International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Donald Trump soll ein Telefonat mit Malcolm Turnbull abrupt beendet haben. Bild: MICHAEL REYNOLDS/EPA/KEYSTONE

Streit am Telefon: Trump soll ausfällig gegen Australiens Premierminister geworden sein

02.02.17, 06:16 02.02.17, 07:25


US-Präsident Donald Trump soll nach einem Bericht der «Washington Post» in einem Telefonat mit dem australischen Premierminister Malcolm Turnbull ausfällig geworden sein. Auf Twitter nannte Trump zudem ein Flüchtlingsabkommen mit Australien einen «dummen Deal».

Das eigentlich auf eine Stunde angesetzte Telefongespräch mit seinem australischen Amtskollegen habe Trump nach 25 Minuten abrupt abgebrochen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Quellen im Weissen Haus. «Das ist bei weitem der schlimmste Anruf von allen», soll Trump zu Turnbull gesagt haben.

Trumps Ärger

Trumps Ärger in dem Gespräch mit dem Australier entspann sich an der Verpflichtung der USA, Flüchtlinge aus einem Lager Australiens in Papua Neuguinea aufzunehmen – eine vertragliche Bindung aus der Zeit Barack Obamas. Die 2500 Menschen werden unter kläglichen Bedingungen gehalten und die USA hatten sich bereiterklärt, die Hälfte der Insassen aufzunehmen. Darunter sind auch Menschen aus Ländern wie dem Iran oder dem Irak, die unter den Einreisestopp Trumps fallen.

Auf Twitter schrieb Trump später: «Die Obama-Regierung hat sich bereit erklärt, tausende illegale Einwanderer von Australien zu übernehmen. Wieso?» Er werde diesen «dummen Deal» unter die Lupe nehmen.

Am Dienstag hatte Trumps Sprecher mitgeteilt, die USA würden sich an die Vereinbarung mit Australien halten. Es werde aber bei allen der rund 1250 Migranten «extreme Kontrollen» geben.

Trump wiess auf Menschenmenge bei Inauguration hin

Das Weisse Haus wollte die Meldung der «Washington Post» vorerst nicht kommentieren. Australiens Premierminister äusserte sich ebenfalls nicht zu den Inhalten des Telefonats. Die Beziehung zwischen Australien und der USA bleibe «sehr stark».

Die Frage, ob Trump einfach aufgelegt habe, beantwortete Turnbull ebenfalls nicht. «Es ist besser, wenn diese Gespräche vertraulich bleiben», so der Australier. 

Vor dem Gespräch mit Turnbull soll es bereits in einem Telefonat mit Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto hoch hergegangen sein. In beiden Gesprächen soll Trump auch auf seinen Wahlsieg und auf die aus seiner Sicht grosse Menschenmenge während seiner Vereidigung hingewiesen haben. (sda/dpa)

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

44
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
44Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Micha Moser 02.02.2017 10:32
    Highlight Der wird ein Comeback in der WWE geben, ganz bestimmt.
    7 0 Melden
  • Citation Needed 02.02.2017 10:02
    Highlight Trumps Tweet hat's in sich. Im Deal geht's um die Hälfte von 2500 Flüchtlingen, bei ihm sind's 'thousands' of 'illegal immigrants'
    22 0 Melden
  • memento 02.02.2017 09:58
    Highlight Die nächsten vier Jahre werden köstlich, jeden Tag eine neue absurde Anektode, die Medien und Karikuristen reiben sich lechzend die Hände...ein Schelm ist, wer Böses daran denkt..🙄
    4 5 Melden
    • Saraina 02.02.2017 18:02
      Highlight Trump ist der Strohmann, hinter dem die Alt Right Bewegung ihre effektive Machtübernahme tarnt. Mit jedem Exzess der von ihm kommt, ist man williger, ultrarechte Politiker, die wenigstens vernünftig agieren, zu tolerieren.
      1 0 Melden
  • Gurgelhals 02.02.2017 09:54
    Highlight Anders ausgedrückt hat es Trump also tatsächlich fertig gebracht, im Spiel "Internationale Diplomatie" bereits im allerersten Tutorial-Level (Australien) ein Game Over zu produzieren. Gratuliere, kleiner Donnie, das hast du aber gut gemacht.

    Wie er sich wohl im gleichen Spiel gegen die knüppelharten Endgegner (China, Russland, Iran, ...) schlagen wird?
    32 4 Melden
  • Hierundjetzt 02.02.2017 09:44
    Highlight Ein Iraker flieht 5000 km nach Australien, wird 1000km entfernt auf eine Insel im nirgendwo festgehalten um danach nochmals 4000km verschifft zu werden?

