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epa06595008 US President Donald J. Trump (R) appears with Pennsylvania Republican Congressional candidate Rick Saccone (L) during a campaign rally at Atlantic Aviation in Moon Township, Pennsylvania, USA, 10 March 2018.  EPA/DAVID MAXWELL

Zu früh gefreut: Trump bei einem Auftritt mit dem republikanischen Kandidaten Rick Saccone. Bild: EPA/EPA

Jetzt läuten bei Trump die Alarmglocken – Patt bei Wahlkrimi in Pennsylvania



Die Kongress-Nachwahl im US-Bundesstaat Pennsylvania ist extrem knapp ausgefallen. So knapp, dass mit der Bekanntgabe des Ergebnisses erst im Lauf des Mittwochs gerechnet wurde.

Bei 99 Prozent der ausgezählten Stimmen für den 18. Distrikt lag der Demokrat Conor Lamb mit nur 847 von rund 223'000 Stimmen vor dem Republikaner Rick Saccone. Das waren 0,4 Prozentpunkte. Für die Entscheidung fehlten zuletzt einige tausend Briefwahlstimmen, die erst im Lauf der Nacht (Ortszeit) mehrere Stunden lang gezählt werden sollten.

Im Jahr der Kongresswahlen ist das sehr enge Ergebnis für die Demokraten dennoch eine ausgesprochen gute Nachricht. Die Wahl galt als wichtiger Fingerzeig, fand die Nachwahl doch in einem traditionell sehr republikanischen Bezirk statt.

Conor Lamb, the Democratic candidate for the special election in Pennsylvania's 18th Congressional District, makes his way through a crowd of media after voting in Mount Lebanon, Pa., Tuesday, March 13, 2018. Lamb is running against Republican Rick Saccone. (AP Photo/Gene J. Puskar)

Der Demokrat Conor Lamb. Bild: AP/AP

Der Wahldistrikt im früher industriell geprägten «Rust Belt» gilt in seiner Zusammensetzung als Kernland der Wählerschaft von US-Präsident Donald Trump. Er hatte den Bezirk 2016 mit fast 20 Punkten Vorsprung für sich entschieden.

Warnsignal für Trump

Der 33-jährige Demokrat Lamb, ein Ex-Marine und früherer Staatsanwalt, hatte vergleichsweise konservative Positionen bezogen. Lambs sehr starkes Abschneiden könnte im Wahljahr andere Demokraten ermutigen, es mit einer ähnlichen Strategie zu versuchen.

Das enge Ergebnis dürfte in der Partei des US-Präsidenten mit Blick auf den Herbst alle Warnlampen angehen lassen. Die Republikaner haben den früher von Stahl und Kohle geprägten Distrikt vor dieser Wahl acht Mal nacheinander gewonnen. Der geringste Abstand zum konkurrierenden Demokraten waren dabei 15 Punkte. Der Bezirk ist so republikanisch, dass 2014 und 2016 erst gar kein Demokrat antrat.

Die Wahl war nötig geworden, weil der Republikaner Tim Murphy 2017 wegen einer sexuellen Affäre zurückgetreten war. (sda)

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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • TodosSomosSecondos 14.03.2018 13:15
    Highlight Highlight Also ich setze mein Geld auf Miller, da ist noch alles möglich - O. Kessler
  • D(r)ummer 14.03.2018 12:15
    Highlight Highlight Meine Erklärung zum erstarken der Demokraten hier. Einige Kohlearbeiter haben's begriffen, als Trump in etwa sagte: "Wir nehmen die Kohle und waschen sie, bis sie sauber ist."
  • Sophia 14.03.2018 11:12
    Highlight Highlight Die Wirtschaftsleistung Pennsylvanias betrug im Jahre 2016 724 Milliarden USD womit es die sechst-höchste Wirtschaftsleistung der Bundesstaaten der USA ist und die drittgrösste Stahlproduktion hat.Das ist nicht nichts! Leider ist die Wahl noch nicht entschieden, aber das knappe Ergebnis steht fest. Alleine schon dies zeigt uns, dass sich Industriearbeiter nicht von einem Deppen regieren lassen wollen, was schon ein Riesenerfolg für deren Vernunft darstellt.
    Aber vergessen wir nicht: Amis bleiben Amis und haben die Macht, die Geschicke der Welt zu beeinflussen, Trump wird sich nicht bessern.
  • Bert der Geologe 14.03.2018 10:20
    Highlight Highlight Bevor nun wieder alle hyperventilieren und auf den Abgang von Trump wetten: Es ist ein Kongressabgeordnerter in einem Distrikt mit etwa 250'000 wählenden. Ganz Pennsylvania hat 18 Abgeordnete und 12.7 Mio Einwohner. Also wahnsinnig repräsentativ ist das Resultat nun wirklich nicht. Aber ein kleines Signal vielleicht schon.
  • AustinOsmanSpare 14.03.2018 10:00
    Highlight Highlight Hoffentlich läuten die Glocken nicht nur, sondern er kriegt eins in die Glocken.
  • nJuice 14.03.2018 09:38
    Highlight Highlight "Lambs sehr starkes Abschneiden könnte im Wahljahr andere Demokraten ermutigen, es mit einer ähnlichen Strategie zu versuchen."

    Aber nur in republikanisch dominierten Wahlkreisen, bitte nicht in solchen, in denen sowieso ein Demokrat gewählt wird.
  • elias776 14.03.2018 08:38
    Highlight Highlight yesss, Demokraten an die Front.
  • cysel 14.03.2018 08:09
    Highlight Highlight Tim Murphy hatte nicht nur eine Affäre. Er wollte die Frau überreden die Schwangerschft abzubrechen owohl er für „pro life“ ist 😂😂
  • rodolofo 14.03.2018 07:58
    Highlight Highlight Ein Silberstreifen am Horizont.
  • Alterssturheit 14.03.2018 07:54
    Highlight Highlight opps....kann es sein, dass die Leute im Steel Belt doch nicht so blöd sind wie die Trump Administration glaubt und langsam aufwachen...??
  • Swisslord 14.03.2018 06:46
    Highlight Highlight Ich würde dies nicht gerade als Sieg der Demokraten werten, wenn ihr Kandidat einfach ein als Demokrat verkleideter Republikaner ist (Waffenlobbyst, Abtreibungsgegner, u.s.w.).
  • HerrLich 14.03.2018 05:42
    Highlight Highlight Mal abgesehen von der guten Nachricht. „Der 33 jährige ex-Marine und früherer Staatsanwalt.“ Wann hat der denn mit seiner Laufbah angefangen ? Mit 10 Jahren ?
    • Matti_St 14.03.2018 09:08
      Highlight Highlight Vielleicht hat er das Studium bei der Army absolviert.
    • AustinOsmanSpare 14.03.2018 10:00
      Highlight Highlight Er wurde als Marine gebohren und dann der Staatsanwaltschaft zugeführt.
    • pazüsen 14.03.2018 10:05
      Highlight Highlight Gemäss der New York Times hat er 2009 den Doktortitel erhalten und dann bis 2013 im Militär gedient. 2014 wurde er "Assistant US Attorney". Die Funktion eines Attorney ist aber eh nur bedingt mit unserem Staatsanwalt vergleichbar. Die USA haben ein komplett anderes Rechtssystem. Bei uns haben Staatsanwälte auch richterliche Funktion, indem sie beispielsweise Strafbefehle (also eigentlich Urteile) ausstellen. Deshalb haben sie in der Regel auch mehr Berufserfahrung und sind älter, wenn sie ins Amt kommen.
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