International

Die Mutter des Opfers nach dem Freispruch des Polizisten. Bild: CRAIG LASSIG/EPA/KEYSTONE

Tödliche Schüsse auf 32-jährigen Schwarzen: Jury spricht US-Polizisten frei

17.06.17, 06:49 17.06.17, 11:18

Knapp ein Jahr nach den tödlichen Schüssen auf einen Schwarzen im US-Bundesstaat Minnesota ist der angeklagte Polizist freigesprochen worden. Die Jury befand den 29-jährigen Beamten Jeronimo Yanez am Freitag in allen Anklagepunkten für nicht schuldig.

Der Polizist stand wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht. Er hatte im vergangenen Juli in Falcon Heights den 32-jährigen Autofahrer Philando Castile erschossen.

Ein Protestmarsch für Philando Castile. Bild: AP/Star Tribune

Zudem wurde Yanez vorgeworfen, bei dem Einsatz die Sicherheit der Freundin des Opfers und deren Tochter gefährdet zu haben. Beide waren mit Castile im Auto, als dieser erschossen wurde. Castiles Lebensgefährtin Diamond Reynolds hatte ihren sterbenden Freund gefilmt, die Aufnahme wurde live im Internet übertragen. Der Fall sorgte landesweit für Entsetzen.

Castiles Familie reagierte empört auf das Urteil. «Ich bin wahnsinnig wütend», sagte seine Mutter Valerie. Das Justizsystem benachteilige schwarze US-Bürger.

Nach Aussage von Reynolds war das Auto wegen eines kaputten Rücklichts angehalten worden. Castile habe dem Polizisten gesagt, dass er legal eine Waffe dabei habe. Als er seinen Waffenschein und die Fahrzeugpapiere herausholen wollte, habe der Polizist auf ihn geschossen. Die vierjährige Tochter von Reynolds sass während des Vorfalls auf dem Rücksitz.

Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze haben in den vergangenen Jahren in den USA wiederholt für Empörung und Aufruhr vor allem in der afroamerikanischen Bevölkerung gesorgt. (viw/sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

«Neuer Hitler im Nahen Osten»: Saudischer Kronprinz bin Salman schlägt harsche Töne an

Aargauer Lehrer wegen Sadomaso-Sexspiels mit 13-Jähriger verurteilt

Peinlicher Design-Fail: Apples 109-Franken-Hülle für das iPhone X verdeckt das Mikrofon

Das sind die zehn Reichsten der Schweiz – erstmals dabei: die Blochers

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
26
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rendel 17.06.2017 15:44
    Highlight Hätte mich noch interessiert, wie sich die Jury zusammengesetzt hat.

    Schwarze dürfen ihre Papiere offenbar nicht mehr im Handschuhfach aufbewahren, nur gut sichtbar auf der Armatur oder so, sonst riskieren sie erschossen zu werden.

