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epa05757527 US President Donald J. Trump (L) speaks on the phone with President of Russia Vladimir Putin, in the Oval Office of the White House in Washington, DC, USA, 28 January 2017. President Trump has chosen the day to talk with different world leaders, significantly Russia's Vladimir Putin and Germany's Angela Merkel by telephone. Also in this picture; White House Chief of Staff Reince Priebus (2-L), US Vice President Mike Pence (3-L),  Chief Strategist and Senior Counselor Stephen Bannon (3-R), White House Press Secretary Sean Spicer (2-R) and National Security Advisor, retired Lieutenant General Michael Flynn.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Da waren's nur noch zwei: Auf diesem Bild von Ende Januar, kurz nach Amtsübernahme, ist nur noch Vizepräsident Mike Pence im Amt verblieben. Stabschef Reince Priebus, der strategische Berater Steve Bannon, Sprecher Sean Spicer sowie der nationale Sicherheitsberater Michael Flynn (v.l.n.r.) sind alle zurückgetreten oder entlassen worden. Bild: EPA/EPA

Regierungschaos in Washington – Angst vor dem Trump-Crash

Sympathien mit Neonazis, Personalchaos im Weissen Haus und eine unprofessionelle Amtsführung: Donald Trump macht die amerikanische Politik und die Börse zunehmend nervös.

19.08.17, 22:49 20.08.17, 09:21

Roland Nelles, Washington



Ein Artikel von

Wer wissen will, wie es um den Zustand der amerikanischen Politik bestellt ist, dem sei ein kurzer Blick auf das Geschehen an der Wall Street empfohlen. Nach anfänglicher Euphorie über die grossen Ankündigungen des neuen Präsidenten ist dort inzwischen vor allem ein Gemütszustand vorherrschend: Nervosität.

Zwar steht der Dow-Jones-Index immer noch nur 500 Punkte von seinem Anfang August erreichten Rekordhoch entfernt. Doch etliche Investoren sind momentan so hibbelig, dass schon kleinste Gerüchte alles in Unordnung bringen.

Zum Beispiel die Sache mit Gary Cohn. Der frühere Goldman-Sachs-Banker ist der wichtigsten Wirtschaftsberater des Präsidenten im Weissen Haus, Ansprechpartner für Amerikas Wirtschaftselite, er gilt vielen Bossen als die «Stimme der Vernunft» in einer von Chaos und Machtkämpfen geprägten Regierung. Allein das Gerücht, Cohn könnte aus Empörung über Trumps Sympathien mit den Nazi-Hetzern von Charlottesville seinen Job aufkündigen, liess den Dow-Jones Ende der Woche kurzzeitig um 274 Punkte absacken. Am Freitag beendete das Börsenbarometer die Woche deutlich im Minus.

FILE - In this Saturday, Aug. 12, 2017, file photo, white nationalist demonstrators walk into the entrance of Lee Park surrounded by counter demonstrators in Charlottesville, Va. People are using social media to identify and shame white nationalists who attended this past weekend’s gathering in Charlottesville. At least one person has reportedly been fired as a result, showing that the power of angry online mobs can go both ways. (AP Photo/Steve Helber, File)

Rechte Demonstranten in Charlottesville, Virginia. Bild: AP/AP

Amerikas wirtschaftliche und politische Elite ist in Alarmstimmung. Mit zunehmender Sorge verfolgen Industriebosse und Kongressabgeordnete das Agieren eines Präsidenten, der kaum ein ernsthaftes Interesse erkennen lässt, seine vollmundigen Versprechungen zu Steuererleichterungen und umfassenden Investitionen in die Infrastruktur tatsächlich voranzubringen. Stattdessen fraternisiert er mit der extremen Rechten, liefert sich epische Twitter-Kämpfe mit seinen Kritikern und schwafelt über die «wunderbaren Denkmäler» für Südstaaten-Generäle. Überschattet wird dies alles von den weiterhin laufenden Sonderermittlungen zur Russland-Connection des Trump-Teams.

