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Bild: SHAWN THEW/EPA/KEYSTONE

Trump-Sprecher Spicer beleidigt preisgekrönte Journalisten – deren Reaktion hat es in sich

05.04.17, 11:37 06.04.17, 10:22


Der Pressesprecher von Donald Trump, Sean Spicer, kritisiert erneut die Journalisten. Sein Opfer dieses Mal: ProPublica. Ausgerechnet ProPublica, die seit Jahren für ihre ernsthaften Recherchen bekannt sind und dafür schon mehrfach ausgezeichnet wurden.

ProPublica

Ein 2007 in New York gegründeter, durch Stiftungen finanzierter US-amerikanischer Non-Profit-Newsdesk für investigativen Journalismus. Erklärtes Ziel der mit 32 festangestellten Journalisten und mehr als 2200 Freiwilligen grössten derartigen Organisation ist die Förderung des aus wirtschaftlichen Gründen vernachlässigten investigativen Journalismus in den USA. Die Stiftung publiziert seit Juni 2008. (Wikipedia)

Stein des Anstosses: Die investigativen Journalisten haben jüngst publik gemacht, dass vor kurzem die Modalitäten in der Treuhand-Konstruktion des US-Präsidenten geändert wurden. Trump kann damit weiterhin auf Kapital und Profite seiner früheren Unternehmen indirekt zugreifen. 

Dies gefiel dem Sprachrohr des Präsidenten überhaupt nicht:

«Just because a left-wing blog makes the point of something changing doesn’t mean it actually happened.»

Sean Spicer

«Nur weil ein linker Blog schreibt, dass etwas geändert wurde, muss es nicht passiert sein» sagte er am Montag in seiner täglichen Pressekonferenz.

Die Bezeichnung «left-wing» passt den Journalisten überhaupt nicht. ProPublica antwortete darum mit zwölf Tweets auf den Vorwurf:

«@seanspicer nannte uns gerade ‹linker Blog›. Da wir aber im Fakten-Geschäft sind, dachten wir, nennen wir einige ...»

«@seanspicer versuchte, unseren Artikel zu diskreditieren, in dem wir schrieben, dass Trumps Fonds-Dokument revidiert wurde, damit er jederzeit Zugriff auf sein Geld aus seinem Geschäft hat.»

«@seanspicer sagte, er sei sich ‹nicht bewusst über Änderungen des Fonds›. Und dann sagte er Folgendes: ‹Nur weil ein linker Blog schreibt, dass etwas geändert wurde, muss es nicht passiert sein.›»

«Das Trump-Fonds-Dokument wurde am 10. Februar revidiert und unterschrieben. Hier ist es: http://bit.ly/2o1S44u».

«Wir betreiben Keine-Überraschungen-Journalismus. Wir sagten der Trump Organization und dem Weissen Haus, dass wir es wissen, und gaben ihnen Zeit, sich zu erklären. Sie taten es nicht.»

«Was wir machen, ist Menschen in Machtpositionen zur Rechenschaft zu ziehen, egal wer sie sind oder was sie uns nennen. Wir machen es mit Fakten wie ...»

«Der Fakt ist, dass Tom Price eine Pharmakonzern-Aktie kaufte, und das am gleichen Tag, als er eine Richtlinie unterstützte, die der Firma helfen würde.»

«Der Fakt, dass Trump klammheimlich Beamte quer durch die Regierung eingestellt hat, die seine Augen und Ohren sein sollten.»

«Der Fakt, dass Jared Kushner sich tatsächlich nicht von seinem Geschäftsimperium distanziert.»

«Oder der Fakt, dass fünf top Trump-Funktionäre Falschaussagen vor dem Kongress gemacht haben.»

«Und ja, unser Job war immer und wird es immer sein, *alle* zur Rechenschaft zu ziehen, die an der Macht sind.»

«Also schrieben wir über den Fakt, dass Obama den grossen Banken nachgab und seine Versprechungen, Hauseigentümern zu helfen, nicht erfüllte.»

«Wir schrieben über frühere Obama-Funktionäre, die Abgeordnete beeinflussten, um eine Fusion durchzusetzen, die das Fliegen verschlechtern würde.»

«Und wir schrieben darüber, dass Obama seine Versprechungen, Begnadigungen zu gewähren, nicht erreichte.»

«Gibt es noch andere Fakten, die du gerne wüsstest?»

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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27
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27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • TodosSomosSecondos 06.04.2017 05:58
    Highlight Schon Scheisser ist glaubs nicht grad der hellste und dann sind noch alle anderen Kinder immer gemein zu ihm... voll fies im Fall
    13 0 Melden
  • Radiochopf 05.04.2017 13:11
    Highlight Tweet für Tweet Artikel, so lieb ich das, dann muss man kein Twitter-Konto haben.. schön wäre es, wenn ihr das auch zu den Eva Bartlett Tweets zu den Giftgas-Attacken in Syrien macht, dann hättet ihr wirklich ne echte Story als diese unwichtige Spicer-Geschichte..
    30 117 Melden
    • Amadeus 05.04.2017 13:54
      Highlight @Radiochopf
      Der Artikel handelt von Sean Spicer, nicht von Eva Bartlett.

