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Nach Handschlag mit Obama: Irans Aussenminister droht Ärger im Parlament

Es war eine historische Geste: Irans Aussenminister Zarif hatte am Rande des UNO-Gipfels in New York US-Präsident Obama die Hand gegeben. In Teheran sorgt das nun für Empörung. Die Opposition wittert eine Verschwörung.

30.09.15, 16:51 02.10.15, 09:51


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Iranian Foreign Minister Mohammad Javad Zarif speaks during a press conference with his Dutch counterpart Bert Koenders in Tehran, Iran, Sunday, Sept. 20, 2015. (AP Photo/Ebrahim Noroozi)

Bekommt Ärger: Javad Zarif.
Bild: Ebrahim Noroozi/AP/KEYSTONE

Sein Handschlag sorgt für Aufregung: Irans Aussenminister Mohammad Javad Zarif hatte US-Präsident Barack Obama bei der Uno-Vollversammlung in New York begrüsst - jetzt könnte er Ärger in der Heimat bekommen. «Da gibt es nichts zu rechtfertigen, und das Parlament wird sich ernsthaft mit der Sache auseinandersetzen», sagte der Abgeordnete Alireza Zakani der Nachrichtenagentur Tasnim.

Erstmals seit über 36 Jahren hatte mit Zarif ein hoher iranischer Politiker einem US-Präsidenten die Hand gegeben - «nur zufällig» und nicht geplant, wie es aus Teheran hiess. Ein Reporter des Nachrichtenportals «Entekhab-News» schrieb jedoch auf Twitter, US-Aussenminister John Kerry habe das kurze Treffen arrangiert und Zarif dem Präsidenten vorgestellt.

Ob Absicht oder nicht, spiele zunächst keine Rolle, sagte der Abgeordnete Zakani, ein führendes Mitglied der Hardliner-Fraktion in Iran. War es Absicht, gebe es eine Verschwörung der Regierung für die Wiederaufnahme der Beziehungen mit den USA. War es keine Absicht, sei es diplomatisch einfach dumm gewesen. In beiden Fällen werde das Parlament gegen Zarif vorgehen, sagte Zakani.

Iran und die USA haben seit der islamischen Revolution von 1979 keine diplomatischen Beziehungen. Nach dem Amtsantritt von Präsident Hassan Rohani vor zwei Jahren trafen sich Zarif und Kerry aber zu direkten Atomverhandlungen. Nach dem Atomabkommen von Mitte Juli hat Rohani eine Wiederaufnahme der Beziehungen nicht ausgeschlossen. Allerdings wollte der Staatschef US-Präsident Obama bei der Uno-Vollversammlung vorerst nicht die Hand geben.

kev/dpa

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