Viel Hoffnung, dass de Rauswurf des umstrittenen Chefstrategen Stephen Bannon daran etwas ändert, gibt es nicht. Zwar dirigiert mit dem neuen Stabschef John Kelly nun ein erfahrener Macher das Weisse Haus, ein Mann, der dort für ein wenig Ruhe und Ordnung sorgen kann. Das Hauptproblem dieser Regierung bleibt aber der Präsident selbst: Seine Ausfälle im Zusammenhang mit den Neonazi-Aufmärschen in Charlottesville hat Trump ganz allein zu verantworten. Und nationalistische, fremdenfeindliche, ja rassistische Ansichten hat er schon vertreten, lange bevor der Ultranationalist Bannon in sein Team kam – etwa, als er Barack Obama unterstellte, nicht in den USA geboren worden zu sein.

Selbst treue Republikaner wenden sich ab

Hinzu kommt Trumps chaotischer, erratischer Führungsstil: Der Fall Bannon zeigt einmal mehr, dass Trump keine Götter neben sich duldet. Sollte Stabschef Kelly zu mächtig werden, dürfte er wohl damit rechnen, als nächstes gefeuert zu werden. Trump verbrennt Personal derzeit im Wochentakt und er hat offenkundig keine Skrupel, sich selbst von treuesten Freunden zu trennen, wenn er einen Sündenbock für sein eigenes Versagen braucht.

Mit seiner Aggressivität, rechtsradikalen Rhetorik und Egozentrik vergrault Trump selbst treueste Unterstützer. Dass ihn nun schon Republikaner wie Senator Bob Corker öffentlich kritisieren, ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der Präsident im Kongress praktisch kaum noch Freunde hat. Der einflussreiche Aussenpolitikexperte, der zwischenzeitlich sogar als Vizepräsident im Gespräch war, hatte Trump in einem Interview einen Mangel an Kompetenz vorgeworfen. Man kann das getrost als Corkers persönliche Kriegserklärung an den Präsidenten verstehen.

U.S. Sen. Bob Corker, R-Tenn., speaks at a luncheon hosted by the Kiwanis and Rotary clubs in Columbia, Tenn., on Friday, Aug. 18, 2017. Corker said he felt compelled to voice criticism of Donald Trump after the president said white supremacists didn't bear all the blame for a melee in Charlottesville, Virginia, where a woman was killed after being struck by a car driven into a crowd. (AP Photo/Erik Schelzig)

Neuste Stimme im Chor der Trump-Kritiker: der republikanische Senator Bob Corker. Bild: AP/AP

In Washington stehen im Herbst wichtige politische Entscheidungen an: Es geht um die Steuerreform, die Ausweitung des Schuldenlimits, den neuen Haushalt. Die republikanische Führung im Kongress um Paul Ryan (Repräsentantenhaus) und Mitch McConnell (Senat) will nach der Pleite bei der Gesundheitsreform «Obamacare» endlich die anderen grossen Projekte der Regierung und der Partei voranbringen. Doch ob das mit diesem Präsidenten gelingen wird, ist mehr als fraglich.

Fast alle Pläne der Ober-Republikaner sind hochumstritten, auch in der eigenen Partei. Sie sind dringend auf die Stimme jedes Kongressabgeordneten angewiesen. Sie bräuchten für einige Vorhaben sogar die Hilfe der Demokraten. In dieser Situation müsste ein Präsident eigentlich für seine Agenda werben, Abgeordnete auf seine Seite ziehen, in den Medien für sein Vorhaben gute Stimmung machen. Kurz: Er müsste Führungsstärke zeigen.

Doch Trump tut genau das Gegenteil: Mit seinen Äusserungen zu Charlottesville vertieft er nur die politischen Gräben im Kongress und ganzen Land. Die Liste derjenigen, die in Repräsentantenhaus und Senat gegen Trump arbeiten, wird von Tag zu Tag länger. Das alles ist nur noch «frustrierend» und «anstrengend», klagt der republikanische Abgeordnete Charlie Dent – und spricht damit vielen seiner Parteifreunde aus der Seele.

