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Pressekonferenz in der lokalen Polizeistation von Tulsa: Die Staatsanwalt wirft dem Beschuldigten Totschlag vor. Bild: AP/Tulsa World

«Aus Versehen» Schwarzen erschossen: Jetzt wird gegen den 73-Jährigen Hilfssheriff Anklage erhoben

War es ein tragischer Unfall? Ein 73-jähriger Hilfspolizist in den USA behauptet, er habe aus Versehen einen Schwarzen erschossen. Jetzt müssen Richter den Fall klären. 

14.04.15, 11:39 14.04.15, 12:18


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Im US-Bundesstaat Oklahoma ist ein 73-jähriger Hilfspolizist angeklagt worden, weil er einen Schwarzen nach eigenen Angaben aus Versehen erschossen hat. Die Staatsanwalt in der Stadt Tulsa wirft dem Beschuldigten Totschlag vor. Ihm drohen vier Jahre Haft. Der tödliche Vorfall ereignete sich bereits am 2. April, war aber erst zu Wochenbeginn bekannt geworden.

73-Jähriger Hilfssheriff: «Aus Versehen» Taser mit scharfer Waffe verwechselt.  Bild: AP/Tulsa County Sheriff's Office

Der Hilfspolizist hatte offenbar die scharfe Waffe mit einem Elektroschocker verwechselt, als er gemeinsam mit einem Kollegen den Schwarzen stellen wollte. Die Helmkamera des Kollegen zeichnete die Tat auf.

Demnach hielt der Kollege den Schwarzen fest und rief «Taser, Taser», womit er den Elektroschocker meinte. Einen Moment später hört man einen einzigen Schuss. Dann sagt der 73-Jährige: «Oh, ich habe auf ihn geschossen. Es tut mir leid.» Der Anwalt des Beschuldigten sprach von einem «tragischen Unfall». Der getötete Mann stand im Verdacht, illegal mit Waffen zu handeln.

Der Fall reiht sich ein in eine Serie ähnlicher Vorkommnisse. Er kürzlich hatte ein weisser Polizist in South Carolina den Afroamerikaner Walter Scott erschossen, der nach einer Verkehrskontrolle geflohen war. Ein Passant hatte den Vorfall mit seinem Handy gefilmt. Der Polizist sitzt in Untersuchungshaft und soll sich wegen Mordes verantworten.

In der Nähe von Los Angeles hatten TV-Kameras festgehalten, wie Beamte einen 30-Jährigen verfolgt und schwer verprügelt hatten.

sms/dpa

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