    3 0 Melden
  • acove 17.06.2017 11:49
    Highlight Einmal mehr zeigt sich, dass in gew. Bundesstaaten die dunkelhäutigen Menschen zum Freiwild gehören und einfach mal abgeknallt werden dürfen, ohne dass eine Strafe zu befürchten ist. Ja, ja das ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, welche doch sooo geliebt wird. Einfach nur noch ecklig!!!
    42 17 Melden
    • AL:BM 17.06.2017 14:48
      Highlight Worauf stützen Sie diesen Kommentar? Haben Sie Info's die andere nicht haben? Oder ist für Sie ein Polizist der einen Schwarzen erschiesst generell schuldig?
      3 7 Melden
    • acove 19.06.2017 08:24
      Highlight Offenbar haben Sie weder die Berichte in den Medien gelesen, die Ausschnitte bei den amerikanischen Fernsehsender gesehen und auch keine Korrespondentenberichte zur Kenntnis genommen, sonst würden Sie wohl kaum zu einer solchen Fragestellung kommen.
      2 0 Melden
  • ovatta 17.06.2017 11:18
    Highlight Seit Emmett Till nichts gelernt!
    Das Jurysystem solchen Fällen untauglich, weil die Unbefangenheit mitnichten garantiert werden kann!
    12 8 Melden
    • AL:BM 17.06.2017 14:48
      Highlight Ist so.
      0 0 Melden
  • Vachereine 17.06.2017 11:06
    Highlight Eine schlechtere Polizeiausbildung produziert mehr Todesfälle (bei Zivilisten und Polizisten). Es wird so schwieriger geeignete Polizisten zu rekrutieren. Die Gerichte schützen die Polizisten vermehrt, damit sie nicht weniger werden. Weil es schwieriger ist, Polizisten zu rekrutieren, werden die Anforderungen an Polizisten gesenkt. Dadurch wird die Ausbildung allmählich schlechter. Und dieser Teufelskreis beginnt von vorn.
    Die Polizisten müssten strenger selektioniert, besser ausgebildet, höher entlöhnt und in Fällen wie diesem härter bestraft werden.
    30 2 Melden
    • Luzi Fair 17.06.2017 14:32
      Highlight Weniger ist mehr...
      3 2 Melden
    • AL:BM 17.06.2017 14:52
      Highlight Sie haben offensichtlich keine Ahnung. Denn hätten Sie Ahnung von dieser Materie, wüssten Sie auch, dass eine solch allgemein formulierte Aussage nicht zutreffend ist.
      Die Ausbildung der Polizei variert von Staat zu Staat, ja sogar von County zu County oder Stadt zu Stadt. Das ist Geschwafel der US Medien, welches sie hier zitieren.
      Alle sind immer arme Opfer und Polizisten generell Rassisten.
      2 4 Melden
    • Graf Von Mai 17.06.2017 15:53
      Highlight Wieso denkst du dass es schwierieger sei Polizisten zu rekrutieren? Ein Polizist in LA verdient um die 5000$. Das ist für die meisten amerikaner ein Traumlohn. Die Rekrutierung ist nicht das schwierige. Das Problem ist die Ausbildung welche viel zu wenig Zeit in Anspruch nimmt und eher auf Repression als Deeskalation gerichtet ist. Shoot to kill ist die Devise in den USA. Solange man an der Ausbildung der Polizisten nicht was ändern, werden diese weiterhin mehr US Bürger töten als alle Terroristen zusammen dies je gemacht haben.
      5 0 Melden
    • Vachereine 18.06.2017 20:28
      Highlight @Graf: Es ist sicher schwieriger Polizisten zu rekrutieren, je häufiger Polizisten beschossen werden. Darum muss LA dem Polizisten soviel Lohn zahlen.
      0 0 Melden
  • URSS 17.06.2017 09:00
    Highlight Leider gibt es Schwarze die glauben für sie gelten andere Gesetze bei Polizeikontrollen,nämlich gar keine. Der Fall von Korryn Gaines ( auf YouTube) steht dafür Exemplarisch.
    Dann gibt es Fälle (im Artikel) bei dem der Schwarze sich den Anordnungen fügte und dennoch über den Haufen geschossen wurde.Wenn dann der Polizist frei kommt verstehe ich die Wut der Afroamerikaner.
    15 39 Melden
    • Luzi Fair 17.06.2017 10:03
      Highlight Gibt es nicht auch Weisse, welche glauben, für sie gälten andere Gesetze? Nämlich keine!?
      53 8 Melden
  • redeye70 17.06.2017 08:36
    Highlight Diese Ungerechtigkeit ist himmelschreiend! Ein schwarzes Leben ist dort wirklich nichts wert. America is f***** up!
    56 19 Melden
    • Hierundjetzt 17.06.2017 09:01
      Highlight Es werden viel mehr Weisse als Schwarze durch die Polizei getötet, nur so.

      Die Schwarzen haben wohl die besseren Fürsprecher, die sich konsequenter für ihre Freunde einsetzen.

      Das ist absolut ok so.
      20 46 Melden
    • Mr. Malik 17.06.2017 11:10
      Highlight @hierundjetzt
      Bullshit:
      Statistiken sind eine komplizierte sache.
      African americans in den usa 2015:
      13%
      Jedoch machten sie 24% der durch polizei getöteten aus.
      Ausserdem werden diese zahlen teilweise von der polizei stark geschönt.
      Das nächste mal vielleicht nicht von breitbart die infos nehmen..
      26 11 Melden
    • Maracuja 17.06.2017 11:24
      Highlight @Hierundjetzt

      Es werden zwar zahlenmässig mehr Weisse durch durch die Polizei getötet, setzt man die Zahlen aber im Vergleich zum Bevölkerungsanteil, dann kommt man zu anderen Schlüssen als Sie hier ziehen: . As The Post noted in a new analysis published last week, that means black Americans are 2.5 times as likely as white Americans to be shot and killed by police officers ... unarmed black Americans were five times as
      https://www.washingtonpost.com/news/post-nation/wp/2016/07/11/arent-more-white-people-than-black-people-killed-by-police-yes-but-no/?utm_term=.a36fcb437959
      24 3 Melden
    • zzZüri 17.06.2017 11:35
      Highlight Es gibt auch viel mehr Weisse im Land, nur so!
      16 5 Melden
    • Hierundjetzt 17.06.2017 12:05
      Highlight Mr Malik: Hä? Komplett am Thema vorbei?

      Maracuja, das stimmt vollkommen, diese Zahl kann aber auch von daran kommen, dass Schwarze eher Ärmer und Arbeitslos sind und in eher Städten wohnen. Nackte Zahlen alleine bringen uns nicht weiter.
      4 14 Melden
    • Stachanowist 17.06.2017 14:10
      Highlight MaracujaMalikZüri

      Schauen Sie sich die Statistiken genauer an. Einmal von der Polizei angehalten, sind alle "Rassen" dem gleichen Todesrisiko ausgesetzt. Es werden in der Gruppe der Angehaltenen *proportional* gleich viele Schwarze wie Weisse erschossen.

      Schwarze werden aber häufiger angehalten. Wenn es also eine Racial Bias gibt, dann bei diesem Punkt, nicht aber bei den Todesschüssen.

      Die Behauptung, dass die Polizei Schwarze leichtfertiger tötet, kann man statistisch nicht erhärten. Sie gehört in die Welt der alternativen Fakten

      https://tinyurl.com/gnwenep

      https://tinyurl.com/yal3doxo
      8 8 Melden
    • Luzi Fair 17.06.2017 14:36
      Highlight @Hierundjetzt
      Glaubst du wirklich, dass Arme und Arbeitslose krimineller sind als besser situierte?
      2 2 Melden
    • Hierundjetzt 17.06.2017 18:48
      Highlight Luzi: gegefrage, glaubst Du wirklich, dass Menschen mit 100'000.- im Jahr eher einbrechen oder Kleinkriminell sind, als solche die von der Hand ins Mund leben (müssen)?
      1 0 Melden
    • redeye70 17.06.2017 20:02
      Highlight @ Hierundjetzt
      Die grössten Verbrecher kommen nicht aus den Ghettos. Die residieren in Büros in Glaspalästen und an deren Händen klebt mehr Blut. Die werden auch nicht von der Polizei erschossen oder gehen ins Gefängnis. Weil sie die Kohle spenden die Politiker für ihre Wahlkömpfe benötigen.
      1 0 Melden
  • rodolofo 17.06.2017 07:27
    Highlight Unglaublich und schockierend!
    Leider war nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten klar, dass die Faschisten und Rassisten in den USA einen Freipass erhalten haben, im bisherigen "Stil" weiter zu machen und die Rechtsgleichheit aller Menschen in den USA mit Polizeistiefeln zu zertreten!
    Was wir hier sehen, ist eine Zwei Klassen - Justiz eines Apartheid-Staates!
    Wie tief möchten die USA noch sinken?
    Bei der Wahl von Barak Obama waren wir noch voller Hoffnung!
    Doch nun müssen wir - Dumm-Trump imitierend - enttäuscht feststellen: "The United States are no more the United States! So sad!"
    34 28 Melden
    • Hierundjetzt 17.06.2017 08:58
      Highlight Niiicht so schnell, wenden wir uns kurz der wichtigsten Fragen zu:

      Aufgrund der Bevölkerungszusammensetzung, haben wir eine "gemischte" Jury (dieser Ausdruck ist nebenbei dermassen dämlich)

      Also:
      Warum urteilte die Jury Einstimmig (!)

      Das stört mich an der Berichterstattung. War vielleicht doch mehr? Hat die Jury zusätzlich die Aufnahmen ser Bodycam zu Gesicht bekommen?
      22 5 Melden
    • roterriese {gender fluid; AH-64} 18.06.2017 15:41
      Highlight @rodolfo facepalm
      1 1 Melden

Trump kippt Einfuhr-Verbot für Grosswildjäger – (Und ja, auf dem Foto sind seine Söhne)

Donald Trump selber jagt keine Tiere. Aber seine Söhne, die würden das lieben, erzählte der US-Präsident im Jahr 2012. «Sie sind Jäger und sie sind darin sehr gut geworden.» 

Gut fünf Jahre ist es nun her, seit Fotos von Trumps Söhnen bei der Grosswildjagd vom Magazin «TMZ» veröffentlicht wurden. Sie sorgten in den sozialen Medien und unter Tierschützern für einen Aufschrei.

Auf einem Bild ist zu sehen, wie Trump Jr. mit einem abgeschnittenen Elefantenschwanz posiert. 

Auf einem weiteren …

Artikel lesen