«Wir werden wegen Trump von unserer Arbeit abgelenkt»

Vor allem die wichtigsten Steuerexperten in Trumps Partei sind genervt. Eigentlich wollten sie in diesen Tagen bei einer Tagung in Kalifornien für die Steuerreform werben. Alles war schön vorbereitet, man traf sich extra auf der alten Farm von Ronald Reagan, «Rancho del Cielo», um möglichst viel Aufmerksamkeit für das sperrige Thema zu erheischen. Doch die anwesenden Journalisten befragten die Abgeordneten dann fast nur zu Trumps Äusserungen zu Charlottesville. «Wir werden wegen Trump von unserer Arbeit abgelenkt», schimpfte ein Parlamentarier anschliessend.

Nach Bannons Abgang droht neue Unruhe: Kaum hatte der das Weisse Haus verlassen, sass er auch schon wieder in den Büros seiner ultranationalistischen Webseite «Breitbart News». Von dort aus wolle er nun für Trumps Agenda kämpfen, kündigte Bannon an. Das verheisst für die Republikaner im Kongress nichts Gutes: Der Partei drohen neue, heftige Auseinandersetzungen um den richtigen Kurs in Wirtschaftsfragen, aber auch bei den Themen Immigration und Aussenpolitik. Angeblich soll Bannon sogar bereits an Plänen arbeiten, einen eigenen TV-Sender zu starten, mit dem er für seine Agenda kämpfen will.

Wirtschaftsbosse verfolgen das triste Spektakel mit einer Mischung aus Abscheu und Sorge. Viele von ihnen haben sich wegen Trumps Äusserungen zu den Vorfällen von Charlottesville inzwischen öffentlich von ihm abgewandt. Nur wenige halten ihm noch die Treue.

FILE - In this Sunday, Sept. 27, 2015, file photo, Merck Chairman and CEO Kenneth Frazier participates in a session

Einer der von Trump enttäuschten Wirtschaftskapitäne: Merck-CEO Kenneth Frazier trat aus einem Beratergremium des Präsidenten zurück. Bild: AP/AP

Bleiben die von Trump versprochenen Steuererleichterungen und Infrastruktur-Milliarden aus, dürften zudem die Profite der Konzerne unter Druck geraten. Zwar läuft die amerikanische Konjunktur derzeit einigermassen solide, doch vom erhofften grossen Trump-Boom ist man weit entfernt.

Dass der Präsident bald selbst hinschmeisst oder vorzeitig von Parteifreunden aus dem Amt geputscht wird, glaubt kaum jemand ernsthaft. Die Bosse setzten deshalb mittelfristig voll und ganz auf Trumps Wirtschaftsberater Cohn. Der Ex-Goldman-Sachs-Banker soll den Präsidenten zur Vernunft bringen und dafür sorgen, dass er sich wieder auf seine politische Agenda konzentriert.

FILE - In this Jan. 22, 2017, file photo, National Economic Council chairman Gary Cohn arrives for a White House senior staff swearing in ceremony in the East Room of the White House in Washington. One would-be White House employee has been prevented from starting work because of a deal with China, while another White House employee has been with President Donald Trump from Day One, even though he holds stock in a Chinese bank. The White House says hedge fund manager Anthony Scaramucci’s deal was far more complicated than economic adviser Cohn’s stock holdings, which he is selling. But some government watchdogs point to their disparate treatment as an example of how ethics matters are being handled unevenly. (AP Photo/Andrew Harnik, File)

Gary Cohn, Trumps oberster Berater für Wirtschaftsfragen. Bild: AP/AP

Cohn ist Jude und soll über Trumps Sympathien mit den Neonazi-Marschierern in Charlottesville entsetzt gewesen sein. Die Gerüchte über seinen bevorstehenden Abgang dementierte das Weisse Haus vorige Woche. Cohn will wohl seinem Präsidenten treu bleiben. Die Frage lautet nur: wie lange noch?

Der Chef der angesehenen Yale School of Management, Jeffrey Sonnenfeld, warnt: «Wenn Cohn zurücktritt, crashen die Märkte.»

