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Trump-Regierung will verstärkt privat betriebene Gefängnisse nutzen

24.02.17, 09:59


Jeff Sessions Bild: Alex Brandon/AP/KEYSTONE

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will wieder verstärkt privat betriebene Gefängnisse nutzen. Justizminister Jeff Sessions setzte eine von der Vorgängerregierung unter Präsident Barack Obama herausgegebene Richtlinie mit einem am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichen Brief an die Strafvollzugsbehörde ausser Kraft.

Private Gefängnisbetreiber seien für den «zukünftigen Bedarf» des Strafvollzugs unverzichtbar, erklärte Sessions.

Die Obama-Regierung hatte im August beschlossen, für die unter Bundesrecht inhaftierten Gefangenen auf Dauer keine privat betriebenen Gefängnisse mehr zu nutzen, weil diese schlechter und gefährlichen seien als öffentliche Haftanstalten, aber nicht kostengünstiger für den Staat.

Konkret ging es um 13 von Privatfirmen betriebene Bundesgefängnisse mit rund 22'000 Insassen. Das waren damals 11 Prozent aller Insassen in Bundesgefängnissen. Die meisten dieser Häftlinge sind Ausländer, darunter viele Mexikaner, die etwa wegen Verstössen gegen die Einwanderungsbestimmungen in Haft sitzen.

Insgesamt gibt es in den USA mehr als zwei Millionen Häftlinge. Die allermeisten fallen nicht unter die Bundesgerichtsbarkeit, auf die sich die Initiative der Obama-Regierung bezog. Die einzelnen Bundesstaaten regeln, in welcher Art von Haftanstalten die Gefangenen in ihrem Zuständigkeitsbereich untergebracht werden.

Nach der Bekanntgabe der Entscheidung von Justizminister Sessions stiegen die Aktienkurse der beiden Unternehmen Core Civic und GEO Group, die private Haftanstalten betreiben. (sda/afp)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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    Alle Leser-Kommentare
  • 8636.so schön 24.02.2017 14:27
    Highlight Dem Typen traue ich irgendwie einfach. Aus Gründen.
    0 2 Melden
  • Tikvaw 24.02.2017 14:12
    Highlight Die GEO-Group macht mit Arbeiten die Gefängnissinsassen verrichten müssen und mit den Geldern die sie vom Staat erhalten über 1.8 Milliarden Umsatz pro Jahr.
    Gut für die Firma, dass ihre "Arbeiter" nicht kündigen oder davonrennen können. Dann muss man sich auch nicht gross um Arbeitsbedingungen und Löhne kümmern.

    Wundert mich gar nicht, dass der Business-Mogul im Weissen Haus da gerne mitspielt.
    4 0 Melden

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