    Man kann von Trump ja halten was man will, dass man Flüchtlinge auf einer Insel eines fremden Staates (!) festhält und das Problem an die Amis abschieben will, geht nicht.

    Es ist ja nicht so, dass Australien an Flächenmangel leidet.
    29 31 Melden
    • FrancoL 02.02.2017 10:19
      Highlight Offensichtlich ist Obama eine Verpflichtung eingegangen! und mir scheint es langsam an der Zeit dass auch Verpflichtungen wieder ihren Wert erhalten sonst können wir langsam die Bananenrepublik ausrufen.
      Es macht den Anschein dass der Populismus sich langsam von vielen rechtlichen Bindungen verabschieden will, ob das Sinn macht wage ich mehr als zu bezweifeln.
      21 3 Melden
    • Hierundjetzt 02.02.2017 12:08
      Highlight Da hast Du selbstverständlich recht. Was mir hingegen nicht einleuchtet, ist die Tatsache, DAS Obama sich auf diesen Vertrag eingelassen hat.

      Klar, Australien wird sämtliche Kosten übernehmen. Hingegen schafft die damit USA einen Präzedenzfall.

      Ich bin der Überzeugung, dass das Problem von Australien abschliessend gelöst werden muss.

      Analog Guantanamo: Warum übernimmt die Schweiz Menschen aus diesem Lager? Weil aus Gründen. Und dann einen auf geheim machen.

