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ZU DEN US-PRAESIDENTSCHAFTSWAHLEN AM DIENSTAG, 8. NOVEMBER 2016, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZU DONALD TRUMP ZUR VERFUEGUNG - Republican presidential candidate Donald Trump speak with a members of the media Tuesday, Feb. 2, 2016, in Manchester, N.H. (KEYSTONE/AP Photo/Matt Rourke)

Gestern war es also soweit: Donald Trump gab der New York Times ein Interview. Bild: AP

Trump hat seinem Erzfeind ein Interview gegeben – das ist dabei herausgekommen



Der künftige US-Präsident Donald Trump hat seine Positionen in einigen Politikfeldern abgeschwächt. In einem Interview mit der «New York Times» gab er sich versöhnlich gegenüber Hillary Clinton und räumte ein, dass der Klimawandel auch menschengemacht sei.

«Irgendwie, es hängt davon ab, wie viel», sagte Trump am Dienstag in Bezug auf den menschlichen Einfluss auf den Klimawandel. Unter Bezug auf Regulierungen sagte Trump, er denke beim Thema Klimawandel immer auch an die Kosten für die US-Unternehmen und die Konsequenzen für die Wettbewerbsfähigkeit.

Auf die Frage, ob sich die USA unter seiner Führung aus internationalen Klimaabkommen zurückziehen würden, sagte Trump: «Ich werde das sehr genau prüfen. Ich stehe dem Ganzen offen gegenüber.» Im Wahlkampf hatte Trump einen menschengemachten Klimawandel negiert und gesagt, er wolle entsprechende Vereinbarungen aufkündigen.

Bei Clinton zurückgekrebst

Hillary Clinton speaks to the Children’s Defense Fund in Washington, U.S., November 16, 2016.  REUTERS/Joshua Roberts     TPX IMAGES OF THE DAY

Wird vermutlich doch nicht im Gefängnis landen: Hillary Clinton. Bild: JOSHUA ROBERTS/REUTERS

Auch mit Blick auf seine erbitterten Angriffe auf seine Rivalin Clinton wegen deren E-Mail-Affäre legte Trump Zurückhaltung an den Tag. Auf die Frage, ob er Ermittlungen gegen die Ex-Aussenministerin im Zusammenhang mit ihrer Stiftung oder des von ihr eingeräumten Gebrauchs eines privaten E-Mail-Servers ausschliesse, sagte Trump in dem Interview nach Angaben des Blattes «Nein».

Zugleich sagte er, er wolle die Clintons «nicht verletzen» und voranschreiten. «Ich strebe nicht an, da nochmals durchzugehen», sagte Trump laut einer Twitter-Nachricht des Interviewers. Ermittlungen gegen Clinton würden das Land sehr stark spalten, sagte Trump. «Ich möchte die Clintons nicht verletzten, wirklich nicht. Sie hat soviel durchgemacht und viel gelitten, in vielerlei Hinsicht.»

Die 10 wichtigsten Zitate aus dem NYT-Interview

Im Wahlkampf hatte Trump die Einsetzung eines Sonderermittlers gegen Clinton angekündigt und ihr mehrfach kriminelles Verhalten und Korruption vorgeworfen. In Wahlveranstaltungen hatten seine Anhänger die Forderung nach einer Inhaftierung Clintons («lock her up»- «Sperrt sie ein») häufig in lautstarken Sprechchören kundgetan. Clinton hatte den Gebrauch eines privaten E-Mail-Servers als Fehler bezeichnet. Strafbar hat sie sich damit nach Einschätzung des FBI aber nicht gemacht.

Distanzierung von Alt-Right-Bewegung

Trump distanzierte sich gegenüber der «New York Times» auch von der rechtsextremen Alt-Right-Bewegung, die seinen Wahlsieg mit Nazi-Sprüchen und dem Hitlergruss gefeiert hatte. «Ich möchte dieser Gruppe keinen Auftrieb geben, und ich erkenne sie nicht an», sagte Trump.

Zuvor hatte die Zeitung Trump in einem Leitartikel aufgefordert, die «giftige Propaganda» der Alt-Right-Bewegung, die er in seinem Wahlkampf selbst «aus dem Schatten geholt» habe, «eindeutig zu verurteilen».

Trump sei im Kurznachrichtendienst Twitter «verstummt», nachdem rund 200 «weisse Nationalisten» am Samstag in Washington eine «sehr öffentliche Coming-Out-Party voll von rassistischem und antisemitischem Schmutz» gefeiert hätten, schrieb die «New York Times».