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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47
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47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Herbert Anneler 20.08.2017 15:59
    Highlight Schade, dass die Demokraten sich nicht reformieren und als echte Alternative positionieren.
    1 1 Melden
  • sherpa 20.08.2017 13:32
    Highlight Es ist noch gar nicht so lange her, da hieß es euphorisch "good morning amerika" und heute, nur noch "good night amerika".
    9 1 Melden
  • FrancoL 20.08.2017 13:03
    Highlight "Donald Trump macht die amerikanische Politik und die Börse zunehmend nervös".

    Als Titel im allem ernst?

    Die Politiker und die Börse hätten schon von allem Anfang an mehr als nur nervös sein sollen, dann hätte vielleicht DT sich etwas gemässigt.
    Dass aber die Märkte und die Börse auf dieser Luftblase sich in die Höhe schwangen wenig wie wenig analytisches Denken da noch vorhanden ist.
    Dieser Höhenflug bekräftigte DT in seinem irren Glauben auf dem richtigen weg zu sein. Jetzt geht es um den Schaden zu begrenzen und die die Hauptlast wird, wie könnte es anders sein, der kleine Bürger tragen.
    8 3 Melden
  • Waedliman 20.08.2017 11:10
    Highlight Das Problem bei all der Schadenfreude über Trumps scheitern: Der nächste Idiot steht schon bereit. Mit Pence wird es zwar mehr Stabilität geben, aber der erzkonservative Kerl wird die USA nicht in ein sympathischeres Fahrwasser führen. Und letztlich ist für mich Trump als Bauernopfer immer schon geplant gewesen, um einen beim Wahlvolk unbeliebteren Pence an die Macht zu hieven, der die USA nach evangelikalem Denken lenken kann. Eine ebenso grauenhafte Vorstellung.
    19 8 Melden
    • Citation Needed 20.08.2017 13:01
      Highlight Trump behalten um Pence zu verhindern? Pence bringt viel Übles, wenn auch kaum offene Nazi-Sympathien.. aber wenn Trump scheitert, dann schadet dies auch Pence und der GOP.
      11 1 Melden
    • Waedliman 20.08.2017 14:42
      Highlight @DuckTonaldFump: Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern die logische Folge einer skrupellosen Politik, die typisch wäre für die USA und besonders für die Machenschaften bei den Republikanern dort.
      5 1 Melden
  • Butzdi 20.08.2017 09:24
    Highlight Viele Ämter sind unter Trump nicht oder unterbesetzt. Was wenn irgendeine Krise wie eine Überschwemmung, ein Erdbeben oder etwas ähnliches eintritt... ?
    Es wird Zeit, dass sich Leute um Trump ein Rückgrat und etwas anderes weiter unten wachsen lassen und entweder aussteigen oder Druck ausüben.
    34 3 Melden
  • Jein 20.08.2017 08:15
    Highlight Sorgen mache ich mich eher wie die Trump-Regierung mit einer Wirtschaftskrise umgehen würde. Angesichts von viel zu billigen Hypotheken sind die Immobilienpreise gerade in den USA aufgebläht und die Privatverschuldung massiv, und die Aktienindize können bald fast nur noch runter. Gleichzeitig gibt es stets mehr Tax Cuts für Unternehmen (was zwar klappt wenn die Wirtschaft boomt, bei einem Crash aber die Staatseinnahmen sehr reduziert,) und mehr Deregulierung (z.B. haben die Republikaner dem Dodd Frank Act zugesetzt). Die Zeichen stehen auf Sturm, es ist nur noch eine Frage des "wann".
    32 4 Melden
    • Zarzis 20.08.2017 09:01
      Highlight @Jein
      Ist der Mensch nicht witzig!
      In den USA ist es ähnlich wie in der Schweiz.
      Wir haben hier Wirtschaftlich die besten Zeiten ever!! Und wie sehen die Finanzen aus?
      Katastophal! Moment?
      In der Natur gäbe es kein Tier das in Zeiten des Überschusses freiwillig Hungert!
      Den die wissen alle Instinktive das dann in der Not schnell Kritisch wird!
      Aber wir Menschen sind ja so viel Klüger!
      Bald werden Luzerner wie ich mit dem Satz konfrontiert: Selber Schuld ihr habt über eure Verhältnise Gelebt! Nee, nur wie in den USA über die Verhältnise Steuern gesenkt und nicht für die Not zurückgelegt!
      15 14 Melden
    • Jein 20.08.2017 09:56
      Highlight @Clayton: Obama hat ja z.B. den Dodd Frank Act eingeführt und andere Regulationen für Banken, die jetzt von den Republikanern zunichte gemacht werden. So wurde etwa die Regelung gestrichen, wonach Vorsorgeberater im Interesse ihrer Kuden handeln sollen, sowie auch die Volcker Rule, die Spekulationen beschränkt.
      23 1 Melden
    • Richu 20.08.2017 13:01
      Highlight @Jein: Die Aussagen, die Hypotheken seien in den USA viel zu tief stimmt schon nicht. Zurzeit sind die Hypothekarzinsen in den USA im Durchschnitt 3,5 % bis 4 %. Verglichen mit der Schweiz hat USA also hohe Hypothekarzinsen!
      Zudem, wenn man Immobilienpreise in den USA vergleicht, sollten beim Vergleich die Preise vor der Immobilenkrise zu Grunde gelegt werden. Da kann nicht generell von aufgeblähten Preisen in den USA gesprochen werden.
      Je nach Region sind auch in der Schweiz die Immobilienpreise aufgebläht. Dies u.a. auch wegen den extrem tiefen Hypothekarzinsen in unserem Lande!
      5 0 Melden
    • Jein 20.08.2017 14:53
      Highlight @Richu: Das mit den Zinsen stimmt, und tatsächlich sind in der Schweiz Immobilienpreise auch recht aufgebläht.

