelle Belästigung nicht geht

15.11.17, 08:04 15.11.17, 08:27


Alle Abgeordneten und Mitarbeiter des US-Repräsentantenhauses sollen künftig an Schulungen zur Prävention von sexueller Belästigung teilnehmen. Das kündigte der Sprecher der Parlamentskammer, Paul Ryan, am Dienstag an.

«Unser Ziel ist nicht nur, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, sondern auch eindeutig klar zu machen, dass Belästigung jeglicher Art keinen Platz in dieser Institution hat», erklärte Ryan in einer Mitteilung.

Weinstein-Effekt

In den vergangenen Wochen sind in den USA mehrere Fälle von sexueller Belästigung durch Prominente öffentlich geworden. Die Welle war dadurch losgetreten worden, dass zahlreiche Schauspielerinnen Vorwürfe gegen den Produzenten Harvey Weinstein und andere Filmschaffende erhoben.

Inzwischen hat die Debatte auch die Politik erreicht. Mehrere Frauen beschuldigen den Republikaner Roy Moore, sie als Teenager belästigt zu haben. Der ultrakonservative Ex-Richter ist ein prominenter Kandidat für den US-Senat.

Belästigung im Plenarsaal

Die Abgeordnete Jackie Speier von den oppositionellen Demokraten sagte am Dienstag bei einer Anhörung im Repräsentantenhaus, in zahlreichen Telefonaten und Treffen hätten ihr frühere und aktuelle Mitarbeiter von Belästigungen berichtet. So sei manchen Opfern mitten im Plenarsaal in den Genitalbereich gefasst worden.

Sie wisse von zwei amtierenden Kongressmitgliedern, die sich sexueller Belästigung schuldig gemacht hätten. Namen nannte sie nicht.

Vom halbnackten Chef empfangen

Die republikanische Abgeordnete Barbara Comstock erzählte von der jungen Mitarbeiterin eines Parlamentariers, die ihrem Chef Dokumente nach Hause gebracht habe und von diesem lediglich mit einem Handtuch bedeckt empfangen worden sei.

Er habe sich dann vor ihr entblösst. Die Frau sei daraufhin umgekehrt und habe ihren Job gekündigt. Auch Comstock wollte keine Namen nennen.

In der Ausschussanhörung am Dienstag ging es um Reformen im Repräsentantenhaus, mit denen es den Opfern erleichtert werden soll, sexuelle Übergriffe zu melden. (whr/sda/afp/dpa)

#MeToo: Diese Frauen belasten Harvey Weinstein

Das könnte dich auch interessieren:

Familientrennungen an der US-Grenze: TV-Moderatorin bricht in Tränen aus

Haris Seferovic: «Irgendwann ist genug und dann platzt der Kragen»

EXKLUSIV: Hier erfährst du, wer die WM gewinnen wird! (Spoiler: Ich, der Picdump 😒)

«Die roten Linien werden eher dunkelrot»: Wie man in Brüssel die Schweiz sieht

Traum oder Albtraum? So ist es, als CH-Rock'n'Roll-Band in den USA auf Tour zu sein

Erdogans Schlägertrupp auf dem Vormarsch in die Schweiz

Mit dieser Begründung brechen 37 Studenten Prüfung ab

Schweizer Fussballfans verirren sich an die ukrainische Front

Netta sang zum Abschluss der Pride – aber vorher gab es wüste Szenen

13 seltsame Dinge, die uns am Trump-Kim-Gipfel aufgefallen sind

«Wieso sagen Schweizer gemeine Dinge über meine Schwester?»

