International

Rettung in Sicht! Jennifer Appel winkt von der Sea Nymph. Bild: AP/US Navy

So überlebten zwei Frauen eine fünfmonatige Irrfahrt auf dem Pazifik

Sie wurden von einem Tigerhai angegriffen, ihre Notrufe hörte niemand – und die Vorräte waren fast aufgebraucht: Zwei Seglerinnen trieben eine gefühlte Ewigkeit mit ihrem defekten Boot im Meer. Was war passiert?

28.10.17, 18:46 28.10.17, 19:05

Ein Artikel von

Jennifer Appel und Tasha Fuiava wollten im Mai einen Segeltörn von Hawaii nach Tahiti machen – mit ihren beiden Hunden Zeus und Valentine. Daraus wurde nichts. Statt den üblichen rund 20 Tagen irrten die beiden Frauen und ihre tierischen Begleiter monatelang über den Pazifik. Nun wurden sie von der US-Marine gerettet – und haben ausführlich über ihre Irrfahrt berichtet.

Das Chaos begann fast unmittelbar nach Beginn der Reise. Appel und Fuiava verliessen den Hafen von Honolulu am 3. Mai – kurz darauf wurde ihr Boot, die «Sea Nymph», von einem Sturm mit Windböen von bis zu 70 Kilometern die Stunde beschädigt.

Beim nächsten Sturm Ende Mai sei dann der Maschinenraum vollgelaufen und der Dieselmotor beschädigt worden. Auch das Takelage und Segel seien so stark in Mitleidenschaft gezogen worden, dass sie nicht mehr einsetzbar gewesen seien.

Die Folge: Die beiden Frauen konnten ihr Schiff nicht länger auf Kurs halten und wurden zum Spielball für Wind und Strömung.

Eigenen Angaben zufolge versandten sie 98 Tage lang täglich Notrufe und schossen zehn Leuchtraketen ab – ohne Erfolg. Es waren einfach keine anderen Schiffe in der Nähe, die sie hätten hören oder sehen können.

Zwar hatten sie auch ein Satellitentelefon und einen Kurzwellensender an Bord – doch beide Geräte bekamen sie nicht zum Laufen. Einzig ihr mobiles GPS-Gerät funktionierte – aber das konnte ihnen auch nur sagen, dass sie weit vom Kurs und den befahrenen Routen der Schifffahrt abgekommen waren.

Zu den technischen Problemen und dem Kampf mit dem Wetter kam dann auch noch die Attacke durch einen Tigerhai – ein bis zu sieben Meter langer Allesfresser, der zu der gefährlicheren Sorte Hai zählt.

Erst am Dienstag wurden sie schliesslich 900 Meilen vor der japanischen Küste von taiwanesischen Fischern entdeckt, die versuchten, die Jacht abzuschleppen. Vergeblich: Der hundert Tonnen schwere Trawler und das wesentlich kleinere Segelboot kollidierten bei dem Manöver, erneut kam es zu einem Wassereinbruch. Zu allem Überfluss klappte auch die Kommunikation nicht – die Fischercrew sprach offenbar kein Englisch.

90 Prozent der Vorräte aufgebraucht – dann die Rettung

Appel, die den Trip zwei Jahre lang vorbereitet hatte, schwamm daraufhin nach eigenen Angaben zum taiwanesischen Fischerboot hinüber und setzte von dort einen Notruf ab. Am Mittwochmorgen dann schliesslich die Rettung – ein Docklandungsschiff der Amerikaner, «USS Ashland» sammelte beide ein. «Als ich das graue Schiff am Horizont sah, zitterte ich», sagte sie Reportern. Sie weinte vor Freude.

Die Rettung im Video

Video: YouTube/U.S. Navy

Sehr viel später hätte die US-Marine nicht kommen dürfen. Die Seglerinnen und ihre beiden Hunde befanden sich zwar in guter körperlicher Verfassung, aber 90 Prozent ihrer Vorräte hatten sie bereits aufgebraucht. Sie überlebten der US-Navy zufolge dank ihres Meerwasserfilters und eines Jahresvorrats an Haferflocken, Nudeln und Reis.

Genug von der Segelei hat zumindest Appel nach eigenen Angaben nicht. Sie will wieder los.

