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Trump wirft Migranten Jubel am 11. September vor

Schon wieder Wirbel um Donald Trump: Der US-Präsidentschaftsbewerber will beobachtet haben, wie in New York Tausende Araber die Anschläge auf das World Trade Center gefeiert haben – und wirbt für Foltermethoden.

23.11.15, 11:06 23.11.15, 11:47

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Bild: AP/FRE170546 AP

Wenn es darum geht, gegen Einwanderer zu hetzen, lässt sich Donald Trump meistens nicht lange bitten. An der Grenze zu Mexiko will er eine Mauer bauen, Einwanderer ohne Papiere abschieben. Jetzt hat der republikanische Präsidentschaftsbewerber wieder einmal für Aufregung gesorgt – mit einer eigenwilligen Erinnerung.

«Ich habe gesehen, wie das World Trade Center zusammenbrach», sagte er am Samstag auf einer Kundgebung in Birmingham im US-Bundesstaat Alabama – und fügte hinzu: «Und ich habe in Jersey City, in New Jersey, Tausende und Abertausende Menschen beim Jubeln beobachtet.» Bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 kamen etwa 3000 Menschen ums Leben.

Dass Trumps zweifelhafte Aussage auf Migranten zielte, machte er tags darauf nochmals klar. «Ich hab das gesehen», beteuerte er am Sonntag in einem Interview des Senders ABC. «Da haben Leute auf der anderen Seite von New Jersey gejubelt – dort, wo es eine grosse arabische Bevölkerungsgruppe gibt. Sie haben gejauchzt, als das World Trade Center runterkam.»

«Waterboarding ist peanuts»

Es war nicht die einzige streitbare Aussage des Hardliners. Im Kampf gegen islamistischen Terrorismus sprach sich Trump in dem Interview für die Wiedereinführung «harscher» Verhörmethoden ein: Im Fall eines Wahlsiegs will er etwa die äusserst umstrittene Foltermethode des Waterboardings wieder zulassen, bei dem das Ertränken eines Verdächtigen simuliert wird. «Waterboarding ist peanuts verglichen mit dem, was sie mit uns machen», sagte der Republikaner.

Waterboarding war nach den Anschlägen vom 11. September 2001 bei Verhören Terrorverdächtiger in geheimen CIA-Gefängnissen angewendet worden. US-Präsident Barack Obama hatte diese Methode ebenso wie andere Folterpraktiken verboten.

Trump, der in den meisten Vorwahl-Umfragen derzeit vor den Konkurrenten seiner republikanischen Partei liegt, sprach sich in dem Interview auch für Datenbanken über syrische Einwanderer und für die Überwachung «bestimmter» Moscheen aus. «Wenn ich mir diese Migration anschaue und diese Menschenschlangen, dann sehe ich all diese sehr stark aussehenden Männer», so Trump, «und ich sehe wenige Frauen, ich sehe wenige Kinder

«Da geht etwas Merkwürdiges vor sich. Und wenn man sieht, was in Europa passiert ist, eine Menge schlechter Dinge passieren in Europa», so Trump: «Frag einfach die Leute, die in Deutschland leben», sagte er zu Talkshow-Gastgeber George Stephanopoulos. Der Politiker sprach damit offenbar die Anschlagsserie in Paris an, die Fahndungsaktionen in Belgien sowie die Terrorwarnung in Hannover.

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Die Kandidaten für die US-Präsidentschaftswahl

mxw/kev/dpa/AP

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 23.11.2015 11:31
    Highlight just one thing.
    k. y. a. and g. t. h.
    3 3 Melden
    • Sir Jonathan Ive 23.11.2015 11:53
      Highlight you know those are two things right?
      7 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.11.2015 15:35
      Highlight i know
      das erstere ist schwieeig...
      wenn er das schafft, dann ...
      0 0 Melden
  • FrancoL 23.11.2015 11:24
    Highlight Trump verkörpert ein Teil der USA, das mag wohl ärgerlich sein, aber jedes Land verdient seine Politiker.
    17 3 Melden

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