International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ZUM KLIMAGIPFEL IN PARIS VOM 30. NOVEMBER BIS ZUM 11. DEZEMBER 2015  STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - epa01845007 A handout image taken in August 2009 and released on 02 September 2009 by the greenpeace International shows the Bergs calved from Helheim glacier float in Sermilik Fjord on the south eastern coast of Greenland, an area which is the focus for Leg 2 of Greenpeace's three-month Arctic Meltdown Tour. The Greenpeace ship Arctic Sunrise is currently supporting a team of independent glaciologists and oceanographers as they seek to explain why Greenland's glaciers are accelerating. The scientists are testing the theory that sub-tropical waters are reaching the Greenland ice sheet and accelerating the melt.Greenland's ice sheet has more than doubled its contribution to sea-level rise in the last seven years due to a rapid and unpredicted loss of ice. This is mainly caused by the accelerated flow rate of major outlet glaciers in western and south-eastern Greenland, which move ice from the ice sheet to the ocean.  KEYSTONE/EPA/NICK COBBING / GREENPEACE / HANDOUT  EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Neben den USA gehören dem vor 20 Jahren gegründeten Rat Kanada, Russland, Finnland, Dänemark, Island, Schweden und Norwegen an. Bild: EPA

Arktischer Rat erneuert trotz US-Skepsis Bekenntnis zum Klimaschutz

11.05.17, 21:19 11.05.17, 22:23


Der Arktische Rat hat sich mit der Stimme der USA für grössere Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel ausgesprochen.

Eine Entscheidung, ob sein Land Mitglied des Pariser Klimaabkommens bleibe, sei aber noch nicht getroffen, sagte US-Aussenminister Rex Tillerson am Donnerstag bei der Konferenz in Fairbanks im US-Bundesstaat Alaska

Fairbanks gilt als Tor zur Polarregion. Der vor 20 Jahren gegründete Arktische Rat besteht aus acht Nationen sowie aus Vertretern indigener Völker. Neben den USA sind Dänemark, Kanada, Russland, Norwegen, Finnland, Schweden und Island Mitglieder. Die Schweiz hat Beobachterstaus beantragt.

Der Rat nehme mit Besorgnis zur Kenntnis, dass die Durchschnittstemperaturen in der Region nördlich des Polarkreises mehr als zweimal so schnell steigen wie im Rest der Welt, heisst es im Abschlussdokument der alle zwei Jahren stattfindenden Konferenz. Die Erklärung des Rates ist für die Mitgliedsländer bindend.

Jüngste Studien hatten ergeben, dass die Durchschnittstemperatur im Januar 2017 um fünf Grad höher war als im Durchschnitt der Jahre 1982 bis 2010. Ureinwohner befürchten die Vernichtung ihrer Lebensgrundlage.

Der Arktische Rat erneuerte seine Forderung zur Reduzierung des Ausstosses von Treibhausgasen und anderer Klimaschädlinge. Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen müssten unbedingt eingehalten und bis 2030 umgesetzt werden. Die Erwärmung der Arktis hat weitgehende soziale, umweltpolitische und wirtschaftliche Folgen für die Region und die ganze Welt.

US-Haltung mit Spannung erwartet

Die Haltung der USA war mit Spannung erwartet worden, weil sich die Regierung von Präsident Donald Trump skeptisch zum Klimaschutz geäussert hatte und die in der Wissenschaft eindeutige Auffassung, Treibhausgase seien für die Erderwärmung zu grossen Teilen mitverantwortlich, anzweifelt. Die USA geben den Vorsitz des Arktischen Rates nach zwei Jahren an Finnland ab.

Die vom Klimawandel hart getroffenen Menschen in der Arktis-Region hoffen auf eine kontinuierliche Klimapolitik der USA. Der Kampf gegen den Klimawandel müsse auch eine Priorität in der Administration von Präsident Trump bleiben, forderten Klimaschützer und Vertreter von Ureinwohnern zum Auftakt des Ministertreffens.

«Viele Generationen werden nach uns kommen», sagte Trimble Gilbert, einer der Stammesältesten der Gwitchin-Nomaden zum Start der Konferenz in Fairbanks. Auch sie bräuchten noch eine Nahrungsgrundlage, auch sie hätten ein Recht, das traditionelle Leben ihrer Vorfahren weiterzuleben. Derzeit gibt es vor allem Sorge um Rentierherden und Walrosse, die unter der Erwärmung stark leiden.

