International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Spezialisten untersuchen den Tatort bei Salisbury. Bild: AP/AP

Gift-Attentat auf Ex-Spion: Jetzt drohen die USA Russland mit «ernsthaften Konsequenzen»

13.03.18, 02:00


Nach Einschätzung der US-Regierung ist Russland «wahrscheinlich» verantwortlich für den Giftanschlag auf den ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal in Grossbritannien. Dies sagte US-Aussenminister Rex Tillerson am Dienstag.

Die USA stimmten mit ihrem Verbündeten Grossbritannien überein, dass Russland «wahrscheinlich» hinter der versuchten Ermordung des ehemaligen Doppelagenten stehe, sagte Tillerson. Den Verantwortlichen - «sowohl denen, die das Verbrechen begangen haben als auch denen, die es in Auftrag gegeben haben» - müssten «angemessene, ernsthafte Konsequenzen» drohen.

Doppelagent Sergei Skripal wurde vergiftet.  Bild: EPA/KOMMERSANT

«Russland bleibt von der Ukraine über Syrien und nun Grossbritannien eine unverantwortliche Kraft der Instabilität in der Welt, die mit offener Verachtung der Souveränität anderer Staaten und dem Leben derer Bürger agiert»

Rex Tillerson

Tillerson erklärte, es könne für eine solche Attacke, die versuchte Ermordung eines Privatbürgers auf dem Boden einer souveränen Nation, keinerlei Rechtfertigung geben. «Wir sind schockiert, dass Russland sich erneut in derlei Verhalten engagiert zu haben scheint», fügte er hinzu. «Russland bleibt von der Ukraine über Syrien und nun Grossbritannien eine unverantwortliche Kraft der Instabilität in der Welt, die mit offener Verachtung der Souveränität anderer Staaten und dem Leben derer Bürger agiert», so Tillerson.

Dutzende Agenten verraten

Der Anfang März südlich von London zusammen mit seiner Tochter vergiftete Skripal hatte Dutzende russische Agenten an den britischen Geheimdienst verraten, bevor er 2004 im Moskau inhaftiert wurde. 2006 wurde er zu 13 Jahren Haft verurteilt. 2010 fand er dann in Grossbritannien Zuflucht, nachdem er im Austausch gegen russische Spione auf freien Fuss kam.

Aus US-Geheimdienstkreisen hiess es zuletzt, die Hauptannahme der Ermittler sei, dass das Nervengift von russischer Seite eingesetzt worden sei, um Skripal für seinen Verrat als russisch-britischer Doppelagent zu bestrafen.

Theresa May stellt Ultimatum an Russland Bild: EPA/EPA

Zuvor hatte die britische Premierministerin Theresa May erklärt, Russland sei «sehr wahrscheinlich» für die Vergiftung verantwortlich. Entweder sei Moskau bei der Attacke federführend gewesen oder habe zugelassen, dass das Gift in andere Hände gelangt sei. Russlands Militär habe des Mittel aus der Gruppe der Nowitschok-Nervengifte in den 1970er und -80er Jahren entwickelt.

Ultimatum an Russland

May setzte Russland ein Ultimatum bis Dienstagabend zur Erklärung des Nervengift-Einsatzes. Eine Sprecherin des russischen Aussenministeriums wies die Anschuldigungen zurück. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte nach Angaben eines BBC-Reporters vor Mays Ultimatum gesagt, Grossbritannien müsse dem Vorfall erst auf den Grund gehen. «Dann werden wir darüber sprechen.»

Die Tochter des Ex-Spions wurde ebenfalls vergiftet. Bild: AP/Facebook/Yulia Skripal

Der 66-jährige russische Ex-Spion Skripal und seine 33-jährige Tochter waren am 4. März vor einem Einkaufszentrum in der südenglischen Stadt Salisbury bewusstlos aufgefunden worden. Sie kämpfen seitdem in einer Klinik um ihr Leben. (sda/afp/reu)

Russischer Ingenieur ermöglicht Einblick in die Zukunft

Das könnte dich auch interessieren:

Familientrennungen an der US-Grenze: TV-Moderatorin bricht in Tränen aus

Haris Seferovic: «Irgendwann ist genug und dann platzt der Kragen»

EXKLUSIV: Hier erfährst du, wer die WM gewinnen wird! (Spoiler: Ich, der Picdump 😒)

«Die roten Linien werden eher dunkelrot»: Wie man in Brüssel die Schweiz sieht

Traum oder Albtraum? So ist es, als CH-Rock'n'Roll-Band in den USA auf Tour zu sein

Erdogans Schlägertrupp auf dem Vormarsch in die Schweiz

Mit dieser Begründung brechen 37 Studenten Prüfung ab

Schweizer Fussballfans verirren sich an die ukrainische Front

Netta sang zum Abschluss der Pride – aber vorher gab es wüste Szenen

13 seltsame Dinge, die uns am Trump-Kim-Gipfel aufgefallen sind

«Wieso sagen Schweizer gemeine Dinge über meine Schwester?»