      Das geht doch nicht.
      0 0 Melden
    • FrancoL 02.02.2017 13:29
      Highlight Eigentlich ist es für das Einhalten der Verträge egal wieso dass diese eingegangen wurden. Die Verträge sind da um eingehalten zu werden oder man kann sie falls vorgesehen nachverhandeln.
      Ich würde mich ja schön ärgern wenn bei jedem Direktorenwechsel meine Partner plötzlich die Verträge die wir abgeschossen haben in Frage stellen würden, das wäre eine Bankrotterklärung an das Vertragswesen.
      0 0 Melden
  • ujay 02.02.2017 09:28
    Highlight Gut so. Dummkopf Donald profiliert sich jetzt auch noch als Kindskopf....sehr Staatsmännisch. Den wahren Charakter konnte er jedenfalls nicht lange verbergen.
    11 2 Melden
    • rodolofo 02.02.2017 12:16
      Highlight Gerade ging mir der Gedanke durch den Kopf, dass wir - seitdem "The Donald" zum Präsidenten der USA gewählt worden ist (was für uns alle immer noch eine Riesen-Überraschung ist, über die wir ungläubig staunen...) - immer noch genau so über ihn und über was er gerade so macht sprechen, wie vor seiner Wahl!
      Und er (Verzeihung ER!) verhält sich ebenfalls immer noch gleich vertrottelt und lächerlich wie vor seiner Wahl!
      An unseren Beziehungen hat sich also überhaupt nichts geändert!
      Ist das nicht ungemein beruhigend, dass sich trotz dieser dramatischen Entwicklung im Grunde nichts geändert hat?
      1 0 Melden
  • zombie woof 02.02.2017 09:26
    Highlight Trump und seine verbale Inkontinenz gepaart mit dem IQ eines Meerschweinchens, wird noch fuer manche Anekdote sorgen....
    58 5 Melden
    • Tagedieb 02.02.2017 10:06
      Highlight @ zombie Unterschätz' Meerschweinchen nicht!
      10 0 Melden
    • Mnemonic 02.02.2017 10:16
      Highlight NICHTS gegen Meerschweinchen imfall! ;-)
      14 0 Melden
    • zombie woof 02.02.2017 11:48
      Highlight Huch da hab ich wohl über das Ziel hinausgeschossen, wollte natürlich keine Meerschweinchen beleidigen ;-)
      4 0 Melden
    • rodolofo 02.02.2017 12:09
      Highlight Oink? Oink? Oink?
      Der Meerschweinchen-Vergleich scheint zu überzeugen und zieht bereits seine Kreise...
      1 0 Melden
  • Mnemonic 02.02.2017 09:21
    Highlight Na, die beiden reaktionären Grossmäuler passen zueinander!
    20 6 Melden
  • Linus Luchs 02.02.2017 08:57
    Highlight Laut werden, frech werden, Telefon auflegen. Trumps Niveau im diplomatischen Umgang fügt sich nahtlos an sein bisheriges Auftreten an. Verhandeln mit einem narzisstischen Rüppel, das ist die neue Challenge für die Staatschefs dieser Welt.
    36 7 Melden
  • praxis 02.02.2017 08:30
    Highlight Trump kommt wohl auch deshalb so schockierend herüber, weil er tatsächlich eine rechtsnationale Agenda hat. Er handelt genau danach, und den meisten fällt es nach wie vor schwer, das zu glauben. Bei jeder seiner politischen Handlungen wird diese Agenda aber überdeutlich. Dazu kommt sein "Stil", über den es im ICD-10, unter Persönlichkeitsstörungen (Kapitel F-6) alles zu lesen gibt, was man dazu wissen möchte.
    35 3 Melden
  • Zarzis 02.02.2017 08:28
    Highlight Man-O-Man
    Ist der Typ Peinlich und leidet tatsächlich an einem Minderwertigkeits Komplex!
    Wenn ich anderen Staatschefs erzählen muss wie viele Leute an meiner Amtseinführung dabei waren. Dabei noch die Zahlen nach oben lüge, trotz fakten.
    Das ist ein Verhalten das ich von Personen mit massiven Minderwertigkeits Komplexen kenn. Die Ertragen auch keinen Wiederspruch, denn die müssen sich immer als die Geilsten und Grössten Presentieren. Nur um niemand sehen zu lassen wie unsicher und Unbedeutend sie wirklich sind.
    Halte solche Menschen in hohen Funktionen für, sub Optimal!
    28 4 Melden
    • rodolofo 02.02.2017 10:08
      Highlight Suboptimal ist sehr vorsichtig ausgedrückt.
      Genau darin sind wir ja sehr gut trainiert, in dieser vorsichtig zurückhaltenden Sprechweise, bei der wir die Zensurschere schon im eigenen Kopf ansetzen!
      Suboptimale Chefs sind nämlich in Tat und Wahrheit Katastrophen!
      Und "The Donald" ist unter den vielen kleineren und grösseren Unfällen ein Super GAU!
      Welcher Psychiater behandelt ihn, wenn er genau weiss, was er von ihm zu erwarten hat, wenn er ihm die konventionellen Fakten erläutert?
      "Fuck you! You're fired!"
      Mit den Medien, die ihm nicht schmeicheln, spricht er nicht mehr.
      "You're Fake News!"
      9 0 Melden
  • Sillum 02.02.2017 08:26
    Highlight Man stelle sich die Kommentare hier vor, wenn Trump Flüchtlinge nach Australien abschieben wollte. Ach ja, ganz blöde Idee, zwei Figuren, auf welche die Linkspopulisten ihre Paranoia ausleben können wären vermutlich eine zuviel. Obwohl doch Australien betreffend Linkspopulismus durchaus ergiebig wäre.
    1 11 Melden
  • Thinktank 02.02.2017 08:25