Streit um Ölförderung

Insbesondere die Ölförderung in der Arktis gilt als Zankapfel. Trump will sie wieder erlauben, nachdem sein Vorgänger Barack Obama die Bohrungen in sensiblen Regionen weitgehend verboten hatte. Durch das Abschmelzen der Gletscher und die Aussicht auf eisfreie Sommer in bereits 15 Jahren könnten sich neue Möglichkeiten zur Ausbeutung von Rohstoffen ergeben.

Neben Öl und Gas werden unter dem arktischen Eis weitere rare Rohstoffe, wie seltene Erze vermutet. Seit Jahren gibt es zwischen Russland und Dänemark einen harten Kampf um die Frage, wem der geografische Nordpol gehört. Durch eisfreie Polarrouten könnten sich im Sommer auch neue Möglichkeiten für die internationale Schifffahrt ergeben.

Zuvor hatten mehrere Studien belegt, dass das Eis der Arktis schneller schmilzt als zunächst befürchtet. Die Fläche des arktischen Meereises ging in den vergangenen 20 Jahren um 1,21 Millionen Quadratkilometer zurück - dreimal die Fläche von Deutschland. Schon 2030 könnte die Nordpolarregion im Sommer eisfrei sein. (sda/dpa)

Klimawandel und Golfstrom: Fragile Ozeanzirkulation

Klimaerwärmung

Eine Hitzwelle überrollt gerade die Arktis – und das hat die Kältepeitsche damit zu tun

Das Geschäft mit der Katastrophe – wie der Klimawandel instrumentalisiert wird

Der Meeresspiegel steigt schneller als gedacht – 2100 liegt er 65 Zentimeter höher

Liebe Allergiker, ihr müsst jetzt stark sein: Die Pollensaison hat bereits begonnen

«Friederike» wütet in Europa + Acht Tote + Holländer werden von Wind mitgerissen

Klimaforscher Fankhauser, wie ist es, wenn ein Klimaskeptiker die US-Umweltbehörde leitet?

Schweizer Gletscher haben im Sommer 2017 drastisch an Eis verloren

«Irma» und Florida – eine Katastrophe mit Ansage

Klima-Kämpfer Al Gore ist zurück – und könnte helfen, Trumps Aufstieg zu verstehen

Das Jahr 2016 brach etliche Klimarekorde

Klimaanlage ohne Strom: ETH-Forscher entwickelt Kühlvorhang

Ein gigantischer Eisberg – so gross wie das Wallis – ist in der Antarktis abgebrochen

«Erneuerbare» sind schon 2020 die billigste Form der Energieerzeugung

Stephen Hawking warnt vor Trump: «Auf der Erde könnten bald 250 Grad herrschen»

Klima-Abkommen: Wer bei uns den Trump macht

«Internationale Schande»: Weltweites Entsetzen über Trumps Entscheid zum Pariser Abkommen

«Zum Schutz der US-Bürger» – Trump kündigt Pariser Klima-Abkommen

Die Macht der Natur: Das waren die 5 tödlichsten Wetterkatastrophen der Geschichte

Mitteleuropa und das Geheimnis des roten Sonnenflecks

Trump-Regierung verschiebt Entscheidung über Pariser Klima-Abkommen

Der wahre Grund für die «Klimapause»: ETH-Forscher heizen Klimaskeptikern ein

Mehr Tropennächte, weniger Schnee – Schweiz reagiert besonders empfindlich auf Klimawandel

Wo bleibt das Sauwetter? Die Schweiz erlebt den trockensten Winter seit 40 Jahren

20 Vorher-nachher-Bilder, die zeigen, wie krass wir unsere Welt verändert haben

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Laut_bis_10 12.05.2017 00:41
    Highlight Danke dass ihr solche Meldungen übernehmt. Auch wenn mir davon etwas mulmig wird.
    2 0 Melden

Trumps Tipp an Spanien beweist, dass er Nachhilfe in Geografie braucht

Am 19. Juni 2018 war der spanische König Filipe mit seiner Frau Letizia im Weissen Haus zu Gast. Begleitet wurden sie von Aussenminister Joseph Borrell. US-Präsident Donald Trump soll während des Treffens die spanische Flüchtlingskrise angesprochen haben – und wie er das Problem lösen würde.

Und wer hätte das gedacht? Trump riet der spanischen Delegation, eine Mauer zu bauen – in der Sahara. «Die Sahara-Grenze kann nicht grösser sein als unsere Grenze zu Mexiko», soll der US-Präsident …

Artikel lesen