Journalisten als Lügner beschimpft

Am Montag hatte Trump bei einem Treffen mit Medienvertretern diese aufs übelste beschimpft. Es sei wie ein «Erschiessungskommando» gewesen, zitierte die «New York Post» am Montagnachmittag (Ortszeit) einen Teilnehmer.

Trump ging dem Bericht zufolge gleich zu Beginn des Treffens insbesondere auf den Nachrichtensender CNN los. Dem anwesenden Senderchef Jeff Zucker soll er dem Teilnehmer zufolge gesagt haben: «Ich hasse Ihren Sender, jeder bei CNN ist ein Lügner, und Sie sollten sich schämen.»

Bisher von den Medien ferngehalten

Seit seinem Wahlsieg hat sich Trump weitgehend von den Medien ferngehalten. So gab der gewählte Präsident entgegen der Gepflogenheiten bislang keine Pressekonferenz, sondern nur gelegentliche Interviews.

Mit der Öffentlichkeit kommuniziert Trump grossteils über den Kurzbotschaftendienst Twitter. Seine Pläne für die Zeit unmittelbar nach seiner Regierungsübernahme am 20. Januar verkündete er am Montag in einer Videobotschaft.

Die bisherige Praxis des künftigen Präsidenten hat Sorgen innerhalb der US-Medien wachsen lassen, dass ihnen die Trump-Regierung den Zugang zu Informationen schwer machen könnte. (cma/sda/afp/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Daniel_a 23.11.2016 11:07
    Highlight Highlight Blackbox Trump, morgen ist China schuld am Klimawandel, übermorgen die EU und danach wird er wieder geleugnet.
  • Acappucci 23.11.2016 09:32
    Highlight Highlight CNN Mitarbeiter verstehen sich selbst ja als aufrechte ethische Journis, die auch die Gegenseite zu Wort kommen lassen will, während das im postfaktischen Zeitalter schon fast naiv anmuten muss.
  • Acappucci 23.11.2016 09:32
    Highlight Highlight Zwischen die Hitlergrüsse der Alt-Right Bewegung in Washington DC eindeutig verurteilen und nicht anerkennen, da besteht doch ein himmelweiter Unterschied! Nicht nur in einem Punkt gleicht Trump dem Koeppel: Beide reden martialisch von Erschiessungskommando und Sturmgeschütz und zielen damit auf die von Pegida so bezeichnete "Lügenpresse". Als ob Fox News und Weltwoche je ausgeglichener berichtet hätten, dort hocken ja die wahren Propagandisten. Trumps Wahlversprechen wurden ja von sämtlichen Medien mittransportiert, er schuf Nachrichten im Wert von 1,9 Mill.$ vs. Clinton 700 Mio.
  • Ohniznachtisbett 23.11.2016 09:29
    Highlight Highlight Trump entwickelt sich immer mehr zu dem, was ich schon im Vorwahlkampf über ihn gesagt habe. Trump ist Unternehmer und diese sind normalerweise keine Idealisten sondern Pragmatiker oder um es etwas negativer auszudrücken Opportunisten.
  • saukaibli 23.11.2016 08:35
    Highlight Highlight Das ist doch typisch Trump, er erzählt mal dies und mal jenes. Was wir aber sicher sagen können ist, dass Trump ein eiskalter Lügner ist, der immer das aussagt, was für ihn zu dem Zeitpunkt gerade am meisten nützt und dass wir erst sicher sein können was er tatsächlich macht, wenn es soweit ist.
  • Linus Luchs 23.11.2016 08:18
    Highlight Highlight Trump denkt beim Thema Klimawandel an die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, ganz nach dem Motto: Die Wirtschaft floriert, die Menschheit krepiert.
  • Sillum 23.11.2016 07:27
    Highlight Highlight Artikel geschrieben 06.39 Uhr, momoll , bravo Watson Redaktion. Heute durfte ich meine Ration Trump-Bashing bereits zum Morgenkaffee geniessen. Herzlichen Dank und weiter so. Lustige Internetzeitungen sind gefragt und so dürfte es mit der Rendite vielleicht doch endlich etwas vorangehen.
  • flyingdutch18 23.11.2016 06:56
    Highlight Highlight Ein faschistoider Showman, dem jedes Mittel recht war, um ins Weisse Haus zu kommen. Wes Geistes Kind er ist, zeigt sich bei der Wahl seiner engsten Berater und Minister, die bisher alle ultrarechts sind.
  • Grundi72 23.11.2016 06:52
    Highlight Highlight Wenn man zwischen CNN und Fox News hin und herschaltet merkt man tatsächlich wie krank die amerikanische Medienlandschaft ist!

