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Hope Hicks (3.v.l.): Die 29-Jährige gehört zum engsten Kreis des Trump-Teams. Bild: EPA/EPA

Hope Hicks – die Frau, die alles gesehen hat, muss jetzt auspacken

Die Ermittlungen zu Trumps Russland-Connections sind weit fortgeschritten. Jetzt wird die Frau befragt, die wohl alles gesehen hat.

21.11.17, 09:12 22.11.17, 01:28


Donald Trump wirbelt viel Staub auf. Quasi jeden Tag. Auch wenn er eigentlich frei hätte. So legte er sich dieses Wochenende zum wiederholten Male mit Hillary Clinton an – «grösste und schlechteste Verliererin aller Zeiten» – und schimpfte über den Vater eines Basketballspielers. Trump setzte sich in China dafür ein, dass dessen Sohn aus dem Gefängnis freigelassen wurde, erhielt vom Vater aber keine Dankbarkeit. «Ich hätte ihn besser im Knast sitzen lassen», twitterte Trump beleidigt. 

Sticheleien gegen Hillary Clinton: Donald Trump kann es auch ein Jahr nach seinem Sieg nicht lassen.

Auch wenn es Trump immer wieder gelingt – bewusst oder auch nicht – die Aufmerksamkeit auf Nebenschauplätze zu lenken, einer lässt sich davon nicht beirren: Robert Mueller. Der Sonderermittler, der eingesetzt wurde, um zu klären, ob und wie die Russen die US-Wahlen beeinflusst haben, macht mit seiner Arbeit grosse Fortschritte.

Hicks muss bei Mueller antraben

Zu diesem Schluss kommt die stets gut informierte Website Politico. Demnach bereitet sich Muellers Team gerade darauf vor, Hope Hicks zu befragen – und die 29-Jährige spielt bei den Russland-Ermittlungen eine Schlüsselrolle. 

Hicks ist seit August dieses Jahres die Kommunikationsdirektorin des Weissen Hauses. Sie übernahm den Posten von Anthony Scaramucci, der nach lediglich zehn Tagen im Amt bereits wieder den Hut nehmen musste.

Seither ist es in Trumps Kommunikationsabteilung deutlich ruhiger geworden – so ruhig wie es halt geht, wenn der Präsident auf Twitter regelmässig zum Rundumschlag ausholt. 

Hope Hicks: Im Alter von erst 28 Jahren übernahm sie diesen Sommer das Amt der Kommunikationsdirektorin.  Bild: EPA/Bloomberg POOL

Hicks gehört schon länger zu Trumps engstem Kreis. Bereits 2012 arbeitete sie für eine PR-Firma, die Ivanka Trump zu ihren Kunden zählen konnte. 2014 siedelte sie dann ganz ins Trump-Lager über und gehörte zu den ersten Personen, die ins Wahlkampfteam geholt wurden. Fortan arbeitete Hicks als Pressesprecherin der Trump-Kampagne. 

Auch mit Ivanka Trump pflegte Hicks weiterhin ein enges Verhältnis; sie modelte gar für das Modelabel der Präsidententochter.

Und das macht sie für das Team von Robert Mueller äusserst interessant. Denn die Senkrechtstarterin aus Connecticut hatte bei den entscheidenden Momenten stets einen Sitz in der ersten Reihe. Sie ist die Frau, die alles gesehen hat.

Hicks leitete während der Kampagne die Emails an den Präsidenten weiter und war bei den entscheidenden Sitzungen meistens im Raum. 

Kritischer Zeitpunkt der Ermittlungen

Wie Experten gegenüber Politico sagen, finden die Befragungen mit solch wichtigen Personen in der Regel dann statt, wenn die Ermittlungen bereits weit fortgeschritten sind. Aus gut informierten Kreisen heisst es, dass Hicks sich bereits seit Monaten mit einem erfahrenen Anwalt auf die Anhörungen mit Muellers Team vorbereite.

Im Vorfeld wird vermutet, dass Hicks in vollem Umfang mit den Ermittlern kooperieren wird. Doch Angesichts der Komplexität der Russland-Connections kann jedes falsche Wort eine Lawine mit weitreichenden Konsequenzen ins Rollen bringen. 

Robert Mueller: Der Sonderermittler befragt jetzt den engsten Kreis von Donald Trump. Bild: AP/AP

An dieser Stelle soll nochmals gesagt werden: Noch ist nicht bewiesen, dass Donald Trump während des Wahlkampfs mit Russland zusammengearbeitet hat. Doch das Netz um das Team des US-Präsidenten zieht sich immer weiter zu. Erst gerade vor einer Woche gab Justizminister Jeff Sessions zu, dass Wahlkampfhelfer George Papadopoulos an einem Meeting ein Treffen zwischen Putin Trump vorgeschlagen habe. 

