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Treasure Island Hotel und Casino, Las Vegas: Hier wird der Verdächtige abgeführt. Bild: John Locher/AP/KEYSTONE

Las Vegas: 19-jähriger Brite wollte Donald Trump töten

21.06.16, 00:58 21.06.16, 07:54


Die US-Justiz ermittelt gegen einen Teenager, der offenbar den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump ermorden wollte. Der 19-jährige Michael S. versuchte bei einem Wahlkampfauftritt in Las Vegas, einem Polizisten die Waffe zu entreissen.

S. habe ausgesagt, er sei eigens aus Kalifornien angereist, «um Trump zu töten», hiess es am Montag (Ortszeit) in Akten eines Distriktgerichts im Bundesstaat Nevada. Er war am Samstag im Treasure Island Hotel in Las Vegas bei einer Wahlkampfveranstaltung des 70-jährigen Multimilliardärs festgenommen worden, nachdem er versucht hatte, die Waffe eines Mitarbeiters des Secret Service zu stehlen.

Dabei nahm Michael S. offenbar auch sein eigenes Ableben in Kauf. Gegenüber der Polizei habe er nach seiner Festnahme ausgesagt, er sei davon ausgegangen, «dass er wahrscheinlich nur ein oder zwei Schüsse abgeben würde und dass er überzeugt war, bei dem Attentat auf Trump von Sicherheitskräften getötet zu werden», hiess es in den Justizdokumenten weiter.

Am Tag zuvor habe er an einem Schiessstand trainiert. Das sei das erste Mal gewesen, dass er eine Waffe benutzt habe, hiess es weiter. S. gab an, er verfolge den Plan bereits seit fast einem Jahr und dass er es sofort wieder versuchen würde, wenn er morgen wieder auf freiem Fuss wäre.

Hier führt die Polizei den Verdächtigen ab.
streamable

Britischer Fahrausweis

Wie aus den Dokumenten weiter hervorgeht, hatte der Mann einen britischen Fahrausweis bei sich. Gegenüber der Polizei soll er ausgesagt haben, er lebe seit etwa eineinhalb Jahren in Hoboken im Bundesstaat New Jersey. Er bleibt bis auf weiteres in U-Haft.

Trump hat die Kandidatur der Republikaner de facto auf sicher. Der Nominierungsparteitag findet im Juli statt. Am Montag trennte sich Trump von seinem Wahlkampfleiter Corey Lewandowski. Hintergrund sind nach Angaben von mehreren mit dem Vorgang vertrauten Personen Meinungsverschiedenheiten mit anderen Beratern Trumps in der Frage, wie der umstrittene Milliardär eine breitere Wählerschicht erreichen könnte. (rar/cma/sda/dpa/afp/reu)