      Nur ist die Hauseigentümerrate in den USA viel höher als hier, und viele dieser Hauskäufe werden durch Hypotheken mit äusserst tiefen Downpayments (5-10%) von Leuten getätigt, die einen überragenden Teil ihres Einkommens für den Hypothekarzins aufwenden müssen. Die Kombination ist nie gut.
      0 0 Melden
    • Richu 20.08.2017 16:32
      Highlight @Jein: Seit der Finanz- und Immobilienkrise verlangen die Banken im Bundesstaat Kalifornien Downpayments von mindestens 20%. Ausnahmen sind selten und nur gegen konjukturunabhänige Sicherheiten.
      Ob in anderen US-Bundesstaaten noch Downpayments (Anzahlung) von nur 5 - 10 %, wie von Ihnen erwähnt, üblich sind, kann ich mir kaum vorstellen. Die amerikanischen Banken haben nämlich bei der letzten Immobilienkrise sehr viel Geld verloren.
      Während der Immobilienkrise haben viele Leute, besonders vom Mittelstand, welche noch kein eigenes Haus hatten, von den günstigen Immobilenpreisen profitiert!

      1 0 Melden
  • flyingdutch18 20.08.2017 06:41
    Highlight Ein guter Beitrag, danke. Cohns Loyalität gilt allerdings weniger Trump als den Märkten (und Goldman Sachs), die eine panische Angst davor haben, dass Trump und sein Regierungsteam implodieren.
    43 4 Melden
    • rodolofo 20.08.2017 07:59
      Highlight Was für seltsame Märkte...
      Je rascher Trump und sein Regierungsteam an ihren internen Konflikten implodiert, desto besser!
      Nachher kann es nur noch besser werden.
      29 7 Melden
  • Jason84 20.08.2017 02:24
    Highlight Die Unterstützer sagten immer,"gebt ihm Zeit". Aber inzwischen sollte mal wieder klar sein. Populisten und Egozentriker ändern genau nichts zum Guten.
    78 10 Melden
  • fluh 20.08.2017 01:02
    Highlight ich bin ja auch kein trumpfan, aber in zwei nebensätzen steht börse beinahe auf allzeithoch und wirtscjaft läuft auch... lieber über den führungsstil lamentieren als die hintergründe der fakten zu berichten. irgendwie kann ich die journalisten, nicht nur watson, so auch nicht wirklich ernst nehmen. populismus ächten aber nach klicks lechzen...
    so wird das nichts mehr mit der 5. staatsgewalt, da die presse im volk aufgeht und nach dem mund schreibt. das volk hat in diesem format die presse übernommen und die stammtischmeinungen potenzieren sich. quo vadis journalisten?
    16 64 Melden
    • Zarzis 20.08.2017 08:34
      Highlight Nur das die Wirtschaft in den USA gut geht, hat halt nicht so viel mit dem Handeln von Trump zu tun. Sondern mit den Massnahmen von Obama. Das einzige was Trump beigetragen hat, sind nicht taten, sondern die Hoffnung auf seine Versprechen. Nur merkt die Wall Street langsam das diese Versprechen nur Schall und Rauch sind. Aber da er nichts macht, laufen halt die Obama Massnahmen weiter. Die bringen zur zeit weiter einen Aufschwung und das beste, Trump reklamiert diesen Erfolg für sich, die Wirtschaft ist auch Zufrieden. Aber wie immer sind die Märkte Scheue Rehe die schnell in Panik ausbrechen
