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Donald Trumps Harmonie-Milliarden – und die leise Kritik aus Washington

Donald Trump drängt Peking, im Atomkonflikt mit Nordkorea aktiver zu werden. Dann sei die Krise «einfach und schnell» gelöst. Beim Reizthema Handel kommt man sich näher – und verspricht einander Milliarden-Deals.

09.11.17, 08:01 09.11.17, 08:41

Ein Artikel von

Auf Donald Trumps Asienreise ist das Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking der wichtigste Termin: Am zweiten Tag des Besuchs demonstrierten die Männer öffentlich Harmonie und liessen üppige Handelsabkommen abschliessen. Trump drängte China ausserdem, in der Nordkorea-Frage entschiedener vorzugehen.

Mit Bezug auf den schwelenden Atomkonflikt mit der Diktatur in Nordkorea sagte Trump, die USA und China seien gemeinsam in der Lage, die Probleme der Welt zu lösen.

Trump hofft, dass Gastgeber Xi «hart arbeitet»

Er glaube an eine Lösung, «genau wie sie das tun», sagt Trump an Xi gewandt. Vor allem China sei in der Lage, die Nordkoreakrise «einfach und schnell» zu lösen. Xi werde «hoffentlich sehr hart daran arbeiten», so Trump.

Der wichtigste Termin von Trumps Asienreise: Sein Treffen mit Xi Bild: EPA/EPA

Der US-Präsident hatte im Sommer die Eskalation mit Nordkorea selbst befeuert. Mehrfach drohte er dem nuklear bewaffneten Regime in Pjöngjang, die USA könnten das Land auslöschen. Auch in Südkorea, das vor China auf Trumps Reiseroute stand, hatte er Nordkorea erneut gedroht, das Land solle die USA «nicht herausfordern».

Zum Auftakt am Donnerstag hatte Staats- und Parteichef Xi die militärische Ehrengarde für den US-Präsidenten aufmarschieren lassen. Nach der Willkommenszeremonie nahmen beide Präsidenten ihre formellen Gespräche in der Grossen Halle des Volkes auf.

Beim Handel zeigte sich Trump – zumindest öffentlich – versöhnlich: Die Handelsbilanz beider Länder sei zwar unter früheren US-Regierungen aus dem Lot geraten. Die Handelsbeziehungen würden aber künftig für beide Seiten fair sein. Xi sagte, für sein Land sei «Zusammenarbeit die einzige echte Wahlmöglichkeit, nur Abkommen, bei denen beide gewinnen» könnten in eine «noch bessere Zukunft führen», so Xi.

In Anwesenheit beider Staatschefs unterzeichneten chinesische und amerikanische Unternehmen Wirtschaftsabkommen im Wert von mehr als 200 Milliarden Dollar, unter anderem für Computer- und Autoteile sowie Triebwerke.

Allerdings sind einige der Papiere wohl eher Absichtserklärungen als echte Vertragsabschlüsse. Zur chinesischen Diplomatie gehören hoch dotierte Megaabschlüsse immer dazu, die das Parkett für politische Gespräche ebnen sollen.

Kritik an Chinas Handelspolitik aus Washington

Bereits am Mittwoch hatten sich die zwei Staatschefs privat getroffen, und dabei dürfte auch der Unmut der US-Regierung über das grosse amerikanische Handelsdefizit zu China Thema gewesen sein. Während Trump in Peking über künftige gute Beziehungen sprach, kritisierte sein Staatssekretär für internationale Angelegenheiten im US-Finanzministerium, David Malpass, Chinas Handelspolitik.

«Chinas unfaire Handelspraktiken sind unhaltbar und schädlich für das Wachstum und den Wohlstand der USA und vieler anderer Länder», sagte der Staatssekretär am Mittwoch in Washington. Die US-Regierung sei entschlossen, faire Handels- und Investitionsbeziehungen zu China zu unterhalten.

Malpass kritisierte zudem, dass sich Wirtschaftsreformen in China verlangsamt hätten und das ein wirtschaftlich starkes Land wie die Volksrepublik weiter Kredite von der Weltbank erhalte. China sei wohlhabend genug, um seine eigene Entwicklung zu finanzieren. 2.4 Milliarden Dollar jährliche Kreditaufnahme schadeten armen hilfsbedürftigen Ländern, die das Geld nötiger hätten.

Später am Donnerstag wollte auch Ministerpräsident Li Keqiang den US-Präsidenten empfangen. Trump trifft zudem Botschaftsmitarbeiter, für den Abend ist ein Staatsbankett geplant. (cht/dpa/Reuters)

Trumps Wahlversprechen

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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16
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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Therealmonti 09.11.2017 13:15
    Highlight "We don't care about what that mad dog may utter because we've already heard enough."
    "The United States is threatening us with nuclear aircraft carriers and strategic bombers. They are challenging us with with the most vicious and demeaning provocations but we will counter those threats by bolstering the power of justice in order to take out the root cause of aggression and war."
    Die Nordkoreaner sind die Einzigen, die es wagen, zu sagen, was sie von Trump halten: "Mad Dog". Tollwütiger Hund.
    Ich wünschte mir, andere Länder würden den Amis auch sagen, was sie über deren Präsidenten denken.
    3 0 Melden
  • Tomjumper 09.11.2017 11:21
    Highlight Was denkt sich Trump eigentlich? Er baut Mist mit Nordkorea und Xi soll das mal schnell für ihn lösen. Dee Mann hat wirklich gar keine ahnung von Diplomatie. Ein Handelsdefizit entsteht auch nicht nur weil andere unfair sind, sondern weil man Produkte produziert die niemand haben will. Zurück in die Kita mit dem orangen Kleinkind.
    7 2 Melden
  • Posersalami 09.11.2017 10:35
    Highlight "Chinas unfaire Handelspraktiken"