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58Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • el_chef 21.06.2016 11:20
    Highlight Gewalt ist ausschliesslich ein argument der schwachen.
    wenn jemand gewalt (oder in tronald dump s fall verherrlichung von gewalt) mit gewalt vergelten will, stellt er sich mit ihm auf dieselbe stufe und ist kein deut besser als er.l
    9 1 Melden
    • el_chef 21.06.2016 15:53
      Highlight Die absoluten zahlen der todesfälle, die aufgrund der us politik passieren, würden wahrscheinlich sinken, da er im gegensatz zu jetzt und zu clinton das aussenpolitische engagement erheblich drosseln würde, sprich weit weniger kriegseinsätze. Die innenpolitischen massnahmen wie guantanamo, folter, etc wären zwar nicht gerechtfertigt, aber statistisch gesehen (anzahl) viel weniger relevant.
      1 1 Melden
    • el_chef 21.06.2016 16:57
      Highlight Sie sagten, dass es unter trump mehr todesfälle geben würd, welches ich anhand absoluter zahlen zu widerlegen versuchte.
      das mit dem geringeren engagement habe ich aus einer seiner reden abgeleitet: er möchte die rolle der usa in der nato verkleinern, möchte sich mehr für friedensverhandlungen einsetzen und kritisierte obamas aussenpolitik im nahen osten, welche alles andere als zurückhaltend war.
      Es gibt jedoch widersprüchlichkeiten, da er den druck auf den is massiv erhöhen will. e
      1 1 Melden
  • DerWeise 21.06.2016 11:01
    Highlight Mit wem muss ich schlafen, damit ich auf Watson auch mal relevante News bezüglich US-Wahl lesen darf?
    10 3 Melden
  • WalterWhiteDies 21.06.2016 09:57
    Highlight Hmm, ich weiss das dies wohl etwas dreist ist aber wäre kein grosser Verlust gewesen, wenn man dran denkt das es höchst warscheinlich viel grössere Verluste gibt falls Trump gewinnt.
    15 15 Melden
  • Theor 21.06.2016 08:41
    Highlight Das wirklich zynische daran ist, dass sich der Junge vorher nicht selber eine Waffe gekauft hat. Da liest man einen Newsbeitrag weiter oben, dass neue Waffengesetze abgeschmettert wurden und weiterhin jeder Psycho eine Waffe kaufen kann und der Typ glaubt, er müsse die Waffe eines Polizisten nehmen und scheitert dabei. Vieleicht braucht es wirklich keine strengeren Waffengesetze. Die Leute sind offensichtlich einfach zu dumm dafür.
    31 16 Melden
    • lichtler 21.06.2016 10:44
      Highlight Na, ja ich denke, dass der Junge eher vorausschauend war und soweit gedacht hat, dass er die Waffe eh nicht in die Veranstaltung rein bringt da sehr genau kontrolliert wird...
      21 1 Melden
  • AirChicken 21.06.2016 07:40
    Highlight Meiner Meinung nach ist die grösste Überraschung, dass es ein Jahr gedauert hat, bis es zu einem Versuch gegen Trump kam.
    72 14 Melden
  • Pana 21.06.2016 03:29
    Highlight Bin gespannt wie er dies ausschlachten wird. Wahrscheinlich wurde der Brite vom IS-Urbürger aus Orlando inspiriert.
    48 22 Melden
    • Anam.Cara 21.06.2016 07:11
      Highlight Vielleicht wurde der junge Attentäter vor einigen Wochen gesehen, als er vor einer Moschee entlang ging...
      47 5 Melden
    • EvilBetty 21.06.2016 07:56
      Highlight Und er hat eine 10er Karte beim DönerStand...
      47 3 Melden
    • giguu 21.06.2016 08:45
      Highlight Warum so weit denken? Er ist Brite=Ausländer!
      22 3 Melden
  • Failai 21.06.2016 01:46
    Highlight Er ist Brite? Das verwundert mich jetzt, hätte wetten können dass Trump jemandem mit mexikanischen oder muslimischen Hintergrund zahlen würde um so was zu inszinieren... Wäre nicht das erste mal gewesen, dass er Leute kauft um seine bekloppten "Argumente" zu "unterstützen" 😐
    35 46 Melden
    • G.Oreb 21.06.2016 04:28
      Highlight @Failai hast du irgendwelche Artikel die das Thema "Leute kaufen" behandeln?
      37 6 Melden
    • Failai 21.06.2016 23:29
      Highlight Müsste suchen & hab keine Zeit dafür, sorry. Jedenfalls wurde bewiesen, dass Trump schon ganz am Anfang seiner Kampagne Leute bezahlt hat, um bei seinen Kundgebungen (Juli 2015) zu "cheer"en usw um einen Hype zu kreiiren. Auch hat man rausgefunden, dass bei seinen Rallys bestimmte Leute bezahlt wurden um Schlägereien mit Demokraten anzufangen. Ausserdem hat er US-Bürger mit mex. Hintergrund an seinen Rallys sprechen lassen, die ihn unterstützen um zu zeigen dass er nicht gegen "alle" ist. Wahrscheinlich war das auch nur ein Act für Bezahlung. Deshalb könnte ich ihm anderes Zeug auch zutrauen.
      0 1 Melden
  • Aaron 21.06.2016 01:28
    Highlight der plant das ein Jahr lang und nimmt nichtmal seine eigene Waffe mit?
    73 4 Melden
    • G.Oreb 21.06.2016 04:31
      Highlight Er hat auch ausgesagt er würde es sofort wieder probieren, würde er freigelassen. Eine ziemlich dämliche Aussage, um schnell wieder auf freien Fuss zu kommen...
      92 1 Melden
    • Anam.Cara 21.06.2016 07:16
      Highlight @G.Oreb: Gewiss keingeschickter Schachzug. Aber: der Mann steht zu seiner Überzeugung. Das dürfte ihm einen gewissen Respekt einbringen, obwohl die Tat an sich zu verurteilen ist.
      22 14 Melden
    • SwissSerbian 21.06.2016 08:32
      Highlight @Aaron, wie sollte er denn mit einer Waffe in einer solchen Veranstaltung rein?
      3 0 Melden
    • evo_enthusiast 21.06.2016 10:03
      Highlight @wurst, er lebte schon ein Jahr in den Staaten. Wahrscheinlich wusste er noch nicht, dass er Trump so hassen wird ._.
      3 0 Melden
  • Randy Orton 21.06.2016 01:15
    Highlight Zum Glück flog er vor der Tat auf. Nicht, dass ich Trump-Sympathisant wäre. Aber erstens glaube ich nicht, dass dies das Problem lösen würde und zweitens denke ich, würde es in einer Massenschiesserei mit hunderten Toten enden, wenn an einer Trump-Veranstaltung ein Schuss fällt und dann jeder seine Waffe zückt, um den Attentäter zu stoppen und dabei keiner mehr weiss, wer gut und wer böse sein soll.
    106 12 Melden
    • Charlie Brown 21.06.2016 06:14
      Highlight Ich kenne die lokalen Umstände nicht. Aber ich stelle mir vor, dass selbst NRA-Trump keine bewaffneten Leute in eine seiner Veranstaltungen lässt. Liege ich da falsch? Wäre dem so hätte der Junge ja gleich eine eigene Knarre mitgenommen.
      41 2 Melden
    • Anam.Cara 21.06.2016 07:21
      Highlight @Sa Set: Für einmal hast Du für meinen Geschmack übers Ziel hinaus geschossen.
      Mitleid darf sich nicht nach der Gesinnung oder dem IQ der Opfer richten.
      Sonst begeben wir uns auf jenes Niveau, das wir eigentlich kritisieren wollen.
      24 6 Melden
    • Anam.Cara 21.06.2016 09:08
      Highlight @Sa Set: Ich verstehe Deine Haltung zum Wort "Mitleid".
      Ich finde Mitleid aber wichtig. Es zeigt, dass wir noch zu Empathie fähig sind.
      Wenn mir das Schicksal von Menschen zu Herzen geht, dann "leide ich mit". Ehrlich empfunden, kann das zu einer moralischen Stütze für das Umfeld eines Opfers werden.
      Und es kann uns dazu motivieren, Taten folgen zu lassen (etwa Spenden oder Online-Kommentare. Oder gar direkte Unterstützung).
      2 1 Melden

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