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In this Wednesday, Oct. 25, 2017 still image taken from video provided by the U.S. Navy, Jennifer Appel, of Honolulu, holds up a shaka sign as rescuers approach her crippled sailboat, the Sea Nymph, after being lost at sea for months, about 900 miles southeast of Japan. Their engine was crippled, their mast was damaged and things went downhill from there for two women who set out to sail the 2,700 miles from Hawaii to Tahiti. A Taiwanese fishing vessel spotted their boat off Japan and thousands of miles in the wrong direction from Tahiti. The Navy sent the USS Ashland to their rescue. (U.S. Navy via AP)

Rettung in Sicht! Jennifer Appel winkt von der Sea Nymph. Bild: AP/US Navy

So überlebten zwei Frauen eine fünfmonatige Irrfahrt auf dem Pazifik

Sie wurden von einem Tigerhai angegriffen, ihre Notrufe hörte niemand – und die Vorräte waren fast aufgebraucht: Zwei Seglerinnen trieben eine gefühlte Ewigkeit mit ihrem defekten Boot im Meer. Was war passiert?



Ein Artikel von

Spiegel Online

Jennifer Appel und Tasha Fuiava wollten im Mai einen Segeltörn von Hawaii nach Tahiti machen – mit ihren beiden Hunden Zeus und Valentine. Daraus wurde nichts. Statt den üblichen rund 20 Tagen irrten die beiden Frauen und ihre tierischen Begleiter monatelang über den Pazifik. Nun wurden sie von der US-Marine gerettet – und haben ausführlich über ihre Irrfahrt berichtet.

Das Chaos begann fast unmittelbar nach Beginn der Reise. Appel und Fuiava verliessen den Hafen von Honolulu am 3. Mai – kurz darauf wurde ihr Boot, die «Sea Nymph», von einem Sturm mit Windböen von bis zu 70 Kilometern die Stunde beschädigt.

Beim nächsten Sturm Ende Mai sei dann der Maschinenraum vollgelaufen und der Dieselmotor beschädigt worden. Auch das Takelage und Segel seien so stark in Mitleidenschaft gezogen worden, dass sie nicht mehr einsetzbar gewesen seien.

Die Folge: Die beiden Frauen konnten ihr Schiff nicht länger auf Kurs halten und wurden zum Spielball für Wind und Strömung.

Eigenen Angaben zufolge versandten sie 98 Tage lang täglich Notrufe und schossen zehn Leuchtraketen ab – ohne Erfolg. Es waren einfach keine anderen Schiffe in der Nähe, die sie hätten hören oder sehen können.

Zwar hatten sie auch ein Satellitentelefon und einen Kurzwellensender an Bord – doch beide Geräte bekamen sie nicht zum Laufen. Einzig ihr mobiles GPS-Gerät funktionierte – aber das konnte ihnen auch nur sagen, dass sie weit vom Kurs und den befahrenen Routen der Schifffahrt abgekommen waren.

Zu den technischen Problemen und dem Kampf mit dem Wetter kam dann auch noch die Attacke durch einen Tigerhai – ein bis zu sieben Meter langer Allesfresser, der zu der gefährlicheren Sorte Hai zählt.

Erst am Dienstag wurden sie schliesslich 900 Meilen vor der japanischen Küste von taiwanesischen Fischern entdeckt, die versuchten, die Jacht abzuschleppen. Vergeblich: Der hundert Tonnen schwere Trawler und das wesentlich kleinere Segelboot kollidierten bei dem Manöver, erneut kam es zu einem Wassereinbruch. Zu allem Überfluss klappte auch die Kommunikation nicht – die Fischercrew sprach offenbar kein Englisch.

90 Prozent der Vorräte aufgebraucht – dann die Rettung

Appel, die den Trip zwei Jahre lang vorbereitet hatte, schwamm daraufhin nach eigenen Angaben zum taiwanesischen Fischerboot hinüber und setzte von dort einen Notruf ab. Am Mittwochmorgen dann schliesslich die Rettung – ein Docklandungsschiff der Amerikaner, «USS Ashland» sammelte beide ein. «Als ich das graue Schiff am Horizont sah, zitterte ich», sagte sie Reportern. Sie weinte vor Freude.

