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epa05747104 US President Donald Trump (F), with White House chief of staff Reince Pribus (L), counselor to the President Kellyanne Conway (2L), White House Communications Director Hope Hicks (3L), Senior Advisor Jared Kushner (2R) and Senior Counselor Stephen Bannon (R), delivers remarks after signing one of five executive orders related to the oil pipeline industry in the oval office of the White House in Washington, DC, USA, 24 January 2017. US President Trump on 24 January 2017 signed an executive order that allows the disputed Dakota Access and Keystone XL pipelines, under the precondition that US-American steel was used. Former president Obama's administration in 2015 halted the controversial Keystopne XL project.  EPA/SHAWN THEW

Hope Hicks (3.v.l.): Die 29-Jährige gehört zum engsten Kreis des Trump-Teams. Bild: EPA/EPA

Hope Hicks – die Frau, die alles gesehen hat, muss jetzt auspacken

Die Ermittlungen zu Trumps Russland-Connections sind weit fortgeschritten. Jetzt wird die Frau befragt, die wohl alles gesehen hat.



Donald Trump wirbelt viel Staub auf. Quasi jeden Tag. Auch wenn er eigentlich frei hätte. So legte er sich dieses Wochenende zum wiederholten Male mit Hillary Clinton an – «grösste und schlechteste Verliererin aller Zeiten» – und schimpfte über den Vater eines Basketballspielers. Trump setzte sich in China dafür ein, dass dessen Sohn aus dem Gefängnis freigelassen wurde, erhielt vom Vater aber keine Dankbarkeit. «Ich hätte ihn besser im Knast sitzen lassen», twitterte Trump beleidigt. 

Sticheleien gegen Hillary Clinton: Donald Trump kann es auch ein Jahr nach seinem Sieg nicht lassen.

Auch wenn es Trump immer wieder gelingt – bewusst oder auch nicht – die Aufmerksamkeit auf Nebenschauplätze zu lenken, einer lässt sich davon nicht beirren: Robert Mueller. Der Sonderermittler, der eingesetzt wurde, um zu klären, ob und wie die Russen die US-Wahlen beeinflusst haben, macht mit seiner Arbeit grosse Fortschritte.

Hicks muss bei Mueller antraben

Zu diesem Schluss kommt die stets gut informierte Website Politico. Demnach bereitet sich Muellers Team gerade darauf vor, Hope Hicks zu befragen – und die 29-Jährige spielt bei den Russland-Ermittlungen eine Schlüsselrolle. 

Hicks ist seit August dieses Jahres die Kommunikationsdirektorin des Weissen Hauses. Sie übernahm den Posten von Anthony Scaramucci, der nach lediglich zehn Tagen im Amt bereits wieder den Hut nehmen musste.

Seither ist es in Trumps Kommunikationsabteilung deutlich ruhiger geworden – so ruhig wie es halt geht, wenn der Präsident auf Twitter regelmässig zum Rundumschlag ausholt. 

epa05742810 Hope Hicks, White House director of strategic communications, arrives to a swearing in ceremony of White House senior staff in the East Room of the White House in Washington, DC, USA, on 22 January 2017.  EPA/Andrew Harrer / POOL

Hope Hicks: Im Alter von erst 28 Jahren übernahm sie diesen Sommer das Amt der Kommunikationsdirektorin.  Bild: EPA/Bloomberg POOL

Hicks gehört schon länger zu Trumps engstem Kreis. Bereits 2012 arbeitete sie für eine PR-Firma, die Ivanka Trump zu ihren Kunden zählen konnte. 2014 siedelte sie dann ganz ins Trump-Lager über und gehörte zu den ersten Personen, die ins Wahlkampfteam geholt wurden. Fortan arbeitete Hicks als Pressesprecherin der Trump-Kampagne. 

Auch mit Ivanka Trump pflegte Hicks weiterhin ein enges Verhältnis; sie modelte gar für das Modelabel der Präsidententochter.

Und das macht sie für das Team von Robert Mueller äusserst interessant. Denn die Senkrechtstarterin aus Connecticut hatte bei den entscheidenden Momenten stets einen Sitz in der ersten Reihe. Sie ist die Frau, die alles gesehen hat.

Hicks leitete während der Kampagne die Emails an den Präsidenten weiter und war bei den entscheidenden Sitzungen meistens im Raum. 

Kritischer Zeitpunkt der Ermittlungen

Wie Experten gegenüber Politico sagen, finden die Befragungen mit solch wichtigen Personen in der Regel dann statt, wenn die Ermittlungen bereits weit fortgeschritten sind. Aus gut informierten Kreisen heisst es, dass Hicks sich bereits seit Monaten mit einem erfahrenen Anwalt auf die Anhörungen mit Muellers Team vorbereite.

Im Vorfeld wird vermutet, dass Hicks in vollem Umfang mit den Ermittlern kooperieren wird. Doch Angesichts der Komplexität der Russland-Connections kann jedes falsche Wort eine Lawine mit weitreichenden Konsequenzen ins Rollen bringen. 

Former FBI Director Robert Mueller, the special counsel probing Russian interference in the 2016 election, departs Capitol Hill following a closed door meeting, Wednesday, June 21, 2017, in Washington. (AP Photo/Andrew Harnik)

Robert Mueller: Der Sonderermittler befragt jetzt den engsten Kreis von Donald Trump. Bild: AP/AP

An dieser Stelle soll nochmals gesagt werden: Noch ist nicht bewiesen, dass Donald Trump während des Wahlkampfs mit Russland zusammengearbeitet hat. Doch das Netz um das Team des US-Präsidenten zieht sich immer weiter zu. Erst gerade vor einer Woche gab Justizminister Jeff Sessions zu, dass Wahlkampfhelfer George Papadopoulos an einem Meeting ein Treffen zwischen Putin Trump vorgeschlagen habe. 