Zunächst wollte sich Sessions nicht daran erinnern, als dann aber Papadopoulos vor dem FBI auspackte, spielte auch das Gedächtnis des Justizministers wieder mit.

Die Nervosität im Trump-Team steigt; es sieht ganz danach aus, als ob Mueller mit seiner Arbeit bald zu einem Ende kommt. Vielleicht sogar noch bis Ende Jahr. Die Gespräche mit Hope Hicks sollen jedenfalls kurz nach «Thanksgiving» beendet sein – und der Feiertag steht bereits kommenden Donnerstag im Kalender.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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44
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44Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Steimolo 21.11.2017 12:48
    Highlight wer will mal ein update über den impeachment wettbewerb hier auf watson? ich ich ich 😜
    26 3 Melden
  • dumdidumdidum 21.11.2017 12:20
    Highlight Irgendwie passend, dass sie Hope heisst
    38 4 Melden
  • Unserious_CH 21.11.2017 11:25
    Highlight Was würde passieren wen Trump persönlich nachgewiesen werden könnte dass er belastendes Material der Russen gegen Hillary angenommen und benutzt hat?
    22 4 Melden
    • Snowy 21.11.2017 13:03
      Highlight Es gäbe wohl ein Impeachment welches aber wahrscheinlich an der Mehrheit der Republikaner in beiden Kammern scheitern würde.

      Man ist sich leider schon so viel von diesem Präsident gewöhnt, dass er vielleicht sogar mit Geheimnisverrat an die Russen durch käme.

      Trump würde aber mit Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in 3 Jahren abgewählt (falls er nicht vorher einen Krieg anzettelt oder einen grossen Terroranschlag geschenkt kriegt).
      35 5 Melden
    • Asmodeus 21.11.2017 13:17
      Highlight Schlussendlich müsste darüber entschieden werden ob seine diplomatische Immunität aufgehoben werden kann um ein Gerichtsverfahren einzuleiten.

      Da die Republikaner aber keinen Arsch in der Hose haben, würden sie dies nicht tun. Das heisst Trump könnte erst nach seiner Amtszeit der Prozess gemacht werden. Schlimmstenfalls also erst in 7 Jahren.
      26 4 Melden
    • Scrj1945 21.11.2017 16:33
      Highlight Eine amtszeit geht aber 4 jahre. Und wer glaubt im ernst das so ein tr**** wieder gewählt wird?
      1 6 Melden
    • Snowy 21.11.2017 19:20
      Highlight Unterschätze niemals die menschliche Dummheit! Oder hättest Du vor 1,5 Jahren geahnt, dass die US Bürger Trump wählen würden... ? Eben.

      Und bezüglich denselben Fehler wiederholen: Berlusconi wurde von den Italienern immer und immer wieder gewählt... manche Dinge sind mit gesundem Menschenverstand nicht zu erklären (aber mit einem kaputten Mediensystem).
      19 1 Melden
    • Asmodeus 21.11.2017 20:13
      Highlight Ich sagte ja "Schlimmstenfalls"
      1 1 Melden
    • _kokolorix 21.11.2017 22:08
      Highlight @Snowy
      Ein Mediensystem welches wir wohl nächstens in der Schweiz auch einführen wollen...
      9 2 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 21.11.2017 23:07
      Highlight @ _kokolorix Ne, welches überall herrscht. Die Macht des Kapitals.
      3 3 Melden
  • 〰️ empty 21.11.2017 11:09
    Highlight Lächerlich, die haben immer noch nichts... 😂
    24 95 Melden
    • Sauäschnörrli 21.11.2017 11:25
      Highlight Soll auch trotz Leuten wie Trump und Kim noch Menschen geben, die wissen dass es manchmal strategisch gewitzter ist nicht alles immer an die grosse Glocke zu hängen. Die Bombe lässt man dann am Ende platzen, sonst könnten sich ja die Betroffenen absprechen.
      64 6 Melden
    • Enzasa 21.11.2017 11:35
      Highlight 😂 Bekanntgabe über Twitter- Ausquatschen über Konferenzen - Kommunikationswege verbiegen - Informationen ohne Absprache an die Öffentlichkeit geben

      Alles Trumps Spezialitäten, Ermittlungsbehörden gehen erst als letzte Instanz an die Öffentlichkeit
      55 4 Melden
  • Karl Müller 21.11.2017 11:05
    Highlight Das ist jetzt seit Amtsantritt Trumps gefühlt die hunderste Person, die von den Medien gross angekündigt Trump zu Fall bringen wird.
    85 57 Melden
    • corsin.manser 21.11.2017 11:30
      Highlight Wir künden hier eigentlich nicht an, dass sie Trump zu Fall bringen wird.