Die Rettung im Video

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Video: YouTube/U.S. Navy

Sehr viel später hätte die US-Marine nicht kommen dürfen. Die Seglerinnen und ihre beiden Hunde befanden sich zwar in guter körperlicher Verfassung, aber 90 Prozent ihrer Vorräte hatten sie bereits aufgebraucht. Sie überlebten der US-Navy zufolge dank ihres Meerwasserfilters und eines Jahresvorrats an Haferflocken, Nudeln und Reis.

Genug von der Segelei hat zumindest Appel nach eigenen Angaben nicht. Sie will wieder los.

Die Geretteten im Interview

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Video: YouTube/13News Now

(dop/AP)

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    Alle Leser-Kommentare
  • RAZZORBACK 29.10.2017 03:47
    Highlight Highlight Warum hatten sie während den 5 Monaten keine Zeit das Boot aussen zu reinigen? Ah ja, die wollten bestimmt gleich damit beginnen, aber da wurden sie ja von einem 7 Meter!!! Hai attackiert.
  • RAZZORBACK 29.10.2017 03:39
    Highlight Highlight .... an dieser Geschichte ist was faul. 7 Meter Tigerhai? 100 Tonnen Segler?
    Die Fantasie der Frauen kennt keine Grenzen, und Papier nimmt alles an!
  • bud! 29.10.2017 03:37
    Highlight Highlight Also mit diesem Boot würde ich mich höchstens auf den Greifensee getrauen. Aber im Pazifik? Nööö, sicher nicht.
  • URSS 29.10.2017 03:35
    Highlight Highlight Hä was? Satellitentelefon geht nicht?
    Ein Tigerhai griff an? Wo? In der Küche? Taiwanfischer konnten nicht helfen weil kein Englisch? Dann noch durchs Meer schwimmen zum Trawler?
    Naja wie auch immer. Buch geschrieben?
  • MiezeLucy 28.10.2017 23:36
    Highlight Highlight Reibt Hollywood sich schon die Hände.... Wenn das mal keine Hammer Story ist ;)
  • Erklärungsbedarf your limits 28.10.2017 21:26
    Highlight Highlight 100 Tonnen schwer? -Holy Molly! - Kann nicht sein....
    • Ihr Kommentar hat 20min Niveau 28.10.2017 23:05
      Highlight Highlight Doch.
    • SemperFi 28.10.2017 23:49
      Highlight Highlight Wieso soll ein Fischerboot nicht 100 Tonnen schwer sein können?
    • Leider Geil 29.10.2017 04:38
      Highlight Highlight Wieso nicht? Ein Trawler hat locker 100t. An der ganzen Story wohl noch das glaubwürdigste.
    Weitere Antworten anzeigen
  • JackMac 28.10.2017 21:13
    Highlight Highlight Kann nicht schlimm gewesen sein, sonst hätten sie die Hunde gegessen !
    • sslider 29.10.2017 03:30
      Highlight Highlight Dämmlicher geht immer
    • RAZZORBACK 29.10.2017 03:37
      Highlight Highlight Sehe ich auch so, war mein erster Gedanke.
  • Toerpe Zwerg 28.10.2017 20:52
    Highlight Highlight An dieser Story gibt es derart viele Ungereimtheiten ... nie und nimmer hat sich das so zugetragen.
    • Crank 28.10.2017 21:32
      Highlight Highlight Stimmt, klingt alles ziemlich wirr.
      Hätten nicht auch die Taiwanesen die Seerettung rufen können? Schliesslich versuchten sie ja schon die beiden Frauen zu retten, die wären sicher nicht einfach wieder davongetuckert.
    • SemperFi 28.10.2017 23:46
      Highlight Highlight Dann klären Sie uns doch mal auf!
    • saugoof 29.10.2017 00:47
      Highlight Highlight Zum beispiel?
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