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Donald Trump Jr. hat Mist gebaut. Ob er da heil wieder rauskommt? Bild: EPA/EPA

Was dealte Trump Junior mit den Russen? Der Senat veröffentlicht neue Details – 6 Fakten

Der US-Senat veröffentlicht ein 2500-seitiges Dokument mit Details der Anhörung von Donald Trump Jr. Im Zentrum steht das Treffen mit einer russischen Anwältin. 

17.05.18, 04:18 17.05.18, 07:31

Der Justizausschuss des US-Senats hat ein brisantes Dokument veröffentlicht: Auf 2500 Seiten präsentiert er die Mitschrift der Anhörung von Donald Trump Junior, dem ältesten Sohn des amerikanischen Präsidenten. Im Zentrum der Befragung steht das mysteriöse Treffen zwischen Trump Jr. und einer russischen Anwältin im Juni 2016.

Zur Erinnerung: Im Sommer 2017 deckte die «New York Times» auf, dass sich Trump Jr. während des Präsidentschaftswahlkampfes mit der russischen Anwältin Natalia Veselnizkaja getroffen hat. Sie soll Verbindungen zum russischen Präsidenten gehabt haben und Trump Jr. kompromittierende Informationen über Hillary Clinton angeboten haben. 

Natalia Veselnizkaja. Bild: AP/AP

An dem Treffen, das im New Yorker Trump Tower stattgefunden hat, habe auch Trumps ehemaliger Wahlkampfmanager Paul Manafort teilgenommen.

Paul Manafort. Bild: EPA/EPA

Organisiert habe das Treffen Rob Goldstone, ein Publizist mit engen Kontakten nach Russland.

Rob Goldstone. Bild: AP/www.kommersant.ru

Goldstone vertritt den Sänger und Geschäftsmann Emin Agalarow. Agalarow wiederum ist ein alter Bekannter von Trump.

Emin Agalarow. Bild: AP/AP

Nach der Aufdeckung des Treffens räumte Trump Jr. zwar ein, dass es tatsächlich zu einer Begegnung mit der Anwältin Veselnizkaja gekommen sei. Doch sei schnell deutlich geworden, dass die Anwältin «keine aussagekräftige Information besass». 

Und nun zum Wesentlichen: dem veröffentlichten Dokument. Dieses enthüllt neue Details zum Treffen im Trump Tower. 

Trump Jr. «liebt» den Dreck über Hillary Clinton

Trump Jr. erhielt ursprünglich eine E-Mail von Rob Goldstone, in der ihm kompromittierendes Material über Hillary Clinton angeboten wurde. Trump Jr. schrieb zurück: «Wenn es so ist, wie du sagst, liebe ich es. Vor allem dann später im Sommer.» 

In seiner Anhörung vor dem Kongress bestätigte Trump Jr. nun, dass er mit «Ich liebe es» tatsächlich die Informationen über Hillary Clinton gemeint habe. Dies war zunächst nicht eindeutig. 

Die blockierte Telefonnummer

Trump Jr. sagte stets, er habe seinem Vater nichts von dem Treffen mit der Anwältin Veselnizkaja erzählt. Dies ist zu bezweifeln. Denn Aufzeichnungen belegen, dass es zu einem Telefonanruf mit einer blockierten Nummer gekommen ist. Eine solche verwendet auch Präsident Trump. Trump Jr. sagt, er erinnere sich nicht mehr, ob es sich bei besagter blockierter Nummer um jene seines Vaters gehandelt habe. 

Der zeitliche Ablauf der Telefongespräche ist jedoch verdächtig, das zeigen auch die entsprechenden Protokolle:

- Am 6. Juni um 16:04 Uhr erhält Trump Jr. einen Anruf von Agalarow. Dieser dauert zwischen 60 Sekunden und zwei Minuten. 
- Um 16:27 Uhr hat Trump Jr. Kontakt mit der blockierten Nummer. Es ist nicht ersichtlich, ob der Anruf ein- oder abgehend ist. Er dauert vier Minuten. 
- Um 16: 31 Uhr ruft Trump Jr. Agalarow zurück. Der Anruf dauert drei Minuten. 
- Um 16:38 Uhr schreibt Trump Jr. eine E-Mail an Goldstone: «Rob, Danke für die Hilfe.»

Das Treffen war peinlich und enttäuschend

Die Verteidigungsstrategie von Trump Jr. war ab der ersten Stunde, das Treffen als unfruchtbar darzustellen. So sagte er auch vor dem Kongress: «Ich hätte sonst nicht 20 Minuten verschwendet, mir etwas anzuhören, für das ich nicht gekommen bin.» Die Informationen der Anwältin Veselnizkaja hätten sich als leere Luft herausgestellt, es sei enttäuschend gewesen. 