      40 6 Melden
    • Fichtenknick 20.08.2017 08:39
      Highlight Moment mal - du glaubst also, dass das wirtschaftliche Hoch auf Trump zurückzuführen ist? Alle Achtung, mit so viel Ignoranz auch noch an die Öffentlichkeit zu gehen!
      Fakt ist doch, dass der Trend seit über 6 Jahren nach oben zeigt. Folglich ist Trump also eher Verwalter des Obama-Aufschwungs.
      53 7 Melden
    • Zarzis 20.08.2017 09:38
      Highlight @Clayton
      Nicht alle Lügen das Blaue vom Himmel, aber der Mann den Sie heute so Verteidigen, schon!
      Wissen Sie wie vielen wurde von anfang an gesagt und Bewiesen das dieser Mann dauernt Lügt?
      Allen und wissen Sie die Antwort?
      "Die Eliten und Medien wollen ihn nicht, dashalb sagen die das!"
      Und jetzt Ihre Aussage, ist echt ein ganz starkes Stück. Den die besagt nur, das alle Medien und alle Trump Kritiker von anfang an Recht hatten. Aber warum Verteidigen Sie dann weiter diesen Mann der nur für etwas Steht, Aroganz der Elite.
      22 6 Melden
  • Butschina 20.08.2017 00:37
    Highlight Das beste was die Angestellten im Weissen Haus tun können, ist zurückzutreten. Dann würde ev. das Thema von Trumps Absetzung realistisch. Der Typ muss gestoppt werden, bevor er die USA zugrunde richtet.
    39 7 Melden
    • rodolofo 20.08.2017 08:08
      Highlight Nein, er soll noch eine Weile so weiter machen!
      Dann wird auch dem Hinterst Letzten in den USA und auf der Welt klar, was eine von Rechtsnationalen und Rechtsextremen gebildete, staatsfeindliche Staatsregierung anrichtet!
      Leider braucht es solche Gross-Katastrophen, damit die Menschen aus ihrem kurzsichtigen Konsumenten-Dämmerschlaf aufwachen und sich zu bewegen beginnen!
      Der Atomausstieg wurde schliesslich auch erst dann entschlossen und tatkräftig angesteuert, als mit Fukushima ein weiterer Super-GAU passierte, noch dazu in einem technologisch hoch entwickelten Industrieland wie Japan!
      34 7 Melden
    • sowhat 20.08.2017 09:01
      Highlight @Dodolofo, der Atomaustieg würde zwar nach Fukushima beschlossen, mir scheint aber, es gibt schon wieder einige Bestrebungen den wieder aufzuweichen. Es bringt also nichts das Beispiel Trump länger auszuhalten. Mehr als einen Wahlgang würde es nicht beeinflussen. Dazu ist das heutige Gedächtnis zu kurz.
      15 3 Melden
  • Chrigu BE 19.08.2017 23:04
    Highlight Wenn Meinungen publiziert werden, die durch nichts, aber auch gar nichts, im Text belegt werden, markiert das bitte als Kommentar.
    Es mag stimmen - genauso gut aber auch nicht, Ich tippe auf "nicht"
    17 53 Melden

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