    Dagegen wirkt wohl der staatliche Sender aus Nordkorea fast schon neutral!
  • Ruffy 23.11.2016 06:33
    Highlight Highlight Er macht dass, was er bisher auch gemacht hat, er erzählt jedem was er hören will...
  • Zeit_Genosse 23.11.2016 06:13
    Highlight Highlight Wenn er überall zurückkrebst bleibt von Trump nicht mehr viel übrig. Dann organisieren sich die wütenden jungen weissen Männer enttäuscht selbst. Die Geister die ich rief....
    • Hoppla! 23.11.2016 07:15
      Highlight Highlight Nur, dass es primär alte/ältere weisse Männer sind. Da besteht die Hoffnung, dass die Zeit dieses Problem von selbst löst...
    • Domino 23.11.2016 07:30
      Highlight Highlight Was für ein rassistischer Kommentar. Wenn man davon ausgeht dass die politische Linke von der Gleichheit aller Menschen ausgeht, warum unterscheiden sie dann? Von ganz Links nach ganz Rechts ist es eben ein kleiner Schritt...
    • JoWu 23.11.2016 07:55
      Highlight Highlight Seit wann sind die denn jung? Die Jungen haben mehrheitlich Clinton gewählt.
  • Mett-Koch 23.11.2016 04:51
    Highlight Highlight Ich finde es nicht lustig, wie er nun zurückkrebst @Mafi....
    Aber war irgendwie voraussehbar... Um das Volch zu fangen, muss man übertriebene und nicht umsetzbare Aussagen machen 😉
  • Harlekin 23.11.2016 03:51
    Highlight Highlight «Ich hasse Ihren Sender, jeder bei CNN ist ein Lügner, und Sie sollten sich schämen.»

    Die ersten wahren Worte, die ich von Trump gehört habe ;)
  • Mafi 23.11.2016 00:44
    Highlight Highlight Er wird wohl immer ein Two-Faced-Men bleiben, aber diese Worte werden hoffentlich beruhigend wirken. Lustig, wie er jetzt überall zurückkrebst. Ich bin wirklich gespannt was rauskommt in den nächsten 4 Jahren ;)
    • KeineSchlafmützeBeimFahren 23.11.2016 08:20
      Highlight Highlight Two-faced sind auch «Friedens»nobelpreisträger Obama, «Feministin» Clinton und Flüchtlings«helferin» Merkel. Alles Heuchler diese internationalen Politiker. Schlimmer ist aber, dass wir ihren Märchen glauben. Aber wieso beschwere ich mich eigentlich? Alles ist ja gut, solange man Menschenrechte und Demokratie predigt oder? http://Den
  • Sheez Gagoo 23.11.2016 00:35
    Highlight Highlight Entweder hat der Kreide gefressen oder das Amerikanische Volch hat einen Kommunistenhippie gewählt.
    • Maett 23.11.2016 02:00
      Highlight Highlight @Sheez Gagoo: oder er ist ein zweiter Putin. Ein Pragmatiker, dem jedes Mittel Recht ist, um seine Visionen umzusetzen (die aber eben letztendlich immerhin pragmatisch sind).

      Es könnte durchaus sein, dass seine Präsidentschaft positive Folgen für die USA (und noch wichtiger: für die Welt) haben könnte. Dass sie im Desaster endet ist aber leider auch nicht ausgeschlossen, da kompromisslos handelnde Menschen schwer einzuschätzen sind.
    • Mett-Koch 23.11.2016 04:44
      Highlight Highlight @mett: danke für deinen wenig aussagenden Beitrag.
    • bud! 23.11.2016 06:44
      Highlight Highlight @Maett: Du redest wie ein Astrologe. "Trump könnte durchaus positive Folgen haben. Vielleicht endet es aber auch im Disaster". Genau. einfach mal beide Varianten aufzählen, was sein könnte. Dann kannst Du nachher sagen Du hast es ja gewusst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • geissenpetrov 23.11.2016 00:17
    Highlight Highlight Schön anzusehen, wie die Systemmedien vor dem neuen Präsidenten anfangen zurückzukrebsen (sda/afp/dpa)
    • ujay 23.11.2016 06:33
      Highlight Highlight Was für ein Quatsch!Trump versucht schlicht,die Medien zu kontrollieren mit Methoden,die jeder totalitäre Landesvater anwendet.Wenn er den US-Medien die Zusammenarbeit verweigert,wird er es extrem schwer haben die nächsten 4 Jahre, denn die USA sind nicht Weissrussland.Wenn The Donald glaubt,Diese zum schweigen bringen zu können,ist er nichts als ein armseliges Grossmaul.
    • Fabio74 23.11.2016 06:47
      Highlight Highlight Systemmedien... ja all die Trumps out of the system .
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