      Es geht viel eher darum, dass sie bei den Ermittlungen von Mueller eine Schlüsselrolle spielt - und dass sich diese langsam dem Ende zuneigen.

      Will heissen, dass wir vielleicht bald Klarheit in der ganzen Russland-Affäre haben.
      107 19 Melden
    • Snowy 21.11.2017 11:35
      Highlight In Zeiten von Social Media Hypes ist die Aufmerksamkeitsspanne drastisch gesunken. Die Menschen glauben, dass die Arbeit von Mueller ewig dauert... das Gegenteil ist der Fall! Seriöse Untersuchungen in einem solchen Umfeld wo ganz, ganz mächtige Leute mit den allerbesten Anwälten gegen einen sind, brauchen immer Jahre.

      Der Umstand, dass Mueller nun bereits das nächste Umfeld von Trump vorlädt, bedeutet dass er Fleisch am Knochen hat. Und die Facts die man bereits kennt, haben es ebenso in sich... (Jared und zig andere Personen hatten Kontakt mit den Russen verschwiegen etc)
      51 9 Melden
    • Karl Müller 21.11.2017 11:47
      Highlight Achso, deswegen benutzt die Formulierung "jetzt muss sie auspacken". Nicht weil sie irgendwas verfängliches gestehen muss. Sondern einfach weil sie die Sache klären wird.

      Kennt man ja auch aus Krimis: "Hey Chef, Narben-Joe hat ausgepackt! Jetzt wissen wir alles. Er war nicht mal in der Nähe der Bank, und den Fluchtwagen hat er auch nicht gemietet. Gut dass er endlich ausgepackt hat und die Sache geklärt ist!"
      23 45 Melden
    • äti 21.11.2017 12:41
      Highlight Narben-Jo ist Karl Müller. Alles klar doch.
      12 3 Melden
    • Hierundjetzt 21.11.2017 13:27
      Highlight Niiicht so schnell Karl, Snowy hat es perfekt auf den Punkt gebracht. Wir sprechen hier nicht von einem Hühnerdieb aus Schliere sondern vom Präsidenten der mächtigsten Nation auf diesem Planeten.

      Alleine schon die Tatsache, dass die Ermittlungen noch andauern ist ganz bestimmt nicht als Schwäche zu werten sondern eine regelrechte Katastrophe
      26 5 Melden
    • Sauäschnörrli 21.11.2017 13:31
      Highlight „Bedeutungsübersicht:
      2. a. (umgangssprachlich) [was jemand lange für sich behalten hat] anderen mitteilen, in aller Breite berichten.


      Synonyme:
      aussagen, bekannt geben/machen, berichten, beschreiben, darlegen, darstellen, erläutern, erzählen, mit der Sprache herausrücken, mitteilen, sagen, schildern, verbreiten, verkünden, veröffentlichen; (gehoben) offenbaren.“

      https://www.duden.de/rechtschreibung/auspacken

      9 3 Melden
    • Selbstdenker97 21.11.2017 20:48
      Highlight @corsin.manser

      Sie meinen wenn die Ermittlungen dazu führen dass man Trump etwas nachweisen kann haben wir klarheit. Ansonsten wird alles wieder von vorne beginnen.

      Es hies schon vor gefühlt einem Jahr das mann Trump bald habe...

      Die Unschuldsvermutung scheint es für Trump nicht zu geben.
      Genau das sollte jedoch in einer Demokratischen Gesellschaft der Fall sein. Auch wenn einem der Beschuldigte nicht gefällt.

      Wir müssen besser sein als er, denn nichts anderes legitimiert es ihn zu verurteilen.
      1 7 Melden
    • corsin.manser 21.11.2017 21:28
      Highlight Nein, das meine ich nicht. Wenn Mueller nichts findet, dann ist das zur Kenntnis zu nehmen.

      Zumal er einer der kompetentesten Ermittler ist, den man sich für diesen Fall vorstellen kann.

      Für Trump gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.

      Ich schreibe ja auch:

      "An dieser Stelle soll nochmals gesagt werden: Noch ist nicht bewiesen, dass Donald Trump während des Wahlkampfs mit Russland zusammengearbeitet hat."

      9 0 Melden
  • Hosch 21.11.2017 10:50
    Highlight Ehrlich, wer vermisst da noch House of cards?
    Ich weiss Trump wird Francis J. Underwood nie adäquat ersetzen können aber er versucht es mit aller Sturheit und Brachialität.
    58 7 Melden
    • Heinz Nacht 22.11.2017 08:46
      Highlight Frank hat im Gegensatz zu Donnie immerhin noch Stil...
      1 0 Melden
    • Hosch 22.11.2017 09:50
      Highlight Da hast du absolut Recht.
      0 0 Melden
  • Raphael Stein 21.11.2017 10:10
    Highlight Was für einen Killerblick sie auf gewissen Bildern präsentiert...
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