Das absurdeste Museum der Welt und wir waren da – und bereuen es jetzt noch

Diese 7 Zeichnungen zeigen dir, wie es am Open Air wirklich wird

Du weisst noch nicht, wem du an der WM helfen sollst? Hier findest du DEIN Team!

präsentiert von

Diese 19 Fails für bessere Laune sind alles, was du heute brauchst

Warum das Kämpfchen gegen Netzsperren erst der Anfang war

Eine Szene – viele Wahrheiten 

Anschnallen bitte! So sieht der Formel-E-Prix von Zürich aus der Fahrerperspektive aus

15 Jahre ist es her: Das wurde aus den «DSDS»-Stars der 1. Stunde

Die Bernerin, die für den Sonnenkönig spionierte

Plastik ist das neue Rauchen – wie ein Material all seine Freunde verlor

Fertig mit Rosinenpicken: Es ist Zeit, dass auch Frauen bis 65 arbeiten

Wegen hoher Verletzungsgefahr: Diese Sportarten mögen Versicherungen gar nicht

Diese 18 genialen Cartoons über die Liebe und das Leben haben uns kalt erwischt 😥😍

«Pöbel-Sina» scheitert bei «Wer wird Millionär» an dieser super einfachen Frage – und du?

Was vom Bordmenü übrig bleibt – das kannst du gegen den Abfallwahnsinn im Flugzeug tun

Shaqiri ist der «dickste» Feldspieler – und 9 weitere spannende Grafiken zur Fussball-WM

Die ausgefallensten Hotelzimmer der Schweiz

Als muslimische Piraten Europäer zu Sklaven machten 

33 unfassbar miese Hotels, die so richtig den Vogel abgeschossen haben

Unerträgliche Regelschmerzen: Melanies Kampf gegen Endometriose

Diese Frau stellt absurde Promi-Fotos nach – 17 Lektionen, die wir von ihr lernen

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

6
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • HerrKnill 15.11.2017 19:12
    Highlight Wurde aber auch Zeit, dass ihnen jemand sagt, dass das nicht geht...

    Traurig
    1 0 Melden
  • manuel0263 15.11.2017 13:11
    Highlight Traurig, dass ein Land von Männern "geführt" wird, denen man ein Mindestmass an Anstand und kollegialem Verhalten erst noch beibringen muss. Kein Wunder, wie da jemand Präsident wurde (und immer noch ist...), der bei jeder Gelegenheit den Obermacho gibt...und eine Witzfigur ohne Ehre ist.
    4 2 Melden
  • 0dinchen 15.11.2017 12:43
    Highlight Dass man das der Elite eines Landes beibringen muss ist schon bedenklich :-(
    6 1 Melden
  • Amarama 15.11.2017 10:06
    Highlight Einerseits gut, das sie etwas unternehmen und diese Wege einleiten.
    Anderseits ziemlich tragisch, das so was nötig ist :/

    10 1 Melden
  • pamayer 15.11.2017 09:16
    Highlight den machismo kann man nicht mit einem crash kurs überwinden. diese leute sind zutiefst patriarchal aufgewachsen. vor allem im bible belt, wo der liebe gott den tarif durchgibt. das patriarchat ist eine seit vielen jahrhunderten missbrauchts- und unterwerfungskultur. die schütteln wir nicht so rasch ab.
    4 3 Melden
    • Amarama 15.11.2017 11:09
      Highlight Würde nicht sagen das alle so aufgewachsen sind, eher das die hohe Position ihr ego bischen aufgebläht hat und sie jetzt denken sich alles erlauben zu können :/
      8 0 Melden

Familientrennungen an der US-Grenze: TV-Moderatorin bricht in Tränen aus

Seit der «Nulltoleranz»-Politik der amerikanischen Regierung gegenüber Migranten wurden mehr als 2300 Kinder an der mexikanischen Grenze von ihren Eltern getrennt. Selbst Babies und Kleinkinder sind davon betroffen. Für eine TV-Moderatorin ist dies zu viel - sie bricht vor laufender Kamera in Tränen aus.

Gemäss neusten Informationen der Nachrichtenagentur Associated Press wurden nicht nur Kinder, sondern auch Kleinkinder und Babys an der mexikanischen Grenze von ihren Eltern getrennt und in mindestens drei Aufnahmestationen gebracht.

Das ist zu viel für die bekannte US-Fernsehmoderatorin Rachel Maddow. In der Sendung am Dienstag brach sie vor laufender Kamera in Tränen aus, als sie die Meldung über zurückgelassene Babys lesen sollte.

«Könnt ihr eine Grafik einblenden?», fragte die …

Artikel lesen