    Den Kapitalisten in den USA schmeckt also ihre eigene Medizin nicht? Gut, dass das geklärt ist.
    12 1 Melden
  • Wie funktioniert das! 09.11.2017 09:57
    Highlight ...bitte nicht vergessen: Die Chinesen, sowie die Russen denken Kommunistisch. Ich war in den 7zigern viel im Ostblock. War gar nicht gemütlich. Was die Kapitalisten machen, ist auch nicht gemütlich, wird immer verreckter.
    Was machen wir Büezer und Angestellte mit diesem Wissen?? Keine Ahnung, habe ich zumindest.
    6 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 09.11.2017 09:54
    Highlight Ich muss aber sagen, für ein dummen idioten, (wie die meisten ihn nennen) hat er eine beeindruckende karriere gemacht bis anhin.
    Nicht wie wir alle hier die sich nur noch in den kommentarspalten aufregen können weil wir es nicht soweit gebracht haben obwohl wir ja sooo viel intelligenter sind.
    5 12 Melden
    • Bruno S. 88 09.11.2017 12:40
      Highlight Mit einem "kleinen" Kredit von einer Million könnte ich auch so einiges erreichen!
      ... Trump versteht nicht wirklich viel von seiner Materie. Er ist kein Self Made Man. Sein Leistungsnachweis ist äusserst bescheiden. Er ist nur ein Schnuri und wo ist ein Schnuri am besten aufgehoben? Im Show-Business!
      4 3 Melden
    • Therealmonti 09.11.2017 13:20
      Highlight @LYX. Du findest es also in Ordnung, Dich rücksichtslos auf Kosten anderer zu bereichern? Sie zu betrügen, zu lügen zu bescheisse? Trump is a conman!
      2 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 09.11.2017 16:16
      Highlight @ bruno
      Dann hohl dir die million. Gibt sicher viele risikocapitalgeber welche deine brillianten ideen finanzieren möchten.
      @ ther....
      Hab ich irgendwo was von in ordnung geschrieben?
      Jedoch passt deine beschreibung auf so ziemlich jeden Politiker.
      0 0 Melden
    • Bruno S. 88 09.11.2017 16:55
      Highlight Ach komm...mach dich nicht lächerlich! Als ob jeder die Möglichkeit auf solch eine "Unterstützung" hätte.
      0 0 Melden
  • Zeyben 09.11.2017 09:32
    Highlight Ich denke eher es ist ein Versuch der USA die bestehenden Handelsbeziehungen mit Russland zu stören bzw. Russland zu isolieren.
    6 13 Melden
    • Juliet Bravo 09.11.2017 11:19
      Highlight Und wieso sollte Trump das tun? Er ist doch ein Freund des Kremls - was haben die Amis davon?
      2 1 Melden
    • Zeyben 09.11.2017 12:38
      Highlight Nein er ist kein Freund des Kremls. Die USA haben ein reges Interesse die neue Seidenstrasse und Pipelineprojekte zu hemmen. Bald trifft Trump Putin. Ich hoffe auf Entspannungen und Lösungen im internationalen Handelskampf.
      3 1 Melden
  • äti 09.11.2017 08:31
    Highlight Ich werde den Eindruck nicht los, dass Xi Jinping und andere, Trump nicht so ernst nehmen und lächelnd etwas mitspielen. Im Sinne von: wir machen etwas Show mit dir, aber das wars dann, für Seriöses warten wir auf den Nachfolger.
    52 7 Melden
    • wipix 09.11.2017 09:26
      Highlight Das denke ich auch. Würde sogar sagen, dass es sehr viele Menschen gibt, auch aus seinem näheren Umfeld, die Ihn nicht ernst nehmen. Im Kopf dann die Haltung: denke einfach an ein ca. 6 jähriges Kind... spiel mit und es ist zufrieden und Du hast Deine Ruhe.
      25 3 Melden
    • Posersalami 09.11.2017 10:44
      Highlight Und ich denke, das Trump massiv unterschätzt wird.

      Der Mann fungiert als Magnet für alle denkbaren Kontroversen. Im Hintergrund setzten seine Minister Punkt für Punkt um und deregulieren alles, was ihnen in die Finger kommt und wofür sie das Parlament nicht fragen müssen. In Ruhe und ungestört, weil alle Welt von Trump abgelenkt wird. Das ist mittlerweile dermassen offensichtlich..
      7 0 Melden
    • Therealmonti 09.11.2017 13:22
      Highlight Mit Deiner Einschätzung hast Du wahrscheinlich nicht unrecht, Posersalami. Allerdings ist dies alles andere als beruhigend.
      1 0 Melden

Seine Ausrede in der Porno-Affäre bringt Trump in Teufels Küche

Mit einer Wutrede hat Donald Trump auf die FBI-«Razzia» bei seinem New Yorker Anwalt reagiert. Es geht unter anderem um eine Zahlung von 130'000 Dollar an Ex-Pornostar Stormy Daniels – von der Trump angeblich nichts wusste.

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