Zunächst wollte sich Sessions nicht daran erinnern, als dann aber Papadopoulos vor dem FBI auspackte, spielte auch das Gedächtnis des Justizministers wieder mit.

Die Nervosität im Trump-Team steigt; es sieht ganz danach aus, als ob Mueller mit seiner Arbeit bald zu einem Ende kommt. Vielleicht sogar noch bis Ende Jahr. Die Gespräche mit Hope Hicks sollen jedenfalls kurz nach «Thanksgiving» beendet sein – und der Feiertag steht bereits kommenden Donnerstag im Kalender.

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22
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22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Steimolo 21.11.2017 12:48
    Highlight Highlight wer will mal ein update über den impeachment wettbewerb hier auf watson? ich ich ich 😜
  • dumdidumdidum 21.11.2017 12:20
    Highlight Highlight Irgendwie passend, dass sie Hope heisst
  • Unserious_CH 21.11.2017 11:25
    Highlight Highlight Was würde passieren wen Trump persönlich nachgewiesen werden könnte dass er belastendes Material der Russen gegen Hillary angenommen und benutzt hat?
    • Snowy 21.11.2017 13:03
      Highlight Highlight Es gäbe wohl ein Impeachment welches aber wahrscheinlich an der Mehrheit der Republikaner in beiden Kammern scheitern würde.

      Man ist sich leider schon so viel von diesem Präsident gewöhnt, dass er vielleicht sogar mit Geheimnisverrat an die Russen durch käme.

      Trump würde aber mit Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in 3 Jahren abgewählt (falls er nicht vorher einen Krieg anzettelt oder einen grossen Terroranschlag geschenkt kriegt).
    • Asmodeus 21.11.2017 13:17
      Highlight Highlight Schlussendlich müsste darüber entschieden werden ob seine diplomatische Immunität aufgehoben werden kann um ein Gerichtsverfahren einzuleiten.

      Da die Republikaner aber keinen Arsch in der Hose haben, würden sie dies nicht tun. Das heisst Trump könnte erst nach seiner Amtszeit der Prozess gemacht werden. Schlimmstenfalls also erst in 7 Jahren.
    • Scrj1945 21.11.2017 16:33
      Highlight Highlight Eine amtszeit geht aber 4 jahre. Und wer glaubt im ernst das so ein tr**** wieder gewählt wird?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Slavoj Žižek 21.11.2017 11:09
    Highlight Highlight Lächerlich, die haben immer noch nichts... 😂
    • Sauäschnörrli 21.11.2017 11:25
      Highlight Highlight Soll auch trotz Leuten wie Trump und Kim noch Menschen geben, die wissen dass es manchmal strategisch gewitzter ist nicht alles immer an die grosse Glocke zu hängen. Die Bombe lässt man dann am Ende platzen, sonst könnten sich ja die Betroffenen absprechen.
    • Enzasa 21.11.2017 11:35
      Highlight Highlight 😂 Bekanntgabe über Twitter- Ausquatschen über Konferenzen - Kommunikationswege verbiegen - Informationen ohne Absprache an die Öffentlichkeit geben

      Alles Trumps Spezialitäten, Ermittlungsbehörden gehen erst als letzte Instanz an die Öffentlichkeit
  • Karl Müller 21.11.2017 11:05
    Highlight Highlight Das ist jetzt seit Amtsantritt Trumps gefühlt die hunderste Person, die von den Medien gross angekündigt Trump zu Fall bringen wird.
    • corsin.manser 21.11.2017 11:30
      Highlight Highlight Wir künden hier eigentlich nicht an, dass sie Trump zu Fall bringen wird.

      Es geht viel eher darum, dass sie bei den Ermittlungen von Mueller eine Schlüsselrolle spielt - und dass sich diese langsam dem Ende zuneigen.

      Will heissen, dass wir vielleicht bald Klarheit in der ganzen Russland-Affäre haben.
    • Snowy 21.11.2017 11:35
      Highlight Highlight In Zeiten von Social Media Hypes ist die Aufmerksamkeitsspanne drastisch gesunken. Die Menschen glauben, dass die Arbeit von Mueller ewig dauert... das Gegenteil ist der Fall! Seriöse Untersuchungen in einem solchen Umfeld wo ganz, ganz mächtige Leute mit den allerbesten Anwälten gegen einen sind, brauchen immer Jahre.

      Der Umstand, dass Mueller nun bereits das nächste Umfeld von Trump vorlädt, bedeutet dass er Fleisch am Knochen hat. Und die Facts die man bereits kennt, haben es ebenso in sich... (Jared und zig andere Personen hatten Kontakt mit den Russen verschwiegen etc)
    • Karl Müller 21.11.2017 11:47
      Highlight Highlight Achso, deswegen benutzt die Formulierung "jetzt muss sie auspacken". Nicht weil sie irgendwas verfängliches gestehen muss. Sondern einfach weil sie die Sache klären wird.

      Kennt man ja auch aus Krimis: "Hey Chef, Narben-Joe hat ausgepackt! Jetzt wissen wir alles. Er war nicht mal in der Nähe der Bank, und den Fluchtwagen hat er auch nicht gemietet. Gut dass er endlich ausgepackt hat und die Sache geklärt ist!"
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raphael Stein 21.11.2017 10:10
    Highlight Highlight Was für einen Killerblick sie auf gewissen Bildern präsentiert...

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