Das absurdeste Museum der Welt und wir waren da – und bereuen es jetzt noch

Diese 7 Zeichnungen zeigen dir, wie es am Open Air wirklich wird

Du weisst noch nicht, wem du an der WM helfen sollst? Hier findest du DEIN Team!

präsentiert von

Diese 19 Fails für bessere Laune sind alles, was du heute brauchst

Warum das Kämpfchen gegen Netzsperren erst der Anfang war

Eine Szene – viele Wahrheiten 

Anschnallen bitte! So sieht der Formel-E-Prix von Zürich aus der Fahrerperspektive aus

15 Jahre ist es her: Das wurde aus den «DSDS»-Stars der 1. Stunde

Die Bernerin, die für den Sonnenkönig spionierte

Plastik ist das neue Rauchen – wie ein Material all seine Freunde verlor

Fertig mit Rosinenpicken: Es ist Zeit, dass auch Frauen bis 65 arbeiten

Wegen hoher Verletzungsgefahr: Diese Sportarten mögen Versicherungen gar nicht

Diese 18 genialen Cartoons über die Liebe und das Leben haben uns kalt erwischt 😥😍

«Pöbel-Sina» scheitert bei «Wer wird Millionär» an dieser super einfachen Frage – und du?

Was vom Bordmenü übrig bleibt – das kannst du gegen den Abfallwahnsinn im Flugzeug tun

Shaqiri ist der «dickste» Feldspieler – und 9 weitere spannende Grafiken zur Fussball-WM

Die ausgefallensten Hotelzimmer der Schweiz

Als muslimische Piraten Europäer zu Sklaven machten 

33 unfassbar miese Hotels, die so richtig den Vogel abgeschossen haben

Unerträgliche Regelschmerzen: Melanies Kampf gegen Endometriose

Diese Frau stellt absurde Promi-Fotos nach – 17 Lektionen, die wir von ihr lernen

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

19
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Datsyuk 13.03.2018 08:02
    Highlight Gute Besserung den Opfern. Den Kommentar von Tillerson muss man sich unabhängig von diesem Vorfall einmal auf der Zunge zergehen lassen:
    "Tillerson erklärte, es könne für eine solche Attacke, die versuchte Ermordung eines Privatbürgers auf dem Boden einer souveränen Nation, keinerlei Rechtfertigung geben."

    Was machen die USA mit ihren Drohnen in mehreren Ländern?
    67 24 Melden
    • walsi 13.03.2018 09:10
      Highlight Das habe ich mir auch gedacht. So eine Chuzpe hätte ich Tillerson nicht gegeben.
      12 3 Melden
    • Lowend 13.03.2018 09:21
      Highlight Mimimimimi...
      9 22 Melden
    • HabbyHab 13.03.2018 10:04
      Highlight Whataboutismn. Hier geht es um einen russischen Angriff in Grossbritannien.
      16 20 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 13.03.2018 10:46
      Highlight @HabbyHab, quatsch es geht um das was im Artikel zitiert wird.

      "Tillerson erklärte, es könne für eine solche Attacke, die versuchte Ermordung eines Privatbürgers auf dem Boden einer souveränen Nation, keinerlei Rechtfertigung geben."

      Weshalb sollte dazu keine Differenzierung dieses haltlosen Arguments stattfinden?
      Weil es nicht in dein Weltbild passt ?
      13 3 Melden
    • walsi 13.03.2018 10:56
      Highlight @HabbyHab: Dann sind die Drohnenangriffe der USA also in Ordnung, oder wie muss ich ihren Einwand verstehen?
      9 6 Melden
    • Datsyuk 13.03.2018 11:20
      Highlight Lowend: Danke für deinen konstruktiven Kommentar. Fällt dir nicht mehr ein?
      HabbyHab: Nein. Die USA sind total unglaubwürdig. Sie töten und töten in diversen Ländern. Sie machen das, was sie hier scheinheilig zu verurteilen versuchen. Russische Attacken in England sind auch inakzeptabel. Ich nehme Russland dabei ja nicht aus.
      13 3 Melden
    • Zeyben 13.03.2018 11:45
      Highlight Die Angelsachsen sind nicht auszuhalten.
      5 5 Melden
  • Brett-vorm-Kopf 13.03.2018 07:49
    Highlight Zitat aus den USA: "Es könne für eine solche Attacke, die versuchte Ermordung eines Privatbürgers auf dem Boden einer souveränen Nation, keinerlei Rechtfertigung geben."

