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Dass es im Fall Eric Garner zu keinem Prozess kam, führte bereits vor einem Jahr zu Demonstrationen. Bild: John Minchillo/AP/KEYSTONE

Opfer von Polizeigewalt: New York zahlt Garner-Familie fast 6 Millionen Dollar – Prozess gegen den Polizisten bleibt aus

Vor fast einem Jahr starb Eric Garner im Würgegriff eines Polizisten. Nun hat sich die Stadt New York aussergerichtlich mit der Familie des sechsfachen Vaters geeinigt. Die Hinterbliebenen erhalten knapp sechs Millionen Dollar.

14.07.15, 05:15 14.07.15, 08:40


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Eric Garner soll vor einem Laden in Staten Island Zigaretten verkauft haben. Deshalb wollen ihn Polizisten durchsuchen, doch der 43-Jährige wehrt sich. Einer der Beamten versucht, Garner festzunehmen und nimmt ihn verbotenerweise in den Schwitzkasten. Dann ringen Beamte den mehr als 150 Kilogramm schweren Mann zu Boden.

«I can't breathe – ich kann nicht atmen», sagt Garner immer wieder. Die Polizisten ignorieren ihn. Der Mann verliert das Bewusstsein, im Krankenhaus stellen die Ärzte seinen Tod fest.

«I can't breathe» ist ein Slogan, der immer wieder bei Protesten gegen gewalttätige und rassistische Cops gerufen wird.

Ein Augenzeuge hielt den Vorfall auf Video fest, es war der erste einer langen Kette von Fällen, die in den USA eine Diskussion über Polizeigewalt gegen Schwarze ausgelöst haben. «I can't breathe» ist ein Slogan, der seither immer wieder bei Protesten gegen gewalttätige und rassistische Cops gerufen wird.

In Gendenken an Eric Garner. Bild: EDUARDO MUNOZ/REUTERS

Garners Familie hatte eine Entschädigung in Höhe von 75 Millionen US-Dollar gefordert. Bis zum ersten Jahrestag des Todes an diesem Freitag sollte New York zahlen, andernfalls wollten die Angehörigen vor Gericht ziehen. Nun haben sich die Stadt und die Hinterbliebenen aussergerichtlich geeinigt. Die Familie erhält 5.9 Millionen US-Dollar.

Scott Stringer, Stadtkämmerer von New York City, verteidigte die Einigung: «Nach einer juristischen Bewertung der Forderungen und der Fakten in diesem Fall hat mein Amt eine Vereinbarung mit der Familie von Eric Garner getroffen, die im besten Sinne aller Parteien ist», teilte der demokratische Politiker mit. Im vergangenen Jahr hatte Stringer Garners Tod bereits als Tragödie bezeichnet.

Für den Polizisten, der Garner gewürgt hatte, blieb die Tat ohne juristische Folgen. Der Beamte entging einer Anklage. New Yorks Polizei hat ihre internen Ermittlungen zu dem Fall abgeschlossen. Eine Entscheidung über mögliche Disziplinarmassnahmen gegen die an der Festnahme beteiligten Cops steht aber noch aus. (syd/AP)

Der Tod von Eric Garner

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Brikne, 20.7.2017
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