Auch der verhörte Goldstone sagte, das Treffen sei unangenehm gewesen: «Ich sagte zu Trump Jr., Don, ich möchte mich wirklich entschuldigen. Das war sehr peinlich.»

Goldstone hielt das Treffen für eine schlechte Idee

Goldstone, der das Treffen arrangiert hatte, bereut dieses offenbar sehr. In einer E-Mail an den Sänger Agalarow schrieb er: «Ich habe schon damals gesagt, dass es eine schlechte Idee ist und es ein schreckliches Treffen ist.»

Paul Manaforts seltsame Notizen

Paul Manafort, der ehemalige Wahlkampfmanager von Trump, machte sich während des Treffens seltsame Notizen. Sie wurden in den Dokumenten des US-Senats ebenfalls veröffentlicht. 

Die Worte scheinen auf den ersten Blick kryptisch. Die «Washington Post» schreibt jedoch, es sei ersichtlich, dass sich einige Worte auf den sogenannten «Magnitsky Act» beziehen würden. Dabei handelt es sich um ein US-Gesetz, das Sanktionen gegen Russland ermöglicht und das den Russen ein grosser Dorn im Auge ist. 

Donald Trump könnte Fehlinformationen verbreitet haben

Trump Jr. machte Andeutungen, dass sein Vater selbst irreführende Informationen über das Treffen verbreitet haben könnte. Er habe allenfalls Einfluss genommen, als das Weisse Haus eine Stellungnahme veröffentlicht hatte. 

Trump Jr. wurde gefragt: Hat der Präsident Einfluss auf das Verfassen der Mitteilung genommen? Seine Antwort: «Er könnte durch Hope Hicks die Mitteilung kommentiert haben.» Hicks war die damalige Kommunikationsdirektorin des Weissen Hauses. 

Konzerne vs. Trump

Video: watson

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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20Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • The Origin Gra 17.05.2018 10:02
    Highlight Ich fürchte, dank den Mittlerweile Machtgeilen Reps und Tea Party Hardlinern (die nun dem noch schlimmeren "Sumpf" nachlaufen den sie angeblich bekämpfen wollten, naja verständlich es ist halt ihr Sumpf) wird Trump auch das Überstehen.

    Die USA wird aber wieder Small again, so wie vor dem WW2 als sie kaum mehr waren als eine Regionalmacht
    15 0 Melden
  • Bombenjunge 17.05.2018 08:49
    Highlight Also wie gegabt ausser heisser Luft ist da nichts.
    4 20 Melden
    • Sauäschnörrli 17.05.2018 10:37
      Highlight Nur ein Präsident der sein Volk nach Strich und Faden anlügt. Also alles wie gehabt.
      9 0 Melden
    • Gregor Hast 19.05.2018 20:15
      Highlight Richtig, Bombenjunge! Wäre da was, hätte man schon längst etwas gefunden!
      2 2 Melden
    • Sauäschnörrli 19.05.2018 20:53
      Highlight Woher willst du wissen dass man das nicht hat?
      0 1 Melden
    • Domsh 19.05.2018 20:53
      Highlight Hmmm, es gab bereits Anklagen und Verurteilungen.
      Es gab Zahlungen an Pornostars, es gab illegale Treffen und gewisse Unbeirrbare wollen es immernich nicht wahrhaben und kommentieren “heisse Luft“.
      Das kommt davon wenn die einzige akzeptieren Newsquelle die Tweets eines Irren sind.
      1 1 Melden
    • Bombenjunge 19.05.2018 21:12
      Highlight Müller betreibt einen Rundumschlag und hat ein paar Erbsen gefunden Domsh.
      Die Anklagen gegen die Russen sind ein Witz übrigens. Anklagen kann man ziemlich rasch in den USA, es gilt die Unschuldsvermutung bis zu einer Verurteilung.