    Highlight Müssen wir uns jetzt neben Fake News auch noch auf "Hören sagen" Rumor News einstellen? Diese Meinungsbeeinflussung führt dazu, dass ich die aktuellen News nur noch als nette Unterhaltung betrachte und was ich nicht selber mit Videobeweis gesehen habe, als fake betrachte.
    13 26 Melden
    • Cardea 02.02.2017 10:40
      Highlight Es Ist ja immerhin durch die Formulierung auch alles solches (eben Hörensagen) gekennzeichnet? Da kann man nicht von fake news sprechen.
      5 0 Melden
  • Stichelei 02.02.2017 08:10
    Highlight Dieser Typ hat einen Charakter, der vielleicht für das Immobiliengeschäft taugt, sicher aber nicht für eine Präsidentschaft. Unkontrolliert cholerisch und zwanghaft geltungssüchtig. Seine Verlautbarungen strotzen nur so von Superlativen. Alles ist das Grösste, das Beste, noch nie da gewesen, brillant usw. Was wurde wohl klein Donald in seiner Kindheit vorenthalten, dass er sich auf so psychopathische Weise im Minutentakt selbst bestätigen muss.
    27 4 Melden
  • Olaf! 02.02.2017 08:10
    Highlight "soll Trump auch auf seinen Wahlsieg und auf die aus seiner Sicht grosse Menschenmenge während seiner Vereidigung hingewiesen haben." Hammer, besser als jede Satire der Typ.
    31 3 Melden
  • Oiproll 02.02.2017 07:59
    Highlight Die Australier halten sich also Menschen.....? Hmmm.....
    3 1 Melden
  • rodolofo 02.02.2017 07:57
    Highlight Das Orange Riesen-Meerschweinchen ist wieder mal voll in Aktion!
    Munter und gefrässig und viel Dünger produzierend.
    112 15 Melden
    • Marshawn 02.02.2017 09:33
      Highlight Auch Mango-Mussolini genannt.
      28 3 Melden
  • walsi 02.02.2017 06:57
    Highlight Na ja wenn sich die USA verpflichtet haben Australien Flüchtlinge abzunehmen, dann ist das wirklich ein dummer Deal. Es ist ja nicht so, dass es in Australien keinen Platz hätte.
    33 113 Melden
    • The fine Laird 02.02.2017 08:52
      Highlight ja eh schicken wir sie ins outback oder doch eher in den regenwald?
      in den usa hat es bekanntlich kein platz.
      17 3 Melden
    • SkyBound 02.02.2017 09:02
      Highlight Es ist ja nicht so dass die USA untergeht wenn sie 1250 Flüchtlinge aufnimmt
      Ich denke der Deal war eher solidarisch
      26 3 Melden
    • FrancoL 02.02.2017 10:28
      Highlight Ich denke dass Australien wohl weltweit in nicht annähernd so viele Kriegsherde involviert ist wie die Amis und eine grosse Mitschuld an den Flüchtlingsströmen trägt. Somit ist diese "kleine" Solidarität mehr als nur angebracht.
      6 0 Melden
    • walsi 02.02.2017 17:44
      Highlight @francol: Anders gesagt würden die USA mit ihren Kriegen aufhören gäbe es auch keine Flüchtlinge mehr.
      1 0 Melden
    • FrancoL 02.02.2017 18:15
      Highlight @walsi; Naja so einfach ist das nicht, Flüchtlinge gibt es auch ohne Krieg. Für die Flucht gibt es einen Korb voll anderer Gründe und da sollte man auch die Ursachen bekämpfen, das wiederum würde dann wohl uns auch in der Schweiz in die Verantwortung nehmen.
      1 0 Melden
  • Majoras Maske 02.02.2017 06:32
    Highlight Jetzt haben sie ja immerhin einen Aussenminister, der das Telefonieren übernehmen kann. Dann müssen sich die Staatschefs der Welt nicht mehr anhören, dass Trump besser ist, weil er eine Million Anhänger bei der Amtsvereidung hatte...
    172 8 Melden
    • 321polorex123 02.02.2017 07:20
      Highlight Nenene, das wir in naher Zukunftlauch auf Twitter verlegt.
      43 4 Melden
    • Mietzekatze 02.02.2017 07:35
      Highlight #alternativeFacts ;)
      48 3 Melden
    • Citation Needed 02.02.2017 10:17
      Highlight Er hatte mehrere Millionen, nicht untertreiben!
      Dazu passt: Nach seiner Scheidung von Marla Maples gab sich Trump einer People-Reporterin gegenüber am Telefon als sein eigener Pressesprecher aus und erzählte, dass unzählige top-Level Celebrities, drei Viertel davon seien regelmässig in Hochglanzzeitschriften abgebildet, Trump daten wollten, es gebe haufenweise Anrufe, auch Madonna habe um ein Date gebettelt....
      Es ist wirklich pathologisch.
      13 0 Melden

Familientrennungen an der US-Grenze: TV-Moderatorin bricht in Tränen aus

Seit der «Nulltoleranz»-Politik der amerikanischen Regierung gegenüber Migranten wurden mehr als 2300 Kinder an der mexikanischen Grenze von ihren Eltern getrennt. Selbst Babies und Kleinkinder sind davon betroffen. Für eine TV-Moderatorin ist dies zu viel - sie bricht vor laufender Kamera in Tränen aus.

Gemäss neusten Informationen der Nachrichtenagentur Associated Press wurden nicht nur Kinder, sondern auch Kleinkinder und Babys an der mexikanischen Grenze von ihren Eltern getrennt und in mindestens drei Aufnahmestationen gebracht.

Das ist zu viel für die bekannte US-Fernsehmoderatorin Rachel Maddow. In der Sendung am Dienstag brach sie vor laufender Kamera in Tränen aus, als sie die Meldung über zurückgelassene Babys lesen sollte.

«Könnt ihr eine Grafik einblenden?», fragte die …

Artikel lesen