    Tja, die Rechtfertigung und Quasi- Legimitation sowas zu tun - inkl reichlich Kolateralschaden - haben die USA schon gepachtet (Drohnenkriege, Black-Ops, Spionage aus Botschaften heraus und befreundeter Länder, etc.).
    Oder frei nach Highlander "Es kann nur Einen geben"

    *Kann Spuren von Sarkasmus und Whataboutismus enthalten.
    53 21 Melden
  • Gustav.s 13.03.2018 07:43
    Highlight Nach 7 Jahren im Westen hatte er wohl kaum mehr etwas zu verraten. Wieso sollte Russland also die Folgen einer solchen Tat auf sich nehmen und dazu auch noch eine Art wählen die geradezu nach Russland schreit?
    Er soll ja ziemlich viele Agenten verraten haben. Vielleicht gibt es da aus dem Umfeld jemand der sich rächen wollte und noch ein paar Mittelchen hatte.
    29 19 Melden
    • HabbyHab 13.03.2018 10:05
      Highlight Als Abschreckung für andere Agenten, die vielleicht zu reden beginen könnten?
      10 7 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 13.03.2018 10:50
      Highlight @HabbyHab, Nach 7 Jahren? Das kommt aber reichlich spät.
      4 6 Melden
  • rodolofo 13.03.2018 07:10
    Highlight "...Eine Sprecherin des russischen Aussenministeriums wies die Anschuldigungen zurück."
    Hat hier irgend jemand eine andere Antwort erwartet?
    Ähnliche Antworten sehen wir jeweils in der Rundschau, wenn Multinationale Konzerne auf Aufdeckungen durch Investigativ-Journalisten zu ihren skandalösen Geschäftspraktiken in Drittwelt-Ländern, oder zu ihren Steuer-"Optimierungen" reagieren.
    Ins Studio bequemt sich schon gar keiner dieser mit astronomisch hohen Gehältern fürstlich bezahlten Führungskräfte.
    Stattdessen schicken sie dürre Stellungnahmen im Stile der Putin-Regierung...
    25 15 Melden
    • Jaspar Stupan 13.03.2018 10:09
      Highlight Du bist ein kleiner Putin hasser/hasserin :-)
      Oder eher im Prinzip - ich hasse die ganze Welt die nicht so ist wie ich es gern hätte - so süss!
      12 8 Melden
    • roger.schmid 13.03.2018 10:56
      Highlight Niemand dem der Rechtsstaat und die Demokratie am Herzen liegt kann Putin mögen.
      11 8 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 13.03.2018 12:34
      Highlight @roger der kann kein Politiker mögen...
      2 6 Melden
    • rodolofo 13.03.2018 22:06
      Highlight @ Jaspar Stupan
      Wir reden hier nicht über mich.
      Könntest Du bitte etwas zum Thema sagen?
      Oder willst Du noch etwas von mir wissen?
      Zum Nacht hatte ich gerade Spaghetti.
      0 0 Melden

Familientrennungen an der US-Grenze: TV-Moderatorin bricht in Tränen aus

Seit der «Nulltoleranz»-Politik der amerikanischen Regierung gegenüber Migranten wurden mehr als 2300 Kinder an der mexikanischen Grenze von ihren Eltern getrennt. Selbst Babies und Kleinkinder sind davon betroffen. Für eine TV-Moderatorin ist dies zu viel - sie bricht vor laufender Kamera in Tränen aus.

Gemäss neusten Informationen der Nachrichtenagentur Associated Press wurden nicht nur Kinder, sondern auch Kleinkinder und Babys an der mexikanischen Grenze von ihren Eltern getrennt und in mindestens drei Aufnahmestationen gebracht.

Das ist zu viel für die bekannte US-Fernsehmoderatorin Rachel Maddow. In der Sendung am Dienstag brach sie vor laufender Kamera in Tränen aus, als sie die Meldung über zurückgelassene Babys lesen sollte.

«Könnt ihr eine Grafik einblenden?», fragte die …

Artikel lesen