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Donald Trump rechnet öffentlich mit Justizminister Jeff Sessions ab.  Bild: AP/AP

Jetzt bricht Trump mit seinem Justizminister – und plaudert über das Putin-Dinner

20.07.17, 03:44 20.07.17, 06:18

Donald Trump lieferte erneut einen Beweis, dass er sich nicht um Political Correctness schert. Er rechnete öffentlich mit Justizminister Jeff Sessions ab, einem seiner Unterstützer der ersten Stunde. 

Was ist passiert?

Der US-Präsident hat sich öffentlich von seinem Justizminister Jeff Sessions distanziert. In einem Interview der New York Times drückte Trump im Nachhinein sein Bedauern aus, Sessions überhaupt für den Posten nominiert zu haben.

«Sessions hätte sich niemals wegen Befangenheit zurückziehen sollen, und wenn er sich zurückziehen wollte, hätte er es mir sagen sollen, bevor er den Job angenommen hat. Dann hätte ich jemand anderen ausgewählt.»

Donald Trump

Warum macht Trump das? 

Hintergrund ist die Entscheidung des Justizministers vom März, sich wegen persönlicher Befangenheit aus den Russland-Ermittlungen des FBI herauszuhalten.

Sessions hatte sich während des Wahlkampfes mit dem russischen Botschafter Sergei Kisljak getroffen. In einer Anhörung verneinte er solche Kontakte – aber unter Eid. Die Bundespolizei ermittelt zu möglichen Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland.

«Sessions hat sich extrem unfair verhalten.»

Donald Trump

«Jeff Sessions nimmt den Job an, tritt den Job an, zieht sich wegen Befangenheit zurück, was – offen gesagt – sehr unfair gegenüber dem Präsidenten ist», erklärte er weiter. «Wie kann man einen Job annehmen und sich dann wegen Befangenheit zurückziehen?» Sessions habe sich «extrem unfair» verhalten.

Weiter attackierte er den von ihm gefeuerten FBI-Chef James Comey. Dieser habe versucht, ein Dossier mit kompromittierendem Material anzulegen, um seinen Job behalten zu können. Weiter warnte er Sonderermittler Robert Mueller, finanzielle Angelegenheiten seiner Familie abseits der Russen-Angelegenheit auszuleuchten. «Ja, das würde eine rote Linie überschreiten», so Trump.

Das Dinner-Gespräch mit Putin

Der US-Präsident äusserte sich im Interview erstmals zu seinem Gespräch mit Wladimir Putin beim G20-Dinner in Hamburg, das am Mittwoch für Schlagzeilen gesorgt hatte. 

Man sei während des Banketts bereits beim Dessert angelangt. Dann habe er sich zu Melania gesetzt, die beim Dinner neben Putin gesessen war. «Ich habe zu Putin ‹Hallo› gesagt. Wir haben ein lockeres Gespräch geführt und Höflichkeiten ausgetauscht.» 

Zudem habe man sich zum Thema Adoption unterhalten. Darüber habe sein Sohn Don bereits im Juli 2016 bei dem Treffen mit den Russen gesprochen. 

Trump wiederholte nochmals, dass er nichts vom Russen-Treffen seines Sohnes gewusst habe. Er habe von den Russen schlicht kein schädigendes Material über Hillary Clinton gebraucht. «Es gibt nicht viel, das schlimmer wäre, als ich bereits über Clinton gesagt habe. Ausser jemand sagt, sie hätte jemandem in den Rücken geschossen.»

Hier kannst du das Protokoll des Gespräches lesen.

(amü/sda/dpa)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Rubby 20.07.2017 13:56
    Highlight Ist es jetzt nicht langsam an der zeit diesen unfähigen usa-präsidenten vom thron zu stürzen?...auf was wird denn noch gewartet...?....schlimmer kanns doch eigentlich gar nicht kommen..!...dieser alte mann der bestimmt unter demenz leider soll in ein altersheim...dort können sie mit diesem grossmaul umgehen...belächelt wird er ja schon von der ganzen welt...!!....
    3 0 Melden
  • Imagine 20.07.2017 08:32
    Highlight Trump - immer wieder eine Lehre, wie man NICHT kommuniziert, wie man NICHT miteinander umgeht ...
    Oder schlicht Machiavelli in Reinkultur?
    20 5 Melden
  • Domsh 20.07.2017 06:47
    Highlight Kann dieser Typ wirklich nur lügen, Unsinn erzählen und zeigen, dass von nichts eine Ahnung hat?
    43 10 Melden
  • rodolofo 20.07.2017 06:41
    Highlight Was Trump den lieben langen Tag rauslässt, interessiert bald keine Sau mehr!
    Immer mehr Leute wenden sich resigniert und angewidert davon ab, was dieser durch und durch verlogene und korrupte Machtmensch absondert.
    Da haben wir eine weitere Parallele zu Russland:
    Auch dort wenden sich die Menschen resigniert und angewidert von dem ab, was ihre Politiker und Oligarchen treiben.
    Liebe US-Amerikaner und liebe Russen,
    meldet Euch doch an zur gemeinsamen Gruppen-Therapie!
    Thema der 1.Sitzung:
    Wie kann ich das gewählte Scheusal an der Spitze annehmen und akzeptieren?
    Soll ich offen darüber sprechen?
    30 13 Melden
    • Grigor 20.07.2017 10:39
      Highlight Blöd dabei: Wenn sich niemand mehr dafür interessiert was diese Spinner so treiben, habe sie ihr Ziel erreicht.
      5 0 Melden
    • rolf.iller 20.07.2017 11:14
      Highlight Sorry nein, die Russen lieben Putin. Du musst nur genügend Opositionelle und Journis um die Ecke bringen dann geht das. Das es den eigenen Leuten schlecht geht is völlig irrelevant, brauchst einfach ein gutes Feindbild. Im Zweifelsfall die USA. Früher hatten auch die Juden dafür gut hergehalten.
      6 0 Melden
  • Grundi72 20.07.2017 06:27
    Highlight «Sessions hätte sich niemals wegen Befangenheit zurückziehen sollen, und wenn er sich zurückziehen wollte, hätte er es mir sagen sollen, bevor er den Job angenommen hat. Dann hätte ich jemand anderen ausgewählt.»

    Sehe ich genau so!
    12 67 Melden
    • Domsh 20.07.2017 07:58
      Highlight Klar. Die einzige Aufgabe eines Justizministers ist ja die Leitung einer Ermittlung gegen den Präsidenten oder sein Team. Sonst nichts, nur diese Aufgabe. Deshalb muss die Annahme dieses Jobs unbedingt nur darauf abgestimmt werden, moll...
      50 3 Melden
    • Rabbi Jussuf 20.07.2017 08:52
      Highlight Klar doch!
      Der Justizminister ist der Familienanwalt des Präsidenten. In der Mafia ist das der Consigliere.
      36 3 Melden
    • Sandro Lightwood 20.07.2017 09:49
      Highlight Grundi, auf die Erklärung bin ich jetzt aber gespannt, wieso du das genau so siehst.
      6 1 Melden
    • Datsyuk 20.07.2017 10:24
      Highlight Grundi72, falls Kellyanne Conway nicht mehr für Trump arbeiten will, kannst du das ja machen. Du erinnerst mich stark an sie.

      Hier noch Kate McKinnon (Saturday Night Live) als Kellyanne Conway an einem ihrer freien Tage...
      3 1 Melden

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