      Müller hat aber auch gar nichts gefunden auf das die ursprüngliche Untersuchung abgezielt hat.
      Keine Russland Verschwörung, die existiert nur in den Köpfen der Loser die es immer noch nicht verwunden haben, dass Trump gewählt wurde.
      2 1 Melden
    • Domsh 19.05.2018 21:49
      Highlight Danke für die Bestätigung meiner Aussage.
      Du schreibst fälschlicherweise von Anklagen gegen Russen - das alleine disqualifiziert dich schon für einen seriösen Beitrag zu dieser Sache.
      Du schreibst nichts gefunden. Was ist mit dem Treffen mit der Russin?
      Wiederum Falschaussage.
      Alles nur wegen dem Wahlausgang?
      Wie gesagt Trump-Geplapper.
      Danke für die Bestätigung meiner Aussage.
      2 2 Melden
  • Aaamolni 17.05.2018 08:48
    Highlight ...und wieder eine weitere Folge der zurzeit angesagten S(h)itcom "Donalds World". Ich mach mir schon gar keine Mühe mehr da noch den Überblick zu behalten, zurücklehnen und geniessen..
    2 3 Melden
  • walsi 17.05.2018 06:20
    Highlight Kurz zusammengefasst, es gab keine Strafbare Handlung. Das ist wie wenn mich ein Dealer anruft und sagt, dass er erstklassigen Stoff hat. Ich treffe mich mit ihm und es stellt sich raus, dass es nur Backpulver ist und ich gehe wieder. Keiner hat sich strafbar gemacht. Ich habe keine illegale Substanz gekauft und der Dealer war auch nur mit Backpulver unterwegs.
    22 74 Melden
    • klugundweise 17.05.2018 08:00
      Highlight Wenn Sie bereit sind, mit einem Dealer zu verhandeln und wenn möglich auf das Geschäft eingehen, ist das Ihre Sache.
      Wenn aber das Umfeld des mächtigsten Mannes der Welt das gleiche tut und Leute wie Sie mit einem "na und" darüber weggehen, ist das ein Zeichen total verkommener Moral!
      82 6 Melden
    • pat86 17.05.2018 08:39
      Highlight @walsi: «Das Gesetz besagt, dass niemand von einer Person ausländischer Nationalität wissentlich einen wertvollen Beitrag zu einer Wahlkampagne verlangen oder annehmen darf», zitat Ryan Goodman, ein ehemaliger Rechtsberater des Verteidigungsministeriums
      18 1 Melden
    • Sandro Lightwood 17.05.2018 10:04
      Highlight Kurz zusammengefasst: Moral und Ethik scheinen überbewertet.
      11 1 Melden
    • walsi 17.05.2018 10:44
      Highlight @pat86: Trum Jr. hat nichts verlangt, es wurde ihm angeboten, noch hat er etwas angenommen. Gegen welches Gesetz hat er nun genau verstossen?
      1 4 Melden
    • Nevermind 17.05.2018 12:51
      Highlight Also nochmals zum mitschreiben:
      „Wenn ein Dealer einen Bundesrat anruft und sagt, dass er erstklassigen Stoff hat. Der Bundesrat trifft sich mit ihm und es stellt sich raus, dass es nur Backpulver ist und er geht wieder.“
      Und danach gehen wir zum Tagesgeschäft über und denken uns: „Das ist doch Privatsache. Was geht es uns an, was der Vorsteher des EJPD in seiner Freizeit macht?“

      Soweit richtig?
      2 0 Melden
    • walsi 17.05.2018 14:48
      Highlight @Nevermind: Der Sohn eines Bundesrates wird mit Gras von der Polizei erwischt, der Vater SVP Bundesrat Ueli Maurer, ist bis heute noch im Amt und wurde nicht für die Verfehlungen des Sohnes zur Verantwortung gezogen.

      https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Sohn-von-Ueli-Maurer-mit-Cannabis-erwischt/story/10548513
      2 0 Melden
    • klugundweise 17.05.2018 15:15
      Highlight Der Präsident der USA müsste doch ein Vorbild bezüglich Moral und Ethik sein, oder?
      Und Ueli Maurer halt der Ueli!
      Man stellt ja auch nicht den Papst und irgendein Pfäffli auf den gleichen Sockel...
      2 0 Melden
  • Domsh 17.05.2018 05:53
    Highlight Schritt 1: Lügen und Abstreiten
    Schritt 2: nicht erinnern
    Schritt 3: bewiesene Fakten teilweise zugeben und sich selbst dabei der Lüge überführen
    Schritt 4: ablenken mit whataboutism über Demokraten, Obama, Hillary
    Ich habe diesen Trump-Clan derart satt!
    111 10 Melden
    • Gregor Hast 19.05.2018 20:13
      Highlight Und ich habe diejenigen satt, die noch immer nach irgendwelchen Indizien suchen, die nirgends auffindbar sind.
      0 1 Melden
    • Domsh 19.05.2018 20:49
      Highlight Ich glaube so eine Blase um so einen Kommentar zu schreiben gibt es gar nicht. Das ist komplettes Ausblenden und Verdrängen sämtlicher Facts...
      Bemerkenswert.
      0 0 Melden

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