Die Geretteten im Interview

Video: YouTube/13News Now

(dop/AP)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
22
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • RAZZORBACK 29.10.2017 03:47
    Highlight Warum hatten sie während den 5 Monaten keine Zeit das Boot aussen zu reinigen? Ah ja, die wollten bestimmt gleich damit beginnen, aber da wurden sie ja von einem 7 Meter!!! Hai attackiert.
    3 0 Melden
  • RAZZORBACK 29.10.2017 03:39
    Highlight .... an dieser Geschichte ist was faul. 7 Meter Tigerhai? 100 Tonnen Segler?
    Die Fantasie der Frauen kennt keine Grenzen, und Papier nimmt alles an!
    5 0 Melden
  • bud 29.10.2017 03:37
    Highlight Also mit diesem Boot würde ich mich höchstens auf den Greifensee getrauen. Aber im Pazifik? Nööö, sicher nicht.
    1 1 Melden
  • URSS 29.10.2017 03:35
    Highlight Hä was? Satellitentelefon geht nicht?
    Ein Tigerhai griff an? Wo? In der Küche? Taiwanfischer konnten nicht helfen weil kein Englisch? Dann noch durchs Meer schwimmen zum Trawler?
    Naja wie auch immer. Buch geschrieben?
    7 0 Melden
  • MiezeLucy 28.10.2017 23:36
    Highlight Reibt Hollywood sich schon die Hände.... Wenn das mal keine Hammer Story ist ;)
    3 0 Melden
  • Herzquotient 1.24 (-0.02) 28.10.2017 21:26
    Highlight 100 Tonnen schwer? -Holy Molly! - Kann nicht sein....
    27 1 Melden
    • Prolet Biertrinker 28.10.2017 23:05
      Highlight Doch.
      2 2 Melden
    • SemperFi 28.10.2017 23:49
      Highlight Wieso soll ein Fischerboot nicht 100 Tonnen schwer sein können?
      3 1 Melden
    • Leider Geil 29.10.2017 04:38
      Highlight Wieso nicht? Ein Trawler hat locker 100t. An der ganzen Story wohl noch das glaubwürdigste.
      4 0 Melden
    • Herzquotient 1.24 (-0.02) 29.10.2017 08:33
      Highlight Asche über mein Haupt.
      0 0 Melden
  • JackMac 28.10.2017 21:13
    Highlight Kann nicht schlimm gewesen sein, sonst hätten sie die Hunde gegessen !
    40 12 Melden
    • sslider 29.10.2017 03:30
      Highlight Dämmlicher geht immer
      0 5 Melden
    • RAZZORBACK 29.10.2017 03:37
      Highlight Sehe ich auch so, war mein erster Gedanke.
      4 0 Melden
  • Toerpe Zwerg 28.10.2017 20:52
    Highlight An dieser Story gibt es derart viele Ungereimtheiten ... nie und nimmer hat sich das so zugetragen.
    76 28 Melden
    • Crank 28.10.2017 21:32
      Highlight Stimmt, klingt alles ziemlich wirr.
      Hätten nicht auch die Taiwanesen die Seerettung rufen können? Schliesslich versuchten sie ja schon die beiden Frauen zu retten, die wären sicher nicht einfach wieder davongetuckert.
      28 5 Melden
    • Verifiable Truth 28.10.2017 22:18
      Highlight Fantasien beider Frauen sind keine Grenzen gesetzt, wollten wohl ein Buch schreiben😂
      32 8 Melden
    • SemperFi 28.10.2017 23:46
      Highlight Dann klären Sie uns doch mal auf!
      1 1 Melden
    • saugoof 29.10.2017 00:47
      Highlight Zum beispiel?
      0 2 Melden
    • hättehättefahradkette 29.10.2017 00:57
      Highlight voll seefrauengarn. sowas von fakenews.....
      5 1 Melden
    • sslider 29.10.2017 03:28
      Highlight Eine Erklärung wäre hilfreich!!
      2 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 29.10.2017 07:51
      Highlight "Sturm" mit 70kmh
      Takelage ohne gössere Schäden - taugt sicher noch für Notsegel.
      Kurzwellensender/Sat-Tel nicht zum Laufen gebracht - wtf
      Funktionierende Funkanlage, aber in 5m kein Kontakt.
      Ignorierte Leuchtraketen.
      Haiangriff auf eine 13m yacht.
      Taiwanesen kollidieren und setzen keinen Notruf ab.
      Haben auch kein Beiboot.
      Rüberschwimmen auf offener See - muss sehr ruhig gewesen sein die See. Trotzdem nicht an die Leine genommen. Dann wieder zurückgeschwommen auf den kaputten Kahn. Taiwanesen verschwinden ...

      So ein riesen Bullshit!
      9 1 Melden
  • Radiochopf 28.10.2017 20:18
    Highlight Also die taiwanischen Fischer waren nicht die Retter? Sehe ich anders.. und wie hat die der Tigerhai angegriffen? Als sie im Wasser waren oder auf dem Boot? Naja schlussendlich egal, Hauptsache sie und ihre Hunde haben überlebt...
    57 5 Melden

Trump kippt Einfuhr-Verbot für Grosswildjäger – (Und ja, auf dem Foto sind seine Söhne)

Donald Trump selber jagt keine Tiere. Aber seine Söhne, die würden das lieben, erzählte der US-Präsident im Jahr 2012. «Sie sind Jäger und sie sind darin sehr gut geworden.» 

Gut fünf Jahre ist es nun her, seit Fotos von Trumps Söhnen bei der Grosswildjagd vom Magazin «TMZ» veröffentlicht wurden. Sie sorgten in den sozialen Medien und unter Tierschützern für einen Aufschrei.

Auf einem Bild ist zu sehen, wie Trump Jr. mit einem abgeschnittenen Elefantenschwanz posiert. 

Auf einem weiteren …

Artikel lesen