      #whataboutism

      75 13 Melden
    • äti 05.04.2017 14:05
      Highlight ... warum? Kann man doch auf FB, WP etc goutieren. Kein Impressum. Keine Verantwortlichen erkennbar. Einfach immer das pure Gegenteil von was jemand publiziert. Für mich null konstruktiven Inhalt. Fakten wo?
      Es täte den Seiten gut, jemand würde für den Inhalt Verantwortung übernehmen. Radiochopf, du evtl.?
      6 51 Melden
    • Datsyuk * 05.04.2017 14:29
      Highlight Beides ist wichtig.
      17 5 Melden
    • Sophia 08.04.2017 17:03
      Highlight Wo Rechte regieren, ist Korruptionssumpf, Familienclans, Beziehungen usw. Siehe Freysinger, sihe Putin, siehe Trump, sihe Orban. Das führt immer ins Streit und Chaos. Und wenn nun einer sagt, wir sollten die Augen nach Syrien richten, statt auf Trump, dann ist das schon ein Hinweis, auf einen rechten Blickwinkel. Diese Typen, Bush, Putin, Assad haben das syrische Drama verursacht, von denen sollen wir wegsehen, ihren Schlamassel aber dürfen wir ansehen! Nicht die Ursache, nur die Folgen ansehen? So nicht, Radio!
      5 0 Melden
  • pamayer 05.04.2017 13:07
    Highlight Hoppla Schorsch! Die geben richtig knackig zurück.

    Danke!
    151 11 Melden
  • Ranfield 05.04.2017 12:56
    Highlight Darum, macht es wie die Politiker! Verkauft Drogen, wascht Geld, macht illegale Dinge. Den die Politik macht das genau so. So wie es uns vorgelebt wird müssen wir doch leben?! ;) Politik ist einzig Lug und Betrug, mehr nicht. Scheinheiliger Bullshit!
    46 75 Melden
  • meerblau 05.04.2017 12:23
    Highlight Badumm tss.
    51 8 Melden
  • 〰️ empty 05.04.2017 12:15
    Highlight Oh, schlimm. Der Präsident darf weiterhin Geld von seinem Konto abheben. Wirklich schlimm.
    21 402 Melden
    • rittiner gomez 05.04.2017 12:32
      Highlight "Trump kann damit weiterhin auf Kapital und Profite seiner früheren Unternehmen indirekt zugreifen. "
      137 7 Melden
    • Maranothar 05.04.2017 12:37
      Highlight Nicht von seinem Konto, vom Konto seiner früheren Firma, aus deren Angelegenheit ( und das schliesst Geld mit ein) er sich eigentlich raushalten sollte.
      163 6 Melden
    • phreko 05.04.2017 12:39
      Highlight Und dann fragen sie sich wieder, warum man sich über sie lustig macht. Bei den Interessenkonflikten, bei der Bereicherung von Politikern, drücken sie immer gerne beide Augen zu.
      124 5 Melden
    • Domsh 05.04.2017 12:49
      Highlight Leider hast du das Thema des Artikels nicht erkannt
      90 8 Melden
    • Unicron 05.04.2017 12:51
      Highlight Das ist nicht "sein" Konto, sondern das seiner Firmen. Und wenn er Zugriff auf die Profite auf seiner Firmen hat, dann ist das Risiko gross dass er Politik betreibt welche seinen Firmen hilft, und nicht seinem Land. zB China verspricht seinen Firmen einige interessante Deals in China, wenn die USA dafür die künstlichen Inseln welche momentan umstritten sind akzeptiert.
      82 6 Melden
    • 〰️ empty 05.04.2017 17:04
      Highlight Recherchiert mal was ein Blind Trust ist. Es geht dabei darum, das die Verwaltung abgegeben wird. Auf das Geld hat man selbstverständlich noch Zugriff, ansonsten könnte man auch alles verkaufen.
      2 32 Melden
    • Human27 05.04.2017 18:06
      Highlight Definition Blind Trust: Blind Trust (deutsch etwa Blindes Treuhandvermögen) ist die Bezeichnung für einen Trust, in dem der Verwalter volle Entscheidungsfreiheit über das Vermögen hat und die Berechtigten keine Kenntnisse über die Bestände desselben besitzen.
      Blind Trust – Wikipedia

      Nur leider hat Trump ja genau das nicht gemacht, er weiss ja was ihm gehört. Richtigerweise hätte er alles in einen Blind Trust überführt, wie alle Präsidenten vor ihm.
      22 3 Melden
    • SemperFi 05.04.2017 19:01
      Highlight @was ist das für 1 life: Recherchieren SIE mal, ob Trumps Vermögen in einem Blind Trust ist.
      12 2 Melden
    • Sophia 08.04.2017 17:14
      Highlight Klar doch 1 life, wir wählen uns Politiker, die vor allem für sich selbst regieren!
      Ich hoffe nicht, dass ich einmal derart verblöde und so einen wähle oder gar noch verherrliche, oder auch nur ein kleines bisschen